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Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

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  1. Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: M.P. 08.10.18 - 10:07

    > "Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren", sagte Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner.

    Wenn Telefonica die TECHNISCHEN Ressourcen der Telekom nutzt, werden doch bei der Telekom keine TECHNISCHEN Ressourcen eingespart.

    Es scheint also eher die kaufmännische Sicht auf den Deal zu sein, die Herr Wössner anspricht.
    Wenn man Glasfaserleitungen verlegt, und Kapazitäten der Leitung vermietet, spart man finanzielle Ressourcen, die man anderweitig einsetzen kann ...

  2. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: VDSLKiste 08.10.18 - 11:25

    Ich bin vor allem baff das Telefonica tatsächlich erst so wenige Masten per Glasfaser angeschlossen hat...die sind also noch per Kupfer 1 -10 Gbit? angeschlossen? Wo liegt das Problem zumindest die Standorte auf freiem Gelände an zu schliessen? Es werden also 5000 Standort wo eh die Telekom mit am Mast hängt mit angeschlossen(wtf die haben also Glasfaser dorthin verlegt und man hat das nicht mitgenutzt?) und 1500 weitere selbst mit Glasfaser angeschlossen. Wieviele Standorte bleiben dann noch übrig?

  3. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: nicoledos 08.10.18 - 12:06

    Das vorhandene Kupfer ist nun mal billiger. Wenn der Lieferant das Kupfer jedoch abschalten will und man selbst keine Leitung betreiben will, muss man nun mal auf Glas wechseln.

  4. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: spaetzlesdrucker 08.10.18 - 12:30

    VDSLKiste schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin vor allem baff das Telefonica tatsächlich erst so wenige Masten per
    > Glasfaser angeschlossen hat...die sind also noch per Kupfer 1 -10 Gbit?
    > angeschlossen?

    Vermutlich noch schlimmer: Nicht Kupfer, sondern Richtfunk. Zumindest vor 10 Jahren konntest du optisch sofort sagen, ob du eine Telekom-BTS oder eine der anderen Netzbetreiber vor dir am Masten siehst.
    Sieht man nur die Stabförmigen GSM/UMTS-Antennen: Telekom
    Sind noch kleine Runde Antennen drunter: Konkurrenz.
    Während die Telekom schon immer die eigenen Basisstationen bevorzugt per Kabel angeschlossen hat (früher Kupfer / T1-Leitung), da die eigene Kupferleitung nie fern war (heute ist sogar Glasfaser meist nicht fern, da die Outdoor-DSLAMs fürs VDSL ja auch angeschlossen werden wollen), hatten die Konkurrenten da immer einen Nachteil: Sie hatten kein eigenes Kupferkabel auf Tante Emmas Hausdach oder Emils Kuhwiese. Da hat man dann einfach Daisy-Chaining der BTSen per Richtfunk gemacht, bis man an einem Ort war, wo ein eigenes/bezahlbares Kabel lag (oft gleichzeitig der zuständige BSC).

    Das mit dem Richtfunk war wirtschaftlich und völlig ausreichend, bis die Datenvolumen durch die Decke gingen. Da hat es Telefonica und Co. richtig gekniffen, weil man diese Topologie (Kettenförmiger Richtfunk) nicht so einfach aufbohren konnte, während die Telekom lächeln konnte (Stern mit Kupfer/Glasfaser).

    > Wo liegt das Problem zumindest die Standorte auf freiem
    > Gelände an zu schliessen?

    Nur die Telekom hat in D flächendeckend eigenes Kabel verlegt. Vodafone hat vor allem durch Zukäufe auch einiges an eigenem Kabel, aber da liegen noch Größenordnungen dazwischen. Telefonica besitzt kaum eigene Leitungen, dementsprechend ist es die einzig mögliche Lösung, mit der Telekom zu kooperieren, wenn man wieder mal einigermaßen konkurrenzfähige Datenraten hinbekommen will.

    Das ist auch der Grund, warum Telefonica so zögerlich in LTE investiert: Das Problem ist nicht, dass man zu viel in neue Basisstationen investieren müsste, um die Luftschnittstelle zu bedienen (die BTSen müssen sowieso alle 10+ Jahre getauscht werden). Das Problem ist, dass man auch mit einer modernen Basisstation die LTE-Datenraten nicht wegeschaufelt bekäme, weil man keinen ausreichend perfomanten Backhaul hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.18 12:32 durch spaetzlesdrucker.

  5. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: kbigo 08.10.18 - 12:35

    Falsch, die übrigen Standorte sind meist über Richtfunk an einen hierarchisch nächsthöheren Standort, welcher entweder dann selbst mit Glasfaser oder aber widerrum via Richtfunk an einen höheren (usw...), ans Festnetz angebunden ist.
    DSL über Kupfer kommt nur äußerst selten zum Einsatz, da viel zu geringe Datenrate (mehrere Anschlüsse parallel benötigt), umständliche Anbindung in die höhere Netzstruktur (BSC>RNC>.. - s. https://de.wikipedia.org/wiki/Base_Station_Controller) via Tunnel nötig ist und oft auch keine Kupfer-Infrastruktur an den Masten in Wald und Wiese vorhanden ist.
    Der Tunnel zur BSC entfällt bei eigener Glasfaser sowie Richtfunk, welche direkt dorthin führen, kommt bei Telekom-Glasfaser aber wohl wieder dazu.

    Zudem wird Kupfer nicht unbedingt abgeschaltet, ist aber aufg. der Raten mittlerweile für den Zweck von Datenübertragung nicht mehr zu gebrauchen. Zu UMTS-Zeiten sah das anders aus, damals waren mehrere parallele DSL-Anschlüsse gut ausreichend, war aber kaum eingeführt schon wieder überholt durch LTE und jetzt 5G (die Infrastruktur hierfür muss natürlich zeitig geschaffen werden).

  6. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: Frank 08.10.18 - 13:03

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn Telefonica die TECHNISCHEN Ressourcen der Telekom nutzt, werden
    > doch bei der Telekom keine TECHNISCHEN Ressourcen eingespart.
    >
    > Es scheint also eher die kaufmännische Sicht auf den Deal zu sein, die Herr
    > Wössner anspricht.

    Kaufmännisch ist das genauso sinnfrei.

    > Wenn man Glasfaserleitungen verlegt, und Kapazitäten der Leitung vermietet,
    > spart man finanzielle Ressourcen, die man anderweitig einsetzen kann ...

    Man spart keine finanziellen Ressourcen, sondern bekommt – in Form der Mieteinnahmen – welche hinzu.

  7. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: bombinho 08.10.18 - 17:04

    Jupp, hier muss man der Telekom einen absolut erfolgreichen Schachzug bestaetigen.
    Jahrelang wurde aus allen Rohren gepfiffen, dass Festnetz tot ist und die Zukunft beim Mobilfunk.

    Investiert haben sie trotzdem in das Festnetz, wenn auch nicht unbedingt im Interesse des Kunden, und nun haben sie die Infrastruktur. Und die Konkurrenz, die den Braten ohne nachzudenken geschluckt hat, steht nun auf einem Bein auf der Wiese und hat da noch selber eine Schnur dran geknotet, deren anderes Ende in der Hand der Telekom liegt.

    Konsolidation auf hoechstem Niveau.

  8. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: Mett 08.10.18 - 17:17

    Telefonica macht viel per Richtfunk. Eigentlich kann man daran wunderbar o2-Stationen erkennen. Hängt eine Rifu-Schüssel dran, ist es oftmals o2. Aber es gibt natürlich auch D1- und D1-Stationen, die per Rifu angebunden sind. So ist es ja auch nicht.

  9. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: tg-- 08.10.18 - 17:21

    Frank schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wenn Telefonica die TECHNISCHEN Ressourcen der Telekom nutzt, werden
    > > doch bei der Telekom keine TECHNISCHEN Ressourcen eingespart.
    > >
    > > Es scheint also eher die kaufmännische Sicht auf den Deal zu sein, die
    > Herr
    > > Wössner anspricht.
    >
    > Kaufmännisch ist das genauso sinnfrei.
    >
    > > Wenn man Glasfaserleitungen verlegt, und Kapazitäten der Leitung
    > vermietet,
    > > spart man finanzielle Ressourcen, die man anderweitig einsetzen kann ...
    >
    > Man spart keine finanziellen Ressourcen, sondern bekommt – in Form
    > der Mieteinnahmen – welche hinzu.

    Kaufmännisch ist das völlig logisch und nachvollziehbar.
    Eine Glasfaseranbindung zu bauen sind Investkosten (Capex).
    Kann die Telekom diese Kosten nun halbieren, weil Telefonica mitbezahlt hat man sich Ressourcen gespart.

    Es geht hier nicht um bestehende Telekomstandorte die längst per Glasfaser erschlossen sind; hier mietet Telefonica schon seit Jahren Glasfasern an (das sind die besagten 20% der bisher angebundenen Stationen), sondern um O2-Standorte die noch nicht erschlossen sind, die Telekom vermutlich aber als eigenen Mobilfunkstandort von O2 anmietet.

  10. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: bombinho 08.10.18 - 20:06

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann die Telekom diese Kosten nun halbieren, weil Telefonica mitbezahlt hat
    > man sich Ressourcen gespart.

    Noch interessanter wird es, wenn die Telekom dann diese Leitung besitzt und betreibt und beide den Betrieb bezahlen ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.18 20:06 durch bombinho.

  11. Re: Wenn das der Telefonica Vertreter gesagt hätte

    Autor: Frank 08.10.18 - 20:39

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Frank schrieb:
    >
    > > Man spart keine finanziellen Ressourcen, sondern bekommt –
    > > in Form der Mieteinnahmen – welche hinzu.
    >
    > Kaufmännisch ist das völlig logisch und nachvollziehbar.
    > Eine Glasfaseranbindung zu bauen sind Investkosten (Capex).

    "Capex" sind zunächst einmal keine Kosten, sondern Investitionsausgaben. Kosten bilden dann Abschreibungen, Betriebskosten und ggf. Finanzierungskosten.

    Sowohl Investitionsausgaben als auch die laufenden Kosten sind allerdings weitgehend unabhängig davon, ob Telefónica Anbindung mitnutzt und dafür zahlt.

    > Kann die Telekom diese Kosten nun halbieren, weil Telefonica
    > mitbezahlt hat man sich Ressourcen gespart.

    Wenn Telefónica mitbezahlt, halbiert das nicht die Kosten der Telekom, sondern es bringt ihr neue Einnahmen, die einen Teil der Kosten decken.

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