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Warum überhaupt 3 Netze?

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  1. Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: Nasenbaer 11.11.18 - 00:29

    Warum regt man zu Gedanken über nationales Roaming auf dem Land an und packt das Problem nicht richtig an? Sprich ein Netz, gerne mit ausreichend Redundanz, aber doch nicht 3 Anbieter, jeder mit eigenem, abgeschlossenen Netz.
    Ich meine habe wir 3x Stromleitungen, Wasserversorgung, Straßennetz? Natürlich nicht, wäre auch schwachsinnig.

    Sieht man mal wieder was passiert, wenn man die Privatisierungspille von CDU und natürlich FDP schluckt. Gleiches Problem bei der Post, bei Rasthöfen (Tank&Rast) oder Kommunen, die ihre Wasserversorgung privatisiert hatten.
    Notwendige Infrastruktur sollte kostendeckend aber nicht gewinnbringend betrieben werden.

  2. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: torrbox 11.11.18 - 01:35

    Also ich bin ganz zufrieden mit der Post, die mein 500g Päckchen für 3,70¤ weltweit verschickt. Ebenso mit meinem flat tel/sms 1mbit/s Handytarif für 7¤ nach VVL. Als ob ein Staat das hinbekommem hätte.

    Natürlich sind Poststreiks dumm und Leute, im deren Gegend sich Mobilfunk nicht rentiert, haben die Arschkarte, aber es macht nunmal keinen Sinn einem 10 Seelen Dorf einen Funkturm zu spendieren. Denen würde man ja auch kein Krankenhaus, oder eine Kirche bauen.

  3. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: it-fuzzy 11.11.18 - 03:13

    Ein Krankenhaus. mit einer Stromleitung zu vergleichen ist schon ganz schön krude.
    Es geht doch genau darum, dass das Funknetz zur Grundversorgung gehören sollte. Und jeder, auf einer Hallig oder auf dem Berg bei Heidi Wasser, Strom, Post und Funknetz bekommen sollte. Wenn ein Betreiber das nicht hinbekommt, sollte er seine Lizenz verlieren.
    Im Übrigen sind die weissen Flecken weit gestreut. Es gibt mehrere Tausend in Deutschland und sie fangen schon am Rande von Metropolen an. Mir scheint, die Telekom hat hier zu viel Einfluss auf die Politik.

  4. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: Prinzeumel 11.11.18 - 07:58

    torrbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich bin ganz zufrieden mit der Post, die mein 500g Päckchen für 3,70¤
    > weltweit verschickt.
    Wie sie das nur schafft?

    > Ebenso mit meinem flat tel/sms 1mbit/s Handytarif für
    > 7¤ nach VVL. Als ob ein Staat das hinbekommem hätte.
    Ganz sicher.

    >
    > Natürlich sind Poststreiks dumm und Leute, im deren Gegend sich Mobilfunk
    > nicht rentiert, haben die Arschkarte, aber es macht nunmal keinen Sinn
    > einem 10 Seelen Dorf einen Funkturm zu spendieren.
    Na zum glück hat man ihnen strom und wasser spendiert.

    > Denen würde man ja auch
    > kein Krankenhaus, oder eine Kirche bauen.
    Nö. Man würde aber auch nicht in Berlin 3 Krankenhäuser nebeneinander bauen nur der Konkurrenz wegen.

  5. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: SanderK 11.11.18 - 09:19

    it-fuzzy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Krankenhaus. mit einer Stromleitung zu vergleichen ist schon ganz schön
    > krude.
    > Es geht doch genau darum, dass das Funknetz zur Grundversorgung gehören
    > sollte. Und jeder, auf einer Hallig oder auf dem Berg bei Heidi Wasser,
    > Strom, Post und Funknetz bekommen sollte. Wenn ein Betreiber das nicht
    > hinbekommt, sollte er seine Lizenz verlieren.
    > Im Übrigen sind die weissen Flecken weit gestreut. Es gibt mehrere Tausend
    > in Deutschland und sie fangen schon am Rande von Metropolen an. Mir
    > scheint, die Telekom hat hier zu viel Einfluss auf die Politik.
    Hin bekommen tun das Unterstelle ich mal alle. Ob der Nutzer dann die Kosten dafür tragen will, kann, ist dann die andere Frage. Aus der Frage ist auch die nächste Frage begründet. Soll die Allgemeinheit dann dafür aufkommen?
    In der Frage vom Mittelstand, würde ich die Frage auch im Rahmen der Staatlichen Förderung auch mit Ja beantworten. Da darüber im besten Fall Arbeitsplätze und Steuern generiert werden können.
    Aber beim Privatmann?

  6. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: Eheran 11.11.18 - 10:14

    >Post, die mein 500g Päckchen für 3,70¤ weltweit verschickt.
    Wie... was... wo geht das?

  7. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: hellrunner 11.11.18 - 10:37

    https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland.html

    Päckchen bis 500g 3,70¤ mit max seitenlänge (h+b+t) kleiner 90cm
    Mit tracking f 2,5¤ mehr.

    Geht mit humanen mehrkosten auch für bis 1kg. Bei 2kg kann man dann auch zu dhl gehen da wirds dann teuer



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.18 10:38 durch hellrunner.

  8. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: robinx999 11.11.18 - 11:11

    > Sieht man mal wieder was passiert, wenn man die Privatisierungspille von
    > CDU und natürlich FDP schluckt. Gleiches Problem bei der Post, bei
    > Rasthöfen (Tank&Rast) oder Kommunen, die ihre Wasserversorgung privatisiert
    > hatten.

    Wobei zumindest beim Paketversand haben wir ja tatsächlich auch Konkurrenz bekommen. Ich kann mein kleines Paket mit DHL versenden, als Päckchen für 3,79¤, ist AFAIK mit der günstigste Weg, habe aber keine Versicherung und keinerlei Nachverfolgungsmöglichkeiten, ich kann es mit Tracking und 500¤ Versicherung versenden und zahle 4,99¤ bei DHL. Ich kann es aber auch bei DPD als Paket XS Versenden und Zahle 3,90¤ bzw. wenn es etwas größer ist als Paket S für 4,20¤ und habe eine Verfolgung und eine Versicherung.

    Und ja da die Post zwar Päckchen S anbietet aber bei Paketen automatisch größere Verlangt kann man das durchaus vergleichen

  9. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: christian_k 11.11.18 - 11:32

    Was Grundversorgung ist und was nicht, ist sehr willkürlich.
    Z.B. gibt es viele Menschen, die finanziell, rechtlich (z.B. minderjährig) oder gesundheitlich nicht Auto fahren können und eigentlich auf ÖPNV angewiesen sind. Trotzdem garantieren Bauordnungen, dass jedes Haus und jeder Arbeitsplatz per Auto erreichbar ist, wogegen ÖPNV sehr oft fehlt.

    Vielen würde eine Buslinie oder eine Arztpraxis in der Nähe mehr nützen als ein 5G Netz.

    > Ein Krankenhaus. mit einer Stromleitung zu vergleichen ist schon ganz schön
    > krude.
    > Es geht doch genau darum, dass das Funknetz zur Grundversorgung gehören
    > sollte.

  10. 1 Netzbetreiber und mehrere Anbieter von Mobilfunkleistungen

    Autor: maerchen 11.11.18 - 11:37

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Sieht man mal wieder was passiert, wenn man die Privatisierungspille von
    > > CDU und natürlich FDP schluckt. Gleiches Problem bei der Post, bei
    > > Rasthöfen (Tank&Rast) oder Kommunen, die ihre Wasserversorgung
    > privatisiert
    > > hatten.
    >
    > Wobei zumindest beim Paketversand haben wir ja tatsächlich auch Konkurrenz
    > bekommen. Ich kann mein kleines Paket mit DHL versenden, als Päckchen für
    > 3,79¤, ist AFAIK mit der günstigste Weg, habe aber keine Versicherung und

    Mag sein, aber alle nutzen dieselbe Infrastruktur Straße. Bei Strom kannst du dir den Anbieter auch aussuchen, aber alle nutzen dasselbe Stromnetz. Bei der Bahn gibt es auch einen Anbieter, der die Schienen verwaltet und mehrere Anbieter von Transportleistungen sprich Zugunternehmen.

    Könnte man bei Mobilfunk ja auch machen: 1 Netzbetreiber (ggfs. pro Region), der sich um das Netz kümmert und zwar mit der Auflage, es flächendeckend und mit den entsprechenden Kapazitäten bereit zu stellen und alle Anbieter von Mobilfunkleistungen müssen es dann anmieten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.18 11:38 durch maerchen.

  11. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: torrbox 11.11.18 - 18:21

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > torrbox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also ich bin ganz zufrieden mit der Post, die mein 500g Päckchen für
    > 3,70¤
    > > weltweit verschickt.
    > Wie sie das nur schafft?
    >
    > > Ebenso mit meinem flat tel/sms 1mbit/s Handytarif für
    > > 7¤ nach VVL. Als ob ein Staat das hinbekommem hätte.
    > Ganz sicher.
    >
    > >
    > > Natürlich sind Poststreiks dumm und Leute, im deren Gegend sich
    > Mobilfunk
    > > nicht rentiert, haben die Arschkarte, aber es macht nunmal keinen Sinn
    > > einem 10 Seelen Dorf einen Funkturm zu spendieren.
    > Na zum glück hat man ihnen strom und wasser spendiert.
    >
    > > Denen würde man ja auch
    > > kein Krankenhaus, oder eine Kirche bauen.
    > Nö. Man würde aber auch nicht in Berlin 3 Krankenhäuser nebeneinander bauen
    > nur der Konkurrenz wegen.

    Du vergisst, dass die in den meisten Fällen bereits Mobilfunk haben. Nur 5G halt nicht. Außerdem machen 3 Krankenhäuser sehr wohl Sinn, wenn die alle gefüllt werden. Wenn man zwei Anbieter zusammenlegt, halbiert sich also die Zahl der Mastenstandorte nicht.

  12. Re: 1 Netzbetreiber und mehrere Anbieter von Mobilfunkleistungen

    Autor: waldschote 11.11.18 - 19:55

    Sehe das ganz genau so. Es wäre nicht nur einfacher, sondern auch um Welten billiger, bei besserer Netzqualität. Statt 3 Netze zum 3fachen Preis / Kunde auf zu bauen, würde man mit einem Netz pro Kunde nur 1/3 der Kosten / Firma tragen und könnte darüber hinaus das Netz auch noch 3x so schnell aufbauen, da die verfügbare Kapazität nicht auf 3 Netze aufgeteilt werden muss.

    National Roaming wäre eine Mögliche Zwischenlösung. Da sie schnell und einfach umgesetzt werden kann. Sehe es aber nicht als Heilmittel für das Problem. Ist eher Symptombekämpfung.

    Aber nun ja. Wird niemals passieren. Selbst bei der 5ten Generation werden wir das gleiche Desaster erleben wie bei den 4 davor auch. Ein vollkommen löchriges Netz mit dem keiner wirklich zufrieden ist, das pro Kunde aber 3fach Geld gekostet hat. Natürlich zzgl. der Lizenzgebühren für die Frequenzen. Bin mal gespannt wie viel die Anbieter dafür mal wieder auf den Tisch legen werden.

  13. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: southy 11.11.18 - 20:37

    Ein Netz für alle - ok.
    So lange es nicht das von O2 ist.

  14. Re: 1 Netzbetreiber und mehrere Anbieter von Mobilfunkleistungen

    Autor: SanderK 11.11.18 - 23:05

    Es kommt natürlich immer an wo man ist, aber hier in der Gegend fahre ich mit O2 querfeldein und streame dabei die Musik die ich will und Tochter schaut youtube dabei.
    Keine Probleme.
    Wenn ich im Wald bin, schaue ich nicht mal wie der Balken ist. Altmodisch halt :)
    Das mit den 3 Netzen ist schwachsin, keine Frage, aber wie will man das Regeln?
    In den Städten könnten ja Geschäfte oder Zusammenschlüsse, zb. die Mikrozellen für 5G betreiben und dafür kostenfreies WLAN anbieten.
    Wobei ich sowieso eher für die Lösung 4G und WLAN bin, was für mich mehr oder weniger 5G ist bei höherer Frequenz.

  15. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: M.P. 12.11.18 - 08:54

    Großbrief International

    L: min. 14 cm
    B: min. 9 cm
    (L + B + H = max. 90 cm)

    bis 500 g

    3,70 ¤

  16. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: SanderK 12.11.18 - 09:18

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Netz für alle - ok.
    > So lange es nicht das von O2 ist.

    Zumindest Unterhaltsam ;-)

  17. Re: Warum überhaupt 3 Netze?

    Autor: robinx999 12.11.18 - 20:36

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Großbrief International
    >
    > L: min. 14 cm
    > B: min. 9 cm
    > (L + B + H = max. 90 cm)
    >
    > bis 500 g
    >
    > 3,70 ¤


    Kann man den Großbrief eigentlich als Päckchen bezeichnen?
    Aber egal, der Punkt ist hier natürlich das ein dearartiger Versand ohne Versicherung abläuft und hier ist DHL dann wieder nicht umbedingt immer der optimale Fall.

    Ich musste gerade eine Festplatte einschicken (Innerhalb der Garantie aber außerhalb der Gewährleistung) also direkt an Seagate mit einer Adresse in den Niederlanden. Und hier zeigt sich dass DHL suboptimal ist. Päckchen bis 2kg kostet mit 50¤ Versicherung 11,39 (wobei 50¤ Versicherung vermutlich zu wenig ist für eine 4TB Platte), dass Paket darf zwar 5kg wiegen und ist mit 500¤ versichert kostet aber 15,99¤ und darf auch Dimmensionen haben die für eine Festplatte viel zu groß sind.
    DPD hat das Paket XS (längste + kürzeste Seite maximal 35 cm) für 9,90¤, und es ist mit 540¤ Versichert

    Hier muss ich sagen bietet DHL also kein wirklich passendes Produkt an, da die Paketgrößen hier eigentlich zu groß und auch dementsprechend teuer sind.

    Kommt da vermutlich stark auf den Einzelfall an

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