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Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: droektar 29.05.16 - 11:14
Dieser Hakken ist ein Designer, hat einen 3D-Drucker, das wars aber anscheinend auch schon.
Die einzelnen Module des Handys bräuchten alle ein eigenes kleines Gehäuse, schon alleine um ESD-Probleme zu verhindern. Dann müssten sie, wenn sie ineinander verbaut werden auch mechanisch stabil halten, damit das Teil in der Hosentasche nicht auseinanderfällt. Das alles bedeutet mehr Gewicht und Raum.
Die einzelnen Komponenten, vor allem das Leistungsmodul, die CPU, alle integrierten Schaltkreise auf dem Gerät erzeugen Abwärme, die abgeführt werden muss. Siehe Snapdragon 810, der kaum zu kühlen war, und das in großen Gehäusen. Das ist sehr problematisch, wenn die Form des Geräts nicht feststeht und das zu kühlende Modul selbst nur eine kleine Oberfläche nach außen hat.
Wie in dem anderen Thread erwähnt wurde ist Abwärtskompatibilität ein großes und schwer lösbares Problem.
Das größte Problem sind meiner Meinung nach die elektrischen Schnittstellen zwischen den Modulen. Dabei müsste man ein Bus-System nutzen, das sehr schnell taktet mit definierten Impedanzen. USB, Thunderport oder PCI oder ein anderer schneller Bus würden sich anbieten. Dafür braucht es aber dann auch Transceiver auf jedem Modul, das an diesem schnellen Bus angeschlossen ist! Das bedeutet Mehrkosten, Mehrverbrauch, mehr Platz...
Alternativ könnte man auch einen schnellen und einen langsamen Bus für die langsamen Module gleichzeitig nutzen, oder die Signale zwischen den Modulen funken, was aber das Problem nicht löst.
Die Verbindungspins müssten alle mit Hartgold (galvanisch Gold auf Nickel mit Cobalt) überzogen sein, auf beiden Seiten der elektrischen Verbindung(öffnet mal euer Handy und schaut rein, das ist die einzige zuverlässige Verbindungstechnologie bei Signalen mit Kleinspannung und in nicht abgedichteten Bereichen). Das würde dann wieder die Umweltschützer auf die Barrikaden gehen lassen, denn damit wäre sicherlich kaum ein Fortschritt in Sachen Ressourcenschonung zu machen.... Teuer ist es allemal. -
Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: Moe479 29.05.16 - 11:23
quatsch, die kontakte in den geräten die bisher geöffnet hatte waren nicht vergoldet, transreciver um angeschlossenen werden zu können haben die teilgeräte derzeit auch. hitze könnte über ihre eigene verschalung selbst nach außen transportiert werden, was hindert einen hersteller daraus kühlrippen zu machen? richtig, garnichts!
mechanische stabilität ... nicht wenige geräte nutzen dabei die platine(n)
selbst ... und der rest ist auch lösbar, wenn man sich damit beschäftigt. -
Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: Jürgen Troll 29.05.16 - 12:16
Man muss sich doch nur mal das Innenleben von aktuellen Smartphones anschauen. Wenn man das wirklich modularisieren möchte, besitzt das Gerät hinterher mindestens das doppelte an Volumen und leistet höchstwahrscheinlich auch noch weniger. Wer würde das dann kaufen wollen?
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Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: Spaghetticode 29.05.16 - 12:40
Jürgen Troll schrieb:
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> Man muss sich doch nur mal das Innenleben von aktuellen Smartphones
> anschauen. Wenn man das wirklich modularisieren möchte, besitzt das Gerät
> hinterher mindestens das doppelte an Volumen
Das Fairphone 2, das einen gewissen Grad an Modularität besitzt, ist nicht größer als andere Smartphones. Es ist nur ein bisschen dicker. Ich glaube aber nicht, dass es irgendjemanden stört, wenn das Smartphone 12 statt 7 mm dick ist.
> und leistet höchstwahrscheinlich auch noch weniger.
Gegenüber einem aktuellen Flagship schon. Gegenüber älteren oder billigeren Smartphones nicht. Aber die Fairphone-Zielgruppe sind ohnehin nicht die Flagshipkäufer.
> Wer würde das dann kaufen wollen?
40.000 Leute. -
Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: droektar 29.05.16 - 12:44
Spaghetticode schrieb:
> Das Fairphone 2, das einen gewissen Grad an Modularität besitzt, ist nicht
> größer als andere Smartphones. Es ist nur ein bisschen dicker.
> nicht größer
> Es ist nur ein bisschen dicker.
Finde den Fehler.
Und das Ding ist noch lange nicht modular. Auf Gold konnten sie trotzdem nicht verzichten. -
Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: Moe479 29.05.16 - 19:46
warum muss man das unbedingt, eine gewisse Modularität haben auch andere Geräte, nur die Spezifikation liegen nicht offen:
https://www.youtube.com/watch?v=5LU_MC0mnCs
problematisch sind eher die verklebungen, die platine ließe sich noch weiter aufteilen die konnektoren für felxkabel, welche noch mit der hand zusammengefügt werden können, dafür nehmen kaum zusätzlichen platz weg.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.16 19:53 durch Moe479. -
Re: Ein modulares Handy wäre teurer, größer, kaum umweltfreundlicher, anfälliger
Autor: Anonymer Nutzer 30.05.16 - 07:59
droektar schrieb:
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> Spaghetticode schrieb:
>
> > Das Fairphone 2, das einen gewissen Grad an Modularität besitzt, ist
> nicht
> > größer als andere Smartphones. Es ist nur ein bisschen dicker.
>
> > nicht größer
> > Es ist nur ein bisschen dicker.
>
> Finde den Fehler.
>
> Und das Ding ist noch lange nicht modular. Auf Gold konnten sie trotzdem
> nicht verzichten.
Sicher ist es Modular. Mann kann alle Module auswechseln!



