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Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

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  1. Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: sundown73 26.05.17 - 20:45

    Was habe ich von einer Netzneutralität?

    Welche Vorteile habe ich?

  2. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: redmord 26.05.17 - 21:21

    Selber zu wählen welche Dienste du nutzen möchtest.

    Der Gedanke beim Vorwurf der Diskriminierung durch Zero-Rating lautet, dass dies dazu führt, dass Kunden primär Dienste über Vorteile wählen, die ihnen Netzanbieter billigen.

    Oder anders: Wenn du Kunde der Telekom bist und Spotify nichts kostet, bist du quasi gezwungen Spotify zu nutzen, wenn du als Kunde einigermaßen wirtschaftlich handeln willst.

    Was die Telekom hier betreibt, ist ein schleichender Prozess. Sie wollen langfristig an die Knete der Dienste und somit eine für den Kunden undurchsichtige Preissteigerung.
    Beispiel: Am Ende zahlen alle Kunden von Netflix/Google/Facebook/Spotify/iTunes dafür, dass eine bestimmte Kundengruppe Netflix/Google/Facebook/Spotify/iTunes mit zero-rating via T-Mobile nutzen kann.

  3. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Teeklee 26.05.17 - 23:58

    Des Weiteren erschwert dies die Entwicklung hin zu Flatrates...
    Warum muss dir die Telekom immer größere Datenmengen verkaufen bis man irgendwann in den Flatrate Bereich kommt?
    Wenn sie dir einfach 1GB mit Ausnahme für Netflix, YouTube usw. Verkaufen können?

    Und was passiert, wenn ein neues innovatives Startup eine total geniale Idee hat um das Streaming zu revolutionieren? Tja deine 1GB sind schnell weg und du musst wieder Netflix & YouTube schauen... Also Telekom und Netflix freuen sich, während der Kunde und das Startup die Arschkarte haben.

  4. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: tsp 27.05.17 - 00:37

    Was man als Kunde davon hat? Im Endeffekt - einen allgemein nutzbaren Internetzugang und immer "freie Wahl" zwischen allen zur Verfügung stehenden Diensten (auch kleineren).

    Beim Zero Rating ist ja das Problem, dass man im Prinzip nur (Streaming) Dienste exzessiver nutzen kann, die durch das zero rating aus dem verrechneten Datenvolumen ausgenommen sind. Das schließt dann im Normalfall kleine Anbieter gleich einmal automatisch aus, weil die einfach keine Möglichkeit haben sich weltweit mit tausenden Internetanbietern abzusprechen und entsprechende (meistens kostenpflichtige) Partnerschaften einzugehen; Wenn nach Aufbrauch des Datenvolumens z.B. gedrosselt wird, sind diese Anbieter oder Dienste für einen defacto unnutzbar (meiner persönlichen Meinung nach sollte es für den Netzanbieter egal sein, ob ein Videostream jetzt von einem der goßen Streaminganbieter kommt oder ob der aus irgendeinem anderen Netz kommt - und auch unabhängig davon ob die Quelle als "Inhaltsanbieter" oder "Endkunde" gesehen werden würde)

    Allgemein gesehen geht's bei der Diskussion über Netzneutralität ja auch darum, ob man als Netzanbieter bestimmte Dienste "bevorzugen" kann - was ja im Prinzip nur eine schöne Ausdrucksweise dafür ist, dass man im Falle einer Netzüberlastung alle anderen Dienste gezielt benachteiligt ... da jetzt aber bei einigen größeren Anbietern überlastete Netze eher zum Alltag gehören als zur Ausnahme, werden auch damit wieder nicht-Partnerdienste potentiell unbenutzbar. Und damit gewinnen natürlich wieder die Anbieter, die die Möglichkeit haben sich mit tausenden Netzbetreibern weltweit entsprechende Abkommen auszuhandeln.

    Im Prinzip geht's hier um die Frage,, ob sich ein Internetanbieter in den Datentransfer einmischen dürfen soll, oder ob er einfach nur Daten vom "Endkunden" bis zu seinen Peeringpunkten weiterleitet sollte, egal was sich jetzt darin befindet. Bei der Sache geht's ja dann nicht nur um Bandwidth Shaping, Zero Rating, etc. sondern auch um die Frage ob ein ISP z.B. Transparente Proxies betreiben sollte, auf denen dann eventuell noch z.B. gefiltert wird, etc.

  5. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: thbth 27.05.17 - 01:11

    Nachdem ich die Antworten gelesen habe würde ich sagen, dass solange bei einem überlasteten Netz Netflix genauso bescheiden durchgeht wie Pornhub ist alles in Ordnung und mit Stream On auch kein Problem.
    Wenn das nicht der Fall ist sollte s meiner Meinung nach aber eine neue Diskussion darüber geben, abseits von Zero Rating...

  6. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: sundown73 28.05.17 - 09:55

    tsp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was man als Kunde davon hat? Im Endeffekt - einen allgemein nutzbaren
    > Internetzugang und immer "freie Wahl" zwischen allen zur Verfügung
    > stehenden Diensten (auch kleineren).

    Okay, in welcher Art und Weise verhindert dies Stream On? Ich habe Stream On gebucht. Ich habe weiterhin einen allgemein nutzbaren Internetzugang. Ich habe immer noch die freie Wahl bei den Diensten. Zum Beipspiel bin ich weiterhin Spotify Kunde und nutze den Dienst trotzdem obwohl er nicht bei Stream On dabei ist. Auch kleinere Dienste wie meinetwegen Pornhub kann ich weiterhin nutzen.

    Durch Stream On habe ich also keinerlei Einschränkung. Daher wird die Netzneutralität auch nicht angegriffen. Oder gibt es ein Argument?

    Das Zero Rating betrifft doch aber nur Kunden der Deutschen Telekom. Und dann auch nur die, welche die Option Stream On gebucht haben.

    Kein kleiner Anbieter wird hier benachteiligt weil der Kunde doch aktiv erst einmal dieses Zero Rating in Form von Stream On gebucht haben muss. Und wenn der Kunde sagt, nein ich will Netzneutralität. Ich will, dass alle Dienste gleich behandelt werden, dann bucht der einfach kein Stream On oder wechselt zu einem kleinen Provider.

    Wo ist also genau das Problem? Kunde hat die Wahl.

    Also Netzneutralität existiert weiterhin da der Kunde selbst entscheiden kann ob er dieses Zero Rating nutzen möchte oder nicht. Es wird keinem Kunden aufgezwungen.

    Für mich ist damit der Fall erledigt. Stream On ist absolut vereinbar!

    Lasst einfach die Kunden entscheiden was sie wollen! Basta! Und nicht der Staat!

  7. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: sundown73 28.05.17 - 10:00

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Des Weiteren erschwert dies die Entwicklung hin zu Flatrates...
    > Warum muss dir die Telekom immer größere Datenmengen verkaufen bis man
    > irgendwann in den Flatrate Bereich kommt?
    > Wenn sie dir einfach 1GB mit Ausnahme für Netflix, YouTube usw. Verkaufen
    > können?
    >
    > Und was passiert, wenn ein neues innovatives Startup eine total geniale
    > Idee hat um das Streaming zu revolutionieren? Tja deine 1GB sind schnell
    > weg und du musst wieder Netflix & YouTube schauen... Also Telekom und
    > Netflix freuen sich, während der Kunde und das Startup die Arschkarte
    > haben.

    Ich glaube das regelt der Markt. Wenn etwas gut ist, dann kauft es der Kunde auch oder nutzt es.

    Zum Beispiel ist bei Stream On das eigene Videoload Portal der deutschen Telekom gar nicht inkludiert! Also die Telekom bevorteilt nicht einmal das eigene Produkt gegenüber der Konkurrenz.

  8. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: sundown73 28.05.17 - 10:11

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selber zu wählen welche Dienste du nutzen möchtest.

    Das kann ich doch weiterhin! Ich habe Stream On gebucht und nutze weiterhin Spotify obwohl der Dienst nicht bei Stream On beinhaltet ist. Und er geht trotzdem. Sogar bei LTE. Ich habe unterwegs im Auto keine Verschlechterung festgestellt.

    > Der Gedanke beim Vorwurf der Diskriminierung durch Zero-Rating lautet, dass
    > dies dazu führt, dass Kunden primär Dienste über Vorteile wählen, die ihnen
    > Netzanbieter billigen.

    Aber als Kunde hast du erst einmal die Wahl überhaupt Zero Rating nutzen zu wollen. Wenn Du bei der Telekom bist und die Option Stream On nicht buchen tust, dann ändert sich nichts. Alles ist noch so wie davor. Was davor nicht diskriminiert wurde wird auch jetzt nicht diskriminiert weil Du als Kunde selbst entscheiden kannst ob du Zero Rating haben willst oder nicht.

    Merkst Du was? Du hast die Wahl! Du allein kannst bestimmen! Das ist doch toll!

    > Oder anders: Wenn du Kunde der Telekom bist und Spotify nichts kostet, bist
    > du quasi gezwungen Spotify zu nutzen, wenn du als Kunde einigermaßen
    > wirtschaftlich handeln willst.

    Das ist Schwachsinn! Die Telekom bietet auch 6 Monate kostenlos Apple Music an und ich nutze es nicht obwohl es kostenlos ist und ich ein iPhone habe. Und warum nutze ich es nicht. Weil ich Spotify Kunde bin und dafür zahle und mir der Dienst lieber ist da die ganze Familie einen Account hat im Familientarif.

    > Was die Telekom hier betreibt, ist ein schleichender Prozess. Sie wollen
    > langfristig an die Knete der Dienste und somit eine für den Kunden
    > undurchsichtige Preissteigerung.
    > Beispiel: Am Ende zahlen alle Kunden von
    > Netflix/Google/Facebook/Spotify/iTunes dafür, dass eine bestimmte
    > Kundengruppe Netflix/Google/Facebook/Spotify/iTunes mit zero-rating via
    > T-Mobile nutzen kann.

    Das ist halt freie Marktwirtschaft und der Kunde entscheidet. Bei Tesla kannst Du zum Beispiel an Tesla Aufladestationen kostenlos tanken. Warum kaufen jetzt die Leute nicht alle einen Tesla wenn man damit praktisch kostenlos fahren kann?

  9. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Tet 28.05.17 - 10:53

    sundown73 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Okay, in welcher Art und Weise verhindert dies Stream On? Ich habe Stream
    > On gebucht. Ich habe weiterhin einen allgemein nutzbaren Internetzugang.
    > Ich habe immer noch die freie Wahl bei den Diensten. Zum Beipspiel bin ich
    > weiterhin Spotify Kunde und nutze den Dienst trotzdem obwohl er nicht bei
    > Stream On dabei ist. Auch kleinere Dienste wie meinetwegen Pornhub kann ich
    > weiterhin nutzen.

    Du hast den Nachteil, dass die Telekom sich nicht genötigt sieht, dir ein angemessenes Volumen bereitzustellen, so dass du Spotify kaum mobil nutzen kannst im Gegensatz zu anderen Diensten, die dich vielleicht überhaupt nicht interessieren.

  10. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Inori-Senpai 28.05.17 - 13:08

    sundown73 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist halt freie Marktwirtschaft und der Kunde entscheidet. Bei Tesla
    > kannst Du zum Beispiel an Tesla Aufladestationen kostenlos tanken. Warum
    > kaufen jetzt die Leute nicht alle einen Tesla wenn man damit praktisch
    > kostenlos fahren kann?

    Bei Tesla ist das tanken nicht mehr inklusive. War es auch vorher nicht. Man hat einfach 10.000¤ pauschal vorher abgerechnet.

  11. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Muhaha 28.05.17 - 13:56

    sundown73 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich glaube das regelt der Markt. Wenn etwas gut ist, dann kauft es der
    > Kunde auch oder nutzt es.

    Ohne Netzneutralität gibt es aber kein freies Spiel aus Angebot und Nachfrage, weil Dienste AUSSERHALB eines Angebotsbundles drastisch benachteiligt werden.

    > Zum Beispiel ist bei Stream On das eigene Videoload Portal der deutschen
    > Telekom gar nicht inkludiert! Also die Telekom bevorteilt nicht einmal das
    > eigene Produkt gegenüber der Konkurrenz.

    Noch nicht. Wird aber kommen, wenn es nicht genug Widerstand gegen diese Art der Bündelung von Dienst und Internetzugang gibt.

  12. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: NaruHina 28.05.17 - 22:47

    Tet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Du hast den Nachteil, dass die Telekom sich nicht genötigt sieht, dir ein
    > angemessenes Volumen bereitzustellen, so dass du Spotify kaum mobil nutzen
    > kannst im Gegensatz zu anderen Diensten, die dich vielleicht überhaupt
    > nicht interessieren.


    ich hab 20gigabyte bei der telekom... für 30¤ damit kann ich sehr lange streamen auch ohne stream on...

  13. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Spaghetticode 29.05.17 - 08:57

    sundown73 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Beipspiel bin ich weiterhin Spotify Kunde und nutze den Dienst trotzdem
    > obwohl er nicht bei Stream On dabei ist.

    Es dürfte aber auch Kunden geben, die einen Stream-On-Tarif haben und noch bei keinem Musik-Streamingdienst angemeldet sind, jedoch jetzt darüber nachdenken, einen Musik-Streamingdienst zu nutzen.

    Bei der Wahl wird er sicherlich den Musikstreamingdiensten den Vorzug geben, die bei Stream On dabei sind. Also haben Apple Music, Amazon Music Unlimited oder Napster Pluspunkte und Spotify, Soundcloud, Deezer oder Google Play Music Minuspunkte. Da kann es vorkommen, dass er sich für einen der erstgenannten drei entscheidet, obwohl möglicherweise einer der vier letztgenannten besser zu ihm passt.

  14. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Pecker 29.05.17 - 08:59

    > Du hast den Nachteil, dass die Telekom sich nicht genötigt sieht, dir ein
    > angemessenes Volumen bereitzustellen, so dass du Spotify kaum mobil nutzen
    > kannst im Gegensatz zu anderen Diensten, die dich vielleicht überhaupt
    > nicht interessieren.
    Was ein dämliches Argument. Was hat Stream On damit zu tun?
    Ich hab jetzt diesen Monat fast 10 GB durch Netflix verballert. Konnte immer in HD Streamen. Die Telekom stellt mir also nicht genügend Datenvolumen bereit? Durch StreamOn sind die richtigen Volumenfresser abgedeckt. Ich weiß gar nicht, wie ich die restlichen 4GB die ich habe aufbrauchen soll.

  15. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: sundown73 29.05.17 - 10:17

    Spaghetticode schrieb:

    > Es dürfte aber auch Kunden geben, die einen Stream-On-Tarif haben und noch
    > bei keinem Musik-Streamingdienst angemeldet sind, jedoch jetzt darüber
    > nachdenken, einen Musik-Streamingdienst zu nutzen.

    Ja und? Ist das Netzneutralität oder eher Marketing und freie Markwirtschaft?

    Der Kunde kann doch mehr wie ein Streaming Abo besitzen! Ich habe auch Amazon Prime und Spotify. Man nutzt Streaming doch nicht nur mobil, sondern auch überwiegend zuhause. Ich denke da spielen dieses Datenvolumen kaum eine Rolle. Bei einem Videoanbieter sieht das anders aus. Aber auch da kann man mehr als ein Abo haben.

    Der Kunde muss immer noch selbst entscheiden was er will und was er braucht. Er bekommt nichts aufgedrängt.

  16. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: siedenburg2 29.05.17 - 10:58

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du hast den Nachteil, dass die Telekom sich nicht genötigt sieht, dir
    > ein
    > > angemessenes Volumen bereitzustellen, so dass du Spotify kaum mobil
    > nutzen
    > > kannst im Gegensatz zu anderen Diensten, die dich vielleicht überhaupt
    > > nicht interessieren.
    > Was ein dämliches Argument. Was hat Stream On damit zu tun?
    > Ich hab jetzt diesen Monat fast 10 GB durch Netflix verballert. Konnte
    > immer in HD Streamen. Die Telekom stellt mir also nicht genügend
    > Datenvolumen bereit? Durch StreamOn sind die richtigen Volumenfresser
    > abgedeckt. Ich weiß gar nicht, wie ich die restlichen 4GB die ich habe
    > aufbrauchen soll.

    Genau das ist das angesprochene Problem.
    Wenn es Stream On nicht geben würde dann würde die Nachfrage nach größeren Datentarifen steigen. Damit würden dann auch andere Anbieter nachziehen und evtl. gibt es bald erschwingliche Flats. Aber wenn jetzt jeder kommt und sagt: "Der 1GB Tarif mit Stream On reicht", dann wird sich nichts ändern.

  17. Re: Was habe ich von Netzneutralität als Kunde?

    Autor: Spaghetticode 29.05.17 - 12:05

    sundown73 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das Netzneutralität?

    Ja klar, Zero-Rating tangiert die Netzneutralität, weil die Netzneutralität durch Zero-Rating verletzt wird. Dadurch werden die Dienste ungleich behandelt, und sie haben nicht mehr alle die gleichen Chancen und Voraussetzungen.


    > Oder eher [...] freie Marktwirtschaft?

    Ja, Zero-Rating ist eine Folge der freien Marktwirtschaft. Und das ist auch ein Grund, warum eine komplett freie Marktwirtschaft nicht erstrebenswert ist und wir ein gewisses Maß an Marktregulierung brauchen. Insbesondere dann, wenn die Marktmacht wie in der Mobilfunkbranche bei einigen wenigen Marktteilnehmern („Oligopol“) liegt.


    > Der Kunde kann doch mehr wie ein Streaming Abo besitzen!

    Und warum sollte ein Normalnutzer mehrere Musikstreaming-Abos abschließen? Der muss dann doch entsprechend mehr bezahlen.

    Natürlich können mehrere Abos auch sinnvoll sein, wenn man etwa „Fest & Flauschig“ von Spotify und die Remixe von Soundcloud hören will. Aber wie viele der Nutzer konsumieren eigentlich „Exklusivcontent“?


    > Ich habe auch Amazon Prime und Spotify.

    Hast du dich bewusst für Amazon Prime Music entschieden oder brauchst du es nicht unbedingt, sondern nutzt es nur, weil es das als „Gratisbeigabe“ gab?


    > Man nutzt Streaming doch nicht nur mobil, sondern auch überwiegend zuhause.

    Ein großer Teil des Musikkonsums dürfte auch im Auto stattfinden. Und dort muss man die mobile Datenverbindung nutzen, sofern kein Offlinemodus möglich ist bzw. der Offlinemodus nicht genutzt wird.


    > Ich denke da spielen dieses Datenvolumen kaum eine Rolle. Bei einem
    > Videoanbieter sieht das anders aus.

    Ich denke, ein Videostreaming-Anbieter dürfte noch weniger unterwegs genutzt werden als ein Musikstreaming-Anbieter. Obwohl es durchaus Ausnahmen geben dürfte, die dann Netflix in der Straßenbahn und Spotify zuhause konsumieren.


    > Der Kunde muss immer noch selbst entscheiden was er will und was er
    > braucht. Er bekommt nichts aufgedrängt.

    Der Kunde entscheidet immer selbst. Aber er nimmt eben gerne die (vermeintlichen) Vorteile mit, auch wenn es anderen schadet und schlussendlich auch ihm selbst schaden könnte. Wer seine Sachen überwiegend im Großmarkt am Stadtrand kauft, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Nahversorger schließt.

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