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Was hier oft verwechselt wird!

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  1. Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: seb@stian 22.02.18 - 14:33

    Leider mischen sich hier zwei komplett verschiedene Testszenarien miteinander mit einer geschickten Kommunikation der PR-Abteilungen. Natürlich versuchen die Konzerne die von Opensignal publizierten Ergebnisse schön zu reden u.A mit Hilfe des Ergebnissens des Connect Tests. Dass die LTE-Netze im Vergleich zu unseren Nachbarn Himmeltraurig und langsam sind, dazu benötigt es keine Klarstellung der PR-Abteilungen, das erleben wir alle jeden Tag. Die Unternehmen wollen alle Dividenden ausschütten und ihren Aktionären gefallen. Der Staat heuchelt Besserung, bedient sich aber durch Milliarden Frequenzversteigerung direkt beim Kunden in Form einer versteckten Steuer. Den Konzernen fehlt dieses Geld, da es heisst: Aktionär First, Kunde Second!

    Fakt ist dass die Vergleichbarkeit mit der Realität auf Grund der großen Stichprobe von Opensignal am ehesten gegeben ist, im Vergleich zu einem Connect Test. Die Daten von Opensignal entsprechen einfach eher der Nutzererfahrung!

    Zu Opensignal: Daten werden nur erfasst wenn ein Nutzer die Analyse im Hintergrund erlaubt oder selbst selbst auf den Test Button drückt. Dabei wird für sein GPS-Position ein Datensatz seines Netzes generiert. Natürlich ist es davon abhängig ob sich diese Person in einem Gebäude befindet, wie hoch die aktuelle Dämpfung ist, wie hoch die Aktuelle Segment-Auslastung ist etc.
    Fakt ist: dieser Datensatz entspricht am ehesten der User-Experience, ist aber nicht reproduzierbar, da es nur eine Momentaufnahme ist. Gibt aber für diesen Ort und Moment eine gute Repräsentation der Netzleistung. Für Orte an denen keiner Daten gesammelt hat gibt es auch keinen Eintrag in der Karte: Logisch. Daher auch die weissen Flecken.

    Der Connect Test hingegen sammelt auf definierten Strecken mit definierten Szenarien (Zug, Auto, Laufen) einen Test der sich eher wiederholen lässt. Und da alle Netze unter den gleichen Bedingungen zu gleichen Zeiten mit gleichen Geräten geteste werden, gibt es eine direkte Vergleichbarkeit. Um Netze im gleichen Land untereinander zu vergleichen ist dass das Mittel der Wahl. Um die generelle Netzleistung nah an der User-Experience zu testen und zu ermitteln, sind Crowd-Testing Tools wie Opensignal unerlässlich und wichtig!

    Statistiken wollen nicht nur gefälscht und manipuliert werden, sondern auch verstanden sein!

  2. Re: Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: postb1 22.02.18 - 14:42

    Einspruch.
    Ich sehe es als fragwürdig an, dass es selbst in Gegenden mit gutem LTE Empfang rote Flecken gibt.
    Wie wird gemessen, wenn der Mobilfunkvertrag trotz LTE tauglchem Endgerät kein LTE zulässt?

  3. Re: Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: seb@stian 22.02.18 - 14:49

    Rote Flecken: geringer Datendurchsatz. Zu viele User, zu Viele Datenverbindungen und voller LTE-Empfang: hier wirst du nahezu keine Daten durchbekommen. O2 Kunden können hier ein Lied von singen in Innenstädten und an Bahnhöfen.

    Zweites Szenario für Rote Flecken. Gleiche GPS-Position einmal am Fenster einmal im Keller. Im Letzeren Fall wirst du je nach Dämpfung keine Daten durchbekommen.

    Die App weiß außerdem welche Netztechnik dein Telefon aktuell verwendet. Ob du im UMTS-Netz, GSM oder LTE Netz eingebucht bist, oder sogar im WLAN. Und genau in diese Schublade wird dann dieser Datensatz gelegt.

  4. Re: Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: seb@stian 22.02.18 - 16:58

    Das Schlimme neben der schlechten Netzqualität und Abdeckung sind dazu noch die ständigen Pseudoinnovationen in den Tarifen. Es wird alles, aber auch ALLES versucht echte Flatrates solange es geht hinauszuzögern. Man kreiiert aberwitzsige künstliche Produkte wie StreamOn oder das Äquivalent bei Vodafone. Die Lösung von O2 mit der Herabstufung auf UMTS und 1Mbit/s ist was die Netzneutralität anbelangt noch am ethischsten: Jedoch ist auch das macht es nicht besser. Wie lange echte Flatrates noch künstlich verzögert werden und dem Kunden als Innovation verkauft wird. Ich weiß es nicht, hoffe aber dass dieser Quatsch bald ein Ende hat.

    In der Schweiz gibt es fast nur noch echte Flatrates, die sich in Teilen nur durch die maximal Geschwindigkeiten unterscheiden die der Tarif bietet (Swisscom).

  5. Re: Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: WallyPet 22.02.18 - 18:03

    seb@stian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Schlimme neben der schlechten Netzqualität und Abdeckung sind dazu noch
    > die ständigen Pseudoinnovationen in den Tarifen. Es wird alles, aber auch
    > ALLES versucht echte Flatrates solange es geht hinauszuzögern. Man kreiiert
    > aberwitzsige künstliche Produkte wie StreamOn oder das Äquivalent bei
    > Vodafone. Die Lösung von O2 mit der Herabstufung auf UMTS und 1Mbit/s ist
    > was die Netzneutralität anbelangt noch am ethischsten: Jedoch ist auch das
    > macht es nicht besser. Wie lange echte Flatrates noch künstlich verzögert
    > werden und dem Kunden als Innovation verkauft wird. Ich weiß es nicht,
    > hoffe aber dass dieser Quatsch bald ein Ende hat.
    >
    > In der Schweiz gibt es fast nur noch echte Flatrates, die sich in Teilen
    > nur durch die maximal Geschwindigkeiten unterscheiden die der Tarif bietet
    > (Swisscom).

    Bei meiner letzten Reha hatte ich dann vier verschiedenen Daten Sim von je zwei unterschiedllichen Anbietern, warum das nachbuchen von Volumen teurer ist als eine neue SIM Karte anzureißen das wissen auch nur die Götter ;(

  6. Re: Was hier oft verwechselt wird!

    Autor: SuperZyniker 22.02.18 - 19:57

    @ WallyPet

    > warum das nachbuchen von Volumen teurer ist als eine neue SIM Karte anzureißen
    > das wissen auch nur die Götter

    Das hat den gleichen Grund, wie daß es nur wenige Tarife gibt, die sowohl preiswerte Sprachkommunikation, als auch preiswerten Datenverkehr beinhalten.
    Der bequeme Kunde kann eben abgez*ckt werden.
    Das gilt natürlich genauso beim Nachbuchen von Datenvolumen, wo viele auch noch durch knapp bemessene Inklusivvolumina Grund-/Paketgebühren "sparen" wollen, anstelle gleich einen Tarif mit für seine Nutzung möglichst immer ausreichendem Volumen zu nehmen.
    Wenn man sich aber rechtzeitig passende Lösungen (und ein Dual-SIM Smartphone oder je eines zum Telefonieren und Surfen) zulegt, kann man diese Fallstricke aber sehr gut vermeiden.

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