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Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: Dekata 30.12.22 - 21:13
Viele Nutzer des Pixel 7 pro sind von dem Problem betroffen, insbesondere bei niedrigen Temperaturen. Leider wird das Problem oft als Glasbruch /Glassprung dargestellt, aber die wahre Ursache ist etwas komplizierter.
Tatsächlich handelt es sich um ein Wechselwirkungsproblem zwischen der Metallfassung und dem Glas, da sich das Metall bei Kälte zusammenzieht und so Druck auf das Glas ausübt während das Glas selbst sich bei aktiver Nutzung durch die Abwärme der Kamera Sensoren ausdehnt, bis es springt.
Google gibt zwar keine verpflichtenden Vorgaben für die Betriebstemperatur an, empfiehlt aber, das Handy nur bei Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad Celsius zu nutzen oder bei Temperaturen zwischen -20 und 40 Grad Celsius zu lagern, diese Temperaturen liegen innerhalb des empfohlenen Bereichs für das verwendete Corning Gorilla Glass Victus, das für seine hohe Fracture Toughness von 0,76 MPa m0,5 und seinen Coefficient of Thermal Expansion von 72,5 x 10-7/°C bekannt ist. Der von Google angegebene Nutzungs-Temperaturbereich ist jedoch weit von der realen Welt entfernt.
Es ist daher lächerlich, dass Google den Schaden nicht als Garantiefall behandelt und den Nutzern die Kosten für Reparaturen in Rechnung stellt. In diesem Fall handelt es sich um einen klaren Garantiefall, da das Problem auf einen Fehler in der Konstruktion und nicht auf unsachgemäße Nutzung zurückzuführen ist.
Wenn Sie also Probleme mit dem Rückkamera-Glas Ihres Google Pixel 7 oder 7 Pro haben, sollten Sie sich nicht scheuen, Ihre Rechte einzufordern. Sie können sich an Google wenden und die Reparatur als Garantiefall verlangen. Falls Google die übermahne der Kosten weiterhin ablehnt sollten Sie sich an einen Verbraucherschutzverein oder einen Anwalt wenden, um Hilfe bei der Einforderung Ihrer Rechte zu erhalten. Es ist wichtig, dass Unternehmen wie Google für ihre Fehler verantwortlich gehalten werden und nicht davonkommen, indem sie die Kosten für Reparaturen auf die Verbraucher abwälzen. -
Re: Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: RLYFGT 30.12.22 - 21:35
Dekata schrieb:
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> Viele Nutzer des Pixel 7 pro sind von dem Problem betroffen, insbesondere
> bei niedrigen Temperaturen. Leider wird das Problem oft als Glasbruch
> /Glassprung dargestellt, aber die wahre Ursache ist etwas komplizierter.
>
> Tatsächlich handelt es sich um ein Wechselwirkungsproblem zwischen der
> Metallfassung und dem Glas, da sich das Metall bei Kälte zusammenzieht und
> so Druck auf das Glas ausübt während das Glas selbst sich bei aktiver
> Nutzung durch die Abwärme der Kamera Sensoren ausdehnt, bis es springt.
>
> Google gibt zwar keine verpflichtenden Vorgaben für die Betriebstemperatur
> an, empfiehlt aber, das Handy nur bei Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad
> Celsius zu nutzen oder bei Temperaturen zwischen -20 und 40 Grad Celsius zu
> lagern, diese Temperaturen liegen innerhalb des empfohlenen Bereichs für
> das verwendete Corning Gorilla Glass Victus, das für seine hohe Fracture
> Toughness von 0,76 MPa m0,5 und seinen Coefficient of Thermal Expansion von
> 72,5 x 10-7/°C bekannt ist. Der von Google angegebene
> Nutzungs-Temperaturbereich ist jedoch weit von der realen Welt entfernt.
>
> Es ist daher lächerlich, dass Google den Schaden nicht als Garantiefall
> behandelt und den Nutzern die Kosten für Reparaturen in Rechnung stellt. In
> diesem Fall handelt es sich um einen klaren Garantiefall, da das Problem
> auf einen Fehler in der Konstruktion und nicht auf unsachgemäße Nutzung
> zurückzuführen ist.
>
> Wenn Sie also Probleme mit dem Rückkamera-Glas Ihres Google Pixel 7 oder 7
> Pro haben, sollten Sie sich nicht scheuen, Ihre Rechte einzufordern. Sie
> können sich an Google wenden und die Reparatur als Garantiefall verlangen.
> Falls Google die übermahne der Kosten weiterhin ablehnt sollten Sie sich an
> einen Verbraucherschutzverein oder einen Anwalt wenden, um Hilfe bei der
> Einforderung Ihrer Rechte zu erhalten. Es ist wichtig, dass Unternehmen wie
> Google für ihre Fehler verantwortlich gehalten werden und nicht
> davonkommen, indem sie die Kosten für Reparaturen auf die Verbraucher
> abwälzen.
Das ist eben kein Garantiefall sondern ein Gewährleistungsfall falls Google ein Betrieb bei diesen Temperaturen als bedenkenlos angibt und dies wirklich die Ursache ist. -
Re: Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: Dekata 30.12.22 - 23:32
@RLYFGT
Es ist möglich, dass der Schaden weder Gewährleistungsfall noch Garantiefall sein könnte.
Google empfiehlt, das Google Pixel 7 oder 7 Pro bei Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad Celsius zu nutzen. Wenn der Schaden am Rückkamera-Glas des Geräts bei Nutzung außerhalb dieses Temperaturbereichs auftritt, könnte es sein, dass das Problem als unsachgemäße Nutzung behandelt wird und somit ein Garantiefall sein könnte. In diesem Fall hätten Verbraucher Anspruch auf Garantieleistungen, um das Problem zu beheben oder das Produkt zu ersetzen.
Die Rechtlichen Lage:
Wenn eine Firma einen Nutzungstemperaturbereich angibt, der weit von den Temperaturen der Regionen abweicht in der Sie ihr Produkt verkaufen, könnte dies für Verbraucher verwirrend sein und sie dazu verleiten, das Produkt auf eine Art und Weise zu nutzen, die für das Produkt nicht geeignet ist. In einem solchen Fall könnte es sein, dass Verbraucher Schäden an dem Produkt erleiden, die auf eine unsachgemäße Nutzung zurückzuführen sind.
Es ist in diesem Beispiel ebenfalls möglich, dass ein Unternehmen sich des Betrugs schuldig macht, wenn es bewusst falsche oder irreführende Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellt oder nutzt, um Kunden dazu zu bringen, dieses Produkt oder diese Dienstleistung zu erwerben.
Die Gewährleistung ist eine gesetzliche Verpflichtung, die Unternehmen eingehen, um sicherzustellen, dass ihre Produkte den vereinbarten Anforderungen (laut Google 0°bis 35°) entsprechen.
Eine Garantie ist hingegen eine freiwillige Zusicherung durch das Unternehmen, dass das Produkt bestimmte Eigenschaften aufweist oder bestimmte Leistungen erbringt. Wenn ein Produkt während der Garantiezeit defekt ist, hat der Kunde möglicherweise Anspruch auf Reparatur oder Ersatz des Produkts, je nachdem, was in der Garantievereinbarung festgelegt wurde.
Im Allgemeinen würde ein Schaden, der durch die Nutzung eines Produkts verursacht wurde, das nicht den geltenden Gesetzen entspricht oder dessen Nutzungsbedingungen weit von der Realität abweichen, wahrscheinlich nicht unter die Gewährleistung oder Garantie des Unternehmens fallen. Stattdessen könnten betroffene Personen möglicherweise Schadensersatzansprüche geltend machen.
Es ist jedoch üblich, dass ein Unternehmen im Falle eines Schadens, der durch die Nutzung eines Produkts verursacht wurde, das nicht den geltenden Gesetzen entspricht oder dessen Nutzungsbedingungen von der Realität abweichen versucht, den Schaden als Garantiefall darzustellen, um Klagen und mögliche Vorwürfe von Betrug zu vermeiden.
Das bedeutet, dass es wahrscheinlicher ist, dass Google den Schaden, am Rückkamera-Glas des Google Pixel 7 oder 7 Pro, als Garantiefall behandelt, anstatt ihn als Gewährleistungsfall zu behandeln. Daher hat es mehr Erfolg, eine Vorordnung für die Reparatur des Schadens als Garantiefall zu wählen, wenn man versucht die Reparatur einzufordern.
Wenn Google jedoch Ihre Vorordnung ablehnt, bleibt Ihnen möglicherweise nichts anderes übrig, als sich an den Verbraucherschutz oder einen Anwalt zu wenden um Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.12.22 23:37 durch Dekata. -
Re: Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: Til23 31.12.22 - 23:01
Ganz klar Gewährleistungsfall. Google spricht nirgends es bei unter 0C nicht zu benutzen. Beweislast liegt beim Händler. (Geräte können noch nicht die Beweislastumkehr erreicht haben)
„Das Smartphone funktioniert am besten bei einer Umgebungstemperatur zwischen 0 °C und 35 °C und sollte bei Umgebungstemperaturen zwischen −20 °C und 45 °C aufbewahrt werden.“
Quelle: https://support.google.com/pixelphone/answer/12164747?hl=de
Aufbewahren kann ich es auch eingeschaltet. Hier ist keine Lagerungstemperatur angegeben.
„ Hinweise zur Einsatzumgebung
Um Schäden an den Komponenten oder internen Schaltkreisen zu vermeiden, verwenden und lagern Sie das Gerät oder Zubehör nicht in einer staubigen, rauchigen, feuchten oder schmutzigen Umgebung oder in der Nähe von Magnetfeldern. Halten Sie das Gerät von Wärmequellen fern und schützen Sie es vor direkter Sonneneinstrahlung. Legen Sie das Smartphone nicht in einem Fahrzeug oder an Orten ab, an denen die Temperatur 45 °C übersteigen kann, z. B. auf dem Armaturenbrett eines Autos, auf einer Fensterbank, in der Nähe eines Heizungsauslasses oder hinter Glas, das längere Zeit direktem Sonnenlicht oder starkem UV-Licht ausgesetzt ist. Dies kann zu Schäden am Smartphone oder zu einer Überhitzung des Akkus führen und eine Brand- bzw. Explosionsgefahr darstellen.“
Quelle: https://support.google.com/pixelphone/answer/12164747?hl=de
Kein Hinweis auf niedrige Temperaturen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.12.22 23:02 durch Til23. -
Re: Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: jBurn 01.01.23 - 13:18
Dekata schrieb:
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> Tatsächlich handelt es sich um ein Wechselwirkungsproblem zwischen der
> Metallfassung und dem Glas, da sich das Metall bei Kälte zusammenzieht und
> so Druck auf das Glas ausübt während das Glas selbst sich bei aktiver
> Nutzung durch die Abwärme der Kamera Sensoren ausdehnt, bis es springt.
Verstehe ich deine Vermutung richtig:
Die Metalleinfassung zieht sich aufgrund der Umgebungstemperatur zusammen, dass Glas jedoch wird durch Abwärme von Sensor und Elektronik leicht erhitzt?
Dann habe ich zwei Fragen:
Warum wird die Metalleinfassung nicht von der Abwärme erhitzt? Und ist das Glas mit einem Infrarotfiltet versehen oder ist dieser irgendwie anders Linsensystem verbaut?
Denn die Abwärme vom Sensor wird bis zum Glas eher als Strahlung als durch Konvektion gelangen. Und die Infrarotstrahlung kann das Schutzglas passieren, sofern es keinen Infrarotfilter darstellt.
Sollte die Wärme durch Konvektion zum Glas gelangen hat sie auch genug Zeit sich über die Metalleinfassung an die Umgebung zu verteilen.
Das Problem kann schon an dieser Einfassung liegen. Ich vermute aber eher dass es dadurch entsteht, dass das Handy in der Hosentasche warm gehalten wird und an der kalten Luft genutzt wird. Glas leitet die wärme im Vergleich zu Metall erheblich schlechter. Das Glas ist also noch (!) warm, während die Metalleinfassung schnell abkühlt und sich zusammenzieht.
Weiß man Näheres über die Verteilung über den Globus der aufgetretenen Fälle? In den USA wars vor kurzem doch "etwas" kälter. -
Re: Der wahre Grund für das gesprunge Rückkamera-Glas der Pixel 7 und 7pro!
Autor: unbuntu 02.01.23 - 09:16
Es liegt eher daran, dass beide Teile sich unterschiedlich ausdehnen oder zusammenziehen. Das ist ja sogar der Fall, wenn beide Teile die gleiche Wärme oder Kälte abbekommen und nicht wie hier erst der Metallschirm die Kälte abfängt und das Glas noch die Wärme von innen weiterleitet. Evtl. ist die Toleranz aufeinander zu klein gewählt.
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- Albert Einstein



