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Finde den Fehler
Autor: Sonicspeed 20.03.17 - 08:45
"Crowdfunding ist risikobehaftet und nicht mit dem Kauf eines Produktes vergleichbar.
[...]
Popslate 2 sollte über Indiegogo 69 US-Dollar kosten."
Wikipedia: "Kosten sind die negativen Konsequenzen einer erfolgswirksamen Nutzung von Produktionsfaktoren."
Ich zweifle jetzt mal die Erfolgswirksamkeit eines nicht gelieferten Produktes an und behaupte es sollte nicht 69 US-Dollar kosten, sondern es wurden 69 US Dollar Risikokapital gefordert bei dem man im besten Fall 0% Rendite (man erhät etwas im Gegenwert der Investition) erzielt.
Wenn sich diese Eekenntnis durchsetzt, haben diese Betrugsmaschen endlich ein Ende. Hoffentlich entstehen dann Crowdfunding Plattformen, die die Konsumenten vor solchen betrügereien schützen, indem Sie ihre Projekte versichern und aus diesem Grund genau prüfen. -
Re: Finde den Fehler
Autor: Doomdrake 20.03.17 - 09:11
Sonicspeed schrieb:
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> [...] es wurden 69 US Dollar Risikokapital gefordert bei dem man im besten Fall 0%
> Rendite (man erhät etwas im Gegenwert der Investition) erzielt.[...]
Das ist nicht ganz korrekt. In den meisten Fällen liegt der tatsächliche Endpreis des Produktes höher als die Investitionssumme, d.h. du er Investor erhält eine Rendite >0%. Sonst könnte ich ja genau so gut warten bis das Produkt fertig ist und ich kein Risiko habe.
> Wenn sich diese Eekenntnis durchsetzt, haben diese Betrugsmaschen endlich
> ein Ende. Hoffentlich entstehen dann Crowdfunding Plattformen, die die
> Konsumenten vor solchen betrügereien schützen, indem Sie ihre Projekte
> versichern und aus diesem Grund genau prüfen.
Das tun diese Plattformen (zum Teil) jetzt auch schon. Trotzdem ist jede Unternehmung immer ein Risiko und kein Selbstläufer, was du sicherlich auch wüsstest, wenn du dich einmal mit der Materie auseinandersetzen würdest.
...
Über das Wort Betrügereien kann man sich im Kapitalismus streiten, wenn man es so nimmt, besteht das System ja nur daraus am besten zu "Bescheißen" ;-)
Kann man sehen wie man will. -
Re: Finde den Fehler
Autor: lejared 20.03.17 - 09:13
Sonicspeed schrieb:
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> es
> wurden 69 US Dollar Risikokapital gefordert bei dem man im besten Fall 0%
> Rendite (man erhät etwas im Gegenwert der Investition) erzielt.
Das stimmt so vereinfacht auch nicht.
Im besten Fall erhält man ein Produkt, dass es ohne die Investition nie gegeben hätte.
Klar, im Falle der erfolgreichen Realisierung profitieren am Ende auch andere Interessenten, die kein Risiko eingegangen sind. In der Regel wird das Produkt dann aber auch teurer verkauft. -
Re: Finde den Fehler
Autor: PhilSt 20.03.17 - 11:08
Wenn ich was crowdfunde gehe ich immer das Risiko ein, dass das Projekt nix wird. So einfach isses. Auch wenn es immer wieder so experten gibt, die das nicht verstehen.
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Bevormundung
Autor: FaLLoC 20.03.17 - 11:34
Sonicspeed schrieb:
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> ... und behaupte es sollte nicht 69 US-Dollar kosten, sondern es
> wurden 69 US Dollar Risikokapital gefordert bei dem man im besten Fall 0%
> Rendite (man erhät etwas im Gegenwert der Investition) erzielt.
> Wenn sich diese Eekenntnis durchsetzt, haben diese Betrugsmaschen endlich
> ein Ende. Hoffentlich entstehen dann Crowdfunding Plattformen, die die
> Konsumenten vor solchen betrügereien schützen, indem Sie ihre Projekte
> versichern und aus diesem Grund genau prüfen.
Du darfst davon ausgehen, dass du nicht der einzige Mensch mit Hirn bist, und deine verlangte Erkenntnis dürfte sich bis auf ein paar Realitätsverweigerer weitgehend durchgesetzt haben.
Vielleicht liegt der Erkenntnismangel ja doch auf deiner Seite. Der übliche Backer dürfte nicht auf der Suche nach einer renditeträchtigen Anlage sein (wobei die Rendite durchaus durch das nicht unübliche Risikokapital < Endverkaufspreis gegeben wäre und schon einmal in Regionen liegen kann, von denen herkömmliche Anlageverfahren nur träumen können), sondern dürfte iaR sich die _Möglichkeit_ eines Produktes "kaufen" wollen, das es sonst nicht gäbe. Dem durschnittsintelligenten Menschen dürfte durchaus klar sein, dass bei solchen Geschichten das Geld im Zweifel weg ist. Und man wird ihm wohl zutrauen dürfen, das Verlustrisiko einschätzen zu können.
Diese Möglichkeit durch wohl nicht finanzierbare Versicherungsanforderungen zu beseitigen ist sicherlich kein Handlungsfreiheitsgewinn (des Backers).
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FaLLoC -
Re: Finde den Fehler
Autor: ad (Golem.de) 20.03.17 - 11:35
Sonicspeed schrieb:
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> "Crowdfunding ist risikobehaftet und nicht mit dem Kauf eines Produktes
> vergleichbar.
> [...]
> Popslate 2 sollte über Indiegogo 69 US-Dollar kosten."
>
> Wikipedia: "Kosten sind die negativen Konsequenzen einer erfolgswirksamen
> Nutzung von Produktionsfaktoren."
Ja, da gebe ich Ihnen recht. Die Formulierung ist nicht 1A gewesen. -
Re: Bevormundung
Autor: ad (Golem.de) 20.03.17 - 11:38
FaLLoC schrieb:
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>
> Vielleicht liegt der Erkenntnismangel ja doch auf deiner Seite. Der übliche
> Backer dürfte nicht auf der Suche nach einer renditeträchtigen Anlage sein
> (wobei die Rendite durchaus durch das nicht unübliche Risikokapital <
> Endverkaufspreis gegeben wäre und schon einmal in Regionen liegen kann, von
> denen herkömmliche Anlageverfahren nur träumen können), sondern dürfte iaR
> sich die _Möglichkeit_ eines Produktes "kaufen" wollen, das es sonst nicht
> gäbe. Dem durschnittsintelligenten Menschen dürfte durchaus klar sein, dass
> bei solchen Geschichten das Geld im Zweifel weg ist. Und man wird ihm wohl
> zutrauen dürfen, das Verlustrisiko einschätzen zu können.
>
Die Rendite ist das Delta zum späteren, geplanten Verkaufspreis. Und natürlich (auf ideeller Basis die frühere Verfügbarkeit gegenüber der im Handel. -
Re: Finde den Fehler
Autor: EWCH 20.03.17 - 12:49
> Wenn sich diese Eekenntnis durchsetzt, haben diese Betrugsmaschen endlich
> ein Ende. Hoffentlich entstehen dann Crowdfunding Plattformen, die die
> Konsumenten vor solchen betrügereien schützen, indem Sie ihre Projekte
> versichern und aus diesem Grund genau prüfen.
Und wie soll so eine Versicherung in der Praxis aussehen ? Die Entwicklung verbraucht wie in diesem Fall alles Geld der "Backer" und hat noch nichtmal mit der Produktion begonnen. Was passiert dann ? Zahlt die Versicherung den eingesetzten Betrag zurueck ohne dass irgendjemand dafuer haftet ? Dann wird so eine Versicherung nicht nur extrem teuer sondern ich sehe auch zahlreiche Betrugsmoeglichkeiten. -
Re: Finde den Fehler
Autor: Bassa 20.03.17 - 13:22
Duden (http://www.duden.de/rechtschreibung/kosten_betragen_beanspruchen):
Bedeutungsübersichtℹ
1a: einen bestimmten Preis, einen Preis von einer bestimmten Höhe haben
1b: [von jemandem] etwas erfordern, verlangen
2: für jemanden einen Verlust von etwas nach sich ziehen
Man kann wohl durchaus sagen, dass das für jemanden einen Verlust von etwas nach sich gezogen hat. Es hat die Investoren mindestens 69 Euro gekostet.



