1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ralph Dommermuth: United-Internet…

Kooperation ist so eine Sache

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Kooperation ist so eine Sache

    Autor: /mecki78 29.01.19 - 21:43

    Eine sinnvolle Kooperation setzt voraus, dass

    1) jeder gleich viel dazu beiträgt, also entweder gleich viele Antennen aufstellt, gleich viel Gebietsfläche erschließt oder gleich viel Geld investiert.

    2) jeder am Ende gleich viel von dieser Kooperation profitieren kann.

    Schon (2) halte ich für höchst fragwürdig, (1) halte ich sogar für gänzlich ausgeschlossen.

    Und natürlich würde so eine Kooperation am meisten dem Wohl der Kunden dienen, aber seit wann stellen denn Firmen das Wohl ihrer Kunden über ihr eigenes? Und hier geht es ja zum Großteil um das Gesamtkundenwohl, also auch ganz viel um das Wohl der Kunden der anderen, also die Leute, die Firmen normalerweise höchstens abwerben wollen, die ihnen aber sonst am A... vorbei gehen.

    Außerdem gibt es so ja keine echte Konkurrenz mehr. Es gibt dann nicht mehr "Wir haben das beste Netz", weil jeder genau das gleiche Netz hat und somit es das Netz überall gleich gut, oder eben, und das befürchte ich, überall gleich schlecht, denn besser als die Konkurrenz zu sein ist ja dann sowieso nicht mehr möglich. Also warum mehr in das Netz investieren als unbedingt nötig? Heute könnte man das tun, weil so Kunden gewinnen oder halten kann, aber hat jeder das gleiche Netz, dann gibt es ja gar keinen Grund mehr dafür.

    Und dass dieser Vorschlag ausgerechnet aus dem Mund des Chefs der Firma kommt, die am meisten von so einer Kooperation profitieren würde, da sie ohne wahrscheinlich am schlechtesten dastehen müsste am Markt, das kommt ja jetzt auch nicht wirklich überraschend, oder?

    /Mecki

  2. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: powa 29.01.19 - 22:30

    Bieterwettkampf der Ausrüster starten. Das günstigste Pauschalangebot auswählen. Die Kosten vierteln. Fertig.

    Es könnte ziemlich einfach sein.

  3. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: taifun850 29.01.19 - 22:34

    Einfach ist halt nicht unbedingt sinnvoll.

    Ich würde 1&1 eine Kooperation mit verschiedenen Providern in unterschiedlichen Bundesländern empfehlen.

  4. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: M.P. 30.01.19 - 06:30

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine sinnvolle Kooperation setzt voraus, dass
    >
    > 1) jeder gleich viel dazu beiträgt, also entweder gleich viele Antennen
    > aufstellt, gleich viel Gebietsfläche erschließt oder gleich viel Geld
    > investiert.
    >
    > 2) jeder am Ende gleich viel von dieser Kooperation profitieren kann.


    Dass das GENAU so laufen muss, ist Quatsch. Wenn ein Kleiner sich beteiligt, muss natürlich dafür gesorgt werden, dass (2) entsprechend der Investitionen skaliert....
    Wenn 1&1 versucht, sich beim Ausbau zurückzuhalten und das Netz anschließend stärker nutzt, als es dem Investitionsanteil entspräche, wären Ausgleichzahlungen an die anderen Kooperationspartner fällig ...

    Das würde dann aber unter dem Strich fast schon auf "National Roaming" hinauslaufen ...

    Da müssten dann aber die VERKEHRSANTEILE jeder Basisstation gegen die Investitionen aufgerechnet werden. Sonst drängen sich die Investoren wieder um die Standorte in dicht besiedelten Gebieten, und in der Fläche wird nicht ausgebaut...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.19 06:40 durch M.P..

  5. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: senf.dazu 30.01.19 - 10:05

    Da wird die Netzagentur schon vor sein - das großflächig selbst in den gut laufenden Gebieten, wo mehr Basisstationen und Antennen letztlich auch oft mehr Summendatenrate bedeuten, der Wettbewerb durch Kooperation ausgeschlossen wird ..

    Und die heute minderversorgten Gebiete um die es ja bei der "Kooperation" mit lokalem Roaming geht - hat halt noch keiner der Anbieter so richtig ausgebaut ..

    Und mal schön das es einer der Anbieter ausgesprochen hat .. es geht gar nicht unbedingt darum das überall Masten und Monsterbasisstationen hingestellt werden - in unterversorgten Gebieten (mal abgesehen von Feldern und Wäldern) reichen auch einfach "Mikro"stationen aber eben auf jedem Dach. Wäre eigentlich ganz vielversprechend wenn nur jedes Haus mal glasfaserversorgt wär .. so ab 2025 ..



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.19 10:18 durch senf.dazu.

  6. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: |=H 30.01.19 - 10:09

    Es wird eine Netzbaugesellschaft gegründet und diese vermietet zu gleichen Konditionen an alle Netzbetreiber. Der Gewinn wird prozentual an die Anteilseigner aufgeteilt. Wer mehr in das Unternehmen investiert hat, wird auch mehr vom Gewinn erhalten.

    Die Unternehmen finden das nicht so dolle, da man dann nicht mehr mit "dem besten Netz" werben kann, da alle die gleiche Abdeckung haben. Außerdem wäre das erstmal eine sehr hohe Investition, die sich erst über lange Zeit auszahlt. Wäre aber insgesamt natürlich günstiger als wenn alle ein eigenes Netz aufbauen müssen. Zudem könnte es schneller gehen.

  7. Re: Kooperation ist so eine Sache

    Autor: /mecki78 31.01.19 - 14:40

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird eine Netzbaugesellschaft gegründet und diese vermietet zu gleichen
    > Konditionen an alle Netzbetreiber.

    Womit dann jeder das gleiche Netz von der gleichen Gesellschaft angemietet hat. Also gibt es keine Konkurrenz mehr beim Netzausbau. Ergo wird der Netzausbau im Rekordschneckentempo voran gehen, denn jetzt baut nur noch einer und der kann sich ja beliebig Zeit lassen, denn was sollen die anderen tun? Zur nicht existierenden Konkurrenz gehen?

    Das ist so wie Paypal jetzt angekündigt hat, sie wollen Unternehmern einfache Kleinstdarlehen geben, ganz unbürokratisch und sogar ohne SCHUFA Auskunft. Prompt kommt der Verband der deutschen Sparkassen um die Ecke und sagt "Ihr braucht dazu nicht zu Paypal gehen, demnächst bietet auch Sparkasse solche Kleinstdarlehen für ihre Geschäftskunden an". Ja, nur hätte das die Sparkasse auch die letzten 10 Jahre schon tun können. Hat sie? Nein! Warum jetzt? Na weil Paypal das jetzt bietet. Sehr schönes Beispiel für "ohne Konkurrenz bekommt niemand den Arsch hoch und es passiert gar nichts".

    Warum macht denn die Telekom seit nicht ganz 2 Jahren auf einmal doch FTTH, nachdem sie sich 5 Jahre lang davor dagegen ausgesprochen hat, weil es doch unwirtschaftlich und unsinnig wäre und Vectoring doch "viel geiler" ist, billiger, einfacher und alles was die Kunden brauchen? Na weil immer mehr Gemeinden gesagt haben "Steckt euch euer Vectoring sonst wohin, wir vergeben den Auftrag nur an einem Anbieter, der FTTH macht und da ihr das nicht macht..." Und jedes Gebiet, dass sie so verloren haben, dass haben sie auf Jahrzehnte verloren, denn FTTH der Konkurrenz zu überbauen, das rechnet sich in diesen Gebieten Null. Und auf einmal findet die Telekom FTTH total toll und wollte ja eigentlich schon immer FTTH, man hätte sie nur missverstanden.

    Konkurrenz ist ein ganz wichtiger Faktor in unsere Marktwirtschaft, nicht umsonst sind Monopole verboten. Und eine zentrale Netzbaugesellschaft ist aber faktisch nichts weiter als ein geplantes Monopol. Ja, natürlich ist es wirtschaftlicher nur ein Netz für ganz Deutschland zu bauen, aber durch den Wegfall der Konkurrenz wird dieses Netz garantiert nicht schneller fertig werden, noch wird es besser sein als die absolute Mindestanforderung. Wer sich noch daran erinnert als die Telekom noch Teil der Post war und die Post noch Bundespost hieß und dem Staat gehörte, der sollte es eigentlich besser wissen. Denn hätte sich da die Post damals noch langsamer bewegt bei Innovationen, dann wäre sie in der Zeit zurück gereist, dabei standen ihr als Staatskonzern alle Geldtöpfe des Steuerzahlers offen, am Geld mangelte es also zu keinem Zeitpunkt, lediglich am Willen.

    /Mecki

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Stadt Ingolstadt, Ingolstadt
  3. über Dr. Maier & Partner GmbH Executive Search, Stuttgart
  4. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, Münster

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Apple-Betriebssysteme: Ein Upgrade mit Schmerzen
Apple-Betriebssysteme
Ein Upgrade mit Schmerzen

Es sollte alles super werden, stattdessen kommen seit MacOS Catalina, dem neuen iOS und iPadOS weder Apple noch Entwickler und Nutzer zur Ruhe. Golem.de hat mit vier Entwicklern über ihre Erfahrungen mit der Systemumstellung gesprochen.
Ein Bericht von Jan Rähm

  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht MacOS Catalina
  2. Catalina Apple will Skriptsprachen wie Python aus MacOS entfernen
  3. Apple MacOS wechselt von Bash auf ZSH als Standard-Shell

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Razer Blade Stealth 13 im Test Sieg auf ganzer Linie
  2. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  3. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch

  1. Netflix und Youtube: EU-Kommissarin warnt vor hohem Energiebedarf des Internets
    Netflix und Youtube
    EU-Kommissarin warnt vor hohem Energiebedarf des Internets

    Youtube, Netflix und Prime Video sind die Dienste, die besonders viel Internetverkehr generieren und damit auch einen besonders hohen Energiebedarf nach sich ziehen. Das sieht die Vizepräsidentin der EU-Kommission kritisch.

  2. Galaxy Fold: Samsung dementiert eigene Verkaufszahlen
    Galaxy Fold
    Samsung dementiert eigene Verkaufszahlen

    Samsung widerspricht sich selbst. Das Unternehmen bestreitet die Angabe eines ranghohen Samsung-Managers, der verkündet hatte, weltweit seien bereits eine Million Galaxy Fold verkauft worden. Vieles bleibt ungeklärt.

  3. Onlinehandel: Eigene Logistik liefert die Hälfte der Amazon-Pakete aus
    Onlinehandel
    Eigene Logistik liefert die Hälfte der Amazon-Pakete aus

    Eine aktuelle Schätzung zum Paketvolumen bei Amazon in den USA geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller Amazon-Pakete vom unternehmenseigenen Logistikzweig ausgeliefert werden.


  1. 12:10

  2. 11:43

  3. 11:15

  4. 10:45

  5. 14:08

  6. 13:22

  7. 12:39

  8. 12:09