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Vorbehalte

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  1. Vorbehalte

    Autor: kos9090 04.02.21 - 10:01

    Ganz nach dem Motto, wenn du nicht mit Geld zahlst, zahlst du mit deinen Daten. Ich habe irgendwie in Erinnerung dass bei chinesischen Geräten mal Daten auf Kernel Ebene abgegriffen wurden und nach China gingen.

    Aber ist das immer noch so?

  2. Re: Vorbehalte

    Autor: M.P. 04.02.21 - 10:21

    So geht es mir auch - daneben noch ein Mediatek Prozessor...

  3. Re: Vorbehalte

    Autor: Michael H. 04.02.21 - 10:56

    kos9090 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz nach dem Motto, wenn du nicht mit Geld zahlst, zahlst du mit deinen
    > Daten. Ich habe irgendwie in Erinnerung dass bei chinesischen Geräten mal
    > Daten auf Kernel Ebene abgegriffen wurden und nach China gingen.
    >
    > Aber ist das immer noch so?

    Ganz ehrlich?
    Wenns danach geht, werden auch bei den Hochpreismodellen Daten gesammelt.
    Jedoch wird meiner Meinung nach der Begriff Daten immer so als mysteriöse Blackbox gesehen die nicht weiter hinterfragt wird, weil es sind ja "meine Daten".

    Im Endeffekt muss man sich auch überlegen, welche Daten sind überhaupt Relevant und woher weiss man, wann diese Daten übermittelt werden. Ergo, damit man die relevanten Daten findet, die sich zum verkauf lohnen, muss man die Daten erstmal pauschal sammeln.
    Wir sprechen bei Smartphones von Millarden Geräten inzwischen. Und sei es nur ne Firma wie Xiaomi, welche dennoch sicherlich > hundert Millionen Geräte (vermutlich) aufm Markt haben wird.

    Pro z.B. Whatsapp nachricht, wären dass 100 Mio Nachrichten zum analysieren. Ergo einige Millarden bis hunder Millarden Datensätze pro Tag. Niemand kauft ungefilterte Daten. Wenn ich als Firma Daten kaufe, kaufe ich verdichtete Daten.
    Beispielsweise "Firmen in Deutschland, aus Branchen die Versand oder Produktion betreiben und Verpackungs und Füllmaterial benötigen"
    Die kauf ich dann als Firma ein, gleiche diese Daten mit meinem Kundenstamm ab und betreibe anhand dieser Daten dann Kaltaquise.

    Ob Paul, 47, aus xyStadt, gern lange Spaziergänge mit dem Hund erledigt (GPS Auswertung), Dienstags und Donnerstags ne Stunde Sport im Fitnessstudio betreibt (Schrittzähler, Pulsmesser, GPS), sich gern Hörbücher auf Spotify anhört oder jemandem ein Penisbild schickt, interessiert vielleicht nur die Frau/Freundin oder die Kripo... je nachdem wie alt diejenige ist der er das Bild schickt. Aber sicherlich kein einziges Unternehmen weltweit, als dass es dafür Geld ausgibt. Das ist nicht wirtschaftlich.

    Des Weiteren habe ich bisher auch noch nie Erfahren, dass rausgekommen wäre, was denn so für Daten gesammelt werden oder ob je welche gesammelt wurden. Ich mein damit man die illusorische Vorstellung einer Datenüberwachung von Privatdaten überhaupt zu Ende denken kann, müsste ja entweder pro Hersteller ganze Rechenzentren existieren... oder tausende Arbeitsplätze nur darauf ausgerichtet sein, Daten zu verdichten. Und selbst wenn man die KI gesteuert verdichtet, braucht es hier Qualitätskontrolle, damit man darauf Verkaufsfertige Produkte machen kann.

    Mir sind aber weder Angebote bekannt, bei denen man solche Daten kaufen könnte, noch gab es je einen Whistleblower der solche Leaks veröffentlicht hätte, die diese Thesen der Datensammelei von Unternehmen bekräftigen würde.
    Stattdessen gibts Meldungen von Amazon, bei denen herauskommt, dass das was in den AGB steht, auch so ist und eingesprochene Daten zur Weiterentwicklung der Funktionen von Alexa verwendet werden und es anscheinend auch dazu kommt, wenn jemand ein ähnliches Keyword wie Alexa sagt... und sei es nur "ja leckst mia do an lettis"

    Wenn man es mal aus unternehmerischer Sicht betrachtet... was nützt den Herstellern.. welche Daten brauchen die, um Vorteile daraus zu ziehen und welche sind auch wirklich umsetzbar und würden nicht die Firma ruinieren. Denn wenn von hunderttausenden Mitarbeitern nur einer quatscht... ist es vorbei. Vor allem um die Aktienkurse.

    Also wird nach nüchterner Betrachtung das gesammelt, was leicht zu verarbeiten ist und dem Unternehmen Vorteile bringt.
    Und das sind keine Daten wie "Rüdiger 66, bestellt auf Bonprix gerne Unterwäsche für Frauen", sondern:
    - 44% aller User sind männlich
    - die Altersgruppe 16-25 stellt unsere mit Abstand größte Käuferschicht dar
    - 80% aller Nutzer nutzen Whatsapp auf unseren Geräten, nur 20% benutzen unseren hauseigenen Messenger
    usw...

    Aus diesen Daten kann das Unternehmen profit ziehen, weil sie damit wissen... "unsere Hauptzielgruppe ist weiblich und 16-25 Jahre alt. Wie können wir unseren hauseigenen Messenger verbessern, damit gerade diese Zielgruppe drauf anspringt, denn das würde unsere Nutzerbasis am effektivsten vergrößern.

    So als Beispiel...
    Aber nicht was für nen Tee Beate gestern Abend bestellt hat im Cafe.

    Daher glaube ich nicht an diesen Humbug der Generalüberwachung.
    Ich glaube aber, dass es Geräte gibt, die Backdoors eingebaut haben und so zu einer Einzelüberwachung fähig sind, was jedoch bei 99,9999% aller Menschen uninteressant sein dürfte.
    Politiker, Leitende Angestellten in großen Tech Konzernen etc... also Wirtschaftsspionage z.B.
    Da würde sich ne Überwachung evtl. lohnen.
    Politisch verfolgte oder Staatsfeinde :D (was bei nem chinesischen Smartphone eh schwer werden dürfte als jemand der in Deutschland wohnt und kein chinese ist) :D

  4. Re: Vorbehalte

    Autor: redmord 04.02.21 - 13:19

    Hersteller sammeln Telemetriedaten. Diese zu verdichten ist auch nicht schwierig. Im Zweifel gibt es einen Counter, der zählt wie häufig welche Funktion der Kamerapp genutzt wird.
    Das Interesse der Hersteller an Telemetriedaten ist berechtigt, weil es eines eine reale Datenbassis für die Priorisierung in der eigenen Entwicklung darstellt und sich auch ablesen lässt wo es bei der Bedienung haken könnte.
    Je ausführlicher diese Telemetriedaten sind, desto besser. Für einen Hersteller stellen diese Daten echtes Kapital dar.

    Nun kann man darüber streiten wie weit diese Daten personalisiert sind oder einen Eingriff in die Privatsphäre darstellen. Die grundsätzlichen Telemetriedaten wie Hardwareauslastung sind wahrlich nicht schlimm. Auch das Zählen von Klicks resp. die Verwendung von Funktionen halte ich persönlich nicht als etwas besonderes. Wenn dagegen Samples wie Tonaufzeichnungen oder Fotos hochgeladen werden, eine Personalisierung eingebaut oder mit anderen Datenquellen verknüpft, ist die rote Linie überschritten.

    "Rüdiger 66, bestellt auf Bonprix gerne Unterwäsche für Frauen"

    Genau diese Dinge zu wissen ist das Kapital von Werbefirmen wie Facebook und Google. Denen geht es nicht nur darum eine Telemetrie zur Nutzung möglichst vieler Apps möglichst personengebunden zu speichern, um die Trefferquote von Werbeselektoren zu verbessern, sie wollen auch alles wissen, was vor dem Bildschirm passiert. Deine Neigungen und Interessen, was du magst und nicht magst, woher du kommst, wohin du gehst ... alles, was für Unternehmen interessant sein könnte, um dich individueller und zielgerichteter anzusprechen.

    Damit dies gelingt, haben sie Rechenzentren und Armeen an Entwickler, die sich Tag und Nacht um nichts anderes kümmern.

  5. Re: Vorbehalte

    Autor: Zombiez 04.02.21 - 13:37

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So geht es mir auch - daneben noch ein Mediatek Prozessor...

    Alternative wäre das Moto G 5g. Quasi identische Ausstattung, mit Snapdragon und im Angebot auch nur 199¤.

  6. Re: Vorbehalte

    Autor: oz42 04.02.21 - 13:44

    Ich hatte meinen Tarif von 1,5 auf 2 GB/Monat aufbohren müssen, als ich ein Mi 9T hatte. Seit kurzem habe ich ein Samsung A51 und komme seitdem wieder mit weniger als 1,5 GB/Monat aus. Und nein, das Nutzungsverhalten hat sich nicht geändert, auch die Apps sind dieselben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.21 13:44 durch oz42.

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