Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Roaming-Gebühren: EU-Kommission zieht…

einfachte lösung:

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. einfachte lösung:

    Autor: jake 09.09.16 - 13:46

    kompletter entfall aller roamingkosten, bei unbeschränkter öffnung der märkte - die werden das dann schon regeln. hier kann die eu mal zeigen, dass sie es ernst meint, mit dem "common market".

    wer jetzt wegen sorge um die armen deutschen telekoms und vodafones aufschreit: so und nicht anders läuft es bereits im arbeitsmarkt und so und nicht anders will die eu es auch im freien warenverkehr.

  2. Re: einfachte lösung:

    Autor: mercuryseven 09.09.16 - 14:43

    Stimmt nicht. Im Arbeitsmarkt "Roamen" die Arbeitnehmer zwar im Europäischen Ausland, zahlen dann aber auch dort die Steuern. Für Mobilfunkkunden wäre das so, als würden die Kunden beim Übertreten der Grenze sofort auf einen Inlands-Vertrag gewechselt. Sie zahlen also nix mehr an ihren heimischen Provider sondern zahlen statt dessen - gerne auch mehr - an den Anbieter in dem Land in dem sie das Netz gerade nutzen. Mit anderen Worten: Es gäbe gar kein Roaming mehr.

  3. Re: einfachte lösung:

    Autor: bernstein 09.09.16 - 15:17

    mercuryseven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... die Kunden beim Übertreten der Grenze sofort auf einen Inlands-Vertrag gewechselt.
    > ... Mit anderen Worten: Es gäbe gar kein Roaming mehr.
    Das wäre dann wohl auch die einfachste und fairste Lösung... die Umsetzung wäre wohl nicht trivial, aber mit ner landing-page-popup beim ersten einbuchen in ein ausländisches netz wo alle lokalen anbieter ihre angebote anbieten könnten und der nutzer halt eines auswählen müsste. wer möchte könnte das ja schon vor abreise machen...

  4. Re: einfachte lösung:

    Autor: TC 09.09.16 - 15:40

    Ja, aber wie sollen unsere Anbieter dann weiter 10¤ für 1GB oder 200¤ für eine Flat verlangen können, wenn sich alle die ausländische Karte für 50¤ unlimited hohen??

  5. Re: einfachte lösung:

    Autor: Mauw 09.09.16 - 16:04

    Gar nicht ;-) Das ist ja das gute. Ich wäre auch voll für einen europäischen Mobilfunktmarkt. Macht auch Sinn, weil es Provider wie o2 und Vodafone ja schon in vielen EU Ländern gibt. Natürlich wäre das ein mega Schock für unsere lieben deutschen Provider, denn gerade wir haben hier mit die schlechtesten Konditionen in Europa. Im deutschen Markt würde das zwangsläufig zu einem Umdenken führen.

  6. Re: einfachte lösung:

    Autor: /mecki78 09.09.16 - 16:27

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die werden das dann schon regeln.

    Oh, das werden sie bestimmt... aber nicht unbedingt zu deinen Gunsten!

    Stell dir vor, du betreibst ein Funknetz in Deutschland. Das verursacht Kosten, Betriebskosten. Und du willst es weiter ausbauen, also hast du Investitionskosten. Und du willst auch einen Gewinn erwirtschaften. Deswegen vermietest du Zugang zu diesen Netz. Entweder hast du selber direkt Kunden, die dein Netz nutzen dürfen zu den von dir festgelegten Konditionen (die rechnest du dann per Monate ab, Flatrate, oder eben nach Nutzung) oder aber du vermietest Zugänge an Reseller und die haben dann Kunden (wie du mit denen Abrechnest, das bleibt euch beiden überlassen).

    So, jetzt buchen sich aber ab und an auch nicht-Kunden in dein Netz. Die haben eigentlich eine SIM für ein anderes Netz. Die haben keinen Vertrag mit dir. Wenn die dein Netz nutzen, dann hast du keinerlei Verdienst.

    Bisher läuft das so: Die dürfen dein Netz trotzdem nutzen, aber du stellst diese Nutzung den Herausgeber der SIM Karte dann in Rechnung. D.h. du behandelst ihn wie eine Resseller von dir, damit du einen verdienst hast, allerdings ohne dass er sich dagegen wehren kann; er wird ja nicht vorher gefragt. Diese Kosten, die du ihm in Rechnung stellst, das sind Roaming Gebühren und er gibt die dann an seinen Kunden weiter, weil der ist ja an den Kosten schuld, was muss der auch in Fremdnetzen telefonieren/surfen.

    Wenn du das jetzt nicht mehr darfst, wo ist dann dein Verdienst, wenn ein Franzose den ganzen Tag in deinem Netz herum surft? Kann ja nicht sein, dass der dein Netz umsonst nutzen darf, während alle anderen dafür bezahlen müssen. Umsonst ist der Tod! Und was hindert einen deutschen bitte sich eine SIM im Osten zu holen, die im Monat 10 Euro kostet und dort eine Vollflat ist (LTE Internet und unbegrenzt telefonieren in alle Netze) und damit dann unbegrenzt im Netz der deutschen Telekom LTE zu nutzen? Weil das macht dann jeder so und die Telekom verdient gar nichts mehr an der Nutzung ihres Netzes? Wohl kaum!

    Anbieter werden weiterhin die Kosten für Fremdnutzung in Rechnung stellen. Das wird dann aber dazu führen, dass der Anbieter im Osten keine Vollflat mehr für 10 Euro anbieten kann, sobald es nur zu viele Kunden gibt, die mit dessen SIMs ständig im Ausland unterwegs sind. Und diese Kunden sind dann schuld, dass die Flat jetzt 20 Euro kostet, was alle Kunden trifft, auch die, die noch nie das eigenen Land verlassen haben.

    Das ist Kosten solidarisieren. Statt dass die Verursacher der Kosten auch für diese aufkommen, müssen jetzt alle dafür aufkommen. Warum sollte das gut sein? Bzw. warum sollten wir das wollen? Kosten solidarisieren ist wie schulden solidarisieren. Gewinne und Einnahmen hingegen werden nie solidarisiert.

    /Mecki

  7. Re: einfachte lösung:

    Autor: Rosenkohl 09.09.16 - 16:32

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kompletter entfall aller roamingkosten, bei unbeschränkter öffnung der
    > märkte - die werden das dann schon regeln. hier kann die eu mal zeigen,
    > dass sie es ernst meint, mit dem "common market".
    Genau daran zeigt sich, wie weit es mit der europäischen Einheit her ist. Nämlich nicht weit. Europaweite Tarife sollten Standard sein. Aber das würde ja an der Goldgrube von der EU-Herren (=Lobbyisten=Unternehmen) nagen.

  8. Re: einfachte lösung:

    Autor: ChMu 09.09.16 - 17:58

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jake schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die werden das dann schon regeln.
    >
    > Oh, das werden sie bestimmt... aber nicht unbedingt zu deinen Gunsten!
    >
    > Stell dir vor, du betreibst ein Funknetz in Deutschland. Das verursacht
    > Kosten, Betriebskosten. Und du willst es weiter ausbauen, also hast du
    > Investitionskosten. Und du willst auch einen Gewinn erwirtschaften.
    > Deswegen vermietest du Zugang zu diesen Netz. Entweder hast du selber
    > direkt Kunden, die dein Netz nutzen dürfen zu den von dir festgelegten
    > Konditionen (die rechnest du dann per Monate ab, Flatrate, oder eben nach
    > Nutzung) oder aber du vermietest Zugänge an Reseller und die haben dann
    > Kunden (wie du mit denen Abrechnest, das bleibt euch beiden überlassen).
    >
    > So, jetzt buchen sich aber ab und an auch nicht-Kunden in dein Netz.

    Moment, ein nicht Kunde kann sich nicht einbuchen. Wenn ich eine deutsche Vodafone Karte habe, kann ich mich nicht in ein deutsches Telecom Netz einwaehlen. Wenn ich eine spanische Vodafone Karte habe, braucht man es nur so zu regeln, das sie sich in Deutschland eben auch nur ins Vodafone Netz einloggt.
    Da es nicht mal ein halbes dutzend Anbieter gibt, in ganz Europa, braeuchte man nur die Netze auf den jeweiligen Anbieter zu beschraenken. Warum sollten auslaendische (was sie ja nicht sind, es sind Europaeische) Karten Vorzuege bekommen gegenueber den inlaendischen? Gibt es jetzt einen obscuren Anbieter aus Polen welcher independent sein eigenes Netz in Warschau betreibt (glaube ich nicht, aber moeglich) und er keine Vereinbahrungen mit einem der grossen getroffen hat, so kann man diese SIM eben nicht ausserhalb Warschaus nutzen. Wer sagt denn, das jede SIM Europaweit funktionieren muss? In allen Netzen? Ich kann hier SIMs kaufen, die zwar billig sind, aber 20km hinter der Stadt Grenze nicht mehr laufen, im eigenen Land, da kann ich mich nicht einfach woanders einbuchen.

    Vor knapp 10 Jahren war es in den USA genau so. Nicht nur musste der Handy Nutzer Air Time zahlen, also fuer jeden eingehenden Anruf loehnen, es gab zT heftige roaming Gebuehren zwischen einzelnen Staaten, ja teilweise innerhalb der Staaten, obwohl die drei grossen, AT&T, Verizon und Sprint, spaeter t-mobile als 4ter, ueberall ihre Netze hatte.

    Dann kam das iPhone und hat das abgeschafft. Es war das erste Telefon, welches man von coast to coast frei nutzen konnte. Gegen den Protest der Anbieter. Trotz doom and gloom und Untergangs Szenarien. Und der $120 Vertrag kommt heute mit mehr leistung und besserer Qualitaet dank besserem Netz fuer $59.99 daher.

    Natuerlich wollen die Konzerne ihre Gelddruckmaschinen nicht aufgeben, aber ein Vodafone Anruf von Hamburg nach Muenchen oder von Muenchen nach Mailand kostet den Konzern exact das gleiche, naemlich praktisch nichts. Da die EU Regelung eh die Einschraenkung macht, das Anrufe nur ins Heimatland ohne Roaeming gehen, also der Anruf von Deutschland nach Deutschland mit der spanischen Karte teurer ist, verlieren die Provider gar nichts. Das zeigt ja schon den irrsinn, der eigendlich billigere Anruf wird verteuert, kuenstlich, der long distance Anruf nach Andalucia soll gratis erfolgen.

    Auch sagt die Kommission nirgends, das ALLE Angebote Europaweit gelten sollen. Nein. Aber jeder Anbieter muss ein Angebot haben, welches Europaweit ohne Zusatzkosten funktioniert. Meine eigene SIM hier gibt mir unbegrenzte Telefonate Weltweit flat, in alle Netze, egal wohin. Dazu ein paar GB LTE Netz. 12 Euro/Monat, nicht verbrauchte Daten werden zurueck erstattet, 2,50 pro nicht verbrauchten 250MB. Max 5,00 Euro/Monat. Aber nur, solange ich in Spanien bin. Niemand kann meinen Anbieter dazu zwingen, dieses Angebot Europaweit auszudehnen. Aber er wird vieleicht eine Europaweite Karte fuer 20 Euro rausbringen, wer weiss?

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen
  2. BWI GmbH, verschiedene Standorte
  3. ENERCON GmbH, Aurich
  4. Sparkassenverband Bayern, Bayern

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 49,99€
  2. 4,99€
  3. (-40%) 11,99€
  4. 4,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Pie: Google und die verschollenen Android-Zahlen
Pie
Google und die verschollenen Android-Zahlen

Bis Oktober 2018 hat Google jeden Monat Zahlen zur Verbreitung der verschiedenen Android-Versionen veröffentlicht. Daran ließ sich unter anderem ablesen, wie schnell sich eine neue Version am Markt durchsetzt. Seit gut einem halben Jahr schweigt Google aber - was ist da los?
Von Tobias Költzsch

  1. Google Neue Android-Q-Beta bringt App-Blasen
  2. Security Patch Google beseitigt im April Qualcomm-Sicherheitslücken
  3. Android 10 Google veröffentlicht erste Betaversion von Android Q

Batterieherstellung: Kampf um die Zelle
Batterieherstellung
Kampf um die Zelle

Die Fertigung von Batteriezellen ist Chemie und damit nicht die Kernkompetenz deutscher Autohersteller. Sie kaufen Zellen bei Zulieferern aus Asien. Das führt zu Abhängigkeiten, die man vermeiden möchte. Dank Fördergeldern soll in Europa eine Art "Batterie-Airbus" entstehen.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. US CPSC HP muss in den USA nochmals fast 80.000 Akkus zurückrufen
  2. Erneuerbare Energien Shell übernimmt Heimakku-Hersteller Sonnen
  3. Elektromobilität Emmanuel Macron will europäische Akkuzellenfertigung fördern

Cascade Lake AP/SP: Das können Intels Xeon-CPUs mit 56 Kernen
Cascade Lake AP/SP
Das können Intels Xeon-CPUs mit 56 Kernen

Während AMD seine Epyc-Chips mit 64 Cores erst im Sommer 2019 veröffentlichen wird, legt Intel mit den Cascade Lake mit 56 Kernen vor: Die haben mehr Bandbreite, neue Instruktionen für doppelt so schnelle KI-Berechnungen und können persistenten Speicher ansprechen.
Von Marc Sauter

  1. Cascade Lake Intel legt Taktraten der Xeon SP v2 offen
  2. Optane DC Persistent Memory So funktioniert Intels nicht-flüchtiger Speicher
  3. Cascade Lake AP Intel zeigt 48-Kern-CPU für Server

  1. Volkswagen: 5G bietet flexible Software-Betankung in der Produktion
    Volkswagen
    5G bietet flexible Software-Betankung in der Produktion

    Volkswagen will mit 5G in der Produktion flexibel große Datenmenge in die Fahrzeuge einspielen. Campusnetze könnten auch zusammen mit Netzbetreibern laufen.

  2. Amazon vs. Google: Youtube kommt auf Fire TV, Prime Video auf Chromecast
    Amazon vs. Google
    Youtube kommt auf Fire TV, Prime Video auf Chromecast

    Fire-TV-Geräte erhalten erstmals eine offizielle Youtube-App von Google. Dafür integriert Amazon eine Chromecast-Unterstützung in die Prime-Video-App. Andere Streitpunkte zwischen Amazon und Google bleiben hingegen bestehen.

  3. E-Learning-Plattform: Mysteriöses Datenleck bei Oncampus
    E-Learning-Plattform
    Mysteriöses Datenleck bei Oncampus

    Bei der deutschen E-Learning-Plattform Oncampus kam es offenbar zu einem Datenleck. Der Betreiber weiß bisher nicht genau, was passiert ist.


  1. 18:20

  2. 17:59

  3. 16:31

  4. 15:32

  5. 14:56

  6. 14:41

  7. 13:20

  8. 12:52