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Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

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  1. Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: ggggggggggg 11.01.12 - 16:20

    Hier werden Lösungen für Probleme gesucht, welche es gar nicht geben sollte.

    Das Umblättern auf diese Art mag zwar nett und intuitiv sein, ist aber auf einem digitalen Gerät überflüssig.
    Man kann zu jeder Zeit auf jede Seite springen bzw vorwarts/rückwarts (auch mehrere Seiten).
    Außerdem könnte man digital auch mehr als 2 Seiten bzw, auch Seiten aus vollkommen verschiedenen Stellen im Buch gleichzeitig darstellen.

    Auch das schnelle Durchblättern wird doch bei echten Büchern nur gemacht, weil man darin anders nicht schnell nach einem Stichwort, Kapitel oder Seitenzahl suchen kann.
    Auf einem digitalen Gerät gibt es da viel bequemere Möglichkeiten ans Ziel zu kommen.

    Die physikalisch bedingten Nachteile echter Bücher auf ein digitales Gerät zu übertragen ist imo einfach die falsche Richtung.

  2. [++]

    Autor: ssssssssssssssssssss 11.01.12 - 16:32

    seh ich auch so. sieht kuhl aus, bringt aber keinen vorteil...

  3. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: ubuntu_user 11.01.12 - 16:49

    sehe ich auch so....
    habe das auch nie verstanden wieso das immer als tolles und intuitives feature gesehen wird...
    ich wäre bei jedem buch froh strg+f und nen next button zu haben

  4. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: TheJeed 11.01.12 - 16:58

    IMHO liegt ihr falsch. Dass ich in einem Buch schnell und leicht blättern kann, wie es mit diesem UI-Ansatz nachgeahmt werden soll, ist ein großer Vorteil. Ihr müsst mal nachdenken, wonach man sucht. Der Mensch sucht beim Nachschlagen nicht nach Stichworten, denn die sind ziemlich irrelevant. Wenn ich 'ne Volltextsuche nutze, dann werden mir zig falsche Ergebnisse geliefert bevor ich irgendwann - hoffentlich - finde, was ich wollte.

    Sucht jemand, der ein Buch noch nicht kennt, in einem Buch, überfliegt er den Text und kann ziemlich koordiniert an jeder gewünschten Stelle damit aufhören, ohne sich zu "verklicken". Aber wer kennt das in ner Suchmaske nicht: 20 false positives, dann plötzlich der richtige Treffer. Mist! Ein-zwei mal zu viel Enter oder F3 geklickt. Schon darf man mit einigen Tastendrücken mehr versuchen, die verpasste Stelle wiederzufinden. Das ist sehr unpraktisch.

    Kennt der Leser das Buch bereits, dann scannt er meist gar nicht nach dem Suchwort, sondern nach dem passenden grafischen Muster, welches der gesuchte Text bildet und nach anderen Merkmalen. Das ist mit den meisten E-Book-Ansätzen im besten Fall unbequem, saulahm(Umschalt/Nachladezeiten) oder unmöglich, weil man in irgendeiner Weise zu Bookmarks, Indizes und Stichwortsuche gezwungen wird. In einem Buch dagegen kann man schnell blättern und meist muss man nicht einmal die ganze Textseite sehen, sondern nur das erste Drittel oder Viertel der Seite um blitzschnell zu beurteilen, ob man an Ort und Stelle richtig ist. Die gezeigt UI ist da ein echter Fortschritt, wenn auch noch kein Ersatz für das, was ein Buch bietet(z.B. haptisches Feedback, das die Bedienung beschleunigt wie nix).

    Manchmal sucht man aber eine Information auch anhand eines Bildes. Dann versagt das E-Book IMHO so gut wie komplett.

    Bisher ist mir keine Technik über den Weg gelaufen, die es ernsthaft mit den Vorteilen eines gedruckten Buches aufnehmen kann. Und das sage ich als ein Typ, der seit Jahren als leitender Entwickler in 'ner Firma arbeitet, die E-Book-Lösungen herstellt :)

  5. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: pholem 11.01.12 - 17:05

    Also bei mir kommt es öfters mal vor, dass ich nach einer Grafik, einem Diagramm oder ähnlichem suche. Oft kann ich mich auch nur noch erinnern, in welchem Umfeld sich eine wichtige Passage befindet (also zb. "auf der rechten Seite war irgendeine Grafik, links eine neue Überschrift" - ohne mich an spezielle suchbare Wörter zu erinnern, die nicht etliche Ergebnisse liefern würden).
    Hier ist blättern essentiell! Und das Gehirn mit seiner schnellen Mustererkennung, ohne erst ganze Wörter oder gar deren Semantik analysieren zu müssen, spielt da super mit.

    Edit: da war der Voposter schneller. Stimme voll und ganz zu.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.12 17:07 durch pholem.

  6. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Keridalspidialose 11.01.12 - 17:25

    Was soll daran intuitiv sein?

    Es überträgt etwas dass ein Medium macht, das Buch, auf ein anderes Medium, das Tablet. Ein tablet hat aber ganz andere Eigenschaften wie ein Buch.

    Das ist als würde man in die Windschutzscheibe eines Elektroautos den Schornstein einer Dampflock projezieren, oder ein Pferdegespann.

    ___________________________________________________________

  7. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Keridalspidialose 11.01.12 - 17:26

    Durch ein Buch blättert man in der Form, weil es keine Suchfunktion hat!

    ___________________________________________________________

  8. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Keridalspidialose 11.01.12 - 17:29

    Wenn man eine Grafik sucht, dann wäre es am Tablet besser wenn man sich alle im Buch enthaltenen Grafiken übersichtlich gekachelt darstellen könnte, um dann auf die entsprechende Grafik zu "klicken" und die Seite zu bekommen.

    Und/oder die Grafiken sind mit entsprechenden beschreibenden Begriffen getaggt, so dass man per Stichwort die Grafik/seite bekommen kann...

    Es gibt am Tablet unzähliche Möglichkeiten... die besser sind, statt antiquierte udn überflüssige Methoden des Buches zu übernehmen.

    ___________________________________________________________

  9. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Hello_World 11.01.12 - 17:54

    > Ein tablet hat aber ganz andere Eigenschaften wie ein Buch.
    http://wie-als.de/

  10. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: dit 11.01.12 - 19:19

    je weniger man lernen muss, desto besser ist es für den Nutzer. Man möchte bloß ein Buch imitieren. Suche, mehrere Seiten gleichzeitig usw. haben mit realem Buch wenig zu tun und deshalb nicht erwartungskonform. Falls man zusätzliche Features braucht, gibt es dafür... PDF zB... Digitale Bücher befinden sich noch im Anfangsstadium. Ich glaube die zusatzfunktionen werden kommen, aber später... leider...

    P.S. Nextbutton wäre total schlechte Idee. Erstens Buttons brauchen Platz und zweitens... es ist doch viel leichter zu blätern als irgendwelche Schaltflächen zu drücken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.12 19:20 durch dit.

  11. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Cohaagen 11.01.12 - 19:20

    > Oft kann ich mich auch nur noch erinnern, in
    > welchem Umfeld sich eine wichtige Passage befindet (also zb. "auf der
    > rechten Seite war irgendeine Grafik, links eine neue Überschrift"

    Nur blöd, dass bei eBooks die Positionen, Seitenumbrüche, Seitenanzahl usw. nicht so starr sind, sondern sich nach der gewählten Schriftart, Schriftgröße und sogar Ausrichtung des Gerätes (Portrait oder Landscape) anpassen.

  12. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: derBob 11.01.12 - 20:08

    Hast du überhaupt den Post von TheJeed durchgelesen?

    Wenn du bspw Fachliteratur durchliest und dann eine bestimmte Seite suchst, was meinst du, wie oft der gesuchte Begriff im ganzen Buch vorkommt? Du willst also alle Treffer in der Schnelle abklappern, statt - wie hier mit einer mMn interessanten Geste - schnell durch die Seiten zu flippen. Interessant vor allem deshalb, weil der Mensch Seiten am ehesten durch deren Layout wiedererkennt (von reinen Textbüchern mal abgesehen).

    Ich zitiere mal TheJeed:
    "Kennt der Leser das Buch bereits, dann scannt er meist gar nicht nach dem Suchwort, sondern nach dem passenden grafischen Muster, welches der gesuchte Text bildet und nach anderen Merkmalen."

    Allerdings, @TheJeed, vermisse ich eine Bewertung des vorgestellten "Systems" deinerseits.

  13. [--]

    Autor: elitezocker 11.01.12 - 21:20

    ggggggggggg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Umblättern auf diese Art mag zwar nett und intuitiv sein, ist aber auf
    > einem digitalen Gerät überflüssig.

    ...und genau deshalb ist Apple so erfolgreich. Weil sie intuitiv sind, auch wenn es technisch überflüssig erscheint.

    > Die physikalisch bedingten Nachteile echter Bücher auf ein digitales Gerät
    > zu übertragen ist imo einfach die falsche Richtung.

    Sehe ich nicht so. Ein Kindle wiegt keine 500 kg, obwohl darin 500 Bestseller stecken.

    --==::Hier sind die Gamer::==-- シ



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.12 21:20 durch elitezocker.

  14. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: ggggggggggg 11.01.12 - 21:54

    TheJeed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sucht jemand, der ein Buch noch nicht kennt, in einem Buch, überfliegt er
    > den Text und kann ziemlich koordiniert an jeder gewünschten Stelle damit
    > aufhören, ohne sich zu "verklicken". Aber wer kennt das in ner Suchmaske
    > nicht: 20 false positives, dann plötzlich der richtige Treffer. Mist!
    > Ein-zwei mal zu viel Enter oder F3 geklickt. Schon darf man mit einigen
    > Tastendrücken mehr versuchen, die verpasste Stelle wiederzufinden. Das ist
    > sehr unpraktisch.

    ich verstehe dich zwar, jedoch vermisse ich praktische Beispiele.
    Es kommt doch zunächst mal darauf an, was für ein Buch man hat und was man denn darin suchen will.
    In einem Roman wird man wohl kaum etwas suchen wollen, wenn man das Buch noch nicht kennt?!
    Bei Fachliteratur schon eher.
    Da nutzt man dann allerdings das Inhaltsverzeichnis. Möglicherweise ist man sich nicht sicher, ob das Gesuchte nun in Kapitel 13.1.2 oder in Kapitel 42.3.1 zu finden ist.
    Ich ertappe mich bei manchen Büchern sogar den Daumen in der einen Seite zu lassen und vor und zurück zu gehen um die Seitenzahlen nochmal zu überprüfen oder ähnliches.
    Hier kann eine digitale Variante punkten, da man mehrere Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis direkt öffnen kann und diese dann nacheinander oder auch nebeneinander vergleichen kann bzw. nach dem Gesuchten durchsuchen.
    Die Suche nach dem Begriff könnte hier sogar über die Kapitel gefiltert werden.

    > Kennt der Leser das Buch bereits, dann scannt er meist gar nicht nach dem
    > Suchwort, sondern nach dem passenden grafischen Muster, welches der
    > gesuchte Text bildet und nach anderen Merkmalen. Das ist mit den meisten
    > E-Book-Ansätzen im besten Fall unbequem, saulahm(Umschalt/Nachladezeiten)
    > oder unmöglich, weil man in irgendeiner Weise zu Bookmarks, Indizes und
    > Stichwortsuche gezwungen wird. In einem Buch dagegen kann man schnell
    > blättern und meist muss man nicht einmal die ganze Textseite sehen, sondern
    > nur das erste Drittel oder Viertel der Seite um blitzschnell zu beurteilen,
    > ob man an Ort und Stelle richtig ist. Die gezeigt UI ist da ein echter
    > Fortschritt, wenn auch noch kein Ersatz für das, was ein Buch bietet(z.B.
    > haptisches Feedback, das die Bedienung beschleunigt wie nix).

    Auch hier die gleiche Frage wie oben. Wonach sucht man denn in einem Buch?
    In einem Roman, den man schon kennt und jemandem eine Textstelle zeigen will eventuell.
    Da weiß man dann aber eventuell auch in welchem Kapitel das ungefähr ist. Das Springen zu jenem Kapitel wäre dann auch auf dem Ebook leichter.
    Bei Fachbüchern gleiches wie oben. Diese sind bei Berufstätigen oder Stundenten auch häufig zugepflastert mit Klebezetteln (Lesezeichen).
    Lesezeichenbezeichnung und Ordnung lässt sich digital viel einfacher bewerkstelligen.

    > Manchmal sucht man aber eine Information auch anhand eines Bildes. Dann
    > versagt das E-Book IMHO so gut wie komplett.

    das hängt von der Geschwindigkeit des Geräts ab. Wenn die Seiten durchlaufend durchgescrollt werden könnten, wäre auch diese Suche nicht wirklich schwieriger als mit einem Papierbuch

    > Bisher ist mir keine Technik über den Weg gelaufen, die es ernsthaft mit
    > den Vorteilen eines gedruckten Buches aufnehmen kann. Und das sage ich als
    > ein Typ, der seit Jahren als leitender Entwickler in 'ner Firma arbeitet,
    > die E-Book-Lösungen herstellt :)

    Das Problem an vielen Ebooks ist sicherlich, dass sie direkte "Portierungen" der Papiervarianten sind.
    Diese sind sozusagen an die Handbedienung am Buch angepasst.
    Wenn das Buch strukturmäßig an die digitale Technik angepasst wäre, würde das auch nochmal anders aussehen.

  15. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: nur_die_halbe_wahrheit 11.01.12 - 22:07

    seht doch diese sache mal etwas romantischer :)

    man liest ja nicht nur bücher. zeitschriften, photoalben usw usw. blättert man doch auch gerne mal einfach so durch. das hat iwie auch etwas beruhigendes. ich will nicht, das alles, ja wirklich alles um mich herum immer optimiert sein muss. gerade wenn man liest um zu entspannen - egal ob man das nun mit einem "echten" oder digitalen buch tut.

    finde die gezeigten animationen sehr angenehm und zumal ist es ja auch erst der anfang :)

  16. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: 0xDEADC0DE 12.01.12 - 08:51

    pholem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier ist blättern essentiell! Und das Gehirn mit seiner schnellen
    > Mustererkennung, ohne erst ganze Wörter oder gar deren Semantik analysieren
    > zu müssen, spielt da super mit.

    Ach, und das geht nur wenn man an einem eBook-Reader unkontrolliert mittels Touchscreen hin- und herwischt? Und ich dachte immer man kann bei denen auch so umblättern... gut dass ich so ein Teil nicht habe, immer die gleiche Seite lesen zu müssen ist sicher sau doof!

    Und btw: Seit wann haben eBook-Reader Touchscreen (bis auf eine Ausnahme)? eBooks will ich nicht auf einem Tablet lesen, so was ist kein echter eBook-Reader! Nicht nur weil es zu schwer ist und der Akku bald schlapp macht.

  17. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: storm009 12.01.12 - 18:58

    Und Fingerabdrücke. Ich finde die Funktion auch überflüssig. Ich habe auch schon fachbücher auf dem kindle gelesen und es klappt wunderbar. Wenn ich etwas suche durchfliege ich zunächst die Kapitel und dann die einzelnen blätter. Alternativ finde ich es im Inhaltsverzeichnis und springe sofort hin. Seiten umblättern habe ich dabei nie vermisst. Aber davon abgesehen habe ich Fachbücher mit denen ich ernsthaft arbeite eh in echt aber nicht wegen dem umblättern sondern wegen der Größe. Verstehe immer nicht wieso ebooks echte Bücher komplett ersetzen müssen und alles schlechte kopieren müssen. es mag sein dass man echte Bücher besser überfliegen kann aber das heißt noch lange nicht, dass man dafür unbedingt diese geste braucht. sowas zeigt nur wie wenig innovativ sie sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.12 19:02 durch storm009.

  18. Re: Wieso die Nachteile von Büchern übernehmen?

    Autor: Der Kaiser! 13.01.12 - 01:04

    > Je weniger man lernen muss, desto besser ist es für den Nutzer.

    Bis wir alle nur noch hirnlose Schafe sind.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

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