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Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: firstdeathmaker 12.06.22 - 11:12
Apps mit Glücksspiel Mechanismen sollten grundsätzlich ab 18 sein und nach Glücksspiel-Standards reguliert werden. Was soll bitte nen weitere Klick beim Bestellen bringen? Das sind für mich alles pseudo Vorschläge um nichts effektives machen zu müssen
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Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: Astorek 12.06.22 - 11:20
firstdeathmaker schrieb:
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> Apps mit Glücksspiel Mechanismen sollten grundsätzlich ab 18 sein und nach Glücksspiel-Standards reguliert werden. Was soll bitte nen weitere Klick beim Bestellen bringen? Das sind für mich alles pseudo Vorschläge um nichts effektives machen zu müssen
Ich bin da etwas raus, deshalb muss ich nachfragen: Gibt es heute noch Apps, die ihre Abbuchung ausschließlich über Mobilfunkrechnungen machen? Kann man das auf aktuellen Androids immer noch einstellen?
Man kann ja von Paypal halten was man will, aber zumindest lässt sich dort einstellen, dass jegliche Zahlungstransaktion augenblicklich per Mail bestätigt wird. Selbst wenn man der App Vollzugriff auf den eigenen Paypal-Account gegeben hat (ja, das geht), kommt keine Transaktion ohne Mail-Benachrichtigung aus.
Eine generelle Deckelung, die man erstmal explizit freischalten muss, halte ich hingegen für eine sinnvolle Maßnahme, auch wenn ich die Grenze nochmal mindestens auf 500¤, besser auf 200¤ herabsetzen würde...
Und ja, natürlich gehört auch der Elefant im Raum (Glücksspiel mit Echtgeld für Minderjährige) dringend raus... -
Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: ManuPhennic 12.06.22 - 11:31
Das Problem hat sich bei Apple eigentlich sowieso schon erledigt. Einfach Familienfreigabe aktivieren und schon muss jede App Installation / In-App. Kauf, über die Eltern freigegeben werden bzw. kann man es gänzlich deaktivieren
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Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: Subzero2k 12.06.22 - 11:39
Trotzdem gehört imho so ein Predatory Monitization Ansatz wie ihn aktuell Diablo Immortal so unschön vormacht dringend gesetzlich angegangen wie bspw. in Belgien und den Niederlanden. Im Apple App Store ist das Ding ab 17 Jahren erhältlich. Wenn wie von Blizzard gesagt das ja nicht integraler Bestandteil sein soll, dann sollte es ja problemlos entfernbar sein.
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Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: violator 12.06.22 - 11:44
Und da argumentieren die Anbieter halt so, dass es kein Glücksspiel ist, da es keine Nieten gibt. Man bekommt also auf jeden Fall was, man weiß nur nicht was genau.
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Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: Subzero2k 12.06.22 - 11:58
Demnach hier sollten die Diablo in-game bundles doch definitiv unter Glücksspiel fallen: „In Deutschland führt § 3 Abs. 1 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) aus:
Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die Entscheidung über den Gewinn hängt in jedem Fall vom Zufall ab, wenn dafür der ungewisse Eintritt oder Ausgang zukünftiger Ereignisse maßgeblich ist. Auch Wetten gegen Entgelt auf den Eintritt oder Ausgang eines zukünftigen Ereignisses sind Glücksspiele.“ (Quelle Wikipedia). Warum zum Teufel (pun intended) ist das dann erlaubt. Erziehung ist gut und wichtig, selbstbestimmt und verantwortungsvoll sollten alle Kinder erzogen werden, trotzdem muss bei sowas der Gesetzgeber imho helfen, denn nicht alle Erwachsenen sind selbst davor gefeit, geschweige denn ihre Kinder bzw. haben sie nicht unbedingt die nötigen Kompetenzen um ihren Schutzbefohlenen zur Seite zu stehen in so Fällen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.22 11:59 durch Subzero2k. -
Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: Comicbuchverkäufer 12.06.22 - 12:15
Das Abbuchungen über den Mobilfunkanbieter ist hier wahrscheinlich "das Problem".
Es ist bequem, aber auch mit dem genannten Risiko verbunden.
Sowas sollte generell abgeschafft werden. Die App Stores dürfen nur auf Guthabenbasis und PrePaid funktionieren.
Das kann über diese Rubbelkarten von Google oder Apple funktionieren oder per Kreditkarte und PayPal, was "Kinder" in der Regel nicht haben.
"Problem" gelöst.
Wenn sich Erwachsene nicht unter Kontrolle haben, dafür sind sie Erwachsene... -
Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: nille02 12.06.22 - 14:08
violator schrieb:
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> Und da argumentieren die Anbieter halt so, dass es kein Glücksspiel ist, da
> es keine Nieten gibt. Man bekommt also auf jeden Fall was, man weiß nur
> nicht was genau.
Alles was man nicht bekommen möchte ist dann eine Niete. Es ist auch nicht so als ob ein Realer Wert hier den Besitzer wechselt. Man könnte auch Argumentieren das es nicht im Interesse des Anbieters ist das der Kunde bekommt was er möchte, denn dann gibt er kein Geld mehr aus. -
Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: nille02 12.06.22 - 14:12
firstdeathmaker schrieb:
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> Apps mit Glücksspiel Mechanismen sollten grundsätzlich ab 18 sein und nach
> Glücksspiel-Standards reguliert werden.
Schreibe ihrem Team eine Mail mit den Argumenten und den Mechaniken solcher Spiele.
Aber dein Wunsch könnte wahr werden wenn man sich diesen Satz anschaut:
> Gallina sprach sich zudem dafür aus, bei der Altersfreigabe von Videospielen die finanziellen Risiken von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen.
Ein hohes Risiko könnte dann zu einer FSK18 Einstufung führen obwohl es vielleicht ein Teletubbie oder Peppa Wutz Spiel ist.
> Was soll bitte nen weitere Klick
> beim Bestellen bringen? Das sind für mich alles pseudo Vorschläge um nichts
> effektives machen zu müssen
Es geht hier erst mal darum das Kinder nicht Lustig im Shop herum klicken und dann eine Gewaltige Rechnung kommt. Und bei Erwachsenen das eventuell unbequemer machen das der Impuls etwas zu Kaufen etwas unterdrückt wird. Ob das Hilft ist Fraglich, die die ich kenne und bei solchen Spielen Kaufen, holen gerne die größeren Pakete, weil das ja "günstiger" wäre.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.06.22 14:15 durch nille02. -
Re: Forderungen gehen am Problem vorbei
Autor: Extrawurst 12.06.22 - 22:21
Comicbuchverkäufer schrieb:
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> Sowas sollte generell abgeschafft werden. Die App Stores dürfen nur auf
> Guthabenbasis und PrePaid funktionieren.
Naja, der Apple App Store reguliert die Zahlungsmethoden ja, weil dort alles zentral über die Apple-API laufen muss (und man auch jede einzelne Transaktion immer mit Sperrcode/Biometrie freigeben muss). Daher kann man auch mit den System-Kinderschutzeinstellungen Inapp-Käufe generell verbieten, und der Sack ist zu.
Die selbe Politik, die sonst immer gegen "das Apple-Monopol" (das in meinen Augen immer noch kein Monopol ist, aber anderes Thema...) argumentiert und alles öffnen will, sieht an dieser Stelle nicht, dass die technische Lösung für dieses "Problem" eigentlich schon längst existiert.
Und es ist definitiv einfacher, die App Stores das regeln zu lassen, als jetzt z.B. die komplette globale mobile-Gaming-Industrie zu regulieren.



