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  1. austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 12:27

    Die Verantwortlichen austauschen?
    Hätte man dann nicht mit Ballmer beginnen müssen?

    Er hat doch behauptet, dass das Spielzeug iPhone keine Chance habe gegen das damals noch allmächtige WM.

    Einem Manager, der so sehr danebenlag, scheint das Verständnis für den realen Markt zu fehlen, und müsste ersetzt werden. Verantwortlich für das Desaster ist primär er, nicht die Feldspieler.

  2. Re: austauschen

    Autor: Mac Jack 04.06.10 - 12:46

    Also wenn ich mich richtig entsinne ist die Produktqualität bei MS gestiegen seitdem Gates weg und Ballmer Chef ist... Die Software wurde benutzerfreundlicher und die Performance wurde verbessert.

    * The president is a duck? *

  3. Re: austauschen

    Autor: Ein ganz normaler Profi-User 04.06.10 - 12:47

    Was glaubst Du denn, woher der Chef eines so großen Unternehmens seine "Einschätzung des Marktes" her bekommt?
    Er liest sicherlich keine c't oder PCMagazine o.ä. und spielt nicht mit allen Konkurenzprodukten herum, um einen umfassenden Eindruck zu bekommen. Dafür hat er seine "Feldspieler". Und das ist auch gut so! (und völlig normal!)

    Dass er nun, nachdem das VISTA-Problem (durch Win7) und das Office2007-Problem (durch Office2010) aus der Welt ist, kann er sich wiedermal etwas näher mit WinMobile beschäftigen... Und dabei hat er erkannt, dass er von seinen Leuten schlecht beraten wurde...

    Ich finde daran nichts negatives. Ausser vielleicht, dass Ballmer zu spät erkannt hat, dass er schlecht beraten wurde... Aber besser spät als nie, oder?

    Und noch eine abschließende Bemerkung:
    Der beste Trainer/Manager ist nichts wert, wenn er keine guten Feldspieler hat. Oder sehe ich das falsch?

  4. Re: austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 12:59

    Ein ganz normaler Profi-User schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was glaubst Du denn, woher der Chef eines so großen Unternehmens seine
    > "Einschätzung des Marktes" her bekommt?
    > Er liest sicherlich keine c't oder PCMagazine o.ä. und spielt nicht mit
    > allen Konkurenzprodukten herum, um einen umfassenden Eindruck zu bekommen.

    Ein guter Chef tut das aber.
    Eat your own dogfood - und zwischendurch mal das der Anderen.

    > Dafür hat er seine "Feldspieler". Und das ist auch gut so! (und völlig
    > normal!)

    Nur in schlechten Unternehmen ist das normal.
    Apple ist z.B. anders aufgebaut, dort ist der Chef auch ein extrem engagierter Nutzer.

    > Dass er nun, nachdem das VISTA-Problem (durch Win7) und das
    > Office2007-Problem (durch Office2010) aus der Welt ist, kann er sich
    > wiedermal etwas näher mit WinMobile beschäftigen... Und dabei hat er
    > erkannt, dass er von seinen Leuten schlecht beraten wurde...

    Ein schlechter Chef, der die Schuld jetzt den Leuten zuschanzt. Wozu ist er Chef, wenn er schlechte Berater jahrelang nicht erkennt?

    > Ich finde daran nichts negatives. Ausser vielleicht, dass Ballmer zu spät
    > erkannt hat, dass er schlecht beraten wurde... Aber besser spät als nie,
    > oder?

    Besser früher als später, oder?
    Selbst google war ja schneller, genauso Palm.

    > Und noch eine abschließende Bemerkung:
    > Der beste Trainer/Manager ist nichts wert, wenn er keine guten Feldspieler
    > hat. Oder sehe ich das falsch?

    Ja. Man wechselt den Trainer bei Mißerfolg, weil der Trainer verantwortlich ist für die Auswahl und Einsatz der Feldspieler.

  5. Re: austauschen

    Autor: age 04.06.10 - 13:15

    den trainer, nicht den präsidenten des vereins.

  6. Re: austauschen

    Autor: wozumanager 04.06.10 - 13:17

    Ein ganz normaler Profi-User schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was glaubst Du denn, woher der Chef eines so großen Unternehmens seine
    > "Einschätzung des Marktes" her bekommt?
    > Er liest sicherlich keine c't oder PCMagazine o.ä. und spielt nicht mit
    > allen Konkurenzprodukten herum, um einen umfassenden Eindruck zu bekommen.
    > Dafür hat er seine "Feldspieler". Und das ist auch gut so! (und völlig
    > normal!)
    >
    > Dass er nun, nachdem das VISTA-Problem (durch Win7) und das
    > Office2007-Problem (durch Office2010) aus der Welt ist, kann er sich
    > wiedermal etwas näher mit WinMobile beschäftigen... Und dabei hat er
    > erkannt, dass er von seinen Leuten schlecht beraten wurde...
    >
    > Ich finde daran nichts negatives. Ausser vielleicht, dass Ballmer zu spät
    > erkannt hat, dass er schlecht beraten wurde... Aber besser spät als nie,
    > oder?
    >
    > Und noch eine abschließende Bemerkung:
    > Der beste Trainer/Manager ist nichts wert, wenn er keine guten Feldspieler
    > hat. Oder sehe ich das falsch?


    Wozu braucht man dann noch die Manager wenn diese sich nur beraten lassen. Dann könnten auch die Berater(Feldspieler) alles Entscheiden. Und dann auch die Verantwortung tragen.

  7. Re: austauschen

    Autor: nutzer 04.06.10 - 13:36

    weil du dich so gut auskennst

  8. Re: austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 13:44

    age schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > den trainer, nicht den präsidenten des vereins.

    Ballmer ist der oberste Trainer - oder sollte es zumindest sein.
    Die Entsprechung für den Fußball-Präsidenten ist der interne Finanzverwalter, oder der Aufsichtsrat.
    Mir hallt es noch im Ohr, wie Ballmer sich damals zum iPhone äußerte - er sprach nicht davon, das er schlechte Spieler im Spiel hätte, im Gegenteil.

  9. Re: austauschen

    Autor: Ein ganz normaler Profi-User 04.06.10 - 14:04

    Das, was Du da schreibst, passt auf eine Fußballmannschaft, auf kleine und mittelständige Unternehmen. Die haben (relativ) wenige Mitarbeiter und (relativ) wenige Produkte in einem (relativ) schmalen Zielmarkt.

    Microsoft ist eine ganz andere Welt. Sie haben ein seeehhhhr umfangreiches Produktangebot, sehr viele Mitarbeiter und sehr viele Konkurenten in sehr vielen Zielmärkten.

    Nur einige Stichworte, um zu verdeutlich, wovon ich rede:
    Consumer-Betriebssystem (Windows7), Office (besteht selber aus vielen Applikationen für sehr unterschiedliche Zielgruppen), DatenbankServer, Server-Betriebsystem, Software-Entwicklungsplattform, Windows Mobile/CE (Betriebssystem und viele Anwendungen), XBox, Internet-Services, MediaCenter, Web-Browser, Hardware (Tastatur, Maus, WebCam usw.)
    ...und einiges mehr, was ich hier jetzt vergessen habe...

    Auch der Chef eines solchen Unternehmens ist auf 24h pro Tag beschränkt. Da ist es garnich möglich, sich mit allen Produkten seines Unternehmens so intensiv zu beschäftigen, dass er sich aus seinen eigenen Erfahrungen eine fundierte Meinung bilden kann. Er braucht die Zuarbeit.

    Der Trainer einer Fußballmannschaft ist der "Chef" von einem Unternehmen, das
    - ca. 20 Spieler hat
    - genau ein Produkt anbietet (Fußballspielen), an das schon seit vielen Jahrzehnten nahazu gleiche Anforderungen gestellt werden
    - ca. 30 Konkurenzunternehmen in einem Land hat bzw. je ein Konkurenzunternehmen in 50 Ländern.

    Ein Trainer kann sich sehr intensiv mit jedem Spieler der Konkurenz beschäftigen, um eine gute Einschätzung vornehmen zu können.

    Ballmer ist Chef von einem Unternehmen, das
    - ca. 100.000 Mitarbeitern hat
    - ca. 20-50 Produktgruppen(!) anbietet, deren Anforderungen sich laufend ändern
    - tausende von Konkurenzunternehemen in der ganzen Welt hat (bezogen auf alle angebotenen Produkte)


    Was ich sagen will: Das Aufgabenumfeld eines Steve Ballmer ist so umfangreich, dass man es sich kaum ausmalen kann. Zu erwarten, dass er sich "um alle seine Schäfchen" persönlich kümmert, wäre realitätsfern.


    Und noch eine spannende Frage zum Nachdenken: Wieviele Personen kämen denn in Frage, seinen Job zu übernehmen - Wer hat denn die Erfahrung ein solches Unternehmen zu leiten?

    Einen neunen Trainer für eine Fußballmannschaft zu finden oder einen neuen BWL-Absolventen für eine GmbH-Geschäftsführung, ist demgegenüber sicherlich lächerlich...
    Es geht bei Ballmers Entscheidungen aber nicht um das richtige Bier für den nächsten Fußballabend oder den nächsten Star für Oslo.

  10. Re: austauschen

    Autor: jawohljawohl 04.06.10 - 14:06

    Zustimmung!

    Erst redet er gegen die Dinge und dann wenn es sich andere Entwickelt sollen "nur die Anderen Feldspieler" schuld sein? - >>BlödSinn<<

  11. Re: austauschen

    Autor: Rückmelder 04.06.10 - 14:36

    Bzgl. deiner Frage
    " Und noch eine abschließende Bemerkung:
    Der beste Trainer/Manager ist nichts wert, wenn er keine guten Feldspieler hat. Oder sehe ich das falsch? "

    Genau so denke ich nicht. Der Trainer/ Manager ist u.a. auch für die Auswahl und Qualitätskontrolle der (seiner) Feldspieler verantwortlich. Und zwar nicht nur in GutenZeiten, sondern eben auch in Schlechten!

    Wenn er immer "nur" die Infos von "unten" nach "oben" nimmt/gibt und nicht selbst die Qualität/ Richtigkeit prüft, mit welcher Berechtigung bekommt er dann das Lob in guten Zeiten und "so viel" Geld (ich meine jetzt prinzipiell und nicht Aktienkursgewinne durch eingesetztes Eigenkapital etc.)?

  12. Umbenennen / Re: austauschen

    Autor: Ballmer-Erinnerung 04.06.10 - 14:39

    ... war es nicht Ballmer selbst, der über die Nutzlosigkeit z.B. des iphones lamentierte und in Presseauftritten davon sprach, das "das Alles Humbuk ist"???

    Er sollte seinen Namen ändern - von "Ballmer" auf "Wendekopf".

  13. Re: austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 15:03

    Ein ganz normaler Profi-User schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    ...
    > Ein Trainer kann sich sehr intensiv mit jedem Spieler der Konkurenz
    > beschäftigen, um eine gute Einschätzung vornehmen zu können.
    >
    > Ballmer ist Chef von einem Unternehmen, das
    > - ca. 100.000 Mitarbeitern hat
    > - ca. 20-50 Produktgruppen(!) anbietet, deren Anforderungen sich laufend
    > ändern

    Welches Telefon benutzt Ballmer?
    Hatte er wirklich keine Zeit, sich einmal ein iPhone anzuschauen?
    Er muss nicht jede Programmzeile jeder Lib kennen, aber ich finde, es ist nicht zuviel verlangt, strategische eigene Produkte und die der Konkurrenz sich mal anzuschauen.

    ...
    > Was ich sagen will: Das Aufgabenumfeld eines Steve Ballmer ist so
    > umfangreich, dass man es sich kaum ausmalen kann. Zu erwarten, dass er sich
    > "um alle seine Schäfchen" persönlich kümmert, wäre realitätsfern.

    Sicher muss er nicht jeden Furz anschauen, aber strategische Produktlinien sollte er doch mal ab und an anschauen.
    Hat er ja auch, und sich entsprechend klar - und falsch - geäußert.

    > Und noch eine spannende Frage zum Nachdenken: Wieviele Personen kämen denn
    > in Frage, seinen Job zu übernehmen - Wer hat denn die Erfahrung ein solches
    > Unternehmen zu leiten?

    Wenn dieser Chef sich nur auf Berater verlassen können muss, dürfte das so ziemlich jeder können - er ist ja selbst für nichts verantwortlich, sondern nur die Leute um ihn herum - hast Du so gesagt, nicht ich.

    Deiner Logik nach muss er ja nichts wirklich selbst machen - außer die RICHTIGEN Berater um sich haben.
    Er hat aber offensichtlich hier versagt, obwohl jeder andere Manager zutreffender erkannte, welchen Weckruf das iPhone ausgelöst hat.

  14. Re: austauschen

    Autor: Ein ganz normaler Profi-User 04.06.10 - 15:07

    @Rückmelder:

    Meine Frage muss ich etwas korrigieren: "nichts wert" meinte ich natürlich nicht. Sicherlich erkennt ein _guter_ Chef, wenn seine Feldspieler schlechte Qualität liefern und er ist umso mehr wert, je schneller er das erkennt.

    Was ich meinte war mehr: "Die Spieler schießen die Tore, nicht der Trainer." Und auf Microsoft bezogen: Wenn die Feldspieler schlechte Arbeit liefern, kann auch ein guter Ballmer nicht für ein gutes Produkt sorgen.

    Er kann höchstens die vorhandenen Feldspieler zu besserer Qualität motivieren oder bessere Feldspieler in die Mannschaft holen.
    Ersteres hat er sicherlich getan, kann aber jetzt nicht darüber reden, da es offensichtlich nicht geholfen hat. Letzteres hat er jetzt angekündigt.


    Was man ihm vorhalten kann, ist dass er diese Entscheidung zu spät getroffen hat bzw. die Situation zu spät erkannt hat.

    Dafür gibt es vermutlich drei potentielle Gründe:
    1) Er ist ein schlechter Chef.
    2) Andere Themen waren deutlich wichtiger, so dass ihm die Zeit fehlte sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
    3) Es ist geplante Strategie, erst andere die Pionierarbeit leisten zu lassen, aus deren Erfahrungen zu lernen und es dann besser zu machen.

    Zu Punk 1: Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen. Ich kenne ihn nicht persönlich und von seinem beruflichen Alltag kann ich mir keine Vorstellung machen (siehe mein Kommentar oben).

    Zu Punkt 2: Das halte ich für absolut wahrscheinlich.

    Zu Punkt 3: Auch dass würde mich nicht wundern. Es währe nicht das erste mal, das MS mit dieser Startegie erfolgreich wird (Netscape, OS/2, Oracle, Java ...).

  15. Re: austauschen

    Autor: Ein ganz normaler Profi-User 04.06.10 - 15:48

    titrat schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > Sicher muss er nicht jeden Furz anschauen, aber strategische Produktlinien
    > sollte er doch mal ab und an anschauen.
    > Hat er ja auch, und sich entsprechend klar - und falsch - geäußert.

    Hmmm... War das einfach nur eine Fehleinschätzung von ihm?

    Wenn das so ist, greift das Argument in einem anderen Kommentar hier: MS hat genug Geld um sich solche Fehler leiten zu können.

    Wenn das nicht so ist, war es vielleicht eine bewuste Verunsicherung des Marktes, um entweder den Erfolg des Konkurrenzproduktes zu verhindern (was fehlgeschlagen ist) oder um MS Zeit zu verschaffen, dem Trend hinterher zu eilen...


    > Deiner Logik nach muss er ja nichts wirklich selbst machen
    Er muss nicht programmieren, testen, konzipieren. Richtig.

    > - außer die RICHTIGEN Berater um sich haben.
    Genau das ist aber eine hohe Kunst!

    Und nochmal: Der oberste Manager von einem so riesigen Unternehmen mit so vielen Produkten hat tatsächlich nicht die Aufgabe, sich um die Bewertung einzelner Produkte zu kümmern. Er muss die Analysen in Auftrag geben, die Ergebnisse sichten und entscheiden, wie diese verwertet werden.
    Und er muss die großen Kunden bei Laune halten... ;-)


    > Er hat aber offensichtlich hier versagt, obwohl jeder andere Manager
    > zutreffender erkannte, welchen Weckruf das iPhone ausgelöst hat.
    Den "Weckruf" haben alle gehört - auch Ballmer. Jetzt gilt es aufzustehen und etwas Gutes aus dem neunen Tag zu machen... und genau darauf hat Ballmer angespielt.
    Für MS gibt es (wirtschaftlich) wichtigeres, als die paar Millionen verkaufter iPhones (alleine Windows7 hat sich schon über 100Mio mal verkauft... ich sag' nur 6 Milliarden Umsatz...)

  16. Re: austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 16:40

    Ein ganz normaler Profi-User schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > titrat schrieb:
    > -----------------------------------------------------------------
    > > Sicher muss er nicht jeden Furz anschauen, aber strategische
    > Produktlinien
    > > sollte er doch mal ab und an anschauen.
    > > Hat er ja auch, und sich entsprechend klar - und falsch - geäußert.

    > Hmmm... War das einfach nur eine Fehleinschätzung von ihm?
    >
    > Wenn das so ist, greift das Argument in einem anderen Kommentar hier: MS
    > hat genug Geld um sich solche Fehler leiten zu können.

    Die haben weniger auf der Kante als Apple.

    > Wenn das nicht so ist, war es vielleicht eine bewuste Verunsicherung des
    > Marktes, um entweder den Erfolg des Konkurrenzproduktes zu verhindern (was
    > fehlgeschlagen ist) oder um MS Zeit zu verschaffen, dem Trend hinterher zu
    > eilen...

    Da könntest Du Recht haben. Ich kenne aber Microsoft lange genug, und habe mich nicht vertrösten lassen - gottseidank.

    > > Deiner Logik nach muss er ja nichts wirklich selbst machen
    > Er muss nicht programmieren, testen, konzipieren. Richtig.

    Richtig. Aber er sollte Produkte und die Konkurrenz richtig bewerten und einschätzen können - da hat er versagt, zumindest wenn man dem Glauben schenkt, was er damals felsenfest behauptete.

    > > - außer die RICHTIGEN Berater um sich haben.
    > Genau das ist aber eine hohe Kunst!

    In der Tat, ist sogar noch schwerer, wenn man selbst die Sachen nicht richtig einschätzen kann.

    > Und nochmal: Der oberste Manager von einem so riesigen Unternehmen mit so
    > vielen Produkten hat tatsächlich nicht die Aufgabe, sich um die Bewertung
    > einzelner Produkte zu kümmern.

    Ich glaube nicht, das Microsoft den Smartphone Markt als "einzelnes Produkt" ansieht.
    Und wenn, wäre das ein noch gravierender Fehler, den aber nichtmal Ballmer begangen hat.

    ...
    > > Er hat aber offensichtlich hier versagt, obwohl jeder andere Manager
    > > zutreffender erkannte, welchen Weckruf das iPhone ausgelöst hat.
    > Den "Weckruf" haben alle gehört - auch Ballmer. Jetzt gilt es aufzustehen
    > und etwas Gutes aus dem neunen Tag zu machen... und genau darauf hat
    > Ballmer angespielt.
    > Für MS gibt es (wirtschaftlich) wichtigeres, als die paar Millionen
    > verkaufter iPhones (alleine Windows7 hat sich schon über 100Mio mal
    > verkauft... ich sag' nur 6 Milliarden Umsatz...)

    Apple ist mehr wert als Microsoft, hat mehr Barreserven, und fast sovile Umsatz und Gewinn wie Microsoft - und erzeugt noch neue zukunftsträchtige Märkte, in denen Microsoft nix zu melden hat.
    Zudem kommt noch google, und macht Microsoft das Leben schwer.
    Ich würde aktuell nicht den Kauf von MS-Aktien in Betracht ziehen.

    Die einzigen Cash-Cows sind Windows und Office, die beide aber gehörig unter Druck stehen wie nie zuvor.
    Ich setze nach wie vor Windows ein, aber die Tablets von Apple und Android und HP werden dort zunehmend Marktanteile abknuspern - und Office ist ohne Windows nicht mehr viel wert.

  17. Re: austauschen

    Autor: titrat 04.06.10 - 16:47

    Ein ganz normaler Profi-User schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich meinte war mehr: "Die Spieler schießen die Tore, nicht der
    > Trainer." Und auf Microsoft bezogen: Wenn die Feldspieler schlechte Arbeit
    > liefern, kann auch ein guter Ballmer nicht für ein gutes Produkt sorgen.

    Wer ist dafür verantwortlich, das Microsft schlechte Feldspieler einsetzt?

    > Er kann höchstens die vorhandenen Feldspieler zu besserer Qualität
    > motivieren oder bessere Feldspieler in die Mannschaft holen.
    > Ersteres hat er sicherlich getan, kann aber jetzt nicht darüber reden, da
    > es offensichtlich nicht geholfen hat. Letzteres hat er jetzt angekündigt.

    Drei Jahre nach dem Fiasko.
    Ich glaube, er hat das Fiasko nicht einmal erkannt damals.

    ..
    > Dafür gibt es vermutlich drei potentielle Gründe:
    > 1) Er ist ein schlechter Chef.
    > 2) Andere Themen waren deutlich wichtiger, so dass ihm die Zeit fehlte sich
    > mit diesem Thema zu beschäftigen.
    > 3) Es ist geplante Strategie, erst andere die Pionierarbeit leisten zu
    > lassen, aus deren Erfahrungen zu lernen und es dann besser zu machen.
    >
    > Zu Punk 1: Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen. Ich kenne ihn nicht
    > persönlich und von seinem beruflichen Alltag kann ich mir keine Vorstellung
    > machen (siehe mein Kommentar oben).

    Ich messe das allein am Ergebnis - und das ist im Bereich Smartphone bisher desaströs.

    > Zu Punkt 2: Das halte ich für absolut wahrscheinlich.

    Smartphones sind für Microsoft nicht untwichtig, so dämlich ist Ballmer niemals gewesen.
    Sie sind ein enorm wichtiger Bestandteil der Zukunft des Computing.

    > Zu Punkt 3: Auch dass würde mich nicht wundern. Es währe nicht das erste
    > mal, das MS mit dieser Startegie erfolgreich wird (Netscape, OS/2, Oracle,
    > Java ...).

    Oracle und Java nennst Du als Beispiele für eine "erfolgreiche MS-Strategie"? Oha.
    Und Netscape? Immerhin verliert MS immer mehr Marktanteile, seit Ballmer am Ruder ist - auch wenn MS endlich dort wieder aktiver ist.

    Bleiben allein Windows und Office - und dort hat es MS tatsächlich geschafft, als Newcommer alles an sich zu ziehen.
    Ich glaube aber nicht, das die altbewährten Strategien heute noch ausreichen.
    Damals war MS ein Einäugiger unter Blinden, heute gibt es Google und Apple. Selbst HP kuscht nicht mehr und wird zur Konkurrenz, mehr oder weniger offen. Und Intel pusht Linux und andere Alternativen, weil sie selbst immer mehr in Bedrängnis geraten, zumindest im Non-Desktop-Volumen-Markt.

  18. Re: austauschen

    Autor: Ein ganz normaler Profi-User 04.06.10 - 17:35

    titrat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wer ist dafür verantwortlich, das Microsft schlechte Feldspieler einsetzt?

    Das ist doch etwas zu einfach: Ist das Ergebnis schlecht, meist den Chef raus, denn der trägt die Verantwortung!

    Vielleicht ist es manchmal besser, man läßt den Chef seinen Fehler korrigieren...


    > Ich messe das allein am Ergebnis - und das ist im Bereich Smartphone bisher
    > desaströs.

    Seine Leistungen sind "desaströs", weil die Konkurrenz besser ist?! Es ist ja nicht so, dass _keine_ SmartPhones mit Win verkauft werden...

    Also ich lobe meinen Sohn, wenn er ein gute Note nach Hause bringt, auch wenn es noch bessere Schüler gibt...


    > > 2) Andere Themen waren deutlich wichtiger, so dass ihm die ...

    > Smartphones sind für Microsoft nicht untwichtig, so dämlich ist Ballmer
    > niemals gewesen.
    > Sie sind ein enorm wichtiger Bestandteil der Zukunft des Computing.

    Ich habe nicht geschrieben, das MS die SmartPhones als "unwichtig" einstuft! Es gibt aber für MS _noch wichtigere_ Produkte als WinCE.


    > > 3) Es ist geplante Strategie, erst andere die Pionierarbeit leisten zu
    > > lassen, aus deren Erfahrungen zu lernen und es dann besser zu machen.

    > > Zu Punkt 3: Auch dass würde mich nicht wundern. Es währe nicht das erste
    > > mal, das MS mit dieser Startegie erfolgreich wird (Netscape, OS/2,
    > Oracle,
    > > Java ...).
    >
    > Oracle und Java nennst Du als Beispiele für eine "erfolgreiche
    > MS-Strategie"? Oha.
    Der SQL-Server und C#/.NET sind IMHO heute besser als ORA/Java. Das ist aber sicherliche eine subjektive Einschätzung...

    > Und Netscape? Immerhin verliert MS immer mehr Marktanteile, seit Ballmer am
    > Ruder ist - auch wenn MS endlich dort wieder aktiver ist.
    >
    > Bleiben allein Windows und Office - und dort hat es MS tatsächlich
    > geschafft, als Newcommer alles an sich zu ziehen.
    > Ich glaube aber nicht, das die altbewährten Strategien heute noch
    > ausreichen.
    > Damals war MS ein Einäugiger unter Blinden, heute gibt es Google und Apple.
    > Selbst HP kuscht nicht mehr und wird zur Konkurrenz, mehr oder weniger
    > offen. Und Intel pusht Linux und andere Alternativen, weil sie selbst immer
    > mehr in Bedrängnis geraten, zumindest im Non-Desktop-Volumen-Markt.

    Es ist wohl eine Frage für die Glaskugel, ob MS-Produkte weiterhin Marktführer bleiben...

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