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Schlecht recherchierter Artikel

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  1. Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: SCF 03.04.19 - 20:32

    1) Ich wusste gar nicht, dass eine Petition unterschreiben und protestieren die gleiche Sache ist.
    2) Bitte ordnet die Anzahl der Unterstützer dieser Petitionen wenigstens erwas ein. Das ist im Moment ein klares Nischenphänomen.
    3) Die Anzahl der Ärzte die das unterstützen sowie die Anzahl der Studien sagt nichts darüber aus wie fundiert diese Ergebnisse sind. Da wäre es durchaus angebracht, die Studien inhaltlich einzuordnen. Gut das ist bei 10k Studien nicht so schnell erledigt, aber eventuell hätte man Experten der jeweiligen Fachgebiete kontaktieren können.
    4) Es gibt keine "5G Strahlen". Richtig ist, dass durch 5G Netze zusätzliche Frequenzbereiche (z.B. im zweistelligen GHz Bereich) genutzt werden KÖNNEN. Dies ist jedoch nicht zwangsweise der Fall, nur weil 5G deployed ist. Viele der Frequenzen, die genutzt werden können (und auch werden) überschneiden sich mit 2G, 3G, 4G, WLAN, etc. Es handelt sich dabei um Technologien, die teils seit vielen Jahre im Einsatz sind. Seriöserweise müsste man diese Forschungsergebnisse, so sie denn fundiert sind, dann auch auf diese Technologien im allgemeinen anwenden und nicht nur auf 5G.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen die Untersuchung der Auswirkungen dieser elektromagnetischen Wellen. Allerdings sollte das schon wissenschaftlich fundiert stattfinden. Im Moment sind diese Einwände nach meinem Wissensstand eher auf dem Niveau von Vermutungen anzusiedeln.

    Mir scheint, dieser Protest versucht da gerade auf der Hypewelle von 5G mitzuschwimmen. Da kann ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, denn was die Industrie da täglich an Bullshit rausballert ist echt nicht mehr schön. Dennoch hoffe ich auf eine sachlich fundierte Auseinandersetzung.

  2. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: AllDayPiano 03.04.19 - 21:18

    SCF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Ich wusste gar nicht, dass eine Petition unterschreiben und protestieren
    > die gleiche Sache ist.

    Natürlich ist es das gleiche.

    > 2) Bitte ordnet die Anzahl der Unterstützer dieser Petitionen wenigstens
    > erwas ein. Das ist im Moment ein klares Nischenphänomen.

    Wie denn? 25k haben unterschrieben. Nicht mehr, nicht weniger.

    > 3) Die Anzahl der Ärzte die das unterstützen sowie die Anzahl der Studien
    > sagt nichts darüber aus wie fundiert diese Ergebnisse sind. Da wäre es
    > durchaus angebracht, die Studien inhaltlich einzuordnen. Gut das ist bei
    > 10k Studien nicht so schnell erledigt, aber eventuell hätte man Experten
    > der jeweiligen Fachgebiete kontaktieren können.

    Da Stimme ich absolut zu. Und wenn man die Zahl, der tatsächlich belastbaren Studien mit tragfähigem Konfidenzintervall und nachweisbarer Kausalität betrachtet, so wird es recht überschaubar. Es sind 0.

    Abgesehen davon gibt es viele Ärzte, die Bullshit unterzeichnen; vgl. das tolle Pamphlet der Lungenärzte...

    > 4) Es gibt keine "5G Strahlen". Richtig ist, dass durch 5G Netze
    > zusätzliche Frequenzbereiche (z.B. im zweistelligen GHz Bereich) genutzt
    > werden KÖNNEN. Dies ist jedoch nicht zwangsweise der Fall, nur weil 5G
    > deployed ist. Viele der Frequenzen, die genutzt werden können (und auch
    > werden) überschneiden sich mit 2G, 3G, 4G, WLAN, etc. Es handelt sich dabei
    > um Technologien, die teils seit vielen Jahre im Einsatz sind. Seriöserweise
    > müsste man diese Forschungsergebnisse, so sie denn fundiert sind, dann auch
    > auf diese Technologien im allgemeinen anwenden und nicht nur auf 5G.

    Es ergibt ja schon rein logisch keinen Sinn. Die paar GHz interessieren biologisch gar nicht. Grünes Licht ist weitaus energetischer, aber da jammert niemand. Solange Strahlung nicht ionisierend ist, macht sie gar nichts, außer warm. Erst im Nm Bereich ab UV-A Strahlung wird es kritisch. Und da dann aber auch sehr schnell. Das ist aber auch hervorragend nachweisbar.

    > Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen die Untersuchung der
    > Auswirkungen dieser elektromagnetischen Wellen. Allerdings sollte das schon
    > wissenschaftlich fundiert stattfinden. Im Moment sind diese Einwände nach
    > meinem Wissensstand eher auf dem Niveau von Vermutungen anzusiedeln.

    Eine höfliche Umschreibung.

    > Mir scheint, dieser Protest versucht da gerade auf der Hypewelle von 5G
    > mitzuschwimmen. Da kann ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht
    > verkneifen, denn was die Industrie da täglich an Bullshit rausballert ist
    > echt nicht mehr schön. Dennoch hoffe ich auf eine sachlich fundierte
    > Auseinandersetzung.

    Nein, die glauben das wirklich!

    Aber zu diesem Schlag gehören auch die Lichtnahrungsmenschen oder die, mit Verlaub, Vollidioten, die sich MMS (vulgo Chlorbleiche) in den Hintern pumpen! Oder sich Kalkumformer einbauen lassen und levitierende Steine ins Wasser werfen.

    Keine solide Basis für solide Forschung.

  3. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: brainslayer 04.04.19 - 08:58

    SCF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Ich wusste gar nicht, dass eine Petition unterschreiben und protestieren
    > die gleiche Sache ist.
    > 2) Bitte ordnet die Anzahl der Unterstützer dieser Petitionen wenigstens
    > erwas ein. Das ist im Moment ein klares Nischenphänomen.
    > 3) Die Anzahl der Ärzte die das unterstützen sowie die Anzahl der Studien
    > sagt nichts darüber aus wie fundiert diese Ergebnisse sind. Da wäre es
    > durchaus angebracht, die Studien inhaltlich einzuordnen. Gut das ist bei
    > 10k Studien nicht so schnell erledigt, aber eventuell hätte man Experten
    > der jeweiligen Fachgebiete kontaktieren können.
    > 4) Es gibt keine "5G Strahlen". Richtig ist, dass durch 5G Netze
    > zusätzliche Frequenzbereiche (z.B. im zweistelligen GHz Bereich) genutzt
    > werden KÖNNEN. Dies ist jedoch nicht zwangsweise der Fall, nur weil 5G
    > deployed ist. Viele der Frequenzen, die genutzt werden können (und auch
    > werden) überschneiden sich mit 2G, 3G, 4G, WLAN, etc. Es handelt sich dabei
    > um Technologien, die teils seit vielen Jahre im Einsatz sind. Seriöserweise
    > müsste man diese Forschungsergebnisse, so sie denn fundiert sind, dann auch
    > auf diese Technologien im allgemeinen anwenden und nicht nur auf 5G.
    >
    > Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen die Untersuchung der
    > Auswirkungen dieser elektromagnetischen Wellen. Allerdings sollte das schon
    > wissenschaftlich fundiert stattfinden. Im Moment sind diese Einwände nach
    > meinem Wissensstand eher auf dem Niveau von Vermutungen anzusiedeln.
    >
    > Mir scheint, dieser Protest versucht da gerade auf der Hypewelle von 5G
    > mitzuschwimmen. Da kann ich mir eine gewisse Schadenfreude nicht
    > verkneifen, denn was die Industrie da täglich an Bullshit rausballert ist
    > echt nicht mehr schön. Dennoch hoffe ich auf eine sachlich fundierte
    > Auseinandersetzung.

    Dann geb Ich dir mal ne Wissenschaftlich fundierte und von Sachkenntniss Begründete Aussage. Alles Bullshit. jeder Arzt der sowas herbeifingiert sollte sofort die Zulassung entzogen bekommen. Seinen Kopf in die Microwelle mit 1000 Watt zu stecken verursacht hirnschäden. durchaus. dummerweise hat die mikrowelle des wlan und mobilfunkbereiches etwas weniger leistung. bei wlan sind es 100 mw (0.1 watt) indoor. bei wlan outdoor funkstrecke können es 1 watt sein (allerdings 5 ghz mit hoher dämpfung). bei 5g/4g sieht das nicht anders aus. dort mit bis zu 40 watt. allerdings steht man von so einem sendemast doch relativ weit entfernt und die leistung sinkt expotenziell zum abstand. also ums klar zu sagen. sich neben einen sendemast auf dem dach zu stellen ist nachvollziehbar nicht zu empfehlen. (unten drunter ist es übrigens ungefährlich, die strahlen nur seitwärts). allerdings relativiert sich das ganze schon ab 10 meter abstand. wo sich auch dort noch kein handynutzer jemals befinden wird.

    das handy ans ohr zu halten (4 watt maximal) ist nachweislich bislang kein krebsauslösender faktor gewesen. ahso die steckdose mit 50 hz in der wand strahlt jede menge elektromagnetische energie ab. sofort abschaffen

  4. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: flyhigh79 04.04.19 - 10:19

    Kleine Ergänzung: Wenn es gefährlich wäre, würden wir inzwischen reihenweise die Klagen von Technikern haben, die jeden Tag mehrere Stunden an Mobilfunk-Sendeanlagen arbeiten. So wie es mit den Kameraden der Bundeswehr war, die zu viel und zu nahe am Radar gearbeitet haben.
    Man kann die Befürchtungen der Aluhutfraktion also schon jetzt als "widerlegt durch Menschenversuch" betrachten.
    Spätestens wenn man sich den Nocebo-Effekt anschaut und so diejenigen, die aktuell tatsächlich von Problemen aufgrund elektromagnetischer Felder betroffen sind, als Opfer der Aluhutfraktion statt Belege für Schädlichkeit der Funktechnoligien einstuft, ist alles gut.
    Man darf nur keine Angst haben, dann passiert auch nichts. Angst macht krank, nicht 5G.

  5. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: AllDayPiano 04.04.19 - 11:16

    Mein Vater war jahrzehnte bis zur Pensionierung Radartechniker bei der Bundeswehr. Er wird jetzt 70. Er hat zwar eine starke COPD, weil er meinte, dass 40 Jahre Rauchen eine besonders gute Idee sind, aber wenn er jetzt an Krebs erkranken sollte - welche Ursache ist da wahrscheinlicher?

    Es gibt inzwischen Studien, die davon ausgehen, dass über 13% der Raucher auf Grund der Inhalation von radioaktiven Stoffen wie Plutionium und Polonium bzw. wegen deren Zerfallsprodukte an Krebs erkranken.

    Rauchen war aber in den 60gern+ sehr häufig anzutreffen, weshalb auch mittlerweile viele an den Spätfolgen erkranken oder sterben. In Summe also ist es schlicht wahrscheinlicher, dass der damalige Lebenswandel und die Gewohnheiten der Menschen schädlich waren.

  6. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: DeathMD 04.04.19 - 12:36

    Ich glaube er meint das hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/MIM-23_HAWK

    Da musste ab den 80er bei Wartungsarbeiten Bleischürzen getragen werden und auch ein Lizenzhersteller gab dann irgendwann in den 90ern an, dass sie Krebs auslösen können.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  7. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 05.04.19 - 16:48

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ergibt ja schon rein logisch keinen Sinn. Die paar GHz interessieren
    > biologisch gar nicht. Grünes Licht ist weitaus energetischer, aber da
    > jammert niemand. Solange Strahlung nicht ionisierend ist, macht sie gar
    > nichts, außer warm. Erst im Nm Bereich ab UV-A Strahlung wird es kritisch.
    > Und da dann aber auch sehr schnell. Das ist aber auch hervorragend
    > nachweisbar.

    Das ist zu generell, um wahr zu sein. Wie immer bestimmt die Dosis das Gift. Auch unterhalb von UV-A. Und ab UV-A aufwaerts sind auch nur Level hoeher als die natuerlich vorkommende Strahlung tatsaechlich problematisch. Deswegen ist die Menschheit auch trotz Sonnenscheins noch nicht ausgestorben sondern lebt laenger als je zuvor.

    Witzig finde ich den religioes anmutenden Stickoxid-Glauben kontrastaer zum Glauben an Unschaedlichkeit von EM unterhalb von UV. Die hiesigen Vereine, die auf der Stickoxid-Welle reiten, haben samt und sonders gar nicht die Ausruestung um Belege erbringen zu koennen und setzen teils (medizinisch) Stickoxide ein, als ob es kein morgen gaebe. Aber es sind wohlklingende Namen, das sollte ja wohl ausreichen fuer eine Glaubhaftigkeit.

  8. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 05.04.19 - 16:58

    flyhigh79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Ergänzung: Wenn es gefährlich wäre, würden wir inzwischen
    > reihenweise die Klagen von Technikern haben, die jeden Tag mehrere Stunden
    > an Mobilfunk-Sendeanlagen arbeiten. So wie es mit den Kameraden der
    > Bundeswehr war, die zu viel und zu nahe am Radar gearbeitet haben.
    > Man kann die Befürchtungen der Aluhutfraktion also schon jetzt als
    > "widerlegt durch Menschenversuch" betrachten.

    Falsch, ein deutlich erhoehter Prozentsatz von Hodenkrebs und Hirnkrebs spricht da eine andere Sprache.
    Richtig ist, dass das Arbeiten an ausgeschalteten Sendeanlagen/Energieanlagen wirklich ungefaehrlich ist. Ebenso wie ausreichender Sicherheitsabstand genug Schutz bietet. Also wenn man sich an den Arbeitsschutz haelt, ist keine erhoehte Gesundheitsbelastung zu erwarten.

    Der Bundeswehrradar ist gepulst und hat sehr kurze Impulse mit langen Pausen. Ich habe gehoert, dass es nicht einmal zu einer Erwaermung kommen soll, wenn man sich davor befindet.

    Ein Handymast ist gepulst mit sehr kurzen Pausen, also schon naeher an einer Dauerbelastung.

    So ganz nebenbei legst du hier dem BfS das Siegel von Aluhuttraegern auf, die sich ihre Erkenntnisse aus den Fingern gesogen haben.

  9. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 05.04.19 - 17:01

    Nach der Argumentation laesst sich anhand von 80 jaehrigen Rauchern klar feststellen, dass Rauchen die Lebenserwartung erhoeht, denn der Durchschnittsmann lebt keine 80 Jahre. ;)

  10. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: tg-- 05.04.19 - 18:42

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch, ein deutlich erhoehter Prozentsatz von Hodenkrebs und Hirnkrebs
    > spricht da eine andere Sprache.

    Bitte einen Link zu einer Studie die erhöhte Hodenkrebsinzidenz bei Mikrowellenexposition aufzeigt.

    > Richtig ist, dass das Arbeiten an ausgeschalteten
    > Sendeanlagen/Energieanlagen wirklich ungefaehrlich ist. Ebenso wie
    > ausreichender Sicherheitsabstand genug Schutz bietet. Also wenn man sich an
    > den Arbeitsschutz haelt, ist keine erhoehte Gesundheitsbelastung zu
    > erwarten.
    >
    > Der Bundeswehrradar ist gepulst und hat sehr kurze Impulse mit langen
    > Pausen. Ich habe gehoert, dass es nicht einmal zu einer Erwaermung kommen
    > soll, wenn man sich davor befindet.

    Es gibt nicht "1 Bundeswehrradar"(system), sondern eine ganze Reihe verschiedener, auf verschiedenen Bändern, mit stark unterschiedlicher Leistung und stark unterschiedlicher Antennencharakteristik.
    Eine Erwärmung bei einem 23-kW-System mit einem stark konzentrierenden Antennenarray auszuschließen ist nicht mit der Realität vereinbar und es gibt aus gutem Grund Richtlinien wann sich nicht vor einem solchen System aufzuhalten ist.

    > Ein Handymast ist gepulst mit sehr kurzen Pausen, also schon naeher an
    > einer Dauerbelastung.

    Die Pulse ist eine uralte Geschichte, teilweise ein Mythos, besonders aber bei modernen Systemen (3G, 4G, 5G) absolut nicht korrekt.
    Tatsächlich gibt es bei 3G, 4G und 5G eine Dauerbelastung

    Vor allem aber sind die Pulse physiologisch völlig irrelevant. Der relevante Faktor ist die absolute Exposition gegenüber Leistung im Funkfeld und die dadurch existierenden thermischen Effekte.
    Pulsung spielt thermisch absolut keine Rolle, relevant ist nur die absolute Exposition gemessen über einen definierten Zeitraum.

    Tatsächlich könnte man GSM als gepulstes Signal bezeichnen weil bei dem TDMA System die Übertragung in zeitlich getrennten Einheiten, sog. Timeslots, passiert und so etwa alle 4,6 Millisekunden eine 0,577 Millisekunden lange Übertragung stattfindet.
    In der Realität senden Basisstationen aber auf weit mehr Timeslots und durch eine definierte Rampup und Rampdown Periode werden die Signale effektiv zu einem Dauersignal geglättet.
    Allenfalls am Endgerät existieren - während Anrufen, nicht bei Datenübertragungen - Pulse, die physiologisch allerdings ebenso irrelevant sind.

    UMTS hingegen verwendet ein Dauersignal (WCDMA) das lastabhängig ist, mindestens sind hier 10% der Sendeleistung in der Luft, maximal dauerhaft 100%.

    LTE (und damit 5G) verwendet ein System das praktisch in der Mitte der beiden anderen liegt (OFDMA); auch hier gibt es in der Theorie Pulse, in der Praxis gibt es keine relevanten Sendepausen, so dass auch hier ein Dauersignal gegeben ist (mindestens ist etwa 1% der Sendeleistung dauerhaft in der Luft, unter Vollast 100%).
    Auf Endgeräteseite wird statt OFDMA allerdings SC-FDMA verwendet wodurch die bei GSM typischen Pulse hier in keiner vergleichbaren Form auftreten.

    Echte Pulse werden in der Übertragungstechnik vermieden, weil sie fehlerträchtig und energetisch ungünstig sind.

    Im Vergleich zu einem Radar (wo in der Tat Pulse genutzt werden; vor allem bei älteren Systemen) sprechen wir allerdings von Sendeleistungen bis Maximal 40 Watt.
    Bei Radarsystemen sprechen wir von 23.000 Watt für übliche Flughafen- und Bundeswehrsysteme, und teils deutlich mehr für andere.

  11. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: AllDayPiano 05.04.19 - 20:33

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ergibt ja schon rein logisch keinen Sinn. Die paar GHz interessieren
    > > biologisch gar nicht. Grünes Licht ist weitaus energetischer, aber da
    > > jammert niemand. Solange Strahlung nicht ionisierend ist, macht sie gar
    > > nichts, außer warm. Erst im Nm Bereich ab UV-A Strahlung wird es
    > kritisch.
    > > Und da dann aber auch sehr schnell. Das ist aber auch hervorragend
    > > nachweisbar.
    >
    > Das ist zu generell, um wahr zu sein. Wie immer bestimmt die Dosis das
    > Gift. Auch unterhalb von UV-A. Und ab UV-A aufwaerts sind auch nur Level
    > hoeher als die natuerlich vorkommende Strahlung tatsaechlich problematisch.

    Das stimmt nicht. Siehe Krebsraten in Australien.

    > Deswegen ist die Menschheit auch trotz Sonnenscheins noch nicht
    > ausgestorben sondern lebt laenger als je zuvor.

    Sie lebt wegen vielfältiger Faktoren länger. Z.b. unsere Ernährung.

    > Witzig finde ich den religioes anmutenden Stickoxid-Glauben kontrastaer zum
    > Glauben an Unschaedlichkeit von EM unterhalb von UV. Die hiesigen Vereine,
    > die auf der Stickoxid-Welle reiten, haben samt und sonders gar nicht die
    > Ausruestung um Belege erbringen zu koennen und setzen teils (medizinisch)
    > Stickoxide ein, als ob es kein morgen gaebe. Aber es sind wohlklingende
    > Namen, das sollte ja wohl ausreichen fuer eine Glaubhaftigkeit.

    Im Falle Stickoxid gibt es keinen glauben. Alles > 0 ppm ist schädlich. Punkt.

  12. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 07.04.19 - 14:38

    Studien gibt es reichlich, in beide Richtungen.
    Ich wuerde sagen, google und lies und urteile selbst.

    Aber mich wuerde deine Einschaetzung zu elib.suub.uni-bremen.de/diss/docs/E-Diss432_elms.pdf interessieren.
    Achte mal auf Selbsteinschaetzung und Messung einer Exposition, das Verhaeltnis der Beiden und deren Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit.

    Pulse sind die einzige Moeglichkeit, die Energieabgabe und damit logischerweise die Energieaufnahme zu regeln. Wuerde das ueber eine Amplitudenvariation durchgefuehrt, dann kaeme es zu erheblichen Reichweitenschwankungen. Insofern bist du da wohl auf irgendwas drauf reingefallen. Bei GSM waren die Pulse aber noch sehr heftig und konzentriert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.19 14:47 durch bombinho.

  13. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: tg-- 08.04.19 - 01:25

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Studien gibt es reichlich, in beide Richtungen.
    > Ich wuerde sagen, google und lies und urteile selbst.

    Reichlich, ja, in beide Richtungen, nein.
    Die methodisch guten Studien tendieren dazu keine nichtthermischen Effekte zu finden.
    Die methodisch äußerst schwachen Studien tendieren eher dazu andere Effekte zu finden.

    > Aber mich wuerde deine Einschaetzung zu
    > elib.suub.uni-bremen.de/diss/docs/E-Diss432_elms.pdf interessieren.
    > Achte mal auf Selbsteinschaetzung und Messung einer Exposition, das
    > Verhaeltnis der Beiden und deren Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit.

    Ich kenne die Studie, und als methodisch solide Arbeit wird auch hier, wie in allen anderen soliden Studien, kein relevanter gesundheitlicher Einfluss von schwachen elektromagnetischen Feldern auf den Menschen festgestellt.
    Als epidemiologische Studie besteht hier natürlich keine Möglichkeit einzuschätzen welcher Felder problematisch sein könnten - aber es zeigt sich, dass keine allgemeinen gesundheitsschädlichen Effekte gefunden werden konnten.

    > Pulse sind die einzige Moeglichkeit, die Energieabgabe und damit
    > logischerweise die Energieaufnahme zu regeln.

    Das ist natürlich Unsinn.
    Eine Energieabgabe kann dauerhaft geschehen (was auch passiert, UMTS-Basisstationen geben dauerhaft 10% ihrer Maximalleistung ab), so wie Energieaufnahme ebenfalls dauerhaft geschehen kann.
    Im Solarium braucht man keine Pulse um mit UV-Strahlung die Haut zu bräunen.
    Auch Mikrowellenöfen verwenden keine Pulse um Energie in Nahrungsmittel abzugeben.

    Dazu muss auch klar sein, dass mit Pulsen zeitlich sehr limitierte diskrete Übertragungen bezeichnet werden.
    Licht an und 10 Sekunden später wieder aus ist kein Pulse - ein pulsweitenmoduliertes Flackern hingegen besteht aus Pulsen.
    Ein Paket über Mobilfunk zu verschicken ist kein Pulse. Ein einzelner GSM- oder DECT-Zeitschlitz zur Übertragung hingegen ist einer.

    > Wuerde das ueber eine
    > Amplitudenvariation durchgefuehrt, dann kaeme es zu erheblichen
    > Reichweitenschwankungen.

    Amplitudenvariationen sind Stand der Technik und werden fast immer genutzt.
    Reichweitenschwankungen sind damit natürlich Prinzipbedingt vorhanden; nur kann man die Parameter wählen in welchen sich die Reichweiten befinden sollen.
    Quadratamplitudenmodulation (QAM) ist _die_ Modulationstechnik im Übertragungsbereich und wird in nahezu allen Funkübertragungstechniken genutzt. Darunter WLAN, UMTS, LTE, 5G, Richtfunk, DAB, DVB-T und teils GSM - sowie vielen weiteren.

    > Insofern bist du da wohl auf irgendwas drauf
    > reingefallen. Bei GSM waren die Pulse aber noch sehr heftig und
    > konzentriert.

    Nun würde mich als Mobilfunkspezialisten mit vielen Jahren Erfahrung, tausenden Stunden Spektralanalyse, Leistungs- und Feldstärkemessungen doch interessieren worauf ich reingefallen bin.

  14. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 08.04.19 - 04:44

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun würde mich als Mobilfunkspezialisten mit vielen Jahren Erfahrung,
    > tausenden Stunden Spektralanalyse, Leistungs- und Feldstärkemessungen doch
    > interessieren worauf ich reingefallen bin.

    Okay, sag ganz klar an, dass du glaubst, dass die Sendeleistung einer Mobilfunkstation tatsaechlich auf 10% ihrer Amplitude gesenkt wird (Deine Angabe)? Und dann sag mir noch mal, dass Du Mobilfunkspezialist bist.

    Drueck das doch mal in db-Werten aus und erklaere, welchen Einfluss das fuer einen Nutzer bzw. dessen Empfangsgaeraet haette, der sich nicht in der Naehe der Mobilfunkstation befindet.

  15. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bombinho 08.04.19 - 05:14

    tg-- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Aber mich wuerde deine Einschaetzung zu
    > > elib.suub.uni-bremen.de/diss/docs/E-Diss432_elms.pdf interessieren.
    > > Achte mal auf Selbsteinschaetzung und Messung einer Exposition, das
    > > Verhaeltnis der Beiden und deren Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit.
    >
    > Ich kenne die Studie, und als methodisch solide Arbeit wird auch hier, wie
    > in allen anderen soliden Studien, kein relevanter gesundheitlicher Einfluss
    > von schwachen elektromagnetischen Feldern auf den Menschen festgestellt.

    Ahja, und es macht dich nicht stutzig, dass diese Studie von einer deutlichen Verringerung des Hodenkrebsrisikos ausgeht bei einer angegebenen Aussetzung (Radar)?

    In der selben Studie wird auch darauf hingewiesen, dass in anderen Studien eine Diskrepanz zwischen gemessener Aussetzung und angegebener Aussetzung im Bereich von 50-60% festgestellt wurde.

    Also sollte dir nun der Schluss naheliegen, dass mindestens eine zeitweise Aussetzung das Hodenkrebsrisiko nahezu halbieren muss, wenn man die Teilnehmer abzieht, bei denen die angegebene Aussetzung gar nicht stattgefunden hat. Haben wir in dieser Studie eventuell eine Methode gefunden, das Hodenkrebsrisiko fast auszuschliessen? Werden wir in wenigen Jahren mit kleinen Radarsendern am Beutelchen herumlaufen?

    Oder aber man kann sein Hodenkrebsrisiko bereits deutlich senken, wenn man glaubt, ausgesetzt gewesen zu sein.

    Was sind deine Gedanken zu dieser methodisch soliden Arbeit? Ersteres oder Letzteres?

    Wirst Du dir oder deinen Kindern freiwillig bis zum 40.Lebensjahr eine Radarbestrahlung der Kronjuwelen zur Foerderung der Gesundheit goennen? Oder fragst Du dich bei solchen Studien nicht auch manchmal, warum so wenige Zahlen in den zu erwartenden Fehlertoleranzen bzw. zufaelligen Streuungen schwanken, wenn es tatsaechlich keine Wirkung gaebe.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.19 05:31 durch bombinho.

  16. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: bigm 10.04.19 - 09:01

    Korrigiert mich wenn ich falsch liege aber sind nicht vor ein paar Jahren Bilder herum gegangen wo Techniker bei der 3g oder 4g? Sendemastwartung oder was auch immer die vor den Antennen gemacht haben eine ganzkörper Schutzkleidung tragen mussten?
    komplett metallisch glänzender Schutzanzug???

  17. Re: Schlecht recherchierter Artikel

    Autor: tg-- 10.04.19 - 09:05

    bigm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Korrigiert mich wenn ich falsch liege aber sind nicht vor ein paar Jahren
    > Bilder herum gegangen wo Techniker bei der 3g oder 4g? Sendemastwartung
    > oder was auch immer die vor den Antennen gemacht haben eine ganzkörper
    > Schutzkleidung tragen mussten?
    > komplett metallisch glänzender Schutzanzug???

    Du liegst falsch.
    Kein Techniker trägt jemals einen metallischen Anzug oder eine andere Form von Schutzkleidung (abgesehen von Plastikhelm und ggf. Wetterschutzkleidung) vor einer Antenne.
    Nicht nur ist das unnötig, es wäre auch völlig nutzlos wenn ein entsprechender Anzug nicht komplett dicht und gut geerdet ist.

    Wenn Techniker längere Zeit vor Funkanlagen arbeiten wird abgeschaltet, bei kurzen Arbeiten werden nur Sender mit hoher Leistung, also Radio- und TV-Sender abgeschaltet.

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Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

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