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Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

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  1. Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Prokopfverbrauch 18.06.19 - 11:42

    Das Thema Netzneutralität wurde im Zusammenhang mit Stream-On ja schon tausendfach diskutiert, ich will das jetzt nicht weiter tottreten.

    Aber es doch offensichtlich, dass mit solchen Regelungen langfristig der gesamte Markt weiter Oligo-/Monopolisiert wird.

    Die Nachteile haben immer alle kleinen Anwendungen, Foren, etc. die sich nicht einigen können mit den Anbietern geschweige denn die Manpower haben mit jedem x-beliebigen Anbieter eine Zero-Rating Regelung auszuhandeln.

  2. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Ford Prefect 18.06.19 - 11:50

    Man sieht es am konkreten Beispiel:

    Während Whatsapp, Facebook Messenger und Telegram enthalten sind, ist es Signal nicht. Die freie (open source) Alternative wird ausgebremst.

    Im Gegensatz zu Telegram ist das Protokoll von Signal nicht obskur, und auch die Serverseite steht unter einer freien Lizenz (Telegram: nur der Client).

    Aus welchen Gründen auch immer™ enthält Stream-On also explizit keine vertrauenswürdigen Kommunikationsdienste, diese werden benachteiligt, sie leiden darunter, dass hinter ihnen nicht genügend kommerzielles Interesse und damit die Schlagkraft steckt, in solche Deals eingebunden zu werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.19 11:51 durch Ford Prefect.

  3. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: chefin 18.06.19 - 11:57

    Ist halt ne frage der Optionen.

    Fakt ist nunmal, das Mobilfunknetz ist nicht in der Lage die Bandbreite auf einer Fläche bereit zu stellen die nötig ist, Menschen störungsfrei unlimited zu versorgen. Da dürfte so bei 1Mbit schluss sein, selbst dann können nur 150 Menschen es nutzen. Hier auf dem Land wo ich wohne ist das weniger ein Problem. Tritt leider primär in größeren Städten auf und da hauptsächlich in Wohngebieten mit vielen Wohnungen.

    Eine Option wäre, je nach Lage zu drosseln. Im 1000 Seelen Dorf haben alle Unlimited, in der Großstadt gehts halt runter, je nachdem wer wann was saugt. Interessant wird es, wenn die vielen Apple Iphone ihre hochauflösenden Displays immer mit Full HD beschicken wollen und so übermässig Bandbreite benötigen.Das ganze artet dann in eine eher anarchistische Umgebung aus, in der jeder versucht den anderen um seine Bandbreite zu "betrügen". In Zeiten der Anti-Diskriminierung absolut undenkbar.

    Eine andere Option wäre, soviel Geld zu verlangen, das man damit überall Microzellen legen kann und die ultrabreitbandig anbinden. Aber um das sozial hinzubekommen, müsste man traffic bezahlen, statt Monatspauschale. Das haben wir aber eigentlich hinter uns.

    Unterm Strich gibt es einfach keine wirklich Option, die alle zufrieden stellt. Und ich bin aktuell mit dem Kompromiss, das die Contentanbieter sich an den Kosten mitbeteiligen nicht unglücklich. Zumal ich aus dem alter raus bin, das ich Content deswegen konsumiere, weil er billiger als anderer ist...bzw im Traffic included weil sie dazu zahlen. Ich consumiere Content weil er gut ist und nur danach bewerte ich ihn.

  4. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Prokopfverbrauch 18.06.19 - 12:03

    Du sprichst hier die Drosselung der Bandbreite im Falle einer Voll/Überlast an. Darum geht es im Fall StreamOn und dem Artikel gar nicht, sondern rein auf das Datenvolumen der Veträge.

    Das sind 2 paar Schuhe.

  5. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: ufo70 18.06.19 - 12:11

    Prokopfverbrauch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber es doch offensichtlich, dass mit solchen Regelungen langfristig der
    > gesamte Markt weiter Oligo-/Monopolisiert wird.

    Wie diese Nachricht zeigt. Z.B.:
    "Du bist noch bei Threema? Da sind wir weg, wird zu teuer."

  6. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: jayjay 18.06.19 - 12:33

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist halt ne frage der Optionen.
    >
    > Fakt ist nunmal, das Mobilfunknetz ist nicht in der Lage die Bandbreite auf
    > einer Fläche bereit zu stellen die nötig ist, Menschen störungsfrei
    > unlimited zu versorgen. Da dürfte so bei 1Mbit schluss sein, selbst dann
    > können nur 150 Menschen es nutzen. Hier auf dem Land wo ich wohne ist das
    > weniger ein Problem. Tritt leider primär in größeren Städten auf und da
    > hauptsächlich in Wohngebieten mit vielen Wohnungen.

    Hmn.. in Deutschland muss das Mobilfunknetz wohl ein ganz anderes sein als in Österreich, hier ist die Versorgung mit unlimitiertem LTE kein Problem, zudem wird hier LTE auch in den Städten immer mehr als Festnetz Ersatz verwendet. Ich selbst nutze auch LTE als Festnetzersatz in einer Großstadt und übertrage ca. 500GB bis 1TB pro Monat und bezahle 30¤/Monat. Engpässe bei der Bandbreite hatte ich noch nie.

  7. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Conqi 18.06.19 - 13:06

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fakt ist nunmal, das Mobilfunknetz ist nicht in der Lage die Bandbreite auf
    > einer Fläche bereit zu stellen die nötig ist, Menschen störungsfrei
    > unlimited zu versorgen.

    Offensichtlich geht das schon. Mit YouTube, Twitch, Netflix und Co. sind ja alle großen Anbieter vorhanden. Nutzen die Leute dieses Angebot, so ist die Auslastung bereits sehr hoch. Das Problem ist ja, dass kleine Plattformen mit wenigern Nutzern ausgesperrt werden. Das würde am Ende nicht mehr viel ändern an der Auslastung.

    > Unterm Strich gibt es einfach keine wirklich Option, die alle zufrieden
    > stellt. Und ich bin aktuell mit dem Kompromiss, das die Contentanbieter
    > sich an den Kosten mitbeteiligen nicht unglücklich.

    Die Contentanbieter zahlen aber gar nicht dafür. Das ist ja eine der Verteidigungen, die Telekom und Co. anbringen. Jeder Anbieter kann angeblich kostenfrei teilnehmen.

    > Zumal ich aus dem alter
    > raus bin, das ich Content deswegen konsumiere, weil er billiger als anderer
    > ist...bzw im Traffic included weil sie dazu zahlen. Ich consumiere Content
    > weil er gut ist und nur danach bewerte ich ihn.

    Das glaube ich aber nun nicht so wirklich. Wenn man beispielsweise unterwegs sich Filme anschauen will, dann würdest du also gleich zum unlimitierten Vertrag greifen oder für 10¤ pro GB nachbuchen, weil Geld eh keine Rolle spielt? Klingt eher unwahrscheinlich.

  8. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Prokopfverbrauch 18.06.19 - 14:32

    Ich hatte das letztens, in der Zugfahrt im regio ohne WLAN etwas auf Sky gestreamed. Da die App nicht auf schlechte und wackelnde Datenverbindung ausgelegt ist und keine gute Minimierung der Streamqualität anbat war das Erlebnis recht bescheiden. Mein Datenvolumen wurde aber wie ein Staubsauger weggesaugt. Das würde ich nie nochmal machen, wenn sich nicht eh am nächsten Tag das Datenvolumen erneuert.

    Da greift man doch dann besser zu dem Angebot, das bei Stream on inklusive ist. Auch wenn Sky ja vermutlich mittlerweile auch dabei ist oder zumindest dabei sein wird.

  9. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Ach 18.06.19 - 15:10

    Nicht nur eine "Einschränkung", die TK zeigt damit das erste tatsächliche Geschäftsmodell(in De), dass sich auf die Aushebelung der Netzneutralität stützt, und das nur ein paar Monate nach ihrem Rechtsstreit. Ergebnis : Es kommt wie es kommen muss, wenn man sich in der Netzneutralität auch nur ein kleines bisschen breit schlagen lässt. Natürlich wird die TK jetzt versuchen diesen schmalen Pfad Stück für Stück zu einer breiten Straße auszubauen, und natürlich wird sich eher früher als später die TK Konkurrenz melden, warum denen verwert bliebe was der TK erlaubt sei.

  10. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: RipClaw 18.06.19 - 16:02

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist halt ne frage der Optionen.
    >
    > Fakt ist nunmal, das Mobilfunknetz ist nicht in der Lage die Bandbreite auf
    > einer Fläche bereit zu stellen die nötig ist, Menschen störungsfrei
    > unlimited zu versorgen. Da dürfte so bei 1Mbit schluss sein, selbst dann
    > können nur 150 Menschen es nutzen. Hier auf dem Land wo ich wohne ist das
    > weniger ein Problem. Tritt leider primär in größeren Städten auf und da
    > hauptsächlich in Wohngebieten mit vielen Wohnungen.

    Es gibt eine einfache Option die gleichzeitig die Netzneutralität nicht verletzen würde.

    Wenn StreamOn aktiviert wird, dann steht der Traffic Counter still aber dafür wird die Geschwindigkeit auf 1-2 Mbit/s reduziert. Deaktiviert man StreamOn wird der Traffic wieder gezählt aber man hat dafür die volle Geschwindigkeit.

    Netzneutralität bedeutet nur das alle Pakete unabhängig vom Inhalt gleich transportiert werden. Ob gleich schnell oder gleich langsam spielt dabei keine Rolle.

  11. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: lincoln33T 18.06.19 - 17:41

    > Aber es doch offensichtlich, dass mit solchen Regelungen langfristig der
    > gesamte Markt weiter Oligo-/Monopolisiert wird.
    >
    So siehts aus. Und was macht die Bundeswitzagentur? Sie fühlt sich nicht zuständig und döst weiter.

  12. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: nightfire2xs 19.06.19 - 10:19

    Ford Prefect schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus welchen Gründen auch immer™ enthält Stream-On also explizit keine
    > vertrauenswürdigen Kommunikationsdienste, diese werden benachteiligt, sie
    > leiden darunter, dass hinter ihnen nicht genügend kommerzielles Interesse
    > und damit die Schlagkraft steckt, in solche Deals eingebunden zu werden.

    Der Grund ist schlicht, dass Signal es nicht für nötig gehalten hat, sich bei der Telekom zu melden, dass sie gerne dabei sein würden. Wenn selbst ein fucking Provinz Radio Sender mit 2 Mitarbeiter, wovon einer der Hund des Betreibers ist, die Bedingungen erfüllen kann, dann kann das jeder.
    Ergo: Nicht die Telekom benachteiligt hier jemanden, sondern Jemand™ hält es nicht für nötig seine Kunden teilhaben zu lassen.

  13. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: Timo 19.06.19 - 16:34

    nightfire2xs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ford Prefect schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aus welchen Gründen auch immer™ enthält Stream-On also explizit
    > keine
    > > vertrauenswürdigen Kommunikationsdienste, diese werden benachteiligt,
    > sie
    > > leiden darunter, dass hinter ihnen nicht genügend kommerzielles
    > Interesse
    > > und damit die Schlagkraft steckt, in solche Deals eingebunden zu werden.
    >
    > Der Grund ist schlicht, dass Signal es nicht für nötig gehalten hat, sich
    > bei der Telekom zu melden, dass sie gerne dabei sein würden. Wenn selbst
    > ein fucking Provinz Radio Sender mit 2 Mitarbeiter, wovon einer der Hund
    > des Betreibers ist, die Bedingungen erfüllen kann, dann kann das jeder.
    > Ergo: Nicht die Telekom benachteiligt hier jemanden, sondern Jemand™
    > hält es nicht für nötig seine Kunden teilhaben zu lassen.

    Warum ist dann nicht alles kostenlos?

    Die Telekom bringt sich hier als eine zentrale Stelle und Platform in Position mit Macht über die Anbieter (auch wenn sie es (sicher sicher) nicht ausnutzen l).

    Es gibt definitiv benachteiligung bei dem System. Alleine davon zu wissen ist eine Hürde die für einen, z.B. Französischen ein Mann App Entwickler, eine ganz andere ist als für einen deutschen Radio Host.

    Und klar wollen alle eine Platform sein. Ist halt unglaublich Profitabel. Nur reduziert es eben auch Wettbewerb was für uns alle schlecht ist.

    Wenn du mit dem Argument kommst dass man sich nur Teil der Platform sein müsste sind wir schon komplett aus dem freien, netzneutralen System draußen.

  14. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: felyyy 20.06.19 - 12:29

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessant wird es, wenn die vielen Apple Iphone ihre
    > hochauflösenden Displays immer mit Full HD beschicken wollen und so
    > übermässig Bandbreite benötigen.Das ganze artet dann in eine eher
    > anarchistische Umgebung aus, in der jeder versucht den anderen um seine
    > Bandbreite zu "betrügen".

    Dir sind wohl nicht die Auflösungen der aktuellen Flagschiffe bekannt, oder?
    Ich habe mir mal die Mühe gemacht und sie dir rausgesucht:
    iPhone X -> 2436 x 1125 Pixel (458 ppi)
    Samsung S10 -> 1 440 x 3 040 Pixel (551 ppi)
    Google Pixel 3 -> 1 080 x 2 160 Pixel (443 ppi)
    Huawei P30 Pro -> 1 080 x 2 340 Pixel (398 ppi)
    Samsung Note 9 -> 1 440 x 2 960 Pixel (514 ppi)

    Mir ist klar, dass du einfach deinen Unmut gegenüber iPhones zum Ausdruck bringen willst, aber Apple ist mit der Resolution gerade mal im Mittelfeld. :)

  15. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: ibsi 20.06.19 - 15:20

    Wieso muss man sich denn überhaupt dort anmelden?
    Ob ein Video bei Netflix liegt, bei Youtube oder bei mir zu Hause ist irrelevant. Ach ne... jetzt ja nicht mehr...
    Und woher bekommt der Ausländische Anbieter in Turkemnistan die Info her, das es in Deutschland so etwas (dämliches) wie StreamOn gibt? Sein Problem? Neee.... das Problem der Nutzer! Und das obwohl sich ein Stream nicht unterscheidet von einem anderen.

    Merkst Du selber oder? Wie kann das neutral sein.

  16. Re: Offensichtliche Einschränkung des Wettbewerbs/Netzneutralität

    Autor: jkow 20.06.19 - 23:43

    nightfire2xs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ford Prefect schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Der Grund ist schlicht, dass Signal es nicht für nötig gehalten hat, sich
    > bei der Telekom zu melden, dass sie gerne dabei sein würden. Wenn selbst
    > ein fucking Provinz Radio Sender mit 2 Mitarbeiter, wovon einer der Hund
    > des Betreibers ist, die Bedingungen erfüllen kann, dann kann das jeder.

    ist doch absurd. Soll jetzt jeder Anbieter von Internetangeboten mit allen Providern weltweit irgendwelche Deals aushandeln?

    Wild guess: vielleicht haben Signal & Co. einfach nicht die Ressourcen für solche Capriolen?

    Wenn Telekom meint, jeder könnte dabei sein, dann soll sie bitte ganz automatisch jeden dabei sein lassen. Ansonsten werden kleine Anbieter ganz klar diskriminiert.

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