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500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

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  1. 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Eheran 11.11.17 - 10:48

    Das würde ich ohnehin für einen gigantischen Konzern nicht als "hohes Bußgeld" bezeichnen.
    Aber wenn man damit in einem Monat das Geld mit 1¤/Kunde schon wieder drin hat, dann wird es echt lächerlich. Bußgelder sollten anteilig berechnet werden, wie in der Schweiz bei Verkehrsgeschichten.

  2. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: MonMonthma 11.11.17 - 11:00

    StreamOn kostet Kunden und Streaminganbieter 0¤ pro Monat, davon Anteilig was zu berechnen dürfte schwer werden.

  3. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: cyzz 11.11.17 - 11:08

    In einem Rechtsstaat sollte doch wohl die höhe der Strafe der höhe des Gewinns entsprechen!?

  4. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Eheran 11.11.17 - 11:15

    Ich habe das wohl ein wenig Missverständlich geschrieben, stimmt.
    Die Kunden finden das positiv usw. bleiben bei der Telecom bzw. sie gewinnen neue Kunden -> mehr Einnahmen

    Anteilig wird in der Schweiz ja auch nicht am "Autofahren-Geldverdienen" berechnet, das wäre ebenfalls bei den meisten 0¤.

  5. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: ChMu 11.11.17 - 12:47

    cyzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In einem Rechtsstaat sollte doch wohl die höhe der Strafe der höhe des
    > Gewinns entsprechen!?

    Und was genau ist der Gewinn bei einer 0Euro Option?

  6. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: M3gaFr3ak 11.11.17 - 12:58

    darüber können auch Gutachter streiten, es gibt schließlich mehr Kunden durch diese Option und somit mehr Gewinn

  7. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: ChMu 11.11.17 - 13:43

    M3gaFr3ak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > darüber können auch Gutachter streiten, es gibt schließlich mehr Kunden
    > durch diese Option und somit mehr Gewinn

    Du willst also bei jedem Kunden nachfragen, ob er nicht lieber zu Vodafone gegangen waere wenn es diese Option nicht gegeben haette.

    Hm.

    Oh, Vodafone hat den Video Pass. Macht das gleiche wie stream on. Kostet aber im Gegensatz zu stream on. Ok, das ist natuerlich VIEL zu Kundenfreundlich, diese Option gratis anzubieten. Das muss man klar bestrafen. Der Kunde? Unwichtig. Hauptsache die BNA kann eine Strafe verhaengen.
    Vodafone hat seine Preise ja etwas guenstiger als die Telekom, kommt dann mit Video Pass wieder auf die Preise wie beim rosa Riesen.

    Qui bono?

  8. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 16:37

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cyzz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In einem Rechtsstaat sollte doch wohl die höhe der Strafe der höhe des
    > > Gewinns entsprechen!?
    >
    > Und was genau ist der Gewinn bei einer 0Euro Option?

    Die Netzneutralität zu unterwandern, zu zerkrümeln und auf diese Weise auf einen riesigen Reibach in der mittelfristigen Zukunft hinzuarbeiten, bei der Abnehmer wie Anbieter zur Kasse gebeten werden. Genau das ist der "Gewinn bei einer 0Euro Option" . Und die momentane Vielfalt im Netz geht dann mal eben den Bach runter, exklusiv für die "Gewinnsteigerungsträume der TK bei ihrer 0Euro Option" .

  9. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.17 - 16:45

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das würde ich ohnehin für einen gigantischen Konzern nicht als "hohes
    > Bußgeld" bezeichnen.
    > Aber wenn man damit in einem Monat das Geld mit 1¤/Kunde schon wieder drin
    > hat, dann wird es echt lächerlich. Bußgelder sollten anteilig berechnet
    > werden, wie in der Schweiz bei Verkehrsgeschichten.


    Bei einer anteiligen Berechnung für eine kostenfreie Option wären dies demnach 0 ¤/Kunde.

  10. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 16:46

    Was den Kunden die Zerstörung der Netzneutralität kostet, kannst du in Geld überhaupt nicht mehr aufwiegen.

  11. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.17 - 16:48

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > cyzz schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > In einem Rechtsstaat sollte doch wohl die höhe der Strafe der höhe des
    > > > Gewinns entsprechen!?
    > >
    > > Und was genau ist der Gewinn bei einer 0Euro Option?
    >
    > Die Netzneutralität zu unterwandern, zu zerkrümeln und auf diese Weise auf
    > einen riesigen Reibach in der mittelfristigen Zukunft hinzuarbeiten, bei
    > der Abnehmer wie Anbieter zur Kasse gebeten werden. Genau das ist der
    > "Gewinn bei einer 0Euro Option" . Und die momentane Vielfalt im Netz geht
    > dann mal eben den Bach runter, exklusiv für die "Gewinnsteigerungsträume
    > der TK bei ihrer 0Euro Option" .


    Das magst du so sehen. In einem Rechtsstaat sind Spekulationen keine ausreichende Grundlage um Bußgelder zu verhängen. Mit der NETZneutralität hat StreamOn ohnehin nichts direkt zu tun. Kein Traffic wird bevorzugt oder benachteiligt transportiert und auch die StreamOn-Partnerdienste werden gedrosselt, wenn das Inklusivvolumen erreicht ist.
    Was StreamOn macht ist den Traffic der Partnerdienste nicht auf das Highspeed-Inklusivvolumen anzurechnen. Das ist letztlich eine tarifäre Unterscheide, keine netztechnische Ungleichbehandlung. Und es gilt die Vertragsfreiheit, in die der Gesetzgeber nicht unbeschränkt eingreifen kann.

  12. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.17 - 16:51

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was den Kunden die Zerstörung der Netzneutralität kostet, kannst du in Geld
    > überhaupt nicht mehr aufwiegen.


    Bei deinem fundamentalistischen Verständnis der Netzneutralität ist die ja schon dadurch zerstört, dass es trotz Flatrate überhaupt eine Datendrossel nach Verbrauch eines bestimmten Volumens gibt. Oder wenn der Datenverkehr von ebenso digital transportierten SMS und Telefongesprächdaten nicht mit angerechnet wird. Oder auch nur die Telemetrie der Kommunikation zwischen Endgerät und Funkmast.

    Netzneutralität kann alles und nichts umfassen, das ist kein feststehender Begriff. Das, was Netzneutralität in Europa heißt, wurde durch die EU festgelegt. Wenn die Telekom dagegen verstößt muss sie das unterlassen und ansonsten Bußgelder bezahlen. Nur, weil die BNA einen möglichen Verstoß in den Raum stellt, ist das noch lange nicht das letzte Wort. Schonmal von der Gewaltenteilung gehört, Exekutive und Judikative? Zumal es ohnehin Aufgabe des EuGH ist Europarecht auszulegen. Das letzte Wort wird also der EuGH haben, nicht die BNA. Und die Juristen der Telekom scheinen ziemlich siegesgewiss zu sein, sonst würden sie es nicht darauf ankommen lassen.

  13. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 17:12

    Da braucht man nicht zu spekulieren, weil die Telekom sich schon ganz offiziell bei verschiedenen Gelegenheiten gegen die Netzneutralität ausgesprochen hat. Außerdem hat die TK Zeit.

    Mitte der Neunziger wurde sie als Alleinanbieter von Verbindungen durch den Siegeszug des Internet entthront. Das ist über 20 Jahre her, da hat die TK sich oft genug die Finger verbrannt und lange genug überlegen, wie sie mit Ruhe und Bedacht eine länger angelegt Salamitaktik angeht. Da macht es auch nichts aus, wenn mal eine Zeit keine Gewinne fließen aber dafür später um so mehr. Also zweiteilen. Erst mal ein kostenloses Angebot einführen um im selben Moment die Anbieter zu einer Anmeldung zu zwingen und den Kritikern die Luft aus den Segeln zu nehmen. Da befinden wir uns jetzt im Moment, und dabei baut die Telekom auf genau die Argumente die du predigst, "es sei ja alles kostenlos". Bei nächsten Schritt wird die übergütige TK dann vielleicht einen kleinen Unkostenbeitrag verlangen, für den ganzen Verwaltungsaufwand ihres Angebots, Motto : "die Leute wollen ja auch was essen!", um als nächstes vielleicht mal wieder ein Almosen anzubieten um die Gemüter zu beruhigen und weiter einzuschläfern, usw.. bis die TK am Ende wieder alle Zügel in der Hand hält.

    Die Angebote der TK finde ich vollkommen durchsichtig und Abstoßend im selben Moment. Bei der Kritik geht es dagegen nur um eines, und zwar darum, den gleichberechtigten, Zusatzkostenkosten- und Zusatzaufwandsfreien Kommunikationszugang jedes Anbieters der Erde zu jedem Kunden der Erde gegenüber den Gewinn- und Machtabsichten- und Plänen einzelner Konzerne zu schützen, bzw. zu retten.

  14. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.17 - 17:18

    Du bist der einzige hier, der "predigt". Dass du eine seit Jahrzehnten gewachsene und gepflegte Feindschaft ggü. der "TK" hast ist ebenfalls offensichtlich, halt mich da bitte raus. Wenn du andere Ansichten nicht hören willst dann beteiligte dich bitte einfach nicht an einer Diskussion.

  15. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 17:26

    Wenn alle gleich gedrosselt werden, dann ist das ebenso neutral wie eine Flat, und SMS wie Telefonieren können sind traditionelle Angebote die in der Praxis neben dem Netz herlaufen.

    >Netzneutralität kann alles und nichts umfassen,

    Es reicht, wenn man den Begriff nicht zu Gunsten unternehmerischer Gewinnmaximierung bis zur Unkenntlichkeit verbiegt und verunstaltet. Was interessiert mich dieses ganze Gemüse! Ich bevorzuge die Definition in einem kurzen Satz. Jeder weis was damit gemeint ist, dass jeder Anbieter im Netz gleich behandelt bleiben soll, und der Anbieter auch niemals zuvor um Erlaubnis bitten muss um bestimmte Abschnitte des Netzes mit gleichen Optionen zu erreichen, und so wie die TK das gerade angeht, ist das ganz und gar nicht zu erreichen, und das genaue Gegenteil ist der Fall.

  16. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 17:35

    ermic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bist der einzige hier, der "predigt". Dass du eine seit Jahrzehnten
    > gewachsene und gepflegte Feindschaft ggü. der "TK" hast ist ebenfalls
    > offensichtlich, halt mich da bitte raus. Wenn du andere Ansichten nicht
    > hören willst dann beteiligte dich bitte einfach nicht an einer Diskussion.

    Wer sagt, dass ich etwas gegen die TK habe? Ich habe ein Problem damit, dass die TK die Netzneutralität unterwandern will, natürlich ja, und da willst du mir jetzt also einen Strick draus drehen? Interessant!

    Und warum sollte ich bitte "die Diskussion verlassen"? Geh doch bitte selber "aus der Kommunikation raus", wenn dir deine Antworten auf tatsächliche Argumente ausgehen. Nutze die Zeit vielleicht besser um über das gesagte nochmal nachzudenken.

  17. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: ChMu 11.11.17 - 18:56

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ermic schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du bist der einzige hier, der "predigt". Dass du eine seit Jahrzehnten
    > > gewachsene und gepflegte Feindschaft ggü. der "TK" hast ist ebenfalls
    > > offensichtlich, halt mich da bitte raus. Wenn du andere Ansichten nicht
    > > hören willst dann beteiligte dich bitte einfach nicht an einer
    > Diskussion.
    >
    > Wer sagt, dass ich etwas gegen die TK habe? Ich habe ein Problem damit,
    > dass die TK die Netzneutralität unterwandern will, natürlich ja, und da
    > willst du mir jetzt also einen Strick draus drehen? Interessant!

    Dein Punkt ist schwer zu verstehen. Du willst den 500000 Leuten welche sich entschlossen haben, fuer 0 Euro ihre Videos zu streamen sagen, sie sollen mehr zahlen fuer ihre Traffic, die Telekom soll gefaelligst die umsonst Option abschaffen weil sie sonst in Zukunft (wann? In 10,20,30 Jahren?) Gebuehren verlangen koennte. Du moechtest diese Gebuehren JETZT zahlen, nicht irgendwann in der Zukunft. Das weiss man heute schon und ueberhaupt, was man im Internet vermutet wird schon stimmen.
    Und Firmen haben gefaelligst keine Gewinne zu machen.
    Dabei uebersiehst Du, das die Telekom, und alle anderen, seit 20 Jahren immer billiger werden. Wie kommst Du darauf, das stream on eine Daumenschraube ist, ein 0Euro Dienst aus dem man nicht mehr rauskommt und irgendwann gegen 2030 bestimmt einen Euro loehnen soll?
    Ich weiss nicht, wie lange Du mit der Telefon online bist, ich hatte frueher(tm) als ich noch in Deutschland war, Telefon Rechnungen um die 2000DM mit 3 ISDN Leitungen und zwei mobile Leitungen. Da musste man aus dem Auto noch dem switchboard erklaeren, in welcher Zone man ist und wo man hintelefonieren wollte. Fuer 5,22DM die Minute.
    Heute wird sich ueber 20c im Monat mehr oder weniger aufgeregt, bei hundert facher Geschwindigkeit.
    Ich kann wie gesagt seit 20 Jahren keinen Trend zu hoeheren Preisen feststellen, im Gegenteil, es wird eben immer weniger bei staendig steigendem Datenvolumen. Und es geht immer schneller mit den Upgrades.
    Wie Du also darauf kommst, das die Telekom ihr stream on Angebot langfristig zur World Domination einsetzen will, kann ich nicht verstehen. Wenn Du mehr zahlen willst, kannst Du das doch? Niemand zwingt dich umsonst zu streamen. Du kannst weiterhin Datenpackete kaufen.
    Aber dem normalen User wirst Du deine merkwuerdige Ansicht von Netzneutralitaet nicht vermitteln koennen, der schaut was er zahlen muss. Jetzt. Nicht in 10 Jahren. Da ist es eh weniger.

  18. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: Ach 11.11.17 - 21:36

    >Aber dem normalen User wirst Du deine merkwuerdige Ansicht von Netzneutralitaet nicht vermitteln koennen, der schaut was er zahlen muss.

    Netzneutralität? Du erinnerst dich? Die Gleichbehandlung jedes gesendeten Bits? Seit wann bitte ist das "merkwürdig"? Lol! Außerdem ist es doch klar, dass unzählige Leute auf ein Angebot zugreifen, dass wenigstens auf eine Auswahl an Daten einen ungebremsten Zugriff bietet, als ganz auf so einen Zugriff zu verzichten. Da kann die TK also nicht mit gegen die EU anstinken, in dem sie etwa sagt, dass 500.000 Nutzer ihr Modell unterstützen würden, denn dazu müsste die TK ihrem Inhaltsflaschenhals eine echte Flat zur Auswahl gegenüberstellen und die Nutzer dann nocheinmal fragen.

    Aber das aller beste kommt ja noch, und das Allerbest ist der Umstand, dass die von den Angebotsnutzern verursachten Trafickosten natürlich von allen Mobilkunden gleichermaßen getragen werden(jeder Kunde bezahlt seinen Grundbetrag plus 0 Euro), was übersetzt bedeutet, dass die Kunden die das gesetzwidrige Streamingangebot der TK ablehnen, den anderen Kunden, die das Angebot der TK nutzen, noch Geld für ihren ungebremsten Traffic bezahlen. Und gleichzeitig hofft die TK darauf, die 500.000 Nutzer als Fürsprecher für sich zu gewinnen.

    Aus kriminologischer Sicht schon ein genialer Schachzug, und ich frage mich welcher Kopf sich wohl hinter dieser Idee verbirgt, Lol, aber es ist doch irgendwo klar, dass sich der EUGH nicht so einfach über den Tisch ziehen lässt. Der hat nämlich ständig die Angebote von Anbieter aus der gesamten EU vor Augen. Und darin lässt sich dann ziemlich klar erkennen, wie sich die TK preislich wie angebotstechnisch unterhalb vieler ihrer EU-Konkurrenten ansiedelt.

    Diese Geschichte ist so vielschichtig, das ist schon bemerkenswert.

  19. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: dl01 11.11.17 - 22:34

    > Du willst den 500000 Leuten welche sich entschlossen haben, fuer 0 Euro ihre Videos zu streamen sagen, sie sollen mehr zahlen fuer ihre Traffic, die Telekom soll gefaelligst die umsonst Option abschaffen weil sie sonst in Zukunft (wann? In 10,20,30 Jahren?) Gebuehren verlangen koennte.
    Praktisch, oder? Die Telekom ist so oder so fein raus: Lässt die BNetzA sie gewähren, so sind weitere Verstöße gegen die Netzneutralität so sicher, wie das Amen in der Kirche. Schiebt die BNetzA dem Zero Rating einen Riegel vor (oder stellt Bedingungen, welche die Telekom nicht erfüllen möchte), so wird die Telekom dies medial ausschlachten - die BNetzA ist der Buhmann und die Netzneutralität hat sich im kollektiven Gedächtnis als das Regelwerk einiger Kellernerds manifestiert, welches den Nutzern kostenlose Katzenvideos vorenthalten möchte.

    > Dabei uebersiehst Du, das die Telekom, und alle anderen, seit 20 Jahren immer billiger werden. Wie kommst Du darauf, das stream on eine Daumenschraube ist, ein 0Euro Dienst aus dem man nicht mehr rauskommt und irgendwann gegen 2030 bestimmt einen Euro loehnen soll?
    In einem Wort: Abhängigkeit. Die Nutzer werden jetzt 1-2 Jahre auf kostenlose Videos konditioniert. Wird der Dienst für den Anbieter zu einem späteren Zeitpunkt kostenpflichtig, so könnte dieser erwägen, sich wieder aus StreamOn zurückzuziehen. Allerdings werden die Nutzer dies sehr wahrscheinlich mit einer Welle von Kündigungen quittieren. Im Anbetracht der drohenden Verluste könnte sich der ein oder andere Anbieter dazu entscheiden, die Kröte zu schlucken und weiterhin Geld an die Telekom überweisen.

    > Wie Du also darauf kommst, das die Telekom ihr stream on Angebot langfristig zur World Domination einsetzen will, kann ich nicht verstehen.
    Weil Gängelung eine der Kernkompetenzen der Telekom ist. Sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich. Wie sich die Telekom die Zukunft der Netzneutralität vorstellt, kannst du übrigens im firmeneigenen Blog nachlesen - den Link findest du in einem anderen Thread. Dort ist dann nicht mehr die Rede von Zero Rating und kostenlosen Videos für alle, sondern von Umsatzbeteiligungen, welche Big-T für die Realisierung von "Spezialdiensten" einfordert.

  20. Re: 500'000¤ Bußgeld bei 500'000 Kunden

    Autor: ChMu 12.11.17 - 01:13

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du willst den 500000 Leuten welche sich entschlossen haben, fuer 0 Euro
    > ihre Videos zu streamen sagen, sie sollen mehr zahlen fuer ihre Traffic,
    > die Telekom soll gefaelligst die umsonst Option abschaffen weil sie sonst
    > in Zukunft (wann? In 10,20,30 Jahren?) Gebuehren verlangen koennte.
    > Praktisch, oder? Die Telekom ist so oder so fein raus: Lässt die BNetzA sie
    > gewähren, so sind weitere Verstöße gegen die Netzneutralität so sicher, wie
    > das Amen in der Kirche. Schiebt die BNetzA dem Zero Rating einen Riegel vor
    > (oder stellt Bedingungen, welche die Telekom nicht erfüllen möchte), so
    > wird die Telekom dies medial ausschlachten - die BNetzA ist der Buhmann und
    > die Netzneutralität hat sich im kollektiven Gedächtnis als das Regelwerk
    > einiger Kellernerds manifestiert, welches den Nutzern kostenlose
    > Katzenvideos vorenthalten möchte.

    Ich glaube das ist es jetzt schon. Ausserhalb der Nerd zone moechte der Kunde eins, billige und viele Daten. Gerne auch umsonst.
    >
    > > Dabei uebersiehst Du, das die Telekom, und alle anderen, seit 20 Jahren
    > immer billiger werden. Wie kommst Du darauf, das stream on eine
    > Daumenschraube ist, ein 0Euro Dienst aus dem man nicht mehr rauskommt und
    > irgendwann gegen 2030 bestimmt einen Euro loehnen soll?
    > In einem Wort: Abhängigkeit. Die Nutzer werden jetzt 1-2 Jahre auf
    > kostenlose Videos konditioniert. Wird der Dienst für den Anbieter zu einem
    > späteren Zeitpunkt kostenpflichtig, so könnte dieser erwägen, sich wieder
    > aus StreamOn zurückzuziehen. Allerdings werden die Nutzer dies sehr
    > wahrscheinlich mit einer Welle von Kündigungen quittieren. Im Anbetracht
    > der drohenden Verluste könnte sich der ein oder andere Anbieter dazu
    > entscheiden, die Kröte zu schlucken und weiterhin Geld an die Telekom
    > überweisen.
    >
    > > Wie Du also darauf kommst, das die Telekom ihr stream on Angebot
    > langfristig zur World Domination einsetzen will, kann ich nicht verstehen.
    >
    > Weil Gängelung eine der Kernkompetenzen der Telekom ist. Sowohl im
    > Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich. Wie sich die Telekom die Zukunft
    > der Netzneutralität vorstellt, kannst du übrigens im firmeneigenen Blog
    > nachlesen - den Link findest du in einem anderen Thread. Dort ist dann
    > nicht mehr die Rede von Zero Rating und kostenlosen Videos für alle,
    > sondern von Umsatzbeteiligungen, welche Big-T für die Realisierung von
    > "Spezialdiensten" einfordert.

    Doch, da ist weiter von zero rating die Rede bezw mehr Daten. Kosten entstehen auf Anbieter Seite. Ja. So wie ueberall auf der Welt. Egal ob frueher im TV, wo die Sender und Networks die Infrastruktur bauten, spaeter im Kabel wo sich die Anbieter die vorderen Kabel Kanaele erkauften und heute, wo Netflix oder you Tube nicht darueber streiten, OB sie zahlen um beim Kunden anzukommen, sondern nur wie viel und wie abgerechnet wird. Allen gemein ist, vom Verbraucher immer weniger zu bekommen, die Zahlungen gehen mehr zum Anbieter ueber. Ich bin Verbraucher. Also kommt mir das zu gute. Frankly, interessiert es mich nicht, welche Deals die Anbieter machen. Die Telecoms muessen auch aufpassen, nicht ihre Kunden zu verlieren, mit Preiserhoehungen geht das ganz schnell. Aber mehr als 30-40 Euro wird man auch in hochpreis Europa nicht pro Kunde rausquetschen koennen. Eher weniger mit der Ankunft von 5G. Und das heisst fuer ALLE Kommunikations Dienste zusammen. Und dann stehen die Aasgeier auch schon auf der Matte. In spaetestens zwei Jahren kommen die ersten all in one Anbieter, man wartet nur noch, wer zuerst kommt, Apple, Amazon oder Google. Die Apple Geraete sind seid einigen Jahren schon praeperiert, kommen serienmaessig mit (momentan kaum genutzten) esims. Erst in den USA, ein paar Jahre spaeter dann global, werden diese Geraete direkt online sein. Immer und ueberall, wahrscheinlich gratis. Eine Vorstufe sehen wir heute schon begrenzt mit Wispernet von Amazon. So ein Kindle Tablet kann koestenlos fast weltweit Content laden, so ganz ohne wifi oder mobile Vertrag. Auch meine Autos sind inzwischen Online, mit Internet surfing und Telefon, alles inklusive, da kommen keine monatlichen Kosten. Europaweit.

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