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Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

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  1. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Niaxa 05.12.21 - 13:24

    Schön das du gemerkt hast, dass deine Zeit als Kind vorbei ist. Heute ist es eben anders geworden. Und ja ich kann ein Essen schlecht bewerten ohne Koch zu sein, aber nicht alle Eltern über einen Kamm scheren.

  2. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Vanger 05.12.21 - 13:24

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele Erwachsene haben den kein SP bitte? Ich kenne keinen. Weder auf
    > Arbeit, bei Kunden, Freunde oder Verwandte.

    Es gibt durchaus auch heute noch Menschen die Smartphones ablehnen...

    Das führt auch unter Erwachsenen zu sozialer Ausgrenzung. Unter Erwachsenen äußert sich soziale Ausgrenzung aber so, dass sie - meistens still - als Wunderlinge abgestempelt und eben von der üblichen sozialen Interaktion ausgeschlossen werden. Sofern die Betroffenen das überhaupt merken sind Erwachsene ggf. aber auch in der Lage damit umzugehen und sich davon ggf. auch gar nicht stören zu lassen.

    Der Unterschied ist, dass bei Kindern soziale Ausgrenzung eigentlich nie still erfolgt und Kinder damit definitiv nicht umgehen können sozial ausgegrenzt zu werden. Das ist für eine kindliche Entwicklung fatal.

    Deswegen ja, ich sehe das Problem der sozialen Ausgrenzung auch. Einem Kindergartenkind ein eigenes Smartphone zu geben ist ähnlich absurd wie einem 16-jährigen Kind ein eigenes Smartphone vorzuenthalten. Zwischen Kindergarten und 9. Klasse sind aber ein paar Jahre... Und das ist ein schwieriger Abwägungsprozess. Zum Glück ist das aber auch keine 0 und 1 Entscheidung.

  3. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: tomate.salat.inc 05.12.21 - 13:38

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Generell habe ich nie miterelbt (und ich war auf 3 verschiedenen Schulen in
    > meinem Leben), wie irgendein Mitschüler aus rein materiellen Gründen
    > ausgegrenzt wurde.

    Ausgegrenzt wurde aber auch zu unserer Zeit. Gerade als FB groß wurde und ich in der Klasse glaub der einzige war, der sich dem verweigert hat. Es ist nicht so, dass man mich bewusst ausgegrenzt hätte - aber viel Kommunikation hat sich ICQ zu FB verlagert. Vor allem wenns um Party-/Wochenendplanungen ging.
    Wurde öfters mal ganz überrascht gefragt, warum ich bei Event XYZ nicht dabei war. Ich wusste halt nichts von und auf die Standardantwort "Stand doch in FB" hab ich dann drauf hinweisen müssen, dass ich nach wie vor den scheiß nicht mitmache. Irgendwann hab ich solche Sachen dann netterweise außerhalb von FB nochmal extra mitgeteilt bekommen. Netterweise hatte sich das eine Freundin von damals gut eingeprägt und mir mitgeteilt, als dann mal ein Klassentreffen organsiert wurde.

    Ausgrenzung kann also auch sehr subtil und komplett ohne böse Absicht passieren. Und um so einen Bonus zu bekommen wie ich den hatte, musst du es schaffen Freundschaften zu schließen. Und traurigerweise kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Kids ohne Smartphone es hier ab einem gewissen Alter deutlich schwerer haben also noch damals zu unserer Zeit.

    FB ist jetzt zwar nichts materielles - aber da es heutzutage oft durchs Smartphone verwendet wird, finde ich passts doch auch irgendwie.

  4. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Vanger 05.12.21 - 13:53

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer dieses hirnrissige Totschlagargument: "Bist du 3-Sterne-Koch? Nein?
    > Dann darfst du auch nicht sagen, dass dir das Essen nicht schmeckt".

    Ohne jemals bei einem 3-Sterne-Koch gegessen zu haben ist es aber schwierig einzuschätzen ob das Essen vom 3-Sterne-Koch besser oder schlechter schmeckt...

    > Mal davon abgesehen war jeder selbst mal Kind. Und jeder weiß, wie
    > Gruppendynamik und Ausgrenzung in dieser Altersgruppe wirken.
    >
    > Zu meiner Zeit, als die prä-Smartphone Handys populär wurden, hatten die
    > meisten in der Klasse auch so ein Ding - man wollte halt cool sein. Es gab
    > aber auch einige, die keins hatten (und auch keins wollten), von denen
    > wurde niemand ausgegrenzt.
    >
    > Generell habe ich nie miterelbt (und ich war auf 3 verschiedenen Schulen in
    > meinem Leben), wie irgendein Mitschüler aus rein materiellen Gründen
    > ausgegrenzt wurde. Aber ich muss auch sagen, dass ich die 90er und frühen
    > 2000er ironischerweise als toleranter empfunden habe, als die heutige
    > Cancel-Culture-Zeit ... von daher: Kann schon sein, dass sich das geändert
    > hat.

    Ich kann dir absolut versichern, dass es auch früher Ausgrenzung aus rein materiellen Gründen gab. Es gibt allerdings einen Unterschied: Früher waren die Unterschiede nicht so groß, entsprechend gab es kaum Anlass dazu. Die Schere ist seit den 90ern aber ganz massiv auseinander gegangen.

    > Während ich mit einem Smartphone
    > für meine Kinder noch mit mir reden lassen kann, würde ich ihnen die
    > Nutzung von sozialen Netzen sogar bis zur Volljährigkeit verbieten. Ich
    > würde sie aber generell über die Natur der sozialen Netze aufklären,
    > gleichzeitig ihnen aber auch vorleben, wie unnötig diese toxischen Netze
    > eigentlich sind.

    Hört sich in der Theorie toll an, ich kann dir aus der Praxis aber absolut versichern, dass das so nicht funktionieren wird. Im Gegenteil, damit verkorkst du deine Kinder - weil du sie eben gerade nicht dazu erziehst mit Medien verantwortungsvoll umzugehen, sondern du verteufelst sie. Das Resultat ist bei Jugendlichen das genaue Gegenteil von dem was du zu erzielen erhoffst. Ich denke, dass ich das bei meinem Nachwuchs ganz gut hinbekommen habe.

    Ich kann dir aber - wieder aus der Praxis - berichten zu was dein Vorschlag führt. Eine befreundete Familie hat ihrer 16-Jährigen Tochter damals kompromisslos den Konsum jeglichen Alkohols verboten - was unweigerlich zum genauen Gegenteil geführt hat. Natürlich hat sie es übertrieben und anstatt sie selbst aus Fehlern lernen zu lassen haben sie die Zügel noch mehr angezogen - was dann zu noch mehr Trotzreaktionen geführt und die Situation immer weiter verschlimmert hat. Wenn du mal ein 16-Jährigen Jugendlichen im Haus gehabt hättest wüsstest du, dass denen gelinde gesagt scheiß egal ist wie du das siehst. Die wollen - und müssen - ihre eigenen Erfahrungen machen. Deine Aufgabe als Elternteil ist es sie dabei zu unterstützen und in die richtige Richtung zu schubsen - und eingreifen wenn es aus dem Ruder läuft, aber auch erst dann. Mit pauschalen, kompromisslosen Verboten funktioniert das bei Jugendlichen nicht mehr. Im Kindesalter ja. Aber nicht bei Jugendlichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.21 13:57 durch Vanger.

  5. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Dingens_Urghss 05.12.21 - 14:38

    Meine Tochter hat mit ihren fast 8 Jahren auch bereits ein Handy, das bleibt aber zur Schule zuhause. Für die Schule hat sie eine ANIO Kinder Smartwatch, die ist für die Schule geeignet und sie kann uns anrufen wenn etwas ist. Wir sehen hingegen wo sie ist und über einen Geofence kann mann etwas beruhigter durch den Tag gehen.

  6. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Sharra 05.12.21 - 14:52

    Ich habe (zum Glück) keine Kinder in dem Alter, was mich von der direkten Entscheidung zum Glück verschont. Aber grundsätzlich würde ich es denke ich so handhaben:

    1. Handy grundsätzlich gute Idee, falls was sein sollte. Die Münztelefone mit denen wir damals aufgewachsen sind, gibt es so gut wie nicht mehr. Die sind also keine Alternative. Und im Ernstfall hat zwar theoretisch jeder andere ein Telefon, aber es ist komischerweise dann keiner da.

    2. Der Gruppendruck. Sind wir mal ehrlich: Keinem gefällt er, und dennoch ist jedem Menschen mit dem geringsten Rest an Verstand völlig klar, dass er existiert. Gibst du deinem Kind kein Smartphone (oder ein 0815 Handy) mit, ist es von Anfang an unten durch. Alle anderen haben eines. Willst du deinem Kind das antun? Physische Schläge sind in der Erziehung verboten, Das wäre aber nichts anderes, nur eben nicht körperlich.

    3. Wenn wir dann jetzt "beschlossen" haben (man könnte auch sagen genötigt worden...), dem Kind ein Smartphone mitzugeben, dann sollte man sich zumindest mal informieren, wie man das Ding so einrichten kann, dass nicht am Monatsende 5000¤ an In-App-Käufen aufgelaufen sind, oder die Polizei wegen Volksverhetzung die Tür eintritt (Kids finden Hitlerdarstellungen zum kringeln, verstehen sie aber nicht).
    Ohne mich jetzt allzu tief mit der Materie beschäftigt zu haben, würde ich zumindest eine Bezahlsperre einrichten, und eine Kopie-Software aufspielen, die alles, was das Kind macht, an meine Geräte kopiert.
    JA, das IST Überwachung. Wir reden hier von einem 6-Jährigen, und der Überwachung durch die Eltern. Kommt wieder runter. Die gleichen Leute gehen ins Kinderzimmer, und schauen, was der Filius an Heften unterm Bett lagert.

    Dazu würde ich persönlich zu einem Volumentarif tendieren. Nicht um das Kind zu gängeln, sondern um ihm auf diesem Wege auch gleich die Endlichkeit von Ressourcen begreiflich zu machen. Ja klar gibts inzwischen Verträge, die endlos Traffic bieten. Bietet das einen erzieherischen Effekt? Nein. Und wir haben "das Glück", dass Volumentarife noch völlig normal sind, die anderen Kids dieses Problem also auch haben dürften. Bis auf den einen Typ dessen Eltern Golddukaten scheißen, den jeder kennt.

  7. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: korona 05.12.21 - 15:19

    Da gibt es apps für

  8. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: korona 05.12.21 - 15:21

    Dass es der Hauptteil ist glaube ich nicht. Es gibt genug die dürfen auch verantwortungsvoll mit dem Smartphone umgehen. Das kann man ja heutzutage sehr gut steuern als Elternteil.

  9. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: captain_spaulding 05.12.21 - 15:31

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausgegrenzt wurde aber auch zu unserer Zeit. Gerade als FB groß wurde und
    > ich in der Klasse glaub der einzige war, der sich dem verweigert hat.
    Du hast dich selbst ausgegrenzt.

  10. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: dEEkAy 05.12.21 - 21:37

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Ansatz ist ja auch nicht verwerflich. Ich hatte als Kind auch immer was
    > dabei zum Musik abspielen. Das der heutige Abspieler mehr kann... Ja das
    > ist die heutige Zeit.


    Mein Sohn fährt auch ne halbe Stunde mit dem Bus zur Schule, er ist aber nicht in einem öffentlichen Bus sondern einem von der Schule für die Grundschüler organisierten Bus. Entsprechend sitzen dort auch nur Kinder der gleichen Schule bzw. sogar überwiegen Klassenkameraden drin.

    Ein Handy braucht er nicht, genauso wenig haben seine Freunde eins. Er hat sich aber von sich aus ein Sams-Buch aus der Schulbibliothek ausgeliehen und liest das immer auf dem Hin- und Rückweg. Zuhause hat er auch Bücher und zugriff auf Spotify (Familienabo) und hört gerne Hörspiele.

    Btw hasse ich persönlich das Lesen, bei meiner Frau ist es das Gegenteil, sie liebt lesen. Mein Sohn zock auch ab und zu was mit mir auf der Switch oder der PS5 bzw. dem PC. Je nachdem, was ich "mehr oder weniger" altersgerechtes da habe.

    Aufklärung ist der Schlüssel.

    Wenn ein Handy Sinn ergibt, warum nicht. Aufklärung und Kontrolle sowie Verständnis helfen hier.

  11. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: muhzilla 05.12.21 - 21:43

    Ernsthaft? Du hast deine Tochter also quasi gechipt? :/

    Wenn ich die Kommentare hier lese, dann wundere ich mich überhaupt nicht, dass der Begriff "Helikoptereltern" existiert. Als ich von der Grundschule auf die weiterführende gewechselt bin, war jeden Morgen eine Busfahrt von 20 Minuten fällig, vom Kaff in die Stadt. Da gab es einen Bus morgens und zwei mittags. Dazwischen war man in der Schule.

    Später mit Nachmittagsunterricht musste man auf Linienbusse ausweichen, kriegt man aber auch hin mit 14.

    Wenn wirklich mal was ist, gibt es in der Schule ein Sekretariat, über das man die Eltern verständigen kann.

  12. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Sterling-Archer 05.12.21 - 21:51

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vanger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > plutoniumsulfat schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wenn es ein Gesellschaftsding wäre, müssten auch Erwachsene von dieser
    > > > Ausgrenzung betroffen sein. Das ist bei denen aber gar nicht der Fall.
    > >
    > > Hast du Kinder?
    >
    > Immer dieses hirnrissige Totschlagargument: "Bist du 3-Sterne-Koch? Nein?
    > Dann darfst du auch nicht sagen, dass dir das Essen nicht schmeckt".
    >
    > Mal davon abgesehen war jeder selbst mal Kind. Und jeder weiß, wie
    > Gruppendynamik und Ausgrenzung in dieser Altersgruppe wirken.
    >
    > Zu meiner Zeit, als die prä-Smartphone Handys populär wurden, hatten die
    > meisten in der Klasse auch so ein Ding - man wollte halt cool sein. Es gab
    > aber auch einige, die keins hatten (und auch keins wollten), von denen
    > wurde niemand ausgegrenzt.
    >
    > Generell habe ich nie miterelbt (und ich war auf 3 verschiedenen Schulen in
    > meinem Leben), wie irgendein Mitschüler aus rein materiellen Gründen
    > ausgegrenzt wurde. Aber ich muss auch sagen, dass ich die 90er und frühen
    > 2000er ironischerweise als toleranter empfunden habe, als die heutige
    > Cancel-Culture-Zeit ... von daher: Kann schon sein, dass sich das geändert
    > hat.
    >
    > Und die Cancel-Culture wurde vor allem durch soziale Medien geprägt, welche
    > wiederum ihren Durchbruch vor allem den Smartphones zu verdanken haben.
    > Womit sich dann auch der Kreis wieder schließt und mein Fazit lautet:
    > Smartphone so früh für ein Kind muss nicht sein. Was aber erst recht nicht
    > geht, sind soziale Netze, allen voran Twitter (toxische Kultur) und
    > Instagram (Fake und Oberflächlichkeit). Während ich mit einem Smartphone
    > für meine Kinder noch mit mir reden lassen kann, würde ich ihnen die
    > Nutzung von sozialen Netzen sogar bis zur Volljährigkeit verbieten. Ich
    > würde sie aber generell über die Natur der sozialen Netze aufklären,
    > gleichzeitig ihnen aber auch vorleben, wie unnötig diese toxischen Netze
    > eigentlich sind.
    >
    > Denn wenn ich als Kind eins gelernt habe: Heuchelei von Eltern macht
    > unglaubwürdig. Es nützt nix zu sagen wie schlecht soziale Netze doch seien,
    > wenn man am Ende selbst den halben Tag davor hockt. Selbiges gilt für die
    > Smartphone-Nutzung.


    smartphones sind nunmal eine ganz andere nummer als die alten telefone von damals.
    zusammen in der pause videos schauen und teilen, in der gruppe mit allen quatschen, da muss man heute dabei sein können.

    cancel culture wird auch nicht besser oder schlechter (ich glaube nicht wirklich daran) wenn dein kind kein smartphone hat.

  13. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Sharra 05.12.21 - 21:57

    Helikoptereltern sind was anderes. Und ja, bei uns damals gabs eben keine Alternative. Und unsere Eltern haben Blut und Wasser geschwitzt, wenn wir nicht zur erwarteten Zeit am erwarteten Ort waren. Erreichbar waren wir ja nicht.
    Damals hies es, wenn du du deinem/r Freund(in) gehst, ruf bitte von dort kurz an, dass du gut angekommen bist. Das erspart die moderne Technik. Und ja, klar will man wissen wo das minderjährige Kind unterwegs ist.
    Denn eigentlich ist der Begriff Erziehungsberechtiger völlig falsch. Es sollte Erziehungsverpflichteter heissen. Es ist kein Recht, es ist eine Pflicht.

  14. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Kakiss 05.12.21 - 22:06

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Zu meiner Zeit, als die prä-Smartphone Handys populär wurden, hatten die
    > meisten in der Klasse auch so ein Ding - man wollte halt cool sein. Es gab
    > aber auch einige, die keins hatten (und auch keins wollten), von denen
    > wurde niemand ausgegrenzt.
    >
    > Generell habe ich nie miterelbt (und ich war auf 3 verschiedenen Schulen in
    > meinem Leben), wie irgendein Mitschüler aus rein materiellen Gründen
    > ausgegrenzt wurde. Aber ich muss auch sagen, dass ich die 90er und frühen
    > 2000er ironischerweise als toleranter empfunden habe, als die heutige
    > Cancel-Culture-Zeit ... von daher: Kann schon sein, dass sich das geändert
    > hat.
    >
    >

    Hey, gleiche Erfahrungen hier bezüglich dem Materiellen und der Toleranz.

  15. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: muhzilla 05.12.21 - 22:31

    Zwischen "man will es wissen" und "man überwacht zu jeder Zeit per GPS wo der exakte Standort ist" ist aber irgendwie noch ein Unterschied.

    Und wenn man früher nicht am vereinbarten Treffpunkt zur vereinbarten Zeit war, dann hat der darauffolgende Alarm dazu geführt, dass man das nicht nochmal versemmelt. :D

    Ansonsten sehe ich das ganz genau so wie du. Erziehung ist eine Pflicht. Entsprechend hat man die gesundheitlichen Folgen für sein Kind zu berücksichtigen und den Smartphone-Konsum entsprechend zu beschränken.

  16. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: gelöscht 06.12.21 - 07:23

    Wer Kindern ein Smartphone gibt überreicht ihnen auch den Zugang zu Pornografie, Gewalt und Verdummung (TikTok, Instagram, Facebook, per Studie nachgewiesen).
    Und ruckzuck haben sie ein Paypal-Konto angelegt und verschleudern ihr Spargeld in Pay2Win spielen.

    Und jetzt kommt nicht mit Kinder-Sperren. Kinder sind nicht blöd, haben viel Zeit und umgehen das meist geschickt.

  17. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: Naos 06.12.21 - 08:28

    Wenn die Kindersperre ins Betriebsystem integriert ist mit einem ordentlichen Betriebsystem ist die Sperre nach meiner aktuelle Erfahrung effizient, wie z.B. bei IOS. Irgendwelche Drittapps welche durch Workarounds irgendetwas sperren möchte, sind wohl immer irgendwie auszutricksen.

    @snoozel: Demnach ist die Option kein Handy unter 18 und kein Internet ohne das du dahinter sitzt und zuschaust und überwachst? Na dann viel Spaß. Ich denke nicht, dass das zu einer nachhaltigen Erziehung führt bzw. zu einem nachhaltigem bedachten Umgang mit den Medien. Die Kinder müssen lernen mit den Medien entsprechend umzugehen.

    Für die 30 minütige Busfahrt (Topic Einstieg) sehe ich ein Smartphone nicht als notwendig an. Ich vermute mal nicht, dass das Kind alleine die 30min hinter sich bringen muss. Der Austausch in der Bahn mit anderen Schülern erachte ich als sehr wertvoll an für die Weiterentwicklung. Sie sitzen da und haben 30min pur Zeit. Ohne TV, störende Geschwister, nur auf sich selbst und Freunde "konzentriert". Eine sehr wertvolle und wichtige Zeit ihrer Weiterentwicklung welche irgendwelche Apps auf dem Handy völlig kaputt machen würden.

    Handy z.B. ab der weiterführenden Schule. z.B. zeitlich begrenzt auf eine Stunde am Abend. Z.B. mit Einschränkungen bei Apps. Z.B. mit einem konfigurierten DNS welcher nicht kinderfreie Seite blockt. Z.B. mit regelmäßiger Erklärung und mit dem Kind Zeit nehmen wieso diese Einschränkung gilt, wieso noch kein TikTok, etc. Nach meiner Erfahrung kappt das gut. Meine Tochter unterstützt unser Vorgehen. Am Wochenende kann sie auch mal ein bisschen länger drauf paddeln oder Musik hören. Sie nutzt es von sich aus noch nicht mal an der Grenze des möglichen. Das andere viel mehr damit machen dürfen belastet sie nicht. Sie versteht die Regeln, akzeptiert sie und findet sie sogar gut.

    Tatsächlich wurde das Thema auch in der Schule (5. Klasse) durchgenommen. Die Sichtweisen die dort vermittelt wurden decken sich mit der Einstellung welche wir dem Kind vermittelt haben.

    Dieses oder letztes Jahr gab es eine CT Ausgabe welche das Thema gut behandelt hat. Das lohnt sich.

  18. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: tomate.salat.inc 06.12.21 - 09:38

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomate.salat.inc schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ausgegrenzt wurde aber auch zu unserer Zeit. Gerade als FB groß wurde
    > und
    > > ich in der Klasse glaub der einzige war, der sich dem verweigert hat.
    > Du hast dich selbst ausgegrenzt.

    Interessante Logik. Weil ich kein Mitläufer bin, grenze ich mich selber aus? Wo ist das Vernünftige Argument hinter "weils alle machen, mach ichs auch?". Warum sollte ich für andere meine Prinzipien ohne gute Gründe aufgeben? Mir war Facebook damals schon sehr unsympathisch und ich wollte nicht, dass die Daten über mich haben.

    Wenn du wirklich glaubst, dass ich mich selber ausgegrenzt habe - obwohl ich meine Freunde JEDEN TAG in der Schule gesehen und über ICQ mit vielen kommuniziert habe, dann tust du mir echt leid. Da waren selbst meine gedankenloseste Freunde als Teenager damals schon weiter als du heute. Denn keiner hat mich versucht zu FB zu drängen oder hatte Unverständnis geäußert. Sie dachten einfach, einer würde es mir schon sagen und irgendwann hat jemand diesen Part übernommen.

    In einer Gruppe muss man sich eben arrangieren und auch Kompromisse eingehen. Ich verstand durchaus, warum sie FB genutzt haben und Sie verstanden, warum ich FB nicht nutzen wollte. Mich selber ausgegrenzt hätte ich nur dann, wenn ich darauf bestanden hätte außerhalb von FB zu planen oder nicht mitzugehen. Da mirs aber egal war wo wir hin gehen (ich hab überall meinen Spaß), wollte ich nur Ort/Zeit wissen.

    Also, nur ums nochmal deutlich gesagt zu haben: Deine "1-Satz-Antwort" ist genau das, was ich von einem Kind erwarte, welches aktiv jemand anderes ausgrenzt aus niederen Gründen!

  19. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: rolfanders 06.12.21 - 10:10

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich von der Grundschule...

    Unabhängig davon, ob ich ein GPS Tracker gut oder schlecht finde: Dieses "Früher ging das doch auch" oder, was ein Bekannter oft verwendet "Wir haben das auch überlebt" hat ja keine Aussagekraft. Diejenigen, die es nicht überlebt haben, können sich ja kaum melden.

  20. Re: Bus fahrende Kinder (5+. Klasse)

    Autor: toj 06.12.21 - 10:18

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es ein Gesellschaftsding wäre, müssten auch Erwachsene von dieser
    > Ausgrenzung betroffen sein. Das ist bei denen aber gar nicht der Fall.

    Das kann man so nicht sagen. Wenn du zB in einer Elterngruppe bist, aber nicht die Diskussionen verfolgst, bist du ausgegrenzt. Weil dir in der Regel niemand alles nochmal mündlich wiedergeben will, was zuvor diskutiert wurde. Weil du Termine oder Terminänderungen nicht mitbekommst. Du bekommst einfach nichts mit.

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