1. Foren
  2. Kommentare
  3. Handy-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Studie: Kinder erhalten Smartphone…

Online Interview repräsentativ?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Online Interview repräsentativ?

    Autor: sixteen 05.12.21 - 13:03

    Die Statistik soll repräsentativ sein, wurde aber als online Interview durchgeführt.
    Ist das dann nicht schon so, dass eher online-affine Menschen an sowas teilnehmen?

    Ich kenne zumindest so einige Familien, die wären da dann raus.

  2. Re: Online Interview repräsentativ?

    Autor: Oktavian 05.12.21 - 14:10

    > Die Statistik soll repräsentativ sein, wurde aber als online Interview
    > durchgeführt.
    > Ist das dann nicht schon so, dass eher online-affine Menschen an sowas
    > teilnehmen?

    Eher ja, aber nicht nur.

    Die Frage ist bei sowas immer, nach welchen Kriterien definiert man "repräsentativ"? Wie bekommt man bei diesen Werten die richtigen Parameter der Grundgesamtheit (Deutsche Bevölkerung), und wie misst und gewichtet man dann in seinem Panel.

    Übliche Kriterien wären dann Altersverteilung, Geschlecht, Einkommen, Wohnort, Bildungsabschlüsse, sozialer Status, kultureller Hintergrund, Migrationshintergrund, etc.

    Früher hat man sein Panel so zusammengestellt, dass es repräsentativ war. Heute hat man viel mehr Daten über die einzelnen Personen, da gewichtet man eher die Ergebnisse jeder einzelnen Befragung so, dass es repräsentativ ist. Hat man z.B. zu viele Stadtbewohner in seinem Panel, dann werden die Ergebnisse der Landbewohner etwas höher gewichtet. Das funktioniert schon ganz gut und ist im Rahmen dessen, was man erreichen will, erstaunlich repräsentativ.

    Tatsächliche Offliner auf ganzer Linie wird man damit nicht erreichen. Diese betragen zur Zeit aber auch unter 4% der Bevölkerung, und dabei sind Greise, Säuglinge, Koma-Patienten, etc. schon mit eingerechnet.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158813/umfrage/anteil-der-nicht-nutzer-des-internets-in-deutschland/

    Hat das für diese Umfrage eine Relevanz?

  3. Re: Online Interview repräsentativ?

    Autor: ElMario 05.12.21 - 15:08

    Wenn man an sehr vielen Schulen unterwegs ist und mit allen Klassenstufen tagelang zu tun hat, dann ist diese Umfrage tatsächllich repräsentativ.

    GTA/PUBG/COD ist kein Fremdwort mehr in der zweiten Klasse. TikTok auch nicht.
    Der Bruder oder der ältere Kumpel "erlauben" es halt.

    Schimpfwörter die man selbst nicht gern in den Mund nehmen würde, falle täglich auf den Schulhöfen und im Klassenraum. Auch auf den "guten" Schulen.

    Erzieherische Maßnahmen, oftmals Fehlanzeige.

    Warum ?

    Früher zitierte man Eltern in die Schule, oder der Lehrer sorgte selbst für Ordnung.
    Heutzutage "kontrollieren" oft Eltern die Lehrer.

    Früher ging man nach der Schule nach Hause, Mutter hat gekocht, man ging zu Freunden.
    Heutzutage sind Kinder aller Altersstufen von 6 Uhr morgens bis 17 Uhr abends in der Schule und/oder Nachmittagsbetreuung. Den ganzen Tag an der Schule.

    Weil beide Eltern arbeiten...oder aber auch einfach nur mit Harz4 zu Hause sitzen, weil Sie "keinen Bock mehr" auf Ihre Kinder haben...die Lehrer machen das schon, mit Bildungsauftrag und Erziehung. :/

    Sehr viele der deutschen Kinder benötigen tatsächlich am besten Einzelbetreuung. Früher war es schon grenzwertig, z.B. Klassen mit 25+ Kindern. Es wurde aber immer irgendwie toleriert. Bis heute ist es nicht besser geworden. Einzelbetreuung ist nun mal unmöglich.

    Früher waren "aufgedrehte" Kids die Ausnahme.
    Höflichkeit und Respekt sind heutzutage die Ausnahme.

    Und wie jemand anders bereits angemerkt hat, "integrations" Kinder haben oft, aber wie viele andere auch, sehr, sehr früh Zugang zu Handys, Konsolen und GTA/PUBG/COD.

    Es hapert bis in hohe Klassenstufen an Deutschkenntnissen. ALle sind die "geilen Macker" am PC, aber
    können weder Firefox noch Ihr Smartphone richtig bedienen...bzw. überhautp verstehen.

    Die Eltern hoffen weiterhin, das die Schule Erziehung und Bildungsauftrag schon irgendwie umsetzen wird.

    Ja, es ist ein deutschlandweites Phänomen/Problem.

    Die meisten dieser Infos sind auf Stadtportalen/Jahresberichten öffentlich einsehbar und keine Gerüchte oder Aluhuttheorien. Und ich habe "das Glück" das ich das ganze seit über 15 Jahren live, in ganz Deutschland mitverfolgen darf. Bestätige alles sehr gerne.

    Die nächste Generation wird auf jeden Fall..."anders"...aber das war ja schon immer so, richtig ?

    Auch mein Großvater hatte ein ganz anderes Verständnis von Musik, Hobbies und...also eigentlich alles in bester Ordnung, vielleicht bloß ein Generationskonflikt ?

  4. Re: Online Interview repräsentativ?

    Autor: terraformer 07.12.21 - 08:29

    ElMario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GTA/PUBG/COD ist kein Fremdwort mehr in der zweiten Klasse.

    Diese Typen gab es hier auch im Kindergarten. Die Erzieherinnen fanden es aber nicht alarmierend, dass ein Kind "Headshots" mit "explosiver Untermalung" verteilt hat.

    "Ein Tropfen Öl vergiftet eine Millionen Liter Wasser."

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker als Mitarbeiter IT User Helpdesk (m/w/d)
    Salo Holding AG, Hamburg
  2. Senior Datenschutzmanager Strategie & Konzept (m/w/d)
    Omnicare, Unterföhring
  3. Systemingenieur Datenintegration (m/w/d)
    Atruvia AG, Karlsruhe
  4. Projektleiter (m/w/d) Business Transformation Consulting (PBTC)
    Allianz Deutschland AG, Unterföhring bei München

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de