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Schwachsinniger Vergleich von Moneyland

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  1. Schwachsinniger Vergleich von Moneyland

    Autor: furrore 05.06.19 - 17:00

    Egal ob ich in Deutschland wohne oder in der Schweiz, wenn ich Prepay oder einen Vertrag abschließe muss ich doch sicher sein ob der Tarif für mich passt. Es gibt auch für Schweizer günstige Varianten.

    Eine Flatrate für die Schweiz mit 60 Tagen Mindestvertragsdauer gibt es auf dem Netz von Sunrise (Yallo) und Salt immer wieder für unter 30.- Franken also für 27.- Euro (unbefristete Halbpreis Aktionen). Darin enthalten unlimitierte Daten mit LTE, unlimitiert SMS/MMS, unlimitierte Anrufe in der Schweiz 60 Minuten nach Europa und 200MB oder 500MB Daten pro Monat in der EU je nach Anbieter. Auch der Marktleader Swisscom bietet mit Wingo 2GB Daten in der Schweiz und 2GB Daten in der EU für 25.- Franken – Gespräche sind hier aber nur in der Schweiz enthalten.

    Ich denke gerade vom Datenangebot in der Schweiz träumt man in Deutschland, geschweige denn von der Verfügbarkeit.

    Soll es ins Ausland gehen, haben alle 3 Anbieter Abos, die in der EU und der Schweiz unlimitierte Daten und Telefonie beinhalten. Sunrise (Yallo) und Salt schließen in ihren Angeboten sogar Nordamerika also USA & Kanada mit ein. Kosten je nach Aktion oder regulärem Angebot 44-80.- Schweizer Franken im Monat (40-72¤).

    Einfach gesagt – würde ich als Schweizer gerne nach Spanien fahren, rufe ich bei SALT an, schließe ein Upgrad für 60 Tage auf SALT Europe ab, das 69.95 Franken kostet also rund 63¤ kosten habe aber alles unlimitiert. Ein Anruf bei Swisscom kurzer Wechsel auf das aktuelle Abo inOne mobile Go für 80.- Franken also rund 72¤ auch hier ein unlimitiertes Abo inklusive EU weite Telefon Flatrate und Daten (limitierte Daten in Nordamerika).

    Das Problem ist die meisten Leute vergleichen die aktuell verfügbaren Tarife nicht. Sondern lassen sich überraschen wenn sie aus dem Urlaub zurück kommen. Einen Artikel von Moneyland der „Tarife, die ein Inklusivroaming bieten, wurden von Moneyland allerdings nicht betrachtet“ ist aus meiner Sicht nur BILD/Blick Journalismus den es aus meiner Sicht nicht braucht.

  2. Re: Schwachsinniger Vergleich von Moneyland

    Autor: ase (Golem.de) 06.06.19 - 11:03

    Hallo,

    furrore schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Egal ob ich in Deutschland wohne oder in der Schweiz, wenn ich Prepay oder
    > einen Vertrag abschließe muss ich doch sicher sein ob der Tarif für mich
    > passt. Es gibt auch für Schweizer günstige Varianten.

    das steht ja auch in dem Artikel. In dem Artikel steht aber auch: Wer die falsche Karte hat, zahlt viel. Sicher sein kann man sich nicht. Den weltweit perfekten Vertrag gibt es nicht. Tarifstrukturen kann nicht jeder Nutzer einfach durchblicken. Man muss sich damit beschäftigen und das ist mituner komplex.

    > Ich denke gerade vom Datenangebot in der Schweiz träumt man in Deutschland,
    > geschweige denn von der Verfügbarkeit.

    Es geht in dem Artikel um das Datenangebot außerhalb der Schweiz. Ja, ich weiß, das Schweizer Netz ist sehr gut. Als ich am Bodensee war - auf deutscher Seite - hat sich mein Telefon regelmäßig Swisscom ausgesucht. Ich bin auch ab und an dort unterwegs und vom Netz ziemlich begeistert.

    > Einfach gesagt – würde ich als Schweizer gerne nach Spanien fahren,
    > rufe ich bei SALT an, schließe ein Upgrad für 60 Tage auf SALT Europe ab,
    > das 69.95 Franken kostet also rund 63¤ kosten habe aber alles unlimitiert.

    Vergleiche ich das jetzt mit der DE->ES-Situation ist das teuer.

    > Das Problem ist die meisten Leute vergleichen die aktuell verfügbaren
    > Tarife nicht. Sondern lassen sich überraschen wenn sie aus dem Urlaub
    > zurück kommen.

    Richtig. Da ist ein Problem. Die Kunden kennen die Tarife nicht oder verstehen sie nicht. Man kann nicht davon ausgehen, dass das alles Profis sind und sie für jeden Urlaub die passende Alternative kennen. Das ist hochkomplex, vor allem, wenn selbst Europa in mitunter in unterschiedliche Roaming-Zonen eingeteilt wird.

    > Einen Artikel von Moneyland der „Tarife, die ein
    > Inklusivroaming bieten, wurden von Moneyland allerdings nicht
    > betrachtet“ ist aus meiner Sicht nur BILD/Blick Journalismus den es
    > aus meiner Sicht nicht braucht.

    Das passt nicht. Einerseits ist bekannt, dass die Leute sich nicht informieren, siehe oben, andererseits wird kritisiert, wenn es einen Artikel gibt, der eben doch über die Situation und Gefahren informiert. Ich fand die Zahlen spannend, auch wenn Moneyland zugunsten von ok.- einen zu niedrigen Wert angesetzt hat. Sowas passiert mal, aber deswegen überprüft man Zahlen.

    Es ging ja um das Thema Roamingkosten in Alltagssituationen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
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    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  3. Re: Schwachsinniger Vergleich von Moneyland

    Autor: nasi 07.06.19 - 10:53

    ase (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > furrore schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Einfach gesagt - würde ich als Schweizer gerne nach Spanien fahren,
    > > rufe ich bei SALT an, schließe ein Upgrad für 60 Tage auf SALT Europe ab,
    > > das 69.95 Franken kostet also rund 63¤ kosten habe aber alles unlimitiert.
    >
    > Vergleiche ich das jetzt mit der DE->ES-Situation ist das teuer.


    Ich habe jenen Salt Europe Tarif.
    ~63¤ im Monat für eine echte Flatrate (Daten, Telefonie, SMS) europaweit. Und ja, das Datenvolumen ist auch im Ausland wirklich unbegrenzt. Auch kein Zero-Rating oder solcher Kram. Wo in Deutschland bekommt man einen solchen Tarif?

    Seitdem ich in die Schweiz gezogen bin, mache ich mir über Mobilfunk- und Internettarife kaum noch Gedanken. Es gibt (für mich) die deutlichen besseren Angebote.

  4. Re: Schwachsinniger Vergleich von Moneyland

    Autor: furrore 07.06.19 - 10:55

    Wer sich die Marktverteilung in der Schweiz anschaut (Swisscom, Sunrise, Salt) und dass dann für die anderen MVNO 3.5% übrig bleiben kann sich selbst ausrechnen wie gross die Problematik ist – gerade im nachgerechneten Beispiel von OK.- Mobile.

    Die Schweizer bevorzugen zudem Abo‘s und nicht Prepay. Bei Prepay in eine Kostenfalle zu laufen sehe ich nicht. Die exakten Daten sind auf der Seite des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) einsehbar: https://www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/telekommunikation/zahlen-und-fakten/sammlung-statisticher-daten/marktstruktur-und-stellen/marktanteile-mobilfunknetz.html

    Im ausführlichen Excel Datei ist auch zu entnehmen wie viele Tarife zwischenzeitlich Roaming inkludieren.

    Die Statistik zeigt zudem, dass die meisten Schweizer bei Swisscom sind. Es scheint damit den Meisten Schweizer egal zu sein 80.- Franken (72¤) monatlich zu bezahlen für ein Abo das Europaweit eine Flatrate enthält. Da ich mich zu den Personen zähle die sich mit Tarifen auseinandersetzt reicht es mir währen meinen wenigen Urlaubstagen einen Abo Tarif zu ändern oder eine Option hinzu zu buchen oder bei Bedarf eine lokale Daten SIM Karte vor Ort in mein Dual SIM Gerät einzulegen.

    Auf Grund der kleinen Anzahl betroffen Schweizer mit hohen Roamingkosten empfinde ich den Artikel daher nach wie vor als Boulevardjournalismus.

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