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Endlich mal ein paar technische Argumente...

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  1. Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: southy 18.06.19 - 22:02

    ... in dieser unsäglich mit Ideologie überbackenen Diskussion a la „das werden unfassbar viele böse Sender“.
    Nur nochmal ein paar Fakten zur Erinnerung:

    - 5G hat effektivere Codierungsverfahren
    -> bei gleicher Frequenz und Datenmenge kürzere Übertragungszeit -> weniger Exposition

    -> beamforming -> weniger Exposition für unbeteiligte (auch wenn das eher auf mehrere Meter Breite geht, nicht auf cm)

    -> bei gleicher Frequenz, durch beamforming mehr Kapazität pro Zelle -> soll die gleiche Leistung angeboten werden bei gleicher Frequenz, sind also _weniger_ Sender dafür nötig.

    Dann kommt noch der Vorteil von Multi-band-Antennen, also die selbe Antenne strahlt mehrere Standards (LTE, GSM, 5G) aus -> weniger Antennen insgesamt, allerdings selbe Exposition


    Die bisher genannten Punkte gelten wohlgemerkt bei Nutzung der bereits bekannten Frequenzen.
    Die ja - teuer ersteigert- auch weiter genutzt werden sollen.

    Jetzt kommen (in mittlerer Zukunft) ja noch neue Frequenzbänder hinzu.
    Als erstes mal einen oft genannten Punkt, der nur „so halb stimmt“:
    - höhere Frequenz -> mehr Sender-> geringere Sendeleistung
    Das stimmt zwar, aber:
    Von Vorteil ist das vor allem für den, der direkt _neben_ dem Sender wohnt (kleinere Sendeleistung).
    Dafür gibt es aber eben auch mehr Betroffene (beamforming mal außen vor). Das (viele mit niedriger Belastung) dürfte aber insgesamt das gesundheitlich weniger schädliche sein.

    Noch ein weiterer Punkt: weil bald wesentlich mehr/ verschiedenere Frequenzbänder genutzt werden können, wird es den Anbietern möglich die Frequenzen viel genauer auf den Einsatzort anzupassen -> weniger „zu viel Leistung“


    So, und jetzt die Nachteile:
    Mit den neuen Einsatzmöglichkeiten durch niedrige Latenz, Campus-Netzen, narrowband etc wird es vermutlich wesentlich _mehr Geräte_ in den Netzen geben -> Bedarf an mehr Kapazität -> mehr Sender
    Aber das ist nicht ein negatives Prinzip von 5G, sondern rein eine Frage der Nachfrage.

    Also alles in allem verstehe ich diese ganze Diskussion um Strahlung und Sender nicht, die adressiert die völlig falschen Adressaten.

    5G an sich heisst NICHT automatisch „mehr Strahlung“, sondern das GEGENTEIL ist der Fall.
    5G an sich, direkt verglichen mit den Vorläufern, ist _WENIGER_ Strahlung!!!
    Kann das mal bitte in die Aluköpfe einsickern??

    Nur aufgrund höherer Nachfrage wird vorr. mehr Kapazität geschaffen werden müssen - das ist aber die Schuld der Nutzer, nicht der Netzbetreiber.
    Also, liebe Aluhüte: beschwert Euch bei VW, nicht bei Vodafone!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.06.19 22:10 durch southy.

  2. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: Fox85 18.06.19 - 22:29

    Ich beschäftige mich mit dem Thema seid mehr als 6 Monaten sehr intensiv in meiner Freizeit.

    Es gibt derzeit zu 5G keine 10 Studien und davon sind nicht alle schlüssig aber zu den vorherigen Generationen gibt es Studien und es gibt Forschungen, welche eine dauerhafte Belastung mit EMF mit diversen Krankheiten in Verbindung bringen. Weiters gibt es einen wissenschaftlichen Appell an die UN (https://emfscientist.org/index.php/emf-scientist-appeal) von teils sehr kompetenten Leuten und besonders Dr. Martin Pall Professor für Biochemie ist mit seiner Arbeit hervorzuheben. https://youtu.be/kBsUWbUB6PE

    Entsprechend dem gesundem Menschenverstand sollte man alleine schon aufgrund der Bedenken von vielen namhaften Wissenschaftlern und Ärzten VORHER die Auswirkungen überprüfen und dann entscheiden, ob man diesen Standard einführt. Die Wellenlänge von 5G ist viel kürzer ,die Frequenz höher. Bei 800Mhz @37cm Wellenlänge durchdringt man noch locker Hausmauern. Bei 40-100Ghz wird das mit der Hausmauer schon schwierig. Wie lösen die Mobilbetreiber das Problem? Indem sie die Dichte der Masten erhöhen, mehr Zellen (MIMO) platzieren, Hindernisse aus dem Weg schaffen wie z.B. Bäume und die Sendeleistung je nach Lokation erhöhen. Was mal schnell die zehnfache Belastung zu 4G sein kann. Je nachdem wie man gerade steht. Darum hat die FCC in den USA auch erst die Zulassung für 5G Devices erteilt, nachdem beschlossen wurde eine Metallplatte zwischen Antennen und Display in allen zukünftigen 5G Phones einzubauen. Damit sie einfach den Grenzwert von einem Watt auf 10 erhöhen konnten. Wenn ich natürlich den 5G Sender auf der falschen Seite habe ist das ganze sinnlos aber gut jetzt bin ich abgeschweift… in Österreich haben wir ja sowieso keine Grenzwerte. Wir sprechen hier generell nicht mehr von Wellen wie wir sie bei 3G/4G hatten sondern von phased arrays von denen die Hersteller und Mobilfunkbetreiber keinerlei Infos offen legen mit welchen Frequenzen und Pulsierung das ganze betrieben wird.

    Eine WHO Empfehlung bereits aus dem Jahr 2005:

    The scientific evidence does not suggest any health risk from IF fields at exposures below the ICNIRP guideline levels. However, there is a need for more high quality research to address uncertainties in current knowledge. The following key areas have been identified for further research

    Die ICNIRP Grenzwerte sind sowas wie der Dieselgate von VW nur in der Mobilfunkbranche.

    Da kommt noch dazu das die bisherigen Studien zu den vorherigen Mobilfunkstandards fast nur auf die thermische Belastung des Gewebes eingehen sprich desto Wärmer die Körperstelle wird desto schlechter siehe SAR Werte. Das hier auch gerade bei 5G das vegetative und zentrale Nervensystem, Hormone, Chromosomen und Zellen beeinflusst bzw. gestört werden können wird meistens außer Acht gelassen. Diese Forschungen sind verfügbar und eindeutig und selbst wenn es nur eine einzige Studie geben würde die uns solche Ergebnisse liefert sollten die Alarmglocken schrillen. Warum passiert nichts? Weil eine Milliardenlobby in einem von Umsatzwachstum getriebenem Wirtschaftssystem alle paar Jahre einen neuen Standard etablieren will und jeder Wiederstand wird mit dubiosen Methoden niedergebügelt.

    Bestes Beispiel ist eine Studie publiziert bereits 2008 in Wien von Prof. Dr. Rüdiger zum Thema Gesundheitsrisiken durch Handy Strahlungseffekte. Welche damals sehr eindeutige Ergebnisse zu Tage brachten, welche sehr schnell und sehr agressiv als Fälschungen dargestellt wurden was schlicht und ergreifend eine Lüge war!
    https://mobil.derstandard.at/1216918066723/Med-Uni-Wien-Arbeitsmediziner-Ruediger-zog-Mobilfunkstudie-zurueck?amplified=true

    Am 26.11.2010 ich darf zitieren:
    “Alle Meldungen, die Aufsehen erregenden Ergebnisse zu Gesundheitsrisiken durch Handy-Strahlung seien schlicht gefälscht, sind als voreilig und unbegründet anzusehen, dies hat eine Überprüfung durch die Österreichische Agentur für Wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) ergeben. Die Stellungnahme wurde am 26.11. 2010 veröffentlicht und setzt mit der klaren Aussage: "Eine Fälschung konnte nicht verifiziert werden" einen Schlußpunkt unter die seit Jahren geführte Debatte um diese Forschungsergebnisse an der medizinischen Universität Wien.
    Leider wird durch diese späte Erkenntnis die Rufschädigung der beteiligten Wissenschaftler nicht ungeschehen gemacht. Jetzt müßte es eigentlich ein zweites Verfahren geben, durch welches die Integrität der voreiligen Ankläger untersucht wird. Das ist wohl leider nicht zu erwarten.”

    Es gibt Leute die sich Gedanken machen und Dinge hinterfragen. Ich Stelle auch die Notwendigkeit in Frage, für Privatanwender ist dieser Standard völlig irrelevant ausgenommen für das autonome Fahren und für die Industrie hätte ich kein Problem damit, wenn Roboteranlagen mit 5G MiMo Feldern zugeplastert werden solange sie abgeschirmt sind und keine Menschen, Pflanzen oder Tiere gefährden.

    Zu Behaupten wir sehen heute noch keine Auswirkungen durch den permanentem Einsatz der bisherigen Mobilfunkstandards ist ungefähr so als wenn man behauptet Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich und es gibt noch eine beängstigende parallele. Die Tabaklobby hat 20 Jahre geschafft der Öffentlichkeit zu verkaufen, dass Rauchen nicht krebserregend ist. Es gab in den den USA dann einen riesigen Zivilprozess und dabei wurde den Tabakriesen nachgewiesen, dass eine kriminelle Vereinigung wissentlich Studien gefälscht, die Suchtwirkung von Nikotin mit Zusatztstoffen verstärkt, Ärzte und Wissenschaftler scharrenweise geschmiert und Studien gefälscht wurden. Was war das Ergebnis? Milliardenstrafen, strengere Tabakgesetze und co und von den Tabakbonzen ist niemand ins Gefängnis obwohl sie tausende Menschen auf dem gewissen hatten.

    Wir erleben dieses Szenario nun meiner Ansicht nach nun 1:1 mit unseren Mobilfunkstandards.
    2G,3G,4G,5G im Paralellbetrieb, im städtischen Raum eine immense Dauerbelastung, starke Anstiege bei den Hirn und Genitaltumoren in Altersklassen die unüblich sind.. sprechen sie mit Chirurgen.. Ärzten die viel operieren das sind keine Hirngespinste das ist die traurige Realität.
    Alles abdrehen? Nein aber eine sichere Verwendung ermöglichen, Grenzwerte die der Realität entsprechen, hinterfragen, ob ich Smartmeter, 24x7 WLAN, Smart-Scheißhaus, Smart-Auto usw.. wirklich brauchen und vor allem Standards einführen die die Belastung für den menschl. Organismus gering halten.. und 5G ist wahnsinn was das betrifft!

  3. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: 0110101111010001 18.06.19 - 23:17

    Im Prinzip korrekt.

    Aber das hilft uns jetzt auch nicht weiter

  4. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: bombinho 19.06.19 - 00:16

    Nope, korrekt war daran allenthalben die Ueberschrift, wobei ich mir da nicht sicher bin.

    5G hat keine anderen Kodierungsverfahren als 4G.

    Beamforming bedeutet nicht weniger Exposition sondern mehr, weil es zum einen mehrere Interferenzmaxima gibt und weil zum anderen zusaetzliche Energie aufgewendet und ausgestrahlt werden muss, um das gewuenschte Ergebnis zu bekommen. Dadurch gibt es dann tatsaechlich Zonen mit deutlich weniger Exposition und Zonen mit mehr Exposition. Spaetestens bei dynamischer Nachfuehrung gibt es dann nahezu unvorherhsehbare Bedingungen, die allenthalben durch eine sehr enge Begrenzung der maximalen Sendenergie fuer das gesamte Areal, und nicht mehr nur pro Antenne, kontrollierbar sind.

    Beamforming ist kein Richtfunk.

    Woher der Irrglaube kommt, dass diverse Segmente weniger Sendeleistung braeuchten, weil sie 5G und ander Standards beherrschen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. 1Watt 5G hat genau die gleiche Energiemenge wie 1W 4G. Und die verschiedenen Dipole werden deswegen nicht wenier sondern mehr genutzt, da sie flexibel einsetzbar sind und nicht ruhen muessen, wenn wenige Geraete, die das jeweilige Verfahren beherrschen, im Sendegebiet liegen.

    Durch die hoeheren Frequenzen wird pro Flaeche mehr Energie abgestrahlt, um die Ueberlappung der Segmente gewaehrleisten zu koennen, wird mehr Leistung abgestrahlt, durch die zunehmende Nutzung und hoehere Bandbreite wird schon aus physikalischen Gruenden mehr abgestrahlt.

    5G wird die Belastung mit absoluter Sicherheit nicht senken, solange keine neuen physikalischen Gesetze verabschiedet werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 00:17 durch bombinho.

  5. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: southy 19.06.19 - 01:40

    Fox85 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich beschäftige mich mit dem Thema seid mehr als 6 Monaten sehr intensiv in
    > meiner Freizeit.

    Aha.

    Darf ich mal höflich fragen; Wie ist eigentlich Ihre Erfahrung in Ihrem eigenen, erlernten/studierten Beruf mit Leuten die meinen sie müssten sich groß aus dem Fenster hängen, denn sie haben sich ja „6 Monate sehr intensiv...“?


    > Die Wellenlänge von 5G ist viel kürzer ,die Frequenz
    > höher.

    Falsch.
    5G nutzt exakt genau die selben Frequenzen wie seine Vorgänger, sowie _zusätzlich_ noch weitere.

    Zu den bestehenden kommt neu hinzu: 700MHz (= _niedriger_ als die bisher kleinste: 800) sowie die höheren im 3GHz und später weitere.

    Die Vergrößerung des Spektrums geht also in _beide_ Richtungen.

    Die Bänder werden je nach Anwendungszweck eingesetzt, auf dem Land eher niedrige mit größerer Reichweite, in Ballungsräumen eher höhere.
    Wenn Sie also auf dem Land wohnen, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder weiter mit 800 oder sogar mit einer niedrigeren Frequenz als bisher versorgt.

    Bei 800Mhz @37cm Wellenlänge durchdringt man noch locker Hausmauern.
    > Bei 40-100Ghz wird das mit der Hausmauer schon schwierig.

    > Wie lösen die
    > Mobilbetreiber das Problem? Indem sie die Dichte der Masten erhöhen,

    ...mehr Sender bedeutet _nicht_ mehr Feldstärke.
    Und schon gar nicht bedeutet mehr Sender „mehr Gesundheitsgefahr“. Sie vereinfachen da so weit, dass es einfach falsch wird. Ich verweise auf mein 1. Posting weiter oben.

    > mehr
    > Zellen (MIMO) platzieren,

    Sie werfen da ganz wild Zeugs durcheinander.


    > Hindernisse aus dem Weg schaffen wie z.B. Bäume

    Aha.
    In der Innenstadt? Wo jeder Baum einzeln einen Namen hat? Da fahren nachts geheime Vodafone-Kettensägentrupps und Telekom-Baummörder run?
    Ich gestehe, das Muss mir entgangen sein.


    > Wir sprechen hier generell nicht mehr von Wellen wie wir sie bei 3G/4G
    > hatten sondern von phased arrays

    Blödsinn.
    1. Funk funktioniert nach wie vor und auch bei 5G mit elektromagnetischen Wellen.
    2. ein „phased Array“ ist keine Welle, sondern eine Antennentechnologie, genauer: das Zusammenschalten mehrerer kleiner Antennen.

    > von denen die Hersteller und
    > Mobilfunkbetreiber keinerlei Infos offen legen mit welchen Frequenzen und
    > Pulsierung das ganze betrieben wird.

    Sorry, aber was schreiben Sie denn da für ein dummes Zeug?
    Selbstverständlich sind die Frequenzen exakt die, die den Betreibern zugewiesen wurden, siehe Versteigerung, siehe oben: 700 MHz usw.

    Das selbe gilt für das böse Aluhut-Wort „Puls“.

    Es handelt sich um exakt das gleiche Signal wie bei einer einzel-Antenne, nur dass es von vielen kleinen mit je einem Bruchteil der Leistung, zeitlich verschoben, abgestrahlt wird.


    > Das hier auch gerade bei 5G

    Wie gesagt: Nein.
    Wenn 5G zu höherer Belastung führt, dann aufgrund höherer Nutzung.

    Der Standard an sich ist NICHT „schlechter“ oder „gefährlicher“ oder „ungesünder“.

    Beachten Sie bitte dass ich in keinem Posting, an keiner Stelle, in keiner Weise eine Meinung auch nur angedeutet habe zu der Frage, wie „schädlich“ das absolut ist. Ich stehe lediglich zu der Aussage, dass 5G bei gleichen Bedingungen eher weniger als mehr schädlich sein wird.

    Mehr Nutzer/ Endgeräte ist natürlich _nicht_ „gleiche Bedingungen“, ist ja wohl klar dass bei mehr Nutzern mehr gefunkt wird.

    Womit wir beim Kern der Sache sind:

    > Warum passiert nichts? Weil eine Milliardenlobby in einem von
    > Umsatzwachstum getriebenem Wirtschaftssystem

    Ach soooo!
    Die drei Betreiber in DE sind Schuld!
    Und ich dachte es wären die Nutzer in diesem Land, die immer sicherer Auto fahren, immer zuverlässiger ans Ziel kommen, auch in der Pampa Google Maps nutzen wollen bzw. die billigere oder zuverlässigere andere Produkte wollen bei denen 5G eingesetzt wird.

    Es ist sowas von albern hier von der ganz großen Verschwörung zu faseln, so lange hinter jedem einzelnen EUR Umsatz ein Kunde steht, der genau dieses Produkt haben will.

    > Ich Stelle
    > auch die Notwendigkeit in Frage, für Privatanwender ist dieser Standard
    > völlig irrelevant

    Korrigieren Sie: “Für die Nutzung von Privatanwendern mit ihrem Handy“.

    Selbstverständlich sind alle anderen Zwecke - für die 5G, wie Sie andeuten, wesentlich relevanter sind - für den Durchschnittsanwender nicht weniger relevant. Nur eben nicht für sein Handy.
    Konkret sind das ja vor allem zwei Aspekte: niedrige Latenz -> relevant für Echtzeit-Anwendungen. Und narrowband für Sensoren und langlebige kleine things.


    > hätte ich kein Problem damit, wenn Roboteranlagen mit 5G MiMo Feldern
    > zugeplastert werden solange sie abgeschirmt sind

    Im allgemeinen halten sich „Roboteranlagen“ - ich vermute Sie meinen Produktionsstrassen - in geschlossenen Hallen auf, da kann ich Sie beruhigen.

    Aber konkreter: Ist Ihnen schonmal der Gedanke gekommen, dass jede, aber auch wirklich jede Industrie auf diesem Planeten Produkte produziert, die - über wie viele Zwischenschritte auch immer - am Ende IMMER dazu dienen, irgend einen Wunsch/Bedürfnis eines Endkunden = eines Menschen aus Fleisch und Blut zu befriedigen?




    > Zu Behaupten wir sehen heute noch keine Auswirkungen durch den permanentem
    > Einsatz der bisherigen Mobilfunkstandards ist ungefähr

    Ich habe nichts dergleichen behauptet.
    Ganz ausdrücklich mache ich mir aber auch Ihre Position nicht zu eigen.

    Ich vergleiche lediglich 5G mit den Vorläufern, um dem ewigen Gemecker über diesen Wechsel entgegen zu treten.

  6. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: southy 19.06.19 - 02:19

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 5G hat keine anderen Kodierungsverfahren als 4G.

    Also erstens ersetzt 5G zunächst mal 3G, darauf spielte ich an; und da gibt es *erhebliche* Verbesserungen: (OFDMA, QPSK).
    Aber auch im Vergleich zu 4G bringt 5G neues: QAM 1024, also auch hier eine Erhebliche Steigerung der Effizienz.

    Das sollte ja irgendwie auch eine triviale Erkenntnis sein: 5G bietet, wenn man mal das selbe Frequenzband mit 4G vergleicht, eine erhebliche Steigerung der Datenrate.
    Irgendwas muss sich also verändert haben.
    Könnte natürlich sein dass das nyquist-shannonsche Abtasttheorem widerlegt wurde.
    Oder aber man kann das Band doch tatsächlich effektiver nutzen.

    > Beamforming bedeutet nicht weniger Exposition sondern mehr, weil es zum
    > einen mehrere Interferenzmaxima gibt

    ... mit jeweils maximal dem Maximum wie es bei einer Einzelantenne *überall* (auf einem Radius) auftrat.
    Richtig?
    Da bin ich mir jetzt nicht sicher, wie das in der Praxis im Falle 5G vorgesehen ist.

    > und weil zum anderen zusaetzliche
    > Energie aufgewendet und ausgestrahlt werden muss, um das
    > Ergebnis zu bekommen. Dadurch gibt es dann tatsaechlich Zonen mit deutlich
    > weniger Exposition und Zonen mit mehr Exposition.

    Ok, scheint als hätte ich oben falsch vermutet...?

    Spaetestens bei
    > dynamischer Nachfuehrung gibt es dann nahezu unvorherhsehbare Bedingungen,
    > die allenthalben durch eine sehr enge Begrenzung der maximalen Sendenergie
    > fuer das gesamte Areal, und nicht mehr nur pro Antenne, kontrollierbar
    > sind.

    Ja, drum macht man das ja auch so. Und das ist jetzt warum ein Problem?
    Ist übrigens keine neue Idee: Im Bereich der Ex-Technik arbeitet man schon immer mit klar definierten maximaler Energie über die gesamte Fläche. Rechnerisch gesehen halt ein Integral, in der Praxis einfach eine Leistungsbegrenzung.
    Funktioniert prima, so bekommt man sogar Satellitenantennen Ex-tauglich.

    > Woher der Irrglaube kommt, dass diverse Segmente weniger Sendeleistung
    > braeuchten, weil sie 5G und ander Standards beherrschen, kann ich nicht
    > ganz nachvollziehen.

    Ich behauptete nicht „weniger“, sondern „gleich viel“; allerdings für eine bestimmte Menge Daten letztlich *weniger* aufgrund der effektiveren Übertragung/Codierung -> kürzeres Signal.

    >!1Watt 5G hat genau die gleiche Energiemenge wie 1W 4G.

    Aber das Integral über die Übertragung von 100kB im selben Band bei gleicher Leistung ist bei 5G kleiner.


    > Und die verschiedenen Dipole werden deswegen nicht wenier sondern mehr
    > genutzt, da sie flexibel einsetzbar sind und nicht ruhen muessen, wenn
    > wenige Geraete, die das jeweilige Verfahren beherrschen, im Sendegebiet
    > liegen.

    Schade für die armen kleinen. Aber relevant fürs Thema ist das jetzt, weil...?


    >
    > Durch die hoeheren Frequenzen wird pro Flaeche mehr Energie abgestrahlt,

    Die höheren Frequenzen sind *eine* Option bei 5G. Außer diesen wurden auch *niedrigere* Frequenzen vergeben, sowie alle bekannten werden Perspektivisch weiter genutzt.


    um
    > die Ueberlappung der Segmente gewaehrleisten zu koennen, wird mehr Leistung
    > abgestrahlt, durch die zunehmende Nutzung und hoehere Bandbreite wird schon
    > aus physikalischen Gruenden mehr abgestrahlt.
    >

    Mehr Nutzung -> mehr Leistung.
    Das ist ja klar.

    Nochmal: mir ging es *nicht* darum zu behaupten dass morgen weniger Leistung abgestrahlt wird; sondern dass das nicht aufgrund der puren Existenz von 5G passiert, sondern weil mehr Leute mehr Daten übertragen wollen.

    Schuld an der Entwicklung ist also nicht irgendein dubioser neuer Standard, sondern wir alle, die wir die Leistung abfordern, sei es direkt (Handy) oder indirekt (Nutzung von Diensten/Produkten für deren Herstellung 5G eingesetzt wird).

    Die Aluhüte sollten sich also an die eigene Nase fassen, das war meine Aussage.

  7. Re: Endlich mal ... Nachtrag

    Autor: bombinho 19.06.19 - 12:39

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schuld an der Entwicklung ist also nicht irgendein dubioser neuer Standard,
    > sondern wir alle, die wir die Leistung abfordern, sei es direkt (Handy)
    > oder indirekt (Nutzung von Diensten/Produkten für deren Herstellung 5G
    > eingesetzt wird).

    Ja, das trifft es weitgehend. Allerdings bedingen einige der Features von 5G (BTW QAM1024 ist nicht neu sondern bereits bei 4G standardisiert) eben eine hoehere Gesamtbelastung. Allerdings sind viele dieser Feature meilenweit davon entfernt, praktisch in der Flaeche umsetzbar zu sein. Mal abgesehen von der staerkeren Segmentierung und Ueberlappung der Segmente.

    So ganz nebenbei nimmt die Sendeleistung bei komplexerer Modulation zwangslaeufig zu, aber mit etwas Glueck kann man die Effizienz marginal steigern, so dass pro Dateneinheit eine leicht verringerte Energiemenge aufgewendet wird. Der wahre Vorteil ist der Zeitgewinn.

    Nachtrag:
    Die geaenderten Bedingungen gegenueber bisherigen Technologien in diesem Sektor resultieren schlicht aus den hinzukommenden dynamischen Anpassungen, die eventuell lokal zu unvorhergesehenen Bedingungen fuehren koennen, es gilt nun, genau diese Umstaende zu untersuchen und dementsprechend neue Empfehlungen zu finden, damit die Grenzwerte auch unter unguenstigen Umstaenden trotzdem eingehalten werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.19 12:46 durch bombinho.

  8. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: DY 19.06.19 - 13:07

    southy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... in dieser unsäglich mit Ideologie überbackenen Diskussion a la
    > „das werden unfassbar viele böse Sender“.
    > Nur nochmal ein paar Fakten zur Erinnerung:
    >
    > - 5G hat effektivere Codierungsverfahren
    > -> bei gleicher Frequenz und Datenmenge kürzere Übertragungszeit ->
    > weniger Exposition


    Ja und, darüber wird doch gar nicht diskutiert.

    Das Problem ist, dass sich niemand wirklich damit beschäftigt. Es geht nur um Ideologien.
    Es ist klar, dass höhere Frequenzen verwendet werden. Es ist auch klar, dass diese sich nicht mehr so weit ausbreiten, also die Reichweite sinkt. Damit muss das Netz dichter werden, also mehr Sendemasten.
    Ob diese höheren Frequenzen gefährlich sind, weiß niemand; der große Feldversuch startet ja erst ;-)

  9. Re: Endlich mal ein paar technische Argumente...

    Autor: southy 19.06.19 - 15:11

    DY schrieb:

    > Ja und, darüber wird doch gar nicht diskutiert.

    Ich habe diesen Thread aufgemacht und ich diskutiere hier darüber.
    Und zwar als Reaktion, weil es andere auch tun:
    Schauen Sie sich nur an wie viele Leute Angst davor haben, dass bei Ihnen zuhause jetzt plötzlich "mehr Strahlung" ankommt; obwohl ein Großteil der Bevölkerung in Regionen wohnt, die auch in Zukunft mit den gleichen Frequenzen versorgt werden. Gar nicht zu reden von den neuen 700 MHz-Bändern, die ja sogar *unter* den bisherigen liegen.

    Ja, es kommen neue, höhere hinzu.
    Aber ja eben für bestimmte Einsatzzwecke (was den Bereich 3 GHz und höher angeht. Was den Bereich deutlich über 10 GHz angeht: ziemlich wahrscheinlich für sehr eng begrenzte Spezialzwecke. Denen man auch sehr gut ausweichen kann, z.B. mit einem Regenschirm)

    Beispiel: Transport & Logistik oder "last mile" mehr oder weniger punkt-zu-punkt.

    D.h. die meisten Menschen werden in Ihrem normalen Umfeld nur sehr begrenzt diesen Frequenzen überhaupt ausgesetzt sein. Schon alleine, weil sie hinter der nächsten Mauer/Markise/Regenschirm wieder ausreichend abgeschirmt sind.

    Dies mal zu benennen war meine Intention.
    Kurz: wer in einem kleinen Ort oder auf dem Land lebt, für den wird sich in Sachen Exposition quasi nichts ändern.
    Das sollte man schon mal anmerken dürfen.


    > Es ist klar, dass höhere Frequenzen verwendet werden. Es ist auch klar,
    > dass diese sich nicht mehr so weit ausbreiten, also die Reichweite sinkt.
    > Damit muss das Netz dichter werden, also mehr Sendemasten.

    s.o.

    > Ob diese höheren Frequenzen gefährlich sind, weiß niemand; der große
    > Feldversuch startet ja erst ;-)

    Oha, da muss ich die ganzen Radarstationen, Satellitenkommunikation, usw wohl übersehen haben.
    Aber im Ernst jetzt:
    Ja, die Art der Nutzung dieser Frequenzbereiche (für 5G) ist neu.
    Aber es ist jetzt nun wahrlich nicht so als sei das grade vom Himmel gefallen und nie zuvor benutzt worden.

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