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Einige inhaltliche Fehler
Autor: DerHandy 18.07.19 - 09:19
Der Artikel enthält leider einige inhaltliche Fehler.
Der Autor wollte wohl die Mitteilung von Digitimes um ein paar Details erweitern und kannte sich nicht wirklich aus:
Erstens, Time of Flight ist meistens nicht über eine tatsächliche Messung der Flugzeit implementiert, sondern über die Messung der Phasenverschiebung der auf dem Infrarotlicht aufgebrachten Modulation (zB 60MHz), welche sich durch die Distanz ergibt. Daraus ergibt sich auch, dass man bei dieser Methode nicht eine Messung macht, sondern mind. vier. Über die Messungen kann man dann die Phase berechnen und über die Phasenverschiebung auf die Distanz schließen. Diese Variante nennt sich Continuous Wave Time of Flight. Alle Sensoren von PMD (heute breit im Einsatz bei Handys) machen das so.
Weiters gibt es Pulsed Time of Flight. Dort wird gemessen wie viel Licht vor und nach einer bestimmten Zeitschranke ankommt, wodurch man auch auf die Distanz schließen kann. Sensoren wie zB von Panasonic machen das so. Da der Lichtpuls hierfür extrem kurz sein muss (nur ein paar Nanosekunden lang) werden aber rund 1000 Messungen pro Bild gemacht, um genug Daten zu sammeln.
Und dann gibt es "echtes" Time of Flight, wie es zB bei LIDARs (zB von Velodyne) zum Einsatz kommt, wo tatsächlich die Zeit gemessen wird. Da es hier auf Bruchteile von Nanosekunden ankommt, ist die Messung sehr aufwändig und die Geräte daher sehr teuer – und liefern nur ein paar Dutzend Distanzmessungen auf einmal.
Zweitens, das "Truedepth" Verfahren vom iPhone ist eine Kombination von mehreren Techniken. So verwenden es zB ein sehr simples Single-Point ToF um festzustellen, ob da überhaupt etwas vor der Kamera ist. Nur falls ja, wird das Structured Light System eingeschaltet, um das Tiefenbild aufzunehmen. Das Problem mit Structured Light ist, dass es sehr schnell unter anderem Licht (zB von der Sonne) leidet. Continuous Wave ToF hat da Vorteile, weil das Signal moduliert wird und somit vom natürlichen Licht unterscheidbar ist. -
Danke - Re: Einige inhaltliche Fehler
Autor: Rudi Mental 18.07.19 - 09:27
Hatte mich schon gewundert, dass "echtes" Time of Flight so günstig geworden ist.
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Re: Einige inhaltliche Fehler
Autor: ad (Golem.de) 18.07.19 - 10:20
DerHandy schrieb:
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> Der Artikel enthält leider einige inhaltliche Fehler.
Ich habe das etwas ergänzt, dass es sich nicht zwangsläufig um eine _einzige Aufnahme handeln muss.



