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Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Pecker 01.03.17 - 16:11
Schaut man sich die Telefonie heute mal an, stellt man fest, dass im Gesamtpaket der Festnetzanschluss kaum mehr Vorteile gegenüber dem Mobilfunk bietet. Im Gegenteil!
Bei Kosten und Flexibilität ist Mobilfunk unschlagbar günstig. Flatrates für 7¤ im Monat im Mobilfunk kein Problem.
Selbst bei Zuverlässigkeit dürfte es seit der Umstellung auf IP auch nur noch ein Unentschieden geben.
Warum sollte also ein Glasfaseranschluss in 10 Jahren 5G für den Privatkunden am Ende überlegen sein? Es zählt das Preisleistungsverhältnis -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: tommihommi1 01.03.17 - 16:22
Latenz: Punkt für Glasfaser gegenüber Mobilfunk.
Zuverlässigkeit: Glasfaser wird gestört, wenn jemand das Kabel zerstört, sonst nicht. 2:0
Sicherheit: Unentschieden, die Geheimdienste schnüffeln eh an den zentralen Knoten
Geschwindigkeit: Da muss man wohl kaum drüber reden, Glasfaser haushoch überlegen.
Mobilfunk hat die Kosten für sich, alles Andere spricht dagegen. Bei den Preisen, die die Netzbetreiber heute für mobiles Internet verlangen, ist nicht mal der eine Punkt selbstverständlich. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Pecker 01.03.17 - 16:41
tommihommi1 schrieb:
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> Latenz: Punkt für Glasfaser gegenüber Mobilfunk.
5G hat eine Latenz von 1 ms innerhalb des Netzwerkes. Glasfaser ist schneller ja, Aber ob ich eine Gesamtlatenz bis zum Server 15,5ms oder 15,3 ms habe, ist ehrlichgesagt scheissegal! Also unentschieden!
> Zuverlässigkeit: Glasfaser wird gestört, wenn jemand das Kabel zerstört,
> sonst nicht. 2:0
Hä? Ich könnte genau so argumentieren, bei Mobilfunk gibts überhaupt kein Kabel, dass man zerstören kann, was natürlich nicht stimmt. Mal im Ernst! Beides sind Netzwerke und können auf Zig Möglichkeiten gestört werden. Da stehts wenn überhaupt unentschieden. Fällt ein Sender aus, verbinde ich mich mit dem nächsten.
> Sicherheit: Unentschieden, die Geheimdienste schnüffeln eh an den zentralen
> Knoten
Bei entsprechender Verschlüsselung ists total egal, richtig.
> Geschwindigkeit: Da muss man wohl kaum drüber reden, Glasfaser haushoch
> überlegen.
Richtig, die Frage bleibt, braucht man das und will man das bezahlen.
> Mobilfunk hat die Kosten für sich, alles Andere spricht dagegen. Bei den
> Preisen, die die Netzbetreiber heute für mobiles Internet verlangen, ist
> nicht mal der eine Punkt selbstverständlich.
Tja, das wird aber wohl so kommen. Warum? Weils es in der Vergangenheit auch schon so war. SMS Flat waren früher sau teuer, 50¤ und mehr haben die Anfangs gekostet. Genau so Telefonflats. Damals hat auch niemand gedacht, dass Mobilfunk jemals günstiger sein wird, als ein Festnetzanschluss. Es ist aber so gekommen. Und das wird auch bei Datenverbindungen so kommen. Andere Länder sind da auch schon weiter und machen s vor.
Und Mobilfunk hat nicht nur die Kosten auf seiner Seite, sondern auch die Flexibilität. Ich habe das Telefon/Internet immer dabei und ist nicht auf Daheim beschränkt. Allein dieser Vorteil ist imens -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Fregin 01.03.17 - 17:02
Pecker schrieb:
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> Bei Kosten und Flexibilität ist Mobilfunk unschlagbar günstig. Flatrates
> für 7¤ im Monat im Mobilfunk kein Problem.
Und bei Mobil wird nach x MB / GB gedrosselt, was das Zeug hält. Je billiger der Zugang, desto eher. Für einen Hausanschluss, über den mehr als ein paar Mails laufen also keinerlei Option.
> Selbst bei Zuverlässigkeit dürfte es seit der Umstellung auf IP auch nur
> noch ein Unentschieden geben.
Funk ist immer störempfindlich. Je nach Wetterlage schwankt mein Empfang hier zwischen EDGE und LTE. Nennst du sowas zuverlässig?
> Warum sollte also ein Glasfaseranschluss in 10 Jahren 5G für den
> Privatkunden am Ende überlegen sein? Es zählt das Preisleistungsverhältnis
Weil auch in 10 Jahren Glasfaser schneller sein wird als Funk, weil auch in 10 Jahren Funk nicht von äußeren Faktoren unbeeinflussbar sein wird, weil auch in 10 Jahren wohl eher keine echten Flatrates per Funk angeboten werden. Und auch in 10 Jahren wird die tatsächlich verfügbare Bandbreite beim Funk davon abhängen, wieviele Leute grad in der Zelle eingebucht sind.
> Hä? Ich könnte genau so argumentieren, bei Mobilfunk gibts überhaupt kein
> Kabel, dass man zerstören kann, was natürlich nicht stimmt.
Wie ich schon schrieb, reicht bei Funk das Wetter, um Störungen zu verursachen. Hinzu kommen noch weitere Störfaktoren wie andere Funkquellen. Beim Lichtleiter musst du schon das Kabel mechanisch beschädigen, alles andere macht dem nichts aus.
> Richtig, die Frage bleibt, braucht man das und will man das bezahlen.
Die Datenmengen kennen seit Jahrzehnten nur eine Richtung: Steil nach oben. Also ja: Man braucht das und eine großzügige Reserve dazu, damit man die Infrastruktur ein paar Jahrzehnte nutzen kann. Auch da gibts derzeit eigentlich nur eine Antwort: Glasfaser.
> Und Mobilfunk hat nicht nur die Kosten auf seiner Seite, sondern auch die
> Flexibilität.
Flexibilität interessiert bei einem Heimanschluss nicht. Hier zählt einfach nur Leistung. Ich stöpsel meinen Rechner an die Netzwerkdose und schlepp den nicht dauernd durch die Gegend.
> Ich habe das Telefon/Internet immer dabei und ist nicht auf
> Daheim beschränkt.
Wo ist der Unterschied zu jetzt? Ja, ich brauch nen zweiten Vertrag fürs Handy. Juckt mich ehrlich gesagt wenig, so kann ich mir wenigstens den Anbieter dafür raussuchen. Prinzipiell hindert die Anbieter ja aber auch nichts daran Kombiangebote zu bringen. Gibts ja auch hier und da. Schon vor > 10 Jahren hab ich bei 1und1 auf Wunsch ne Sim-Karte zum DSL-Vertrag dazu bekommen.
Funk ist ne tolle Sache für mobile Geräte. Mehr nicht. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: wire-less 01.03.17 - 17:10
Auf lange Sicht sehe ich ausschließlich Mobilfunk. Der Vorteil liegt auf der Hand. Ich brauche keine Kabel und bin unabhängig vom Ort.
Keine Aufwand mit Umziehen, mein Endgerät kann ich einfach rumtragen, ...
Beim Telefonieren ist's ja schon passiert, Messaging/Facebook macht man auch fast nur noch mobil.
Wenn man sieht wie schnell sich das entwickelt hat und das über ein paar Jahre weiterdenkt wird's klar. 5G ist zwar momentan noch ein "Hypethema" das völlig überzogen angepriesen wird. Aber Mobilfunk wird immer schneller und immer günstiger. Und die Geräte die jetzt Wlan drin haben werden zusätzlich 5G können. Das wird der Chipset von Atheros und co. einfach mitbringen.
Glasfaser brauchen die Anbieter um Ihre Basisstationen zu versorgen. Aber der Endkunde wird's in der Zukunft selten buchen. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: wire-less 01.03.17 - 17:22
>
> Funk ist immer störempfindlich. Je nach Wetterlage schwankt mein Empfang
> hier zwischen EDGE und LTE. Nennst du sowas zuverlässig?
Je nach Ort schwankt deine Glasfaserverfügbarkeit zwischen 0 und 1. LTE hat eine größere Verfügbarkeit wie Glasfaser.
Was ich damit sagen will. Das hängt vom Installationsgrad ab. Ich muss weniger Mobilfunkstationen aufbauen um 100% Abdeckung zu bekommen. Für GF muss ich Tiefbau bis in jedes Haus betreiben. Bei Mobilfunk bekommst du auch schon mal 3 Anbieter ins Haus. Bei GF wird es auch in Zukunft sehr begrenzten Wettbewerb geben.
>
> > Warum sollte also ein Glasfaseranschluss in 10 Jahren 5G für den
> > Privatkunden am Ende überlegen sein? Es zählt das
> Preisleistungsverhältnis
>
> Weil auch in 10 Jahren Glasfaser schneller sein wird als Funk, weil auch in
> 10 Jahren Funk nicht von äußeren Faktoren unbeeinflussbar sein wird, weil
> auch in 10 Jahren wohl eher keine echten Flatrates per Funk angeboten
> werden. Und auch in 10 Jahren wird die tatsächlich verfügbare Bandbreite
> beim Funk davon abhängen, wieviele Leute grad in der Zelle eingebucht
> sind.
Siehe oben Installationsgrad. Du bist Wetterabhängig weil die BS zu weit von dir weg ist.
>
> > Hä? Ich könnte genau so argumentieren, bei Mobilfunk gibts überhaupt
> kein
> > Kabel, dass man zerstören kann, was natürlich nicht stimmt.
> Wie ich schon schrieb, reicht bei Funk das Wetter, um Störungen zu
> verursachen. Hinzu kommen noch weitere Störfaktoren wie andere Funkquellen.
Mobilfunk findet mit reservierten Frequenzen statt.
> Beim Lichtleiter musst du schon das Kabel mechanisch beschädigen, alles
> andere macht dem nichts aus.
Ja. Aber es passiert. Der Kabelweg vom Haushalt bis zur nächsten Stelle an der es Redundanzen gibt ist oft sehr lang. Es gibt Muffen in die Wasser eindringt, Bagger die danebengreifen, ...
>
> > Richtig, die Frage bleibt, braucht man das und will man das bezahlen.
> Die Datenmengen kennen seit Jahrzehnten nur eine Richtung: Steil nach oben.
> Also ja: Man braucht das und eine großzügige Reserve dazu, damit man die
> Infrastruktur ein paar Jahrzehnte nutzen kann. Auch da gibts derzeit
> eigentlich nur eine Antwort: Glasfaser.
Infrastruktur ist immer dynamisch. Nichts liegt irgendwo für die Ewigkeit.
>
> > Und Mobilfunk hat nicht nur die Kosten auf seiner Seite, sondern auch
> die
> > Flexibilität.
> Flexibilität interessiert bei einem Heimanschluss nicht. Hier zählt einfach
> nur Leistung. Ich stöpsel meinen Rechner an die Netzwerkdose und schlepp
> den nicht dauernd durch die Gegend.
Viele Leute ziehen um. Und vor allem hat jeder einen Mobilfunkvertrag. Wenn der genug Speed/Volumen hat das er seine Bude mitversorgen kann überlegt er sich ob er das Festnetz noch braucht. Das wird kommen.
>
> > Ich habe das Telefon/Internet immer dabei und ist nicht auf
> > Daheim beschränkt.
> Wo ist der Unterschied zu jetzt? Ja, ich brauch nen zweiten Vertrag fürs
> Handy. Juckt mich ehrlich gesagt wenig, so kann ich mir wenigstens den
> Anbieter dafür raussuchen. Prinzipiell hindert die Anbieter ja aber auch
> nichts daran Kombiangebote zu bringen. Gibts ja auch hier und da. Schon vor
> > 10 Jahren hab ich bei 1und1 auf Wunsch ne Sim-Karte zum DSL-Vertrag dazu
> bekommen.
>
> Funk ist ne tolle Sache für mobile Geräte. Mehr nicht.
Falsche Einschätzung. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Kacha 01.03.17 - 18:14
Wenn man wenig bis mittlere Nutzung hat wird das mit 5G noch recht gut gehen. Allerdings sollte man sich dann auf schlechte Leistung gefasst machen. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass man im guenstigen Vertrag gleich behandelt wird wie im teuren? Da kommt Traffic Shaping und dann viel Spass mit Funk wenn mal ein paar mehr in der Zelle sind.
Es ist ehrlich gesagt reichlich naiv zu meinem Funk waere die ultimative Loesung. Falls man der Entwicklung nicht folgt, selbst Mobilfunk, allerdings in geringerem Masse wie WiFi, hat Probleme mit Interference. Bis zu einem gewissen Grad kann man da mit verschiedenen Techniken helfen, die einfachste Moeglichkeit ist aber immer kleinere Zellen aufzustellen (Femto-Zellen). Das ironische an dem ganzen: Damit hat man schon fast ueberall Glasfaser, weil man es eh bis zu den Stationen legen muss. Und dabei wird der Aufbau von 5G gleich mal etwas teurer. Auch auf die Millisekunde, bis zur Station, wuerde ich mich nicht verlassen. Das kommt sehr auf die Nutzung und andere Faktoren an. Und natuerlich wollen die Provider ja auch verdienen. Da wird es nette Modelle mit Priorisierung geben, sobald sich das als moeglicher Festnetzersatz etablieren sollte. Glaubt bloss nicht ihr kommt guenstiger weg. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: wire-less 01.03.17 - 18:36
Kacha schrieb:
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> Wenn man wenig bis mittlere Nutzung hat wird das mit 5G noch recht gut
> gehen. Allerdings sollte man sich dann auf schlechte Leistung gefasst
> machen. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass man im guenstigen Vertrag
> gleich behandelt wird wie im teuren? Da kommt Traffic Shaping und dann viel
> Spass mit Funk wenn mal ein paar mehr in der Zelle sind.
>
> Es ist ehrlich gesagt reichlich naiv zu meinem Funk waere die ultimative
> Loesung. Falls man der Entwicklung nicht folgt, selbst Mobilfunk,
> allerdings in geringerem Masse wie WiFi, hat Probleme mit Interference. Bis
> zu einem gewissen Grad kann man da mit verschiedenen Techniken helfen, die
> einfachste Moeglichkeit ist aber immer kleinere Zellen aufzustellen
> (Femto-Zellen). Das ironische an dem ganzen: Damit hat man schon fast
> ueberall Glasfaser, weil man es eh bis zu den Stationen legen muss. Und
> dabei wird der Aufbau von 5G gleich mal etwas teurer. Auch auf die
> Millisekunde, bis zur Station, wuerde ich mich nicht verlassen. Das kommt
> sehr auf die Nutzung und andere Faktoren an. Und natuerlich wollen die
> Provider ja auch verdienen. Da wird es nette Modelle mit Priorisierung
> geben, sobald sich das als moeglicher Festnetzersatz etablieren sollte.
> Glaubt bloss nicht ihr kommt guenstiger weg.
Natürlich muss man kleinere Zellen aufbauen da wo viele Nutzer sind. Die einzelne Millisekunde ist auch nicht so entscheidend.
Und ja. Wer mehr bezahlt bekommt mehr. Ist doch überall so. Wenn ich einen Carrieranschluss buche bekomme ich Expressentstörung und garantierte Bandbreite. Wenn ich einen Privatkundentarif buche kann's dauern wenn was kaputt ist.
Und ja. An einigen Stellen ist Kabel immer sinnvoller. Wenn ich mich in der Innenstadt hinter meterdicken Wänden bewege kann ich nicht erwarten überall superguten Empfang zu haben. Aber da hab' ich auch Schwierigkeiten Kabel zu verlegen. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Dragos 01.03.17 - 20:17
wire-less schrieb:
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> Natürlich muss man kleinere Zellen aufbauen da wo viele Nutzer sind. Die
> einzelne Millisekunde ist auch nicht so entscheidend.
> Und ja. Wer mehr bezahlt bekommt mehr. Ist doch überall so. Wenn ich einen
> Carrieranschluss buche bekomme ich Expressentstörung und garantierte
> Bandbreite. Wenn ich einen Privatkundentarif buche kann's dauern wenn was
> kaputt ist.
Bei mir sind Entstörungen von 24H Werktags im Vertrag geregelt. Damit kann ich Leben als Privatkunde.
Vorteile zu treueren Tarifen sehe ich nicht, gibt nur mehr Bandbreite. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: powa 01.03.17 - 20:26
Da Versorger wirtschaftlich arbeiten müssen, werden Mobilfunkmasten so dimensioniert, dass der Bedarf mit einem gewissen Sicherheitsfaktor gedeckt wird. Das bedeutet für den Mobilfunk, dass sobald mehr Leute in einem Gebiet sind, automatisch die Nutzung schlechter wird. Diese Kalkulation ist bei einem festen Anschluss etwas anders geartet. Außerdem muss man sich die Frage stellen, ob denn die Versorger die Rechnung auch genauso aufmachen und jede Funkzelle so dimensionieren, dass jeder Nutzer in der Reichweite auch durchgängig seine maximale Leistung abrufen dürfte. Das würde evtl. bedeuten 1000 Leute gucken Samstagabend alle gleichzeitig einen 4k Stream ihrer jeweiligen Lieblingsserie. Ob die Funkzelle dafür ausgelegt wird, weiß keiner. Und wenn man sagt, dass viele kleine Sender überall verstreut sein müssten, dann sollte man sich im Hinterkopf halten, dass die Funkzellen alle mit Glasfaser angeschlossen werden müssen. Da kann man sich auch gleich die Frage stellen, ob man nicht einfach jeden Haushalt mit Glasfaser ausstattet...
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Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Blar 01.03.17 - 20:32
> 5G hat eine Latenz von 1 ms innerhalb des Netzwerkes.
Wurde das schon getestet, dass dieses Marketingversprechen stimmt?
--
Meine Seite http://www.blar.de/ und mein Blog http://blar.wordpress.com/ -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: WarumLinuxBesserIst 01.03.17 - 21:00
Mit Funk kann man niemals die selbe Geschwindigkeit wie mit Glasfaser erreichen.
Funkwellen können unmöglich so schnell wie Licht sein.
Wer denkt 5G wäre ausreichend, der irrt. Das Datenvolumen wird immer größer und bald wollen alle 4K Videos auf YouTube ansehen.
Vor Jahren dachte noch alle 3G wäre schnell und das genügt. Dann war es plötzlich doch nicht mehr genug und 4G (LTE) kam. Nun soll 5G kommen, was lediglich ungefähr 10 mal so schnell ist wie der aktuelle LTE Standard. Das wird auch dann nicht für alle Zeit genug sein, denn auch die Datenvolumen werden trotzdem immer weiter wachsen.
Eine Glasfaserverbindung muss nicht wachsen. Nochmal: "Nichts ist schneller als Licht" -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: Ovaron 02.03.17 - 05:40
WarumLinuxBesserIst schrieb:
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> Mit Funk kann man niemals die selbe Geschwindigkeit wie mit Glasfaser
> erreichen.
> Funkwellen können unmöglich so schnell wie Licht sein.
Lichtwellen sind in Glasfaser langsamer als Funkwellen in Atmosphäre.
Hoecker - Sie sind RAUS. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: wire-less 02.03.17 - 06:00
WarumLinuxBesserIst schrieb:
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> Mit Funk kann man niemals die selbe Geschwindigkeit wie mit Glasfaser
> erreichen.
> Funkwellen können unmöglich so schnell wie Licht sein.
>
> Wer denkt 5G wäre ausreichend, der irrt. Das Datenvolumen wird immer größer
> und bald wollen alle 4K Videos auf YouTube ansehen.
> Vor Jahren dachte noch alle 3G wäre schnell und das genügt. Dann war es
> plötzlich doch nicht mehr genug und 4G (LTE) kam. Nun soll 5G kommen, was
> lediglich ungefähr 10 mal so schnell ist wie der aktuelle LTE Standard. Das
> wird auch dann nicht für alle Zeit genug sein, denn auch die Datenvolumen
> werden trotzdem immer weiter wachsen.
>
> Eine Glasfaserverbindung muss nicht wachsen. Nochmal: "Nichts ist schneller
> als Licht"
Die Glasfaserverbindung macht Umwege. HighSpeed Broker arbeiten über speziell designte Richtfunkstrecken weil die Latenzen niedriger sind. Ich kenne da ein Projekt das 2 Börsen verbindet.
Und bevor du weiterdiskutierst gucke bitte auf wikipedia "gpon" nach. So werden fast alle GF-Endkundenanschlüsse realisiert. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: wire-less 02.03.17 - 06:06
powa schrieb:
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> Da Versorger wirtschaftlich arbeiten müssen, werden Mobilfunkmasten so
> dimensioniert, dass der Bedarf mit einem gewissen Sicherheitsfaktor gedeckt
> wird. Das bedeutet für den Mobilfunk, dass sobald mehr Leute in einem
> Gebiet sind, automatisch die Nutzung schlechter wird. Diese Kalkulation ist
> bei einem festen Anschluss etwas anders geartet. Außerdem muss man sich die
> Frage stellen, ob denn die Versorger die Rechnung auch genauso aufmachen
> und jede Funkzelle so dimensionieren, dass jeder Nutzer in der Reichweite
> auch durchgängig seine maximale Leistung abrufen dürfte. Das würde evtl.
> bedeuten 1000 Leute gucken Samstagabend alle gleichzeitig einen 4k Stream
> ihrer jeweiligen Lieblingsserie. Ob die Funkzelle dafür ausgelegt wird,
> weiß keiner. Und wenn man sagt, dass viele kleine Sender überall verstreut
> sein müssten, dann sollte man sich im Hinterkopf halten, dass die
> Funkzellen alle mit Glasfaser angeschlossen werden müssen. Da kann man sich
> auch gleich die Frage stellen, ob man nicht einfach jeden Haushalt mit
> Glasfaser ausstattet...
Mobilfunkanbieter versuchen momentan die Fläche abzudecken. Um Haushalte zu versorgen müssen die Netze verdichtet werden. Das ist aber immer noch billiger wie GF in jede Haushalt zu legen. Auch bei GF wird gespart. Nicht jeder Haushalt bekommt die Faser 1:1 bis ins Kernnetz. Da wird mit gpon gemultiplext um die Faserbündel dünner zu bekommen und Hardware zu sparen.
Das teuerste an GF ist aber der letzte Meter ins Haus. Nicht jeder will dafür bezahlen das sein Grundstück aufgegraben wird. -
Re: Reine Festnetzanschlüsse blieben Mobilfunk immer überlegen... so so
Autor: siedenburg2 02.03.17 - 11:32
Um noch etwas anderen Input beizusteuern.
Ich hatte gestern eine kleine Störung meiner kabel Verbindung (kamen statt 400k nur zwischen 10 und 30k an), dies lag an einem ausgefallenen Verteilerpunkt.
Ich dachte mir dann, ok, nutze ich LTE, Vodafone hat mir ja für diesen Monat 100GB geschenkt und ich musste noch 2 4GB images laden.
Mit LTE (bzw. LTE+) kam bei vollem Empfang zwischen 4MBit und max. 15Mbit rein.
Da nutze ich doch lieber die an sich zuverlässige (so eine Störung kann auch bei Mobilfunk auftreten, gerade bei Gewitter fallen die Masten auch öfter mal aus) Kabel Leitung, da kann ich wenigstens mit einem festen Wert rechnen.
Dazu kommt, dass der Mobilfunk Anschluss auch noch einen leichte Paketverlust hatte.
5G macht als Festnetzersatz also bei weitem nicht für alle Sinn. In Frage würden aber die kommen, die derzeit eh nur ein Smartphone und einen kleinen Festnetzvertrag haben, da ihr Volumen schon nach 3 Tagen aufgebraucht ist. Dafür müsste aber das Traffic Limit fallen. Auch macht es evtl. für abgelegende Orte (Insel, Berghütte) oder als Fallback Lösung Sinn.



