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Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

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  1. Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: David64Bit 02.01.18 - 11:57

    Ich gebe zu, meine Erfahrung mit Glasfaser beschränkt sich auf LWL Trunking zwischen Switches. Wie verhält sich Glasfaser "aufgehängt" bzw. "freihängend"? Ist da genügend Flexibilität da?

    Was spricht denn dann dagegen, Glasfaser - ordentlich eingepackt - an Telefonmasten aufzuhängen? Die Infrastruktur ist ja dann meistens schon da, im Ländlichen Bereich gehen die Telefonkabel sogar direkt vom Masten ins Haus, Durchführungen durch Wände wären also schon da...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.18 11:58 durch David64Bit.

  2. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: HoffiKnoffu 02.01.18 - 12:00

    Och...die Kabel halten viel aus. Bei meinen Lehrgängen zum Spleißen von LWL-Fasern wurde immer darauf hingewiesen, dass LWL Kabel zugfester sind, als vergleichbare Kuperkabel.

    Und flexibel sind die Kabel schon. Monomodefasern haben per Spezifikation einen minimalen Biegeradius von 7mm.

  3. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: Netzweltler 02.01.18 - 12:01

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gebe zu, meine Erfahrung mit Glasfaser beschränkt sich auf LWL Trunking
    > zwischen Switches. Wie verhält sich Glasfaser "aufgehängt" bzw.
    > "freihängend"? Ist da genügend Flexibilität da?
    >
    > Was spricht denn dann dagegen, Glasfaser - ordentlich eingepackt - an
    > Telefonmasten aufzuhängen? Die Infrastruktur ist ja dann meistens schon da,
    > im Ländlichen Bereich gehen die Telefonkabel sogar direkt vom Masten ins
    > Haus, Durchführungen durch Wände wären also schon da...
    Es spricht nichts dagegen, LWL-Luftkabel gibt es schon längst, z.B.:
    http://www.bayerische-kabelwerke.de/Produkte/Lichtwellenleiterkabel/LWL_Luftkabel/?docId=cablespecies_901

  4. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: RipClaw 02.01.18 - 12:23

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Och...die Kabel halten viel aus. Bei meinen Lehrgängen zum Spleißen von
    > LWL-Fasern wurde immer darauf hingewiesen, dass LWL Kabel zugfester sind,
    > als vergleichbare Kuperkabel.
    >
    > Und flexibel sind die Kabel schon. Monomodefasern haben per Spezifikation
    > einen minimalen Biegeradius von 7mm.

    Danke das das mal jemand bestätigt. Meistens denken die Leute das man Glasfaser wie ein rohes Ei behandeln muss und das die Kabel auf keinen Fall irgendwie gebogen werden dürfen.

    Die Leute hören das Wort "Glas" und assozieren damit sofort das das ganz zerbrechlich und starr sein muss.

  5. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: tg-- 02.01.18 - 20:24

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HoffiKnoffu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Och...die Kabel halten viel aus. Bei meinen Lehrgängen zum Spleißen von
    > > LWL-Fasern wurde immer darauf hingewiesen, dass LWL Kabel zugfester
    > sind,
    > > als vergleichbare Kuperkabel.
    > >
    > > Und flexibel sind die Kabel schon. Monomodefasern haben per
    > Spezifikation
    > > einen minimalen Biegeradius von 7mm.
    >
    > Danke das das mal jemand bestätigt. Meistens denken die Leute das man
    > Glasfaser wie ein rohes Ei behandeln muss und das die Kabel auf keinen Fall
    > irgendwie gebogen werden dürfen.
    >
    > Die Leute hören das Wort "Glas" und assozieren damit sofort das das ganz
    > zerbrechlich und starr sein muss.

    Nun, das ist auch wahr. Man muss es nur in Relation sehen.
    Der gläserne Teil von Glasfaserkabeln ist zum Glück sehr dünn, und damit deutlich flexibler als dickeres Glas, weil weniger interner Stress existiert.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mit Glasfasern vorsichtig umgehen muss. Der Biegeradius gilt in erster Linie nicht, weil das Glas danach bricht, sondern weil die Dämpfung (durch Verschiebung des Brechungsprofils) danach zu stark ansteigt.
    In geringem Maße wirkt sich das auch auf Kabel aus die nicht ansatzweise so stark gebogen sind, also frei aufgehängte Glasfaserkabel die zwischen den Masten durchhängen.
    Diese Effekte sind allerdings klein genug, dass das im Regelfall kein Problem ist.

    Auch wenn Glas eine recht gute Zugfestigkeit aufweist, muss man bedenken, dass Glasfaserkabel vergleichbarer Kapazität (oder selbst mit der 100 fachen Kapazität) deutlich dünner sind als Kupferkabel und somit bei im Luftkabelbereich verwendeten Durchmessern schneller reißen.
    Wenn es dann dazu kommt ist die Reparatur um ein vielfaches aufwändiger und damit teurer.
    Eine gerissene Leitung mit 50 Kupfer-Doppeladern kann in 2-3 Stunden repariert sein, ein gerissenes Glasfaserkabel mit 20 Adern ist 1 Tag Arbeit mit sehr teurem Werkzeug.

  6. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: RipClaw 02.01.18 - 21:22

    tg-- schrieb:
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    > RipClaw schrieb:
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    > > HoffiKnoffu schrieb:
    > >
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    > > > Och...die Kabel halten viel aus. Bei meinen Lehrgängen zum Spleißen
    > von
    > > > LWL-Fasern wurde immer darauf hingewiesen, dass LWL Kabel zugfester
    > > sind,
    > > > als vergleichbare Kuperkabel.
    > > >
    > > > Und flexibel sind die Kabel schon. Monomodefasern haben per
    > > Spezifikation
    > > > einen minimalen Biegeradius von 7mm.
    > >
    > > Danke das das mal jemand bestätigt. Meistens denken die Leute das man
    > > Glasfaser wie ein rohes Ei behandeln muss und das die Kabel auf keinen
    > Fall
    > > irgendwie gebogen werden dürfen.
    > >
    > > Die Leute hören das Wort "Glas" und assozieren damit sofort das das
    > ganz
    > > zerbrechlich und starr sein muss.
    >
    > Nun, das ist auch wahr. Man muss es nur in Relation sehen.
    > Der gläserne Teil von Glasfaserkabeln ist zum Glück sehr dünn, und damit
    > deutlich flexibler als dickeres Glas, weil weniger interner Stress
    > existiert.

    Die einzelne Faser ist dünner als ein menschliche Haar. Würde man ein menschliches Haar auf die dicke von einem Kupferkabel vergrößern wäre es auch sehr starr und zerbrechlich. Trotzdem redet keiner davon das Haare unflexibel sind und brechen können.

    > Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mit Glasfasern vorsichtig
    > umgehen muss. Der Biegeradius gilt in erster Linie nicht, weil das Glas
    > danach bricht, sondern weil die Dämpfung (durch Verschiebung des
    > Brechungsprofils) danach zu stark ansteigt.
    > In geringem Maße wirkt sich das auch auf Kabel aus die nicht ansatzweise so
    > stark gebogen sind, also frei aufgehängte Glasfaserkabel die zwischen den
    > Masten durchhängen.
    > Diese Effekte sind allerdings klein genug, dass das im Regelfall kein
    > Problem ist.

    Das Problem mit dem Biegeradius hast du doch bei Kupferkabeln auch. Hier hast du nicht nur einen Biegeradius um Bereich von wenigen Millimetern sondern eher von mehreren Zentimetern. Nur redet davon keiner.

    Was mich hier stört ist das die Leute mit ihrem Unwissen Stimmung gegen Glasfaser machen. Ich habe sogar schon Aussagen gehört das Glasfaser einbetoniert werden muss damit sie sich keinen Millimeter mehr bewegen kann.
    Die sollten mal das Chaos Camp besuchen. Da wird ein Glasfaserkabel über mehre Kilometer über Wald und Wiese und sogar durch Bachläufer gezogen. Wie ein Rohes Ei behandelt da keiner das Kabel.

    > Auch wenn Glas eine recht gute Zugfestigkeit aufweist, muss man bedenken,
    > dass Glasfaserkabel vergleichbarer Kapazität (oder selbst mit der 100
    > fachen Kapazität) deutlich dünner sind als Kupferkabel und somit bei im
    > Luftkabelbereich verwendeten Durchmessern schneller reißen.

    Hast du dir den Aufbau von diesen Kabeln schon mal angesehen ? Die sind dick mit Gummi ummantelt und mit einer Zugentlastung aus Stahldrähten versehen. Dadurch werden sie steifer und es wird viel Last von der Faser im inneren genommen.

    Auch normale Verlegekabel sind oft mit einer Zugentlastung aus Aramid-Fasern im Mantel versehen. Die halten mehr aus als man ihnen Zutrauen würde.

    > Wenn es dann dazu kommt ist die Reparatur um ein vielfaches aufwändiger und
    > damit teurer.
    > Eine gerissene Leitung mit 50 Kupfer-Doppeladern kann in 2-3 Stunden
    > repariert sein, ein gerissenes Glasfaserkabel mit 20 Adern ist 1 Tag Arbeit
    > mit sehr teurem Werkzeug.

    Die Telekom hat mal behauptet das ein guter Monteur 100 Verbindungen am Tag schafft:

    [www.golem.de]

    Inzwischen ist das Splicen sehr stark automatisiert.

    Und auch ein Kupferkabel reparierst du nicht einfach mal so. Jedenfalls nicht wenn nach der Reparatur noch ein VDSL Signal drüber laufen soll.

  7. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: Snooozel 02.01.18 - 22:54

    > Es spricht nichts dagegen

    Technisch nicht. Im Telko-Kindergarten schon.
    Hier hat Telekom z.B. den Ausbau eingestellt und EWETel den Markt übernommen, wenn die nun ausbauen dürfen sie die Masten der Telekom schlicht nicht benutzen.
    (Stattdessen wird halt horizontal gebohrt - und das auch quer durchs Feld.)
    Aber selbst die Telekom haut sich dabei selbst die Axt ins Bein, denn die Masten/Kupferleitungen müßen natürlich dann trotzdem weiter gewartet werden obwohl sie dann keiner mehr benutzt wenn Lichtwelle liegt...

  8. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: 156and 03.01.18 - 07:22

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die einzelne Faser ist dünner als ein menschliche Haar. Würde man ein
    > menschliches Haar auf die dicke von einem Kupferkabel vergrößern wäre es
    > auch sehr starr und zerbrechlich. Trotzdem redet keiner davon das Haare
    > unflexibel sind und brechen können.

    Kopfhaare sind 40 bis 60µm, selbst gemessen.

    Fasern sind 125µm (reines Quarz), 245µm ihr coating.
    Was du meinst ist vermutlich der Lichtführende Kern welcher unter 10µm bei Monomode Fasern ist.

  9. Re: Wie flexibel sind Glasfaserkabel?

    Autor: Faksimile 03.01.18 - 19:41

    Das ist nicht wirklich gesagt. Es muss ja nicht Glasfaser genutzt werden.

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