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Vplus - ein Schritt in die falsche Richtung (IMHO)
Autor: Th3Br1x 22.10.15 - 07:53
Meiner Meinung nach ist Vplus ein Schritt in die falsche Richtung. Das ist doch letztlich wieder nur eine Zwischenstufe, um G.fast und FTTH weiter zuverzögern.
Wenn die Telekom auf Vplus setzen wird - na dann gute Nacht. FTTH flächendeckend - ETA 2047, frühestens. "Mimimi, wir haben doch gerade erst VDSL mit Vectoring ausgestattet, aber wir wollen nicht direkt auf FTTH oder G.fast umrüsten, sondern machen uns erst die Mühe, auf Vplus aufzurüsten, damit wir mehr von den staatlichen Förderungen zum Fenster rausschmeißen können."
So klingt das in meinen Ohren ;)
Fraglich ist natürlich, ob die Telekom für dieses Aufrüsten die Förderungen bekommt, aber da die natürlich auch andere Techniken derzeit einsetzen, die gefördert werden, hat die Telekom das Geld natürlich trotzdem. -
Re: Vplus - ein Schritt in die falsche Richtung (IMHO)
Autor: AllAgainstAds 22.10.15 - 09:26
Ich denke, es wäre für die Regionen in der sich die Teuerkom weigert Glasfaser zu verlegen sicher eine schnelle Alternative zu dem, was man bisher bietet. Diese fürchterliche Werbung der Telekom, die ständig im Briefkasten liegt und mit 200 Mbit wirbt ist sowas von niederträchtig. Wenn man die dann anruft und fragt, wie viel man denn geliefert bekommt, heißt es immer "bis zu" … und eine garantierte Mindestgeschwindigkeit die bei wenigsten 95% der angebotenen 200 Mbit/s liegt bekommt man nicht. Ja selbst mit 16k haben die ja schon Probleme.
Die Telekom sollte endlich etwas tun und nicht nur abkassieren, gleiches gilt für Vodafone & Co. Und wenn der Ausbau von Glasfaser so lange dauert, ja dann muss eben eine andere Technik her, die die Dauer des flächendeckenden Ausbaus überbrückt, so einfach ist das.
Aber das wollen die Aktionäre nicht, die wollen nur kassieren und nicht investieren. Armes Deutschland … versenkt sich selbst in der Bedeutungslosigkeit … vom Marktführer zum Staat unter ferner liefen. -
Re: Vplus - ein Schritt in die falsche Richtung (IMHO)
Autor: Th3Br1x 22.10.15 - 10:01
Natürlich, es ist eine Alternative. Aber auch eine weitere Zwischenstufe, zusätzlich zu G.fast, zur Glasfaser (FTTH). Dadurch wird es vermutlich noch länger dauern, bis die Haushalte in DE flächendeckend mit FTTH ausgestattet sind.
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Re: Vplus - ein Schritt in die falsche Richtung (IMHO)
Autor: Ovaron 22.10.15 - 15:27
Th3Br1x schrieb:
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> Meiner Meinung nach ist Vplus ein Schritt in die falsche Richtung.
Begründung bitte.
> Das ist doch letztlich wieder nur eine Zwischenstufe, um G.fast und FTTH weiter
> zuverzögern.
Ja, genau das ist der Zweck.
> Wenn die Telekom auf Vplus setzen wird - na dann gute Nacht. FTTH
> flächendeckend - ETA 2047, frühestens.
Schon wesentlich früher wird man die Telekom aber mit Geld dazu zwingen können FTTH zu legen. Aber warum sollte man das? Weil 1 Gbit (FTTB + G.Fast in Version 3) nicht mehr ausreichen? Mimimi, wir werden alle sterben wenn wir 2047 kein Terrabit am Festplattenrecorder anschließen können?
>"Mimimi, wir haben doch gerade erst VDSL mit Vectoring ausgestattet,
> aber wir wollen nicht direkt auf FTTH oder G.fast umrüsten,
> sondern machen uns erst die Mühe, auf Vplus aufzurüsten
Dir ist aber schon klar das die Umrüstung innerhalb kürzester Zeit ihre Kosten wieder reinholen und dann Gewinn erwirtschaften wird? Im Idealfall geht es um SoftwareUpgrades, ansonsten um den Austausch der Linecard im Outdoor-DSLAM. Und das sind afaik "Peanuts" gegen die Kosten fürs Buddeln.
> damit wir mehr von den staatlichen Förderungen zum Fenster rausschmeißen
> können."
Welche Förderung wurde denn zu welchem Fenster rausgeschmissen? Was glaubst Du, wieviel % der Förderung gingen in die Linie (Glasfaser + Buddeln) und wieviel % in die Kästen und ihren Inhalt? 90:10? 95:5? 98:2? Ich tippe auf letzteres.
> Fraglich ist natürlich, ob die Telekom für dieses Aufrüsten die Förderungen
> bekommt
>Nein, dass das nicht passieren wird steht außer Frage.
> aber da die natürlich auch andere Techniken derzeit einsetzen, die
> gefördert werden, hat die Telekom das Geld natürlich trotzdem.
Hab ich nicht verstanden.



