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3D-Druck wird eine Nische bleiben

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  1. 3D-Druck wird eine Nische bleiben

    Autor: max2 04.03.13 - 19:51

    Schaut euch doch mal in eurem Zimmer um, was man drucken könnte. Ihr werdet drei Typen von Dingen finden:

    Erstens: Dinge, die man nicht drucken kann. Beispielsweise einen Integrierten Schaltkreis oder eine Bettdecke.

    Zweitens: Dinge mit speziellen Anforderungen an das Material, wo die Belastbarkeit auch heute nur mit speziellen Verfahren erzielt werden kann. Mechanische Teile in Maschinen jeglicher Art beispielsweise. Oder auch Glas, hygienisch relevante Behälter, hitzebeständige Materialien, ...

    Drittens: Teile, die man zwar drucken könnte, die aber entweder aus viel billigerem Material oder in viel grösseren Stückzahlen gebaut werden, als dass ein Druck sich lohnen würde. Jegliche Gehäuse von Massenanfertigungen oder Möbel mit viel Materialbedarf.

  2. Re: 3D-Druck wird eine Nische bleiben

    Autor: Wirbelpsychologe 04.03.13 - 22:42

    1) ICs wurden bereits vor Jahren am MIT mit einem einfachen Tintenstrahldrucker auf Folien gedruckt. Dabei wurden verschiedene Siliziumverbindungen an Stelle von Tinte ausgedruckt.

    2) Nahezu alles, was in der Industrie hergestellt wird, wird gegossen. Und genau DAS ist das Problem. Denn es bedeutet besondere Anforderungen an das Material, wenn es besonders stabil, oder leicht, oder beides sein soll. Beim 3D-Drucken kannst Du spezielle fraktale Formen drucken, die das Plastik extrem stabil machen. Auch kannst Du ein Teil nur zu 20, 30, oder 60% füllen. Dadurch wird es sehr leicht. So etwas kann die Industrie nicht machen, da die Herstellung zu teuer würde.

    3) Jede Form von Massenanfertigung ist für den Privatmenschen, der sich sein Kram selber druckt VÖLLIG UNERHEBLICH. Was zählt, ist die Tatsache, das es mich einen Mausklick kostet, das Material, und den Strom. An einen solchen Preis kommt die Industrie nicht heran, denn Zulieferer, die massenweise Privathaushalte mit Rohstoffen beliefern würden (sofern die Leute merken, selber Drucken ist cool), zahlen diese ebenso wenig für die Rohstoffe, wie jene, die auch gleich etwas damit herstellen. Vermutlich sogar noch weniger.

    Nicht mehr lange und jeder kann sich das hier zu Hause drucken:
    http://3druck.com/objects/nike-vapor-laser-talon-nike-verwendet-3d-drucker-zur-produktion-von-endprodukten-399156/

    Was macht Nike dann???

  3. Re: 3D-Druck wird eine Nische bleiben

    Autor: Schorhr 06.03.13 - 14:10

    Bei vielem kann ich zustimmen, aber einiges ist auch noch Zukunftsmusik.
    Druckbare Schaltkreise werden noch einige Zeit keine gängige Anwendung für Heimuser sein, aber zumindest gibt es einige vielversprechende Ansätze; Von leitendem Kunststoff mit geringerem Widerstand bis hin zu erste Versuche mit gedruckten Transistoren. Derzeit praktikabel sind wohl Leiterbahnen fräsen oder Platinen via Laserdruckermethode drucken, belichten und Ätzen.
    So oder so wird es auch langfristig unwahrscheinlich, dass beispielsweise eine fertige Fernbedienung oder ähnliches aus dem Drucker kommt, ohne dass man weitere Komponenten löten müsste. Somit bleibt die Technik in diesem Zusammenhang hauptsächlich für Bastler spannend, ist jedoch nicht relevant für Endkunden. Aber auch diese profitieren durch Umwege (kleine Firmen mit Sonderanfertigungen, Startups mit innovativen Produkten die so erst möglich werden, etc.).

    Was Belastbarkeit und Praxistauglichkeit anbelangt, so kommt es sicher auf den Einzelfall an. Ersatzteile für Ikeaschränke, gebrochene Halogenseilsystemhalter, Handtuchhalterungen, und Teile für Hobby und Co lassen sich ohne weiteres drucken. Voll Belastbar und teilweise sogar günstiger. Ich habe beispielsweise Teleskopadapter gedruckt, die im Laden 30-40 Euro kosten. Selbst mit einem Fehldruck bin ich bei unter 2 Euro Materialkosten.

    Hier gilt auch wieder der Prototyping-Aspekt: Kleinserien und angepasste Teile, die es nicht zu kaufen gibt, werden hiermit überhaupt erst ökonomisch sinnvoll möglich... Sei es für kleine Firmen oder Hobbyenthusiasten.

    Drucker wie der UP/UP Mini (von PP3DP/Afina) sind mittlerweile sogar so einfach zu bedienen, dass man nicht erst Basteln und Tutorials pauken muss. Mit um 1000 Euro auch halbwegs bezahlbar.

    Rechnet sich der 3D Drucker für Zuhase? Sicher nicht.
    Noch nicht.
    Vor 2, 3 Jahren musste man ein Händchen zum besorgen günstiger Teile haben, oder selbst für Kits 800-1000 Dollar ausgeben. Plus Versand und Zoll/Steuern. Heute gibt es Drucker für unter 400 Euro als einfacher Bausatz.
    Aber hat sich der Laserdrucker vor sagen wir einmal 10 Jahren gerechnet? Für einige sicher kaum. Aber er bot die Möglichkeit zuhause schnell Schriftstücke und Unterlagen auszudrucken. Klar hätte man mit Diskette in den Copyshop watscheln-, oder es eben hanschriftlich erledigen können. Jeder muss für sich abwegen, ob er von solch einem Gerät profitiert, sei es für Hobby oder Beruf. Immer mehr entscheiden sich dafür, und sicher nicht nur wegen einem Hype, dafür hält es schon zu lange an.

    Seit dem ich meinen 3D Drucker habe, entdecke ich fast jede Woche neue Möglichkeiten, an die ich beim Kauf nicht einmal gedacht habe. Auch wenn die Technik noch nicht so weit ist, wird es durch sinkende Preise und neuer Materialien aber in einigen Jahren sicher in vielen Bereichen (sinnvoll und lohnend) eingesetzt.
    Aber sicher nicht von Jedem.

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