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Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

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  1. Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: demon driver 13.03.18 - 12:30

    ..., der hat nicht verstanden, was Essen ist.

    Pampe bleibt Pampe, auch wenn sie in filigrane Kitschformen gebracht wird.

    Und selbst wenn ein gesunder Mensch einen Bedarf hätte an einer künstlich seinen Stoffwechseldaten angepassten Nahrungzusammensetzung, was zu bezweifeln ist, ginge das auch mit richtigem Essen.

    3D-Drucker ist ja auch gerade deswegen kein Replikator, weil dieser richtiges, auch von Struktur und Textur her "naturidentisches" Essen herstellt...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.18 12:31 durch demon driver.

  2. Re: Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: Anonymer Nutzer 13.03.18 - 12:42

    Wobei selbst in der science fiction über das Essen regelmäßig gemault wird, Geschmack ist halt nicht komplett quantifizierbar und lebt auch von der Varianz, hausgemacht ist halt keine Breze wie die andere geformt, der Teig nicht immer genau identisch auf das Gramm zusammengesetzt und gegangen und nicht auf die Sekunde identisch lange gebacken, selbst Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur in der Backstube können großen Einfluss auf das Gehen von Teigen haben und diese und viele einzelne Kleinigkeiten immer neu Rekombiniert sorgen dafür, dass selbst beim unveränderten Grundrezept die Brezen vom handwerklichen Bäcker immer etwas anders sind.

    Variation is the spice of life sagt man im Englischen. Das ist genauso eine Kopfgeburt wie der Quatsch mit dem Kühlschrank der automatisch Essen nachbestellen soll und du dann immer das selbe essen musst... der war schon vor 20 Jahren Thema auf der CeBIT und kein normaler Mensch will sowas.

  3. Re: Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: Eheran 13.03.18 - 13:39

    >Geschmack ist halt nicht komplett quantifizierbar und lebt auch von der Varianz
    Wenn ich etwas backe (nach vielen Iterationen zur Optimierung) dann ist das praktisch identisch wie beim letzten mal. Jedenfalls so weit, dass man/ich es als Mensch nicht differenzieren kann.
    Kleinere Unterschiede, wie die von dir genannten, kann man nur rausschmecken, wenn man beides im direkten Vergleich hat und hin- und herwechseln kann. Änderungen wie etwa der "Haptik" durch anderes gehen, kann man sogar erst bei noch größeren Unterschieden feststellen, da wir dort noch unempfindlicher reagieren. Diese Variationen sind mir genau genommen auch noch nie aufgefallen bei allerlei Backwaren - sehr wohl jedoch der unterschiedliche Geschmack zwischen zwei unterschiedlichen Wurst/Nutella/Ketchup/Schokoladen/... Chargen, wenn ich diese innerhalb(!) einer Mahlzeit wechsel. Bei Obst und Gemüse schmeckt freilich immer alles anders, da die Zusammensetzung jeweils unterschiedlich ist.

    Ansonsten wäre es eine absolute Leichtigkeit, solche Variationen auch bei einem "Replikator" zu haben.

  4. Re: Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: 0xDEADC0DE 14.03.18 - 15:47

    Du verwechselst Genuss mit Nahrungsaufnahme. ;)

    Wenn man viele Menschen mit wenig ernähren muss, kann ein Lebensmitteldrucker schon eine Lösung sein, wenn auch keine genussvolle. Aber so weit sind wir ja noch nicht... ;)

  5. Re: Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: gadthrawn 14.03.18 - 17:05

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ..., der hat nicht verstanden, was Essen ist.
    >
    > Pampe bleibt Pampe, auch wenn sie in filigrane Kitschformen gebracht wird.

    Eben nicht.

    Um mal das andere Ende des Handwerks zu sehen (ohne in dieganz abgehobene Küche zu gehen):
    https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/schuhbecks/schuhbecks-meine-festtagskueche-strammer-elmar-100~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135.jpg?version=f40f2
    Ist eine komisch angerichtete, ansonsten wohl ohne großen Aufwand unessbares Brot.
    Wird aber vom Koch so gemacht, um einen optischen Effekt zu erzielen.

    Essen und Geschmack hat auch vieles mit Optik zu tun.
    Senioren sind meist noch altersgerecht gesund. Viele tun sich aber irgendwann mit kauen schwer. Daher gibt es extrem viele Breie.

    Was wäre für dich in dem Alter appetitlicher?
    a)
    https://www.tagesspiegel.de/images/11143367_476627345827861_3759082579352055703_n/11996232/3-formatOriginal.jpg
    oder b)
    https://www.kreiszeitung.de/bilder/2016/09/28/6795637/493474627-45d5532c-de38-4ed2-9af0-05a2022a33911-qa7.jpg
    https://www.berliner-zeitung.de/image/28013090/2x1/940/470/dbcec6e56090390eab6fa320ba49d7ba/YZ/urn-newsml-dpa-com-20090101-170722-99-346692-large-4-3.jpg

    b) ist der Trend der Seniorenernährung. Smooth Food - zwar immer noch pürierte Pampe, aber durch das Aussehen hübscher angerichtet.

    Und bei den Druckern kann die Masse immer noch gekocht, gebacken, gebraten, ... werden.
    Manchmal sind Konsistenzänderungen sehr interessant, siehe Molekülarküche, die hauptsächlich davon lebt, unerwartete Konsistenzen und Festigkeiten zu erzeugen.

    (Oder für de Prolls: de Bubbels in dem BubbleTea bringen immer mal einen anderen Geschmack - was einfach gemischt meist eher blöd schmeckt).

  6. Re: Wer Essen aus dem 3D-Drucker geil findet...

    Autor: Stefann 14.03.18 - 21:59

    Na ja finde ich nun auch nicht so toll.
    Ich habe zwar einen 3D Drucker zuhause aber nutze den für andere Zwecke :)

    Was ich aber seit neuestem mache ist, dass ich mir Etiketten online bestelle ( https://www.label-network.de/produkte/wickeletiketten/ ) weil es sich für mich einfach eher lohnt als wenn ich das selber mache.

    Einiges muss man einfach extern drucken sonst wird man verrückt.
    Aber ich glaube das man vieles ausprobieren sollte, da gehört das experimentieren mit dem 3D Drucker auch dazu.

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