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Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

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  1. Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

    Autor: solary 27.03.18 - 10:40

    Die Telekom könnte doch mal alle Kunden anschreiben nach dem Motto
    Für Glasfaser bitte hier ein Kreuz machen, findet sich in einer Region genug Leute kommen die Bagger.

  2. Re: Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

    Autor: Anonymer Nutzer 27.03.18 - 10:49

    Weil das ein Massenanbieter ist und die weder das Personal, noch die Mittel, dazu haben, solche Extrawürste auf gut Glück auszuprobieren. Wenn die Telekom demnächst auf FTTH wechselt, sobald alle aktuellen Vectoring Projekte abgearbeitet sind, wird sie das flächendeckend, von Garmisch bis Flensburg, machen. Ohne in allen 11.269 Gemeinden der Republik einzeln mit Markterkundungen rumzupopeln. Wenn die Deutsche Glasfaser als Nischenanbieter das macht ist das doch okay, umso besser, wenn das Monopol der Telekom etwas bröckelt. Es muss auch niemand auf die Telekom warten. Gründe deine eigene Firma und bau in deinem Kaff aus, wenn du Banken findest die dir das zu den derzeitigen Bedingungen finanzieren Wenn das alles so simpel und lohnend ist und nur die Telekom das nicht bemerkt und du es besser weisst, worauf wartest du dann, lass dir dieses Geschäft doch nicht entgehen.

  3. Re: Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

    Autor: Hakuro 27.03.18 - 10:51

    Weil die Telekom für 0-50 Mbit Kupfer Verträge die gleichen Preise nehmen kann wie für Glasfaser basierte Verträge ( wenn man mit der Konkurrenz vergleicht). Ausser zusätzliche Fixkosten, was die Bilanz verschlechtert, hat man da kurzfristig nichts gewonnen. Da fährt man besser weiter mit Kupfer und lässt sich dann den Ausbau wegen des Quasi Monopol lieber subventionieren.

    Das der Ausbau von Glasfaser auch ohne staatliche Hilfen wirtschaftlich ist, zeigen ja Unternehmen wie die Deutsche Glasfaser. Hier geht es nur noch darum bis zum bitteren Ende zu schröpfen ohne Rücksicht auf Markt und Steuerzahler.

    Hackfleisch schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > die Telekom demnächst auf FTTH wechselt, sobald alle aktuellen Vectoring
    > Projekte abgearbeitet sind, wird sie das flächendeckend, von Garmisch bis
    > Flensburg, machen. Ohne in allen 11.269 Gemeinden der Republik einzeln mit
    > Markterkundungen rumzupopeln.

    Der war gut. Die Telekom popelt mit VDSL auch nur dort rum, wo es sich wirtschaftlich kurzfristig rentiert. Das sieht man auch daran, dass Die Telekom plötzlich mit VDSL um die Ecke kommt, nach dem zB die DG FTTH verlegt hat. Ansonsten laesst die Telekom einfach Kupfer liegen egal ob 16 Mbit oder 1 Mbit.

    Es gibt bei der Telekom keinen ganzheitlichen Ausbauplan für ganz Deutschschland und auch FTTH muss in Teilprojekten realisiert werden. Das mit der Grösse des Netzes sind einfach nur Ausreden. Man will zurzeit einfach nicht ausbauen, weil sich dann kurzfristig der Gewinn verschlechtert. Also macht man es nur dort, wo subventioniert wird oder es echte Konkurrenz gibt und tausende Leute ihren Anbieter wechseln.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.18 11:02 durch Hakuro.

  4. Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: solary 27.03.18 - 12:09

    >Wenn die Telekom demnächst auf FTTH wechselt, sobald alle aktuellen Vectoring Projekte abgearbeitet sind, wird sie das

    demnächst, das heiß

    Bis 2018 Vectoring-100
    2019-2023 Vectoring-250
    2024-2030 Vectoring-500
    Kann auch gut sein das die es mit G.Fast noch mal wissen wollen.

    Aber für FTTH sehe ich schwarz, es sei die bekommen so viel Druck von der Regierung
    das die ihr Vectoring Programm von sich aus einstampfen, trotz 30% Beteiligung macht die Telekom was sie will.

    Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser.

    Wäre die Telekom die Bundesbahn hätten wir Schnellzüge mit 3 Dampflokomotiven davor!
    Oberleitung?
    nee dazu fehlt uns die Manpower

  5. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: spezi 27.03.18 - 12:44

    Bis 2019 wird die Telekom noch hauptsächlich in FTTC-Ausbau für (Super)Vectoring investieren. Über 2019 hinaus dürfte FTTC dann im Wesentlichen noch bei der Abwicklung von Förderprojekten zum Einsatz kommen, sofern die jeweiligen Anforderungen in den Ausschreibungen so gestaltet waren, dass ein günstigerer Ausbau mittels FTTC möglich ist. Das ist aber jetzt schon immer seltener der Fall.

    Die Umrüstung von Vectoring auf Supervectoring wird eher nebenbei erfolgen, wie derzeit die Einführung von Vectoring in alten FTTC-Bestandsgebieten.

    Die Investitionen werden sich verlagern in Richtung FTTB/H-Ausbau, und auch Technologien wie Fixed Wireless Access. Das sieht man ja jetzt schon an dem angekündigten FTTH-Ausbau in 3000 Gewerbegebieten in den nächsten 5 Jahren (wenn sich jeweils 30% der Unternehmen für einen Glasfaseranschluß bei DT entscheiden). Oder an den ersten Pilotprojekten für einen eigenwirtschaftlichen FTTH-Ausbau in kleineren Städten, die gerade anlaufen.

    Bei größeren Städten wird es ziemlich sicher FTTB-Ausbau für G.fast geben. Pilotprojekte wird es, wenn nicht dieses Jahr, dann sehr wahrscheinlich nächstes Jahr geben.

    Alle 2-3 Jahre hält die Telekom „Capital Market Days“ ab, bei denen es üblicherweise etwas genauere Informationen zu ihren Investitionsplänen in den folgenden Jahren gibt. Die nächste Veranstaltung dieser Art ist im Mai 2018. Mal sehen was es da an Neuigkeiten gibt.

  6. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 27.03.18 - 12:48

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wenn die Telekom demnächst auf FTTH wechselt, sobald alle aktuellen
    > Vectoring Projekte abgearbeitet sind, wird sie das
    >
    > demnächst, das heiß
    >
    > Bis 2018 Vectoring-100
    > 2019-2023 Vectoring-250
    > 2024-2030 Vectoring-500
    > Kann auch gut sein das die es mit G.Fast noch mal wissen wollen.

    Und? Das reicht doch aktuell an Geschwindigkeit.

    Und ich habe lieber jetzt 100 MBit, als in ein paar Jahren 1000 per Glasfaser.
    Und bei Glasfaser ist das Problem, dass der Vermieter die Glasfaser gar nicht ins Haus lässt.
    Dann habe ich sogar zwei Mal lieber Vectoring.

    Entweder Anschlusspflicht für Glasfaser oder weiter Vectoring ausbauen.

  7. FTTC würde mir reichen ...

    Autor: M.P. 27.03.18 - 12:52

    ... solange "C" wirklich der Curb / die Bordsteinkante direkt vor meinem Haus ist.

    Ob es einen Glasfaser-Übergabepunkt im Keller gibt, oder schon in einem Umsetzer in einer Muffe im Bürgersteig vor dem Haus auf g.fast umgesetzt wird wäre mir egal.


    Den Strom für die Fernspeisung des Umsetzers in der Muffe würde ich auch spendieren ...

  8. Re: Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

    Autor: AndreAmpere 27.03.18 - 14:00

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil das ein Massenanbieter ist und die weder das Personal, noch die
    > Mittel, dazu haben, solche Extrawürste auf gut Glück auszuprobieren. Wenn
    > die Telekom demnächst auf FTTH wechselt, sobald alle aktuellen Vectoring
    > Projekte abgearbeitet sind, wird sie das flächendeckend, von Garmisch bis
    > Flensburg, machen. Ohne in allen 11.269 Gemeinden der Republik einzeln mit
    > Markterkundungen rumzupopeln. Wenn die Deutsche Glasfaser als
    > Nischenanbieter das macht ist das doch okay, umso besser, wenn das Monopol
    > der Telekom etwas bröckelt.
    Aber die Telekom macht es doch genau so? Na gut, sie machen es nur *fast* genauso wie die DG, bei der Telekom kommt eben mangels cleverer Gebietswahl meist ein "Nein" für den Glasfaserausbau zustande:
    "Kommen während der Vorvermarktung bis Ende Februar mindestens 750 Bestellungen für FTTH zusammen, wird die Gemeinde bis Ende 2018 mit Glasfaser ausgebaut."
    https://www.golem.de/news/glasfaser-telekom-beginnt-wieder-mit-ftth-fuer-haushalte-1711-131282.html

  9. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: AndreAmpere 27.03.18 - 14:01

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und? Das reicht doch aktuell an Geschwindigkeit.
    Nicht wirklich, da DSL immer nur "bis zu" ist.

    Wo 100 MBit versprochen sind, bekommt nur ein Bruchteil der Kunden tatsächlich 100 MBit. Bei Glasfaser ist das anders.

  10. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: Simon E. Schuster 27.03.18 - 14:19

    Vergleich einfach mal die Leistungen mit denen in Modernen Ländern z.B: der Schweiz. Ähnliche Projekte gibt es in Hongkong, Kualalumpur, Taiwan, China, Japan, Norwegen, Litauen usw. Nur nicht im viert reichsten Land der Erde. https://www.golem.de/news/salt-fiber-mobilfunkbetreiber-bietet-symmetrische-10-gbit-s-fuer-34-euro-1803-133428.html

  11. Re: Warum kann die Telekom nicht von sich mal ausbauen

    Autor: spezi 27.03.18 - 14:30

    AndreAmpere schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die Telekom macht es doch genau so? Na gut, sie machen es nur *fast*
    > genauso wie die DG, bei der Telekom kommt eben mangels cleverer Gebietswahl
    > meist ein "Nein" für den Glasfaserausbau zustande:
    > "Kommen während der Vorvermarktung bis Ende Februar mindestens 750
    > Bestellungen für FTTH zusammen, wird die Gemeinde bis Ende 2018 mit
    > Glasfaser ausgebaut."
    > www.golem.de

    Soll das ein Beispiel für ein „Nein“ sein? Wie viele „neins“ bei wie vielen Vorvermarktungen gab es denn in den letzten Jahren?

  12. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: M.P. 27.03.18 - 15:41

    > Wo 100 MBit versprochen sind, bekommt nur ein Bruchteil der Kunden tatsächlich 100 MBit. Bei Glasfaser ist das anders.

    Nicht unbedingt.
    Es wird zwar ein potentieller Flaschenhals entschärft - die Leitungslänge zwischen Terminierungspunkt der Kundenleitung und Kundenanschluss wird uninteressant.
    Aber auch beim Glasfaser-Internet-Anbieter kann es Flaschenhälse geben
    - keine ausreichende Backbone-Bandbreite
    - Schlechtes Peering
    - Überlastete AFTRs, falls es beim Glasfaser-Provider nur DSLite gibt ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.18 15:42 durch M.P..

  13. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: AndreAmpere 27.03.18 - 16:31

    Gerade die Telekom ist doch der König des schlechten Peerings (Twitch, YouTube etc.), weil man über die Marktmacht und das Monopol zum Endkunden wunderbar die ganzen Content-Anbieter zum teuren Direkt-Peering zwingen kann.

    Da bin ich lieber beim Glasfaseranbieter von nebenan.

  14. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 27.03.18 - 20:21

    AndreAmpere schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und? Das reicht doch aktuell an Geschwindigkeit.
    > Nicht wirklich, da DSL immer nur "bis zu" ist.
    >
    > Wo 100 MBit versprochen sind, bekommt nur ein Bruchteil der Kunden
    > tatsächlich 100 MBit. Bei Glasfaser ist das anders.

    Das ist so nicht richtig.
    Bei ADSL gab es das Problem oft, weil die Leitungen einfach unglaublich lang waren (teilweise mehrere Kilometer) und die Maximalgeschwindigkeit wirklich nur bei den ersten paar hundert Meter an lag.

    Spätestens beim Vectoring-Ausbau, der für 100 MBit oder mehr nötig ist, hat die Telekom die Kästen in den Städten schon ziemlich eng gesetzt, also mit wenigen hundert Metern Abstand.
    Bei mir in der Stadt gibt es z.B. Ecken, von wo aus man 4-5 Kästen auf einmal sieht.

    Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen 100 MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.

    Und VDSL hat im Gegensatz zu Kabel Internet auch nicht die klassischen Probleme eines shared Medium eben weil jeder MSAN per Glasfaser angeschlossen ist und bei Auslastung einfach mehr Fasern genutzt werden können.

  15. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: solary 27.03.18 - 20:46

    >Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen 100 MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.

    Bei vdsl-50 mag das sein, aber schon bei vdsl-100 wird die Lücke größer, und später bei vdsl-250 wird die Differenz zwischen ist und sehr groß sein, schätze vdsl-250 gibt es dann 150mbit/s.
    Am Ende sind es die alten Kupferleitungen die ins Haus gehen.
    Aber der Upload wird sich bei vdsl-250 nur um 10mbit/s erhöht, lt. Telekom 250:50
    aber auch nur um günstigen Fall, mit Glück hat man dann 30mbit/s

    Statt Mrd. Euros in Vectoring zu verbrennen hätte man lieber den Glasfaserausbau vorantreiben können, und das schon vor 8 jahren.

  16. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 27.03.18 - 20:59

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen 100
    > MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.
    >
    > Bei vdsl-50 mag das sein, aber schon bei vdsl-100 wird die Lücke größer,
    > und später bei vdsl-250 wird die Differenz zwischen ist und sehr groß sein,
    > schätze vdsl-250 gibt es dann 150mbit/s.

    Auch das haben wir hier beim Golem schon mehrfach durchgekaut:

    Zunächst einmal die Geschwindigkeit von Super Vectoring in Abhängigkeit zur Entfernung:
    https://networks.nokia.com/sites/live/files/alu_vplus_feature_page_07.png

    Du siehst, bei 300 Meter kommt noch nahezu alles an.

    Und laut Gutachten der BNetzA trifft das auf über 90% aller Anschlüsse im städtischen Bereich zu.
    https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Service-Funktionen/Beschlusskammern/1BK-Geschaeftszeichen-Datenbank/BK3-GZ/2015/2015_0001bis0999/BK3-15-0004/weitere%20Stellungnahmen/BK3-15-004_Gutachten_VATM_und_BREKO.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Du hast also einfach UNRECHT. Informiere dich bitte einfach mal. Du scheinst ja Zugang zum Internet zu haben.

  17. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: RipClaw 27.03.18 - 21:01

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AndreAmpere schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > LinuxMcBook schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und? Das reicht doch aktuell an Geschwindigkeit.
    > > Nicht wirklich, da DSL immer nur "bis zu" ist.
    > >
    > > Wo 100 MBit versprochen sind, bekommt nur ein Bruchteil der Kunden
    > > tatsächlich 100 MBit. Bei Glasfaser ist das anders.
    >
    > Das ist so nicht richtig.
    > Bei ADSL gab es das Problem oft, weil die Leitungen einfach unglaublich
    > lang waren (teilweise mehrere Kilometer) und die Maximalgeschwindigkeit
    > wirklich nur bei den ersten paar hundert Meter an lag.

    Dafür fällt die Geschwindigkeit bei VDSL stärker ab als sie es bei ADSL getan hat.
    Nach einem Kilometer hatte man immer noch die vollen 16 MBit/s. Aber bei VDSL ist nach einem Kilometer kaum noch was übrig so das man auf ADSL zurückgreifen muss.

    Das Problem bei diesen ganzen Kupfertechniken ist je höher die Geschwindigkeit ausfällt desto kürzer die Strecke über die man noch die volle Geschwindigkeit bekommt. Bei Glasfaser kannst du 20 Kilometer passiv überbrücken ohne das man merklich Einbußen in der Geschwindigkeit hat.

    > Spätestens beim Vectoring-Ausbau, der für 100 MBit oder mehr nötig ist, hat
    > die Telekom die Kästen in den Städten schon ziemlich eng gesetzt, also mit
    > wenigen hundert Metern Abstand.
    > Bei mir in der Stadt gibt es z.B. Ecken, von wo aus man 4-5 Kästen auf
    > einmal sieht.
    >
    > Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen 100
    > MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.

    Das kommt immer auf die Umgebung an. Im städischen Bereich haben 90% der Haushalte eine TAL Länge von unter 250m. Im halbstädtischen Bereich fällt der Anteil aber schon auf 65% und bei ländlich geht das ganze auf 53% runter:

    [www.bundesnetzagentur.de]

  18. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: RipClaw 27.03.18 - 21:12

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > solary schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen
    > 100
    > > MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.
    > >
    > > Bei vdsl-50 mag das sein, aber schon bei vdsl-100 wird die Lücke größer,
    > > und später bei vdsl-250 wird die Differenz zwischen ist und sehr groß
    > sein,
    > > schätze vdsl-250 gibt es dann 150mbit/s.
    >
    > Auch das haben wir hier beim Golem schon mehrfach durchgekaut:
    >
    > Zunächst einmal die Geschwindigkeit von Super Vectoring in Abhängigkeit zur
    > Entfernung:
    > networks.nokia.com

    Zwei Anmerkungen zu dieser Grafik.

    Zum einen wird hier die aggregierte Geschwindigkeit dargestellt. Also Downstream + Upstream.

    Zum zweiten ermittelt Nokia solche Werte nicht einem Praxisumfeld sondern in Laboren in denen natürlich optimale Bedingungen herrschen.
    In der Paxis spielen dann noch Dinge mit rein die man im Labor nicht hat wie z.B. das ein Kabel schon mehrfach geflickt wurde oder das eine Kupplung undicht ist.

    Daher kann man davon ausgehen das die Strecken in der Praxis etwas kürzer sind als auf der Grafik dargestellt.

  19. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: AndreAmpere 28.03.18 - 09:07

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist so nicht richtig.
    Das ist so völlig richtig.

    > Bei ADSL gab es das Problem oft, weil die Leitungen einfach unglaublich
    > lang waren (teilweise mehrere Kilometer) und die Maximalgeschwindigkeit
    > wirklich nur bei den ersten paar hundert Meter an lag.
    Bei VDSL ist noch krasser, weil die maximale Geschwindigkeit nur noch auf wenigen hundert Metern anliegt.

    > Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen 100
    > MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.
    Bitte einen Beleg für diese Zahlen.

    > Und VDSL hat im Gegensatz zu Kabel Internet auch nicht die klassischen
    > Probleme eines shared Medium eben weil jeder MSAN per Glasfaser
    > angeschlossen ist und bei Auslastung einfach mehr Fasern genutzt werden
    > können.
    Das Glasfaser ist ebenfalls "Shared Medium". Du hast also direkt beide Probleme: TAL-Länge UND SharedMedium.

  20. Re: Es passen immer noch 2X Kupfer vor die Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 28.03.18 - 09:15

    AndreAmpere schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei dem Abstand kommen dann wirklich bei über 90% der Leute die vollen
    > 100
    > > MBit an, "Bruchteil" ist für mich irgendwie was anderes.
    > Bitte einen Beleg für diese Zahlen.
    Hab ich ein paar Beiträge über diesem direkt schon mitgeliefert:
    https://forum.golem.de/read.php?116759,5058962,5059819#msg-5059602

    > > Und VDSL hat im Gegensatz zu Kabel Internet auch nicht die klassischen
    > > Probleme eines shared Medium eben weil jeder MSAN per Glasfaser
    > > angeschlossen ist und bei Auslastung einfach mehr Fasern genutzt werden
    > > können.
    > Das Glasfaser ist ebenfalls "Shared Medium". Du hast also direkt beide
    > Probleme: TAL-Länge UND SharedMedium.

    Bei VDSL ist jedenfalls bis zum ersten Knotenpunkt die genutzte TAL pro Kunde exklusiv, was der Definition eines Shared Mediums widerspricht.
    Bei Glasfaser gibt es meines Wissens verschiedene Techniken, aber oft sind pro Kunde auch 1-2 Fasern exklusiv genutzt.

    TAL-Länge ist in Städten zumindest nach Vectoring-Ausbau kein großes Problem mehr, siehe oben.

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