1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › 50 Jahre Glasfaser: Auch Glasfaser…

Dann doch lieber Kupfer

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Dann doch lieber Kupfer

    Autor: hoben 09.12.20 - 19:21

    Das funktioniert schon seitdem die Römer Gallien erobert haben ohne Austausch zuverlässig langsam und manchmal auch stabil.

  2. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: longthinker 09.12.20 - 20:06

    Ganz Gallien?

  3. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: /mecki78 09.12.20 - 20:07

    longthinker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz Gallien?

    Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

    /Mecki

  4. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Megusta 09.12.20 - 20:11

    Das habe ich mir auch gedacht, versucht die Telekom noch den letzten Trumpf zu spielen...
    Nichts ist ewig.
    In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist. Sei es Supraleiter oder sonst noch was...

  5. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: /mecki78 09.12.20 - 20:30

    Megusta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist.

    Sehr unwahrscheinlich.

    > Sei es Supraleiter oder sonst noch was...

    Ein Supraleiter würde nur den normalen Widerstand auf Null senken, aber der ist selten das Problem bei Kupfer und könnte auch leicht durch höhere Spannung ausgeglichen werden, nur dann würden die anderen Probleme noch deutlicher hervortreten.

    /Mecki

  6. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Oktavian 09.12.20 - 20:38

    > > In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist.
    >
    > Sehr unwahrscheinlich.

    Ach, noch vor 30 Jahren hieß es, über eine Kupferdoppelader können nie mehr als 28.800 bps übertragen werden. Das konnten Physiker und Nachrichtentechniker physikalisch sauber vorrechnen. Das war ja Physik, konnte gar nicht gehen. Dann waren es plötzlich doch 36kbit, dann 56kbit (aber nur an digitalen Vermittlungsstellen). Aber dann war wirklich Ende, ganz ganz bestimmt.

    Bald ging dann 1MBit, dann 3, dann 6, dann 16, 25, 50, 100, 250MBit.

    Wir übertragen inzwischen über die selbe DA etwa das 10.000-fache von dem, was ganz bestimmt das physikalisch maximal mögliche war.

    Ich glaube, die Entwicklung hätten die Techniker vor 30 Jahren auch für "Sehr unwahrscheinlich" gehalten. Die können heute wieder exakt vorrechnen, dass mehr nie gehen kann.

  7. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: RipClaw 09.12.20 - 21:22

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist.
    > >
    > > Sehr unwahrscheinlich.
    >
    > Ach, noch vor 30 Jahren hieß es, über eine Kupferdoppelader können nie mehr
    > als 28.800 bps übertragen werden. Das konnten Physiker und
    > Nachrichtentechniker physikalisch sauber vorrechnen. Das war ja Physik,
    > konnte gar nicht gehen. Dann waren es plötzlich doch 36kbit, dann 56kbit
    > (aber nur an digitalen Vermittlungsstellen). Aber dann war wirklich Ende,
    > ganz ganz bestimmt.

    > Bald ging dann 1MBit, dann 3, dann 6, dann 16, 25, 50, 100, 250MBit.

    Du lässt hier ne Menge Details aus. Die Berechnungen von damals sind noch immer korrekt weil damals bestimmte Gegebenheiten zugrunde gelegt werden mussten wie z.B. das man auf einer analogen Leitung nur eine Übertragungsbandbreite von 3,1 kHz zur Verfügung hatte.

    Mit DSL ist man über den spezifizierten Frequenzbereich des Telefonkabels hinausgegangen aber das hat man mit einem Verlust an Reichweite bezahlt.

    Ich wohne etwa 5km von der Vermittlungsstelle weg und bei mir sind bis zum VDSL Ausbau nur 342 kbit/s angekommen.

    > Wir übertragen inzwischen über die selbe DA etwa das 10.000-fache von dem,
    > was ganz bestimmt das physikalisch maximal mögliche war.

    Über eine sehr kurze Strecke und man muss ne Menge Rechenleistung investieren um die Störungen herauszufiltern.

    je breiter das Frequenzspektrum desto mehr Störungen hat man auf der Leitung und desto kürzer ist die Strecke über die man noch ein vernünftiges Signal rein bekommt. Das Kabel von meinem Telefonanschluss zum nächsten Kabelverzweiger ist etwa 300m lang und bekomme lt. Fritzbox 116,6 Mbit/s down und 32,0 Mbit/s up.

    Ich kann auch ein Gigabit über eine Telefonleitung schicken aber mehr als 100m Reichweite wird man dann nicht erzielen. Über ein passives Glasfaserkabel kann man 1 Gbit/s über 20 Kilometer schicken.

  8. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Oktavian 09.12.20 - 22:02

    > Du lässt hier ne Menge Details aus. Die Berechnungen von damals sind noch
    > immer korrekt weil damals bestimmte Gegebenheiten zugrunde gelegt werden
    > mussten wie z.B. das man auf einer analogen Leitung nur eine
    > Übertragungsbandbreite von 3,1 kHz zur Verfügung hatte.

    Siehst Du, und diese Annahme war falsch.

    > Mit DSL ist man über den spezifizierten Frequenzbereich des Telefonkabels
    > hinausgegangen aber das hat man mit einem Verlust an Reichweite bezahlt.

    Auch hier, ja ist man, und das ist genau so eine Entwicklung, die das Spiel grundlegend verändert hat. Es war völlig unmöglich, dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

    > Ich wohne etwa 5km von der Vermittlungsstelle weg und bei mir sind bis zum
    > VDSL Ausbau nur 342 kbit/s angekommen.

    Siehst du, und plötzlich geht es. Immer noch über das alte Kabel.

    > Über eine sehr kurze Strecke und man muss ne Menge Rechenleistung
    > investieren um die Störungen herauszufiltern.

    Richtig, und das tolle, es funktioniert.

    > Ich kann auch ein Gigabit über eine Telefonleitung schicken aber mehr als
    > 100m Reichweite wird man dann nicht erzielen. Über ein passives
    > Glasfaserkabel kann man 1 Gbit/s über 20 Kilometer schicken.

    Alles richtig, das Kupferkabel hat nur einen entscheidenden Vorteil. Es ist da. Was nützt mir jetzt das GBit über Glasfaser, wenn es wahrscheinlich noch 10 Jahre dauert, bis sie ankommt?

  9. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Jakelandiar 09.12.20 - 22:59

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du lässt hier ne Menge Details aus. Die Berechnungen von damals sind
    > noch
    > > immer korrekt weil damals bestimmte Gegebenheiten zugrunde gelegt werden
    > > mussten wie z.B. das man auf einer analogen Leitung nur eine
    > > Übertragungsbandbreite von 3,1 kHz zur Verfügung hatte.
    >
    > Siehst Du, und diese Annahme war falsch.

    Nein sie war zu der Zeit völlig Korrekt. Man kann nur mit dem Arbeiten was zur Zeit der Annahme Technisch Möglich ist. Und es war mit der vorhandenen Technik nun mal nur das möglich. Ansonsten wäre es auch falsch zu behaupten jetzt sind bei max. x-Meter länge nur 250MBit möglich. Wenn in 30 Jahren jemand komplett neue Technik erfunden hat die aus welchem Grund auch immer dann bei gleicher Leitung und Länge auf einmal 10Gbit möglich macht das die Leute Früher gelogen haben und IHRE Technik gefälligst das gleiche hätte schaffen müssen? Was das das für ein schwachsinn...

    > > Mit DSL ist man über den spezifizierten Frequenzbereich des
    > Telefonkabels
    > > hinausgegangen aber das hat man mit einem Verlust an Reichweite bezahlt.
    >
    > Auch hier, ja ist man, und das ist genau so eine Entwicklung, die das Spiel
    > grundlegend verändert hat. Es war völlig unmöglich, dann kam einer, der
    > wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

    Dann zeig doch mal her wo die Leute behaupten das es völlig unmöglich ist. Im normal fall wird gesagt das es im moment nicht möglich ist. Und das ist nicht gelogen. Egal wie oft du gerne das Gegenteil behaupten willst.

    > > Ich wohne etwa 5km von der Vermittlungsstelle weg und bei mir sind bis
    > zum
    > > VDSL Ausbau nur 342 kbit/s angekommen.
    >
    > Siehst du, und plötzlich geht es. Immer noch über das alte Kabel.

    Und hier ist dein Denkfehler. Du redest einfach nur von einem Kabel. Ich bin mir mehr als sicher das die Berechnungen damals nicht nur ein Kabel enthielten... Aber immer schön wenn Leute was erklären und dabei die hälfte oder mehr der Fakten einfach mal ins nichts verschwinden lassen, um dann ihre Dinge passen darzustellen.

    > > Über eine sehr kurze Strecke und man muss ne Menge Rechenleistung
    > > investieren um die Störungen herauszufiltern.
    >
    > Richtig, und das tolle, es funktioniert.

    Ja für wenige Leute die glück haben quasi auf dem Kasten zu Wohnen. Und Leute die weiter weg Wohnen haben nun noch weniger Leistung als vorher.

    > > Ich kann auch ein Gigabit über eine Telefonleitung schicken aber mehr
    > als
    > > 100m Reichweite wird man dann nicht erzielen. Über ein passives
    > > Glasfaserkabel kann man 1 Gbit/s über 20 Kilometer schicken.
    >
    > Alles richtig, das Kupferkabel hat nur einen entscheidenden Vorteil. Es ist
    > da. Was nützt mir jetzt das GBit über Glasfaser, wenn es wahrscheinlich
    > noch 10 Jahre dauert, bis sie ankommt?

    Nichts. Genauso wenig wie Leuten die hunderte Meter oder gar Kilometer vom Kasten weg wohnen das vorhandene Kupferkabel was nutzt. Deine Einstellung ist nur so gefährlich weil viele Idi... unwissende das dann genau so sehen und meinen das braucht man dann ja nicht weiter ausbauen. Wer mehr will soll doch näher an den Kasten ziehen... was ein schwach sinn den man hier oft genug liest.

  10. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: RipClaw 09.12.20 - 23:17

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du lässt hier ne Menge Details aus. Die Berechnungen von damals sind
    > noch
    > > immer korrekt weil damals bestimmte Gegebenheiten zugrunde gelegt werden
    > > mussten wie z.B. das man auf einer analogen Leitung nur eine
    > > Übertragungsbandbreite von 3,1 kHz zur Verfügung hatte.
    >
    > Siehst Du, und diese Annahme war falsch.

    Nein war sie nicht. Nicht für die damalige Technik und auch nicht wenn in Betracht zieht das es auf der ganzen Strecke funktionieren soll und nicht nur auf einem Teil der Strecke.

    Das ist in etwa so als würde man sagen: "Die Annahme dass das Auto X nur maximal diese Geschwindigkeit fahren kann ist falsch. Ich habe einen neuen Motor eingebaut und eine Rakete hinten dran geschraubt und jetzt fährt das Auto viel schneller".

    > > Mit DSL ist man über den spezifizierten Frequenzbereich des
    > Telefonkabels
    > > hinausgegangen aber das hat man mit einem Verlust an Reichweite bezahlt.
    >
    > Auch hier, ja ist man, und das ist genau so eine Entwicklung, die das Spiel
    > grundlegend verändert hat. Es war völlig unmöglich, dann kam einer, der
    > wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

    Ach ja, und wieso funktioniert das ganze nicht über die ganze Länge des Kabels sondern nur über eine wesentlich kürzere Strecke ? Wenn du etwas für etwas verwendest für das es nicht gemacht wurde dann bezahlst du dafür in irgendeiner Weise. Es wird nie so gut funktionieren wie etwas das dafür gemacht wurde.

    > > Ich wohne etwa 5km von der Vermittlungsstelle weg und bei mir sind bis
    > zum
    > > VDSL Ausbau nur 342 kbit/s angekommen.
    >
    > Siehst du, und plötzlich geht es. Immer noch über das alte Kabel.

    Über einen Teil des alten Kabels. Nicht über das ganze Kabel. Das ganze Kabel war 8 km lang und alles was sich innerhalb der Spezifikationen des Kabels an Signalen bewegt, hat auch über diese Entfernung funktioniert.

    > > Über eine sehr kurze Strecke und man muss ne Menge Rechenleistung
    > > investieren um die Störungen herauszufiltern.
    >
    > Richtig, und das tolle, es funktioniert.

    DSL funktioniert auch über eine nasse Schnur oder über einen Apfel. Trotzdem würde keiner anfangen nasse Schnüre oder Äpfel als Ersatz für Kupferkabel zu vergraben nur weil DSL darüber auch funktioniert.

    [www.vice.com]

    [twitter.com]

    > > Ich kann auch ein Gigabit über eine Telefonleitung schicken aber mehr
    > als
    > > 100m Reichweite wird man dann nicht erzielen. Über ein passives
    > > Glasfaserkabel kann man 1 Gbit/s über 20 Kilometer schicken.
    >
    > Alles richtig, das Kupferkabel hat nur einen entscheidenden Vorteil. Es ist
    > da. Was nützt mir jetzt das GBit über Glasfaser, wenn es wahrscheinlich
    > noch 10 Jahre dauert, bis sie ankommt?

    Das Kupferkabel ist da aber um höhere Geschwindigkeiten anbieten zu können muss man immer näher an den Kunden rücken und irgendwann ist der Punkt erreicht an dem wirtschaftlich sinnvoller ist die Reststrecke noch aufzugraben und die Glasfaser direkt bis in das Haus zu legen.

  11. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: LittleFox94 09.12.20 - 23:39

    RipClaw schrieb:
    -----
    > DSL funktioniert auch über eine nasse Schnur oder über einen Apfel.

    Und wenn du an beide Enden der Schnur noch Dosen befestigst und die Schnur straff ziehst, geht auch gleichzeitig Telefon drüber :o)

  12. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Pecker 10.12.20 - 08:58

    Megusta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das habe ich mir auch gedacht, versucht die Telekom noch den letzten Trumpf
    > zu spielen...
    > Nichts ist ewig.
    Das ist wohl so.
    > In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist. Sei es
    > Supraleiter oder sonst noch was...
    definiere besser. Was Geschwindigkeit und Übertragungskapazität angeht ist Glasfaser absolut erste Wahl. Wenn etwas neu Gebaut wird, dann Glasfaser. Ist es aber so viel besser als ein bestehendes Kupferkabel, dass sich der ganze Aufwand lohnt? Glasfaser neu zu verlegen ist scheiß teuer und aufwendig. Das muss jemand bezahlen. Ich will lieber einen bezahlbaren 100 Mbit/s Anschluss als einen teuren 1 Gbit/s Glasfaseranschluss. Leider werden die Basistarife auch immer teurer, damit der Glasfaserausbau quersubventioniert werden kann.

  13. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: LASERwalker 10.12.20 - 09:41

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, noch vor 30 Jahren hieß es, über eine Kupferdoppelader können nie mehr
    > als 28.800 bps übertragen werden. Das konnten Physiker und
    > Nachrichtentechniker physikalisch sauber vorrechnen. Das war ja Physik,
    > konnte gar nicht gehen.

    Das ist quatsch. Das Shannon-Hartley-Gesetz ist seit über 70 Jahren bekannt.

    > Ich glaube, die Entwicklung hätten die Techniker vor 30 Jahren auch für
    > "Sehr unwahrscheinlich" gehalten. Die können heute wieder exakt vorrechnen,
    > dass mehr nie gehen kann.

    Du verwechselst was theoretisch über ein Medium übertragen werden kann mit dem was in der Praxis möglich ist.
    VDSL/G.fast musste auch erst entwickelt werden und benötigt mehr Rechenleistung als ein PC in den 90ern. Das wäre damals einfach nicht wirtschaftlich gewesen.

    Über Glasfasern konnten schon über 100 Tbit/s übertragen werden. Trotzdem ist bei den kaufbaren Transceivern im Moment bei 400 Gbit/s schluss.

  14. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: -eichi- 10.12.20 - 12:23

    Also als ahnungsloser würde ich mal behaupten das Glasfaserkabel an sich eigentlich unübertreffbar schnell ist , da ja das Signal Optisch übertragen wird und schneller als Licht geht hald nicht
    Was sich ändert sind halt die Sender und Empfänger

  15. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: Grimreaper 10.12.20 - 14:15

    -eichi- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also als ahnungsloser würde ich mal behaupten das Glasfaserkabel an sich
    > eigentlich unübertreffbar schnell ist , da ja das Signal Optisch übertragen
    > wird und schneller als Licht geht hald nicht
    > Was sich ändert sind halt die Sender und Empfänger

    Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer elektromagnetischen Welle in einer Kupferleitung beträgt ca. 200.000km/s, also etwa ein Drittel weniger als Lichtgeschwindigkeit. So gesehen ist bei Kupfer theoretisch noch Einiges drin, es ist eher eine Frage des Übertragungsverfahrens, der Halbleitertechnik, die das Signal an die Leitung gibt und natürlich der Kabellänge und dessen Abschirmung.

  16. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: RipClaw 10.12.20 - 14:50

    Grimreaper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > -eichi- schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also als ahnungsloser würde ich mal behaupten das Glasfaserkabel an sich
    > > eigentlich unübertreffbar schnell ist , da ja das Signal Optisch
    > übertragen
    > > wird und schneller als Licht geht hald nicht
    > > Was sich ändert sind halt die Sender und Empfänger
    >
    > Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer elektromagnetischen Welle in einer
    > Kupferleitung beträgt ca. 200.000km/s, also etwa ein Drittel weniger als
    > Lichtgeschwindigkeit. So gesehen ist bei Kupfer theoretisch noch Einiges
    > drin, es ist eher eine Frage des Übertragungsverfahrens, der
    > Halbleitertechnik, die das Signal an die Leitung gibt und natürlich der
    > Kabellänge und dessen Abschirmung.

    Es gab mal einen Ansatz bei dem über ein 100m langes Kupferkabel theoretisch bis zu 1 TBit/s möglich wären.

    [www.golem.de]

    Zu dem Zeitpunkt gab es aber nur ein Computermodell. Keine Ahnung ob der Ansatz weiter verfolgt wurde.

  17. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: chefin 10.12.20 - 14:57

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > In 50 Jahren werden wir etwas finden, was besser als Glasfaser ist.
    > >
    > > Sehr unwahrscheinlich.
    >
    > Ach, noch vor 30 Jahren hieß es, über eine Kupferdoppelader können nie mehr
    > als 28.800 bps übertragen werden. Das konnten Physiker und
    > Nachrichtentechniker physikalisch sauber vorrechnen. Das war ja Physik,
    > konnte gar nicht gehen. Dann waren es plötzlich doch 36kbit, dann 56kbit
    > (aber nur an digitalen Vermittlungsstellen). Aber dann war wirklich Ende,
    > ganz ganz bestimmt.
    >
    > Bald ging dann 1MBit, dann 3, dann 6, dann 16, 25, 50, 100, 250MBit.
    >
    > Wir übertragen inzwischen über die selbe DA etwa das 10.000-fache von dem,
    > was ganz bestimmt das physikalisch maximal mögliche war.
    >
    > Ich glaube, die Entwicklung hätten die Techniker vor 30 Jahren auch für
    > "Sehr unwahrscheinlich" gehalten. Die können heute wieder exakt vorrechnen,
    > dass mehr nie gehen kann.


    Das wiederum ist völlig falsch. Über eine Doppelader der Telekom durch die Vermittlungsstelle hindurch geht das nicht. Weil die Relais der Drehwählerstationen Kondensatoren zur Entstörung benutzt haben. Das hat ab einer bestimmten Frequenz zu stark gedämpft. Schon damals konnte man problemlos 150MHz(als Trägerfrequenz) durch Kupferkabel leiten und ein komplettes TV-Bild damit übertragen, mit 25 Bilder/sec und in Farbe.

    Also wenn schon mitdiskuttieren, dann auch Ahnung haben und Fakten korrekt wieder geben. Und ja, die 28,8 waren damals die Grenze dessen was machbar war. Auch weil man ein Signal nicht von A nach B über 200km bekommt, ohne es immer wieder zu verstärken. Auch diese Zwischenverstärker hatten ihre Grenzen. Das Kupferkabel war nicht begrenzend, sondern die Technologie.

    Mit dem Umstellen selbiger Konnte man steigern. Bereits in den 60er war es möglich digital mehr als 1Mbit zu übertragen auf Kupfer. Den genau das passiert, wenn man Signale moduliert zu Satelliten, wo dann zwischen Verstärker und Antenne Kupferkabel liegen.

  18. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: senf.dazu 10.12.20 - 17:40

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du lässt hier ne Menge Details aus. Die Berechnungen von damals sind
    > noch
    > > immer korrekt weil damals bestimmte Gegebenheiten zugrunde gelegt werden
    > > mussten wie z.B. das man auf einer analogen Leitung nur eine
    > > Übertragungsbandbreite von 3,1 kHz zur Verfügung hatte.
    >
    > Siehst Du, und diese Annahme war falsch.
    >
    > > Mit DSL ist man über den spezifizierten Frequenzbereich des
    > Telefonkabels
    > > hinausgegangen aber das hat man mit einem Verlust an Reichweite bezahlt.
    >
    > Auch hier, ja ist man, und das ist genau so eine Entwicklung, die das Spiel
    > grundlegend verändert hat. Es war völlig unmöglich, dann kam einer, der
    > wusste das nicht, und hat es einfach gemacht.

    Ne es ging ganz einfach nicht. Denn es war verboten in den heutigen VDSL Frequenzbereichen Störstrahlungen mit dem Telefonkabel zu senden.

    >
    > > Ich wohne etwa 5km von der Vermittlungsstelle weg und bei mir sind bis
    > zum
    > > VDSL Ausbau nur 342 kbit/s angekommen.
    >
    > Siehst du, und plötzlich geht es. Immer noch über das alte Kabel.
    >
    > > Über eine sehr kurze Strecke und man muss ne Menge Rechenleistung
    > > investieren um die Störungen herauszufiltern.
    >
    > Richtig, und das tolle, es funktioniert.
    >
    > > Ich kann auch ein Gigabit über eine Telefonleitung schicken aber mehr
    > als
    > > 100m Reichweite wird man dann nicht erzielen. Über ein passives
    > > Glasfaserkabel kann man 1 Gbit/s über 20 Kilometer schicken.
    >
    > Alles richtig, das Kupferkabel hat nur einen entscheidenden Vorteil. Es ist
    > da. Was nützt mir jetzt das GBit über Glasfaser, wenn es wahrscheinlich
    > noch 10 Jahre dauert, bis sie ankommt?

    Das gilt aber nur für die letzte Meile, nicht für die ursprünglich verdrahteten kompletten Leitungslängen bis zur Hauptvermittlung.

    Aber ich würd heute auch nicht drauf schwören das die Glasfaser in 50J nur die heutigen 50TBit/s schafft .. Aber andererseits liegen die Lichtfrequenzen in der Gegend vielleicht 200 THz - also könnte da vielleicht schon ein wenig mehr drin sein, aber auch nicht gerade grenzenlos mehr. Vielleicht mit Bauchschmerzen das 10 fache .. es sei denn man verkürzt die Strippenlängen mal wieder kräftig.

    Aber man kann sich auch streiten ob in Zukunft weiße Flecken bzw. Zersiedlung vermieden werden weil das die Infrastruktur tendenziell teuer macht. Aber wenn in Zukunft die Technik eine autarke Versorgung von Häusern möglich macht, und die Flugtaxis und Laufmaschinen kommen, kommen die weißen Flecke ja vielleicht wieder ..



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.12.20 17:52 durch senf.dazu.

  19. Re: Dann doch lieber Kupfer

    Autor: FreiGeistler 11.12.20 - 22:07

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > je breiter das Frequenzspektrum desto mehr Störungen hat man auf der
    > Leitung und desto kürzer ist die Strecke über die man noch ein vernünftiges
    > Signal rein bekommt. Das Kabel von meinem Telefonanschluss zum nächsten
    > Kabelverzweiger ist etwa 300m lang und bekomme lt. Fritzbox 116,6 Mbit/s
    > down und 32,0 Mbit/s up.

    Bei uns etwa 1.5Km über Boden und Masten; max. 60 Mbit/s.
    Wird vermutlich irgendwann mal durch Glasfaser ersetzt.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker*in im Bereich Deployment
    Max-Planck-Institut für Plasmaphysik Teilinstitut Greifswald, Greifswald
  2. IT Manager IT-Infrastruktur (m/w/x)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg
  3. Cloud Engineer / Architect Azure (Junior / Senior)
    über grinnberg GmbH, Frankfurt am Main
  4. IT Systemadministrator (m/w/d)
    DMK E-BUSINESS GmbH, Chemnitz

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€
  2. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de