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  5. › 50 Jahre Glasfaser: Warum der erste…

Der wahre Grund ist Lobbyismus

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  1. Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: korona 10.12.20 - 20:06

    Die Frau von ehemaligen Post Minister Schwarz-Schilling besaß ein Unternehmen das Kupfer Kabel herstellte:
    https://www.az-online.de/leserbriefe/uelzen/lobbyismus-langzeitwirkung-10765576.amp.html

  2. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: spezi 10.12.20 - 20:19

    korona schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frau von ehemaligen Post Minister Schwarz-Schilling besaß ein
    > Unternehmen das Kupfer Kabel herstellte:
    > www.az-online.de

    Die Firma der Frau war die Accumulatorfwabrik Sonnenschein. Die stattete auch Bundespost und Bundeswehr aus. Allerdings nicht mit Kupferkabeln (die sie eben nicht herstellte), sondern mit Akkus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Accumulatorenfabrik_Sonnenschein

  3. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: Jesterfox 11.12.20 - 00:14

    Eigentlich können viele da froh drum sein das sie Kupfer statt OPAL haben. Denn OPAL mag modern gewesen sein, aber nicht zukunftsfähig. Über Kupfer gehen mittlerweile bis zu 250Mb/s, OPAL schafft im besten Fall wohl grad mal 35Mb/s.

    Glasfaser ist halt nicht Glasfaser, vor allem wenn sich aktive Komponenten im Netz befinden die zu Flaschenhals werden und nicht so einfach getauscht werden können.

  4. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: RipClaw 11.12.20 - 09:17

    Jesterfox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich können viele da froh drum sein das sie Kupfer statt OPAL haben.
    > Denn OPAL mag modern gewesen sein, aber nicht zukunftsfähig. Über Kupfer
    > gehen mittlerweile bis zu 250Mb/s, OPAL schafft im besten Fall wohl grad
    > mal 35Mb/s.
    >
    > Glasfaser ist halt nicht Glasfaser, vor allem wenn sich aktive Komponenten
    > im Netz befinden die zu Flaschenhals werden und nicht so einfach getauscht
    > werden können.

    Die 35 Mbit/s sind das was OPAL mit der Technik von damals geschafft hätte. Zu der Zeit konnte ADSL gerade mal 768 kbit/s. Allerdings war die Technik zu teuer und die Telekom wollte nicht in diese Technik investieren.

    Die Fasern die in der Erde liegen können durchaus höhere Geschwindigkeiten wenn man die richtige Technik einsetzt.

    Beispielsweise wurden in Dresden in einem Pilotprojekt die alten Fasern genutzt um ein GPON Netz aufzubauen: https://www.teltarif.de/internet/glasfaser/opal.html

  5. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: tom.stein 11.12.20 - 10:07

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jesterfox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Denn OPAL mag modern gewesen sein, aber nicht zukunftsfähig. Über Kupfer
    > > gehen mittlerweile bis zu 250Mb/s, OPAL schafft im besten Fall wohl grad
    > > mal 35Mb/s.
    >
    > Die 35 Mbit/s sind das was OPAL mit der Technik von damals geschafft hätte.
    > Zu der Zeit konnte ADSL gerade mal 768 kbit/s. Allerdings war die Technik
    > zu teuer und die Telekom wollte nicht in diese Technik investieren.
    >
    > Die Fasern die in der Erde liegen können durchaus höhere Geschwindigkeiten
    > wenn man die richtige Technik einsetzt.

    Das ist aber genau das Problem: Auf einem Leitungsstrang müssen entweder alle aktiven Komponenten ersetzt werden (ebenso teuer wie eine Neuausrüstung, wochenlange Unterbrechung, nur die Verlegekosten entfallen) oder es muss eine Mischlösung aufgebaut werden. Letzteres ist nicht so einfach wie "an den beteiligten 2 Switchen das SFP-Modul durch eine neue Lösung ersetzen und ggf. einen Stecker nach neuer Norm an die Faser anschließen".

    Genau diese wochenlangen Unterbrechungen widersprechen dem Versorgungsauftrag. Egal, wie geil das Ergebnis hinterher ist - eine lange Unterbrechung, aus Effizienzgründen gar ganzer Stadtteile (z.B. alle Anschlüsse eines Verteilers), ist nicht erlaubt.

  6. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: RipClaw 11.12.20 - 11:28

    tom.stein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jesterfox schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Denn OPAL mag modern gewesen sein, aber nicht zukunftsfähig. Über
    > Kupfer
    > > > gehen mittlerweile bis zu 250Mb/s, OPAL schafft im besten Fall wohl
    > grad
    > > > mal 35Mb/s.
    > >
    > > Die 35 Mbit/s sind das was OPAL mit der Technik von damals geschafft
    > hätte.
    > > Zu der Zeit konnte ADSL gerade mal 768 kbit/s. Allerdings war die
    > Technik
    > > zu teuer und die Telekom wollte nicht in diese Technik investieren.
    > >
    > > Die Fasern die in der Erde liegen können durchaus höhere
    > Geschwindigkeiten
    > > wenn man die richtige Technik einsetzt.
    >
    > Das ist aber genau das Problem: Auf einem Leitungsstrang müssen entweder
    > alle aktiven Komponenten ersetzt werden (ebenso teuer wie eine
    > Neuausrüstung, wochenlange Unterbrechung, nur die Verlegekosten entfallen)
    > oder es muss eine Mischlösung aufgebaut werden. Letzteres ist nicht so
    > einfach wie "an den beteiligten 2 Switchen das SFP-Modul durch eine neue
    > Lösung ersetzen und ggf. einen Stecker nach neuer Norm an die Faser
    > anschließen".

    Das ist mir durchaus bewusst. Mir ging es in meiner Antwort darum das Jesterfox behauptet hat dass das Medium OPAL nicht mehr als 35 Mbit/s kann während das Medium Kupferkabel 250 Mbit/s kann. Dabei hat er aber eigentlich nur die Technik von vor 30 Jahren mit aktueller Technik verglichen und nicht die Kapazität der Medien an sich.

  7. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: Jesterfox 11.12.20 - 11:57

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dabei hat er aber
    > eigentlich nur die Technik von vor 30 Jahren mit aktueller Technik
    > verglichen und nicht die Kapazität der Medien an sich.

    Das Problem an OPAL ist doch aber das man um diese Kapazität des reinen Glasfaser-Mediums ausreizen zu können sehr viel an Technik auch innerhalb des Netzes tauschen muss weil es keine "dummen" 1:1 Verbindungen sind (so hab ich das zumindest verstanden). Und das macht das Aufrüsten von OPAL auf höhere Geschwindigkeiten extrem unwirtschaftlich.

  8. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: tom.stein 11.12.20 - 12:03

    Jesterfox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem an OPAL ist doch aber das man um diese Kapazität des reinen
    > Glasfaser-Mediums ausreizen zu können sehr viel an Technik auch innerhalb
    > des Netzes tauschen muss weil es keine "dummen" 1:1 Verbindungen sind (so
    > hab ich das zumindest verstanden). Und das macht das Aufrüsten von OPAL auf
    > höhere Geschwindigkeiten extrem unwirtschaftlich.

    Diese Umrüstung mit neuer Technik ist aber m.E. nicht teurer als die gleiche Neuausrüstung mit neuer Technik plus das Verbuddeln neuer Fasern.
    Es sei denn, die alten Fasern lassen Licht nur auf Wellenlängen durch, für die man heutzutage keine Sender/Empfänger mehr bekommt.

  9. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: Mailerdeamon 11.12.20 - 12:20

    Jesterfox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dabei hat er aber
    > > eigentlich nur die Technik von vor 30 Jahren mit aktueller Technik
    > > verglichen und nicht die Kapazität der Medien an sich.
    >
    > Das Problem an OPAL ist doch aber das man um diese Kapazität des reinen
    > Glasfaser-Mediums ausreizen zu können sehr viel an Technik auch innerhalb
    > des Netzes tauschen muss weil es keine "dummen" 1:1 Verbindungen sind (so
    > hab ich das zumindest verstanden). Und das macht das Aufrüsten von OPAL auf
    > höhere Geschwindigkeiten extrem unwirtschaftlich.



    Das mag schon so sein.
    Nur vergleichst du hier nichts, sondern machst nur eine Aufstellung dessen was notwendig wäre und die Aussage das es aufwändig und teuer ist.
    Das ist in etwa so wie zu sagen ein E-Auto ist teuer, ja ist ist es!
    Die Frage die sich doch immer stellt ist was ist die Alternative dazu und wie viel kostet sie/welche Nachteile bringt sie im Vergleich dazu.

    Die Alternative dazu ist DSL!
    Dazu müssen:

    - Glasfaserkabel bis zum nächsten DSLAM verlegt werden
    - ein Outdoor-DSLAM errichtet werden
    - Kupferkabel verlegt werden

    Für mich hört sich das in etwa gleich aufwendig wie bei Glasfaser auf OPAL-Basis an, bei dem:

    - wahrscheinlich die Anbindung des Punktes von wo die Kabel sternförmig abgehen ausgetauscht werden müsste
    - an den Unterverteilern die bisher die Umsetzung von Glasfaser auf Kupfer gemacht haben (die waren scheinbar häufig in der Erde versenkt, wir hatten so ein Ding vorm Haus, unter einem Haufen Erde verschwunden) ein Glasfaser-Repeater verbaut werden
    - die Leitungen vom Unterverteiler aus (in der Regel wenige 10 Meter) durch Glasfaser ersetzt werden

    Klingt zumindest erstmal für mich ähnlich vom Aufwand, der Tiefbau-Teil ist sogar etwas weniger.

    Vorteil wäre man kann höhere Geschwindigkeiten auch in Zukunft erreichen.
    Bei Kupfer ist das nicht mehr möglich, da sind wir zwar technisch besser geworden und haben sehr viel mehr erreicht als man sich vorstellen konnte, aber wir mussten die Technik auch immer näher an den Endanschluss bringen.

  10. Re: Der wahre Grund ist Lobbyismus

    Autor: spezi 11.12.20 - 23:14

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Beispielsweise wurden in Dresden in einem Pilotprojekt die alten Fasern
    > genutzt um ein GPON Netz aufzubauen: www.teltarif.de

    Wobei dabei auch noch reichlich Extrakabel benötigt wurden:

    "Insgesamt möchte die Telekom rund 400 [km] Glasfaserleitungen neu verlegen und reichlich 100 Schaltverteiler installieren."
    https://oiger.de/2013/10/21/glasfaser-bis-zur-wohnung-telekom-baut-dresden-striesen-auf-tempo-200-aus/25309

    Wie es eben im Teaser dieses Artikels schon steht:
    "Doch der Mangel an Fasern führte später zu Problemen und zum Austausch der Leitungen, erklärte Glasfaserhersteller Corning."

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