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Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

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  1. Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Oldschooler 21.12.15 - 14:49

    Nein, das ist es meiner Meinung nach nicht. Es gehört zum Risiko eines Unternehmens, wenn Sachen beschädigt oder gestohlen werden. Dann muss man eben eine Versicherung abschließen, die natürlich bei der Vermietung seines Hauses nicht billig ist. Aber die Leute sehen eben nur die Dollars in den Augen und wollen mit ihren Häusern und Wohnungen Geld verdienen...

  2. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Spiritogre 21.12.15 - 14:57

    Sehe ich auch so. Wer seine Wohnung vermietet macht dies nicht mehr privat sondern erhält dadurch ein (zusätzliches) Einkommen, ist also kommerziell tätig. Dazu gehören entsprechende Versicherungen.

    Auch sollte ein Vermieter einer ausgestatteten Wohnung halt eine Inventarliste (zumindest von teureren Gegenständen) machen und vor(!) als auch nach jedem neuen Bewohner diese Liste durchgehen und abchecken ob alles da ist.

    Als Mieter sollte man inzwischen dann halt auch erst einmal mit dem Smartphone durch die Wohnung und den genauen Zustand festhalten, um anschließend sicher vor ungerechtfertigten Schadensersatzforderungen zu sein.

  3. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Niaxa 21.12.15 - 15:17

    Ich seh das alles nicht problematisch. Man müsste eben die Mieter darauf hinweisen, das eine Cam alles filmt. Ob die dann noch einziehen wollen, ist fraglich.

  4. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: divStar 21.12.15 - 15:18

    Naja ich weiß nicht.. einerseits finde ich die allgemeine Entwicklung hin zur Totalüberwachung überall beängstigend; andererseits: wenn die Anbieter die ganzen Cams dem Gast vor der Buchung kenntlich machen, muss der Gast ja das Zimmer dann nicht nehmen bzw. könnte einfach etwas drüberhängen - was das ganze dann ad absurdum führen würde.
    Ich weiß nicht, ob ein pauschaler Hinweis darauf, dass das Grundstück/Gebäude überwacht, ausreicht. Man sollte genau aufzeigen müssen was überwacht wird und möglicherweise sogar die Kameras kennzeichnen oder zumindest vor der Buchung eine entsprechende Belehrung zur Unterschrift vorlegen müssen. Dann allerdings dürften sich Kunden nicht mehr beschweren - und Leute, denen so etwas nicht egal ist, würden woanders hin gehen.

  5. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: schlange12 21.12.15 - 15:26

    Inventarkosten ist in diversen Branchen ein nicht unerheblicher Punkt. Letzten sprach jemand im Radio eines Restaurants wo viele Banker über den Mittag essen gehen, dass 25% des Umsatzes des Unternehmen in Besteck und Teller investiert werde müsste. Die Anzahl von Tellern welche kaputt gehen war signifikant kleiner als der Fehlbestand. Der Grösstepunkt an Neuanschaffungen, war aber Besteck. Sicher 50 % und dieses wurde einfach geklaut. Dies gehört aber zu den Risiken.

  6. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: robinx999 21.12.15 - 15:32

    Ich sehe jetzt aber auch kein Problem im Falle eines Untervermietens mal kurz im Beisein des Gastes das Zimmer zu Filmen mit dem Ist Zustand. Im Idealfall so das der Gast auch mit Drauf ist, und bei Abreise noch mal das Selbe. Sollte eigentlich für Beschädigungen Diebstahl reichen.

  7. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Enter the Nexus 21.12.15 - 19:47

    Spiritogre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch sollte ein Vermieter einer ausgestatteten Wohnung halt eine
    > Inventarliste (zumindest von teureren Gegenständen) machen und vor(!) als
    > auch nach jedem neuen Bewohner diese Liste durchgehen und abchecken ob
    > alles da ist.

    Und dann schön die Sachen selbst klauen, wenn sich der Mieter die Stadt ansieht :-D

  8. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Spawn182 22.12.15 - 03:19

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe jetzt aber auch kein Problem im Falle eines Untervermietens mal
    > kurz im Beisein des Gastes das Zimmer zu Filmen mit dem Ist Zustand. Im
    > Idealfall so das der Gast auch mit Drauf ist, und bei Abreise noch mal das
    > Selbe. Sollte eigentlich für Beschädigungen Diebstahl reichen.

    Das sehe ich ähnlich, nur leider sind da die Dollarzeichen im Auge im Wege. Hier geht es doch nur ums Geld machen und da wäre erhöhter Arbeitsaufwand, wie ihn eben Hotels haben doch schädlich. Ich höre jedoch von den Airbnb Nutzern im meinem Umfeld, dass diese meist den Schlüssel von Nachbarn, unten beim Becker oder was weiß ich woher bekommen, den eigentlichen Vermieter sieht man wohl selten.

  9. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Event Horizon 22.12.15 - 10:25

    Warum ist es nicht nachvollziehbar, daß der Wunsch nach Überwachung besteht?

    Mit einer (mehreren) Videokameras kann man verfolgen, was der Mieter in der Wohnung treibt, und kann ihm (im Idealfall) nachweisen, was er beschädigt oder gestohlen hat.

    Ich wette, in Kaufhäusern wird jede Menge Kleidung gestohlen, indem sie in der Umkleidekabine einfach angezogen wird, als gehöre sie einem. Auch hier würde eine Videokamera sicher helfen, das aufzudecken.

    In Bussen und Bahnen und an anderen Plätzen gibt es Videoüberwachung nicht nur wegen der Gewalt gegen andere, sondern auch wegen Vandalismus und Diebstahl.

    Oder sehe ich das falsch, und ein Unternehmer freut sich, daß er das Risiko für Schäden trägt? Der einzige, der sich über das übernommene Risiko freut, ist die Versicherung, denn die lässt sich das bezahlen. Und je höher das Risiko, desto besser läßt sie es sich bezahlen.

    Also: Es wäre in jedem Fall für einen Unternehmer wünschenswert, durch Überwachung das eigene Risiko zu minimieren.

    Allerdings ist es eben nicht erlaubt, in der Wohnung oder Umkleidekabine zu filmen, und das ist auch gut so.

    Vielleicht ist man selbst eine dermaßen ehrliche Haut, daß man Überwachung von vornherein ausschließt, aber das heißt doch nicht, daß der Wunsch anderer nicht nachvollziehbar ist.

  10. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: coombriax 22.12.15 - 10:29

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das ist es meiner Meinung nach nicht. Es gehört zum Risiko eines
    > Unternehmens, wenn Sachen beschädigt oder gestohlen werden.

    Ein AirBnb "Vermieter" ist aber kein Unternehmer.

  11. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Oldschooler 22.12.15 - 10:32

    coombriax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oldschooler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, das ist es meiner Meinung nach nicht. Es gehört zum Risiko eines
    > > Unternehmens, wenn Sachen beschädigt oder gestohlen werden.
    >
    > Ein AirBnb "Vermieter" ist aber kein Unternehmer.

    Und warum nicht? Er verdient Geld mit der Vermietung, also ist er wie jede Pension ein Unternehmen.

  12. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Phreeze 22.12.15 - 10:50

    nein, weil er darauf keine Steuern zahlt....omg....ich hab was bei ebay verkauft, bin ich jetzt auch "Businessman" ?

  13. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: coombriax 22.12.15 - 10:57

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > coombriax schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oldschooler schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Nein, das ist es meiner Meinung nach nicht. Es gehört zum Risiko eines
    > > > Unternehmens, wenn Sachen beschädigt oder gestohlen werden.
    > >
    > > Ein AirBnb "Vermieter" ist aber kein Unternehmer.
    >
    > Und warum nicht? Er verdient Geld mit der Vermietung, also ist er wie jede
    > Pension ein Unternehmen.

    Wenn du mal was bei Ebay verkaufst, bist du auch nicht gleich "Unternehmer".

    Unternehmen müssen Steuern zahlen und Auflagen des Hotel- und Gaststättengewerbes einhalten....

  14. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: ibsi 22.12.15 - 11:08

    Richtig, wird er allerdings erwischt, gibt es ärger ;)

  15. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: berritorre 22.12.15 - 14:15

    coombriax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein AirBnb "Vermieter" ist aber kein Unternehmer.

    Dann geh mal auf AirBnB und schau' dir die Angebote an. Das "freie Bett in der Wohnung" ist meiner Erfahrung nach die grosse Ausnahme. 95% dürften Personen sein, die eine freistehende Wohnung lieber über AirBnB auf Ferienwohnungsbasis oder Pensionsbasis vermieten. Dass sie darauf keine Steuern zahlen ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Angebote klare Steuerhinterziehung. Man umgeht im Moment noch den Fiskus. Der ist aber nicht dumm und bald wird sich da was ändern. Ich habe nichts gegen AirBnB. Habe das schon genutzt und finde den Service sehr gut. Hotels sind meistens eher abschreckend und wenn man etwas länger in einer Stadt ist (mehr als 2 Nächte), weiss man die Annehmlichkeiten einer Wohnung zu schätzen.

    Aber die meisten Angebote sind in Wirklichkeit eine Art Ferienwohnung oder Pension und sollten daher genau so auch ihre Steuern bezahlen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn ich Angst habe, dass diese Wohnungen die ich da vermiete zerstört werden, dann sollte ich nicht vermiete. Ich kann nachvollziehen, dass bei manchem der Wunsch nach überwachung aufkommt, wenn er schon schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht hat. Aber dagegen steht der Wunsch auf Privatsphäre des Mieters und die ist höher einzuschätzen, finde ich persönlich.

    Wenn mir ein Vermieter sagt, dass die Wohnung per Kamera überwacht wird, dann kann er sich das stecken. Und ich habe bisher alle Hotelzimmer oder angemieteten Wohnungen in einem Topzustand verlassen. In einigen Fällen sogar besser als vorher... ;-)

    Aber wenn ich in einer solchen Wohnung bin, dann will ich nicht überwacht werden. Der Vermieter kann gerne beim Checkout mit mir die Wohnung durchgehen. Das ist sein gutes Recht. Aber ich lasse mich nicht während dem Aufenthalt filmen. Und wenn mich einer vorher bei der Wohnungsübergabe filmen will, dann fände ich das auch sehr komisch.

    Ich habe bisher mit AirBnB gute Erfahrungen gemacht. 2x in Palma de Mallorca eine Wohnung gemietet und der Kontakt mit den Vermietern war immer sehr gut. Meist aber nur per Email. Schlüssel wurde von einer Agentur oder einem Bekannten übergeben. Ich bin aber auch jemand der keinen Krach macht, keine dicken Parties feiert, etc. Ich will den Ort geniesen und bin dann meist eh den ganzen Tag ausser Haus.

  16. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: Z101 23.12.15 - 11:33

    In den kommenden Jahren werden so manche AirBNB-Vermieter so einiges an Steuern nachzahlen dürfen. Mal sehen wie stark sich dann das Angebot plötzlich ausdünnt.

  17. Re: Der Wunsch nach Überwachung ist in gewisser Weise nachvollziehbar.

    Autor: NeoTiger 26.12.15 - 10:42

    coombriax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du mal was bei Ebay verkaufst, bist du auch nicht gleich
    > "Unternehmer".

    Die Pflicht zur Einkommensteuer begründet sich auch nicht darauf, ob du Unternehmer bist oder nicht. Das EStG kennt sieben steuerpflichtige Einkunftsarten und Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit ist nur eine davon.

    Und ob du für einen Verkauf auf eBay Steuern zu zahlen hast oder nicht hängt davon ab, ob es nach §23 EStG als privates Veräußerungsgeschäft gilt oder nicht. In den überwiegenden Fällen nicht, solange es sich um einen Gegenstand "des täglichen Gebrauchs" handelt. Auch müsstest du beim Verkauf einen Gewinn erzielt haben - der Verkaufspreis also über den Anschaffungskosten liegen, was beim privaten Gebraucht-Handel aber in der Regel nicht der Fall ist.

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