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Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

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  1. Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Mingfu 18.02.18 - 17:03

    Einflussnahme auf eine Präsidentschaftswahl ist ein witziger Tatvorwurf, wenn man sich überlegt, welche Milliardenbeträge durch Unternehmen dort jedes Mal mit einem einzigen Ziel investiert werden: Einflussnahme auf die Wahlentscheidung. Und wenn es dann klappt, hofft man, dass sich der jeweilige Kandidat in seiner politischen Tätigkeit wohlwollend daran erinnert...

    In einem solchen Umfeld erscheint es ziemlich unsinnig, die eine Art von Absender verwerflicher zu finden als die andere. Vielmehr müsste man doch hinterfragen, warum solche Strategien erfolgreich zu sein scheinen. Da liegt doch ein Empfängerproblem vor, wenn dieser sich durch Werbung oder simple Botschaften maßgeblich manipulieren lässt. Es gehört doch einiges an vorsätzlicher Naivität dazu, wenn man auf solche Dinge geradezu hereinfallen will. Dort wäre in meinen Augen der wichtigere Ansatzpunkt. Denn dass jemand mit schlechten Absichten und viel Geld vorbeikommt, lässt sich im Kapitalismus nicht vermeiden - dass er damit verfängt aber vielleicht schon.

  2. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: teenriot* 18.02.18 - 17:20

    Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten und haben als einzige das Recht sich dafür an dem "politischen Wettbewerb" im Inland beteiligen und nicht Russen, Klingonen oder Krebsmenschen und schon gar nicht konspirativ . So schwer ist das doch nicht zu verstehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.18 17:29 durch teenriot*.

  3. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Mingfu 18.02.18 - 17:30

    Rein rechtlich mag das vielleicht so sein. Praktisch sieht man aber, dass eine solche Regelung ins Leere läuft (die USA werden noch nicht einmal einen Prozess gegen die genannten Personen führen können, da sie dieser nicht habhaft werden). Demzufolge sollte man also auch nicht auf solche Regelungen setzen, sondern sich überlegen, wie man mit einer solchen Situation umgehen kann. Zumal, wie genannt, auch die inländische "Manipulation" nicht wesentlich besser ist. Demzufolge ist der Wähler der geeignetere Ansatzpunkt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.02.18 17:34 durch Mingfu.

  4. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: teenriot* 18.02.18 - 17:36

    Prozesse können auch in Abwesenheit geführt werden.

    Nur weil etwas nicht optimal verfolgt und abgewehrt werden kann, bedeutet das nicht automatisch das man es in irgendeiner Form zulassen sollte. Dieser Makel trifft auf viele Gesetze zu.

  5. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: lear 18.02.18 - 18:09

    Er hat im Kern aber absolut recht. Dinge passieren unterbleiben nicht einfach, weil sie verboten sind.
    Demokratie funktioniert nur mit hinreichend gebildeten und kritischen Wählern - s. auch das Brexit-Debakel, insbes. die £360Mio für das NHS und andere komplett aus dem A...nus gezauberte Behauptungen.

    "Killary™ operiert aus einer NYC Pizzeria einen internationalen Kinderschänderring und wird Euch -im krassen Verfassungsbruch- all Eure schönen Waffen komplett wegnehmen während ich eine schöne Mauer baue, für die Mexiko bezahlt und auerdem kriegt ihr mehr Krankenversicherung für weniger Geld und nebenbei mache ich uns Schuldenfrei; wie, erkläre ich nach der Wahl - oder zwei Wochen später™"

    Wenn man sowas auch nur im Ansatz ernst nimmt, stimmt was mit dem eigenen Gehirn nicht.

    Und von wem genau derartiges Störfeuer kommt ist zwar im Detail, aber nicht im Ergebnis relevant. Wenn eine Gesellschaft soweit verblödet ist, daß es in der Breite funktioniert, hat man hinterher ein sehr stabiles Genie mit dem größeren roten Knopf als Präsident.

    Insofern ist es vernünftig zu argumentieren, daß Rußlands Angriff nur wegen der eigenen Schwäche funktioniert hat und diese Schwäche dann abzustellen - jenseits der überfälligen Sanktionen (die Trump nicht unterschreiben wird - mittlerweile glaube ich an das PeePee-Tape....)

  6. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Sinnfrei 18.02.18 - 19:11

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten und haben als einzige das Recht
    > sich dafür an dem "politischen Wettbewerb" im Inland beteiligen und nicht
    > Russen, Klingonen oder Krebsmenschen und schon gar nicht konspirativ . So
    > schwer ist das doch nicht zu verstehen.

    Wäre nur schön wenn die US-Amerikaner mit guten Beispiel voran gehen würden. Solange sich diese Hampel das Recht nehmen jede Wahl in anderen Ländern nach Belieben zu beeinflussen, kann man die einfach nicht ernst nehmen:

    https://www.nytimes.com/2018/02/17/sunday-review/russia-isnt-the-only-one-meddling-in-elections-we-do-it-too.html

    Abgesehen davon ist das alles was die da aktuell gegen Russland hervorholen an den Haaren herbei gezogen.

    __________________
    ...

  7. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: SJ 18.02.18 - 19:19

    Und wenn es mit Wahleinmischung nicht mehr funktioniert, wird die Demokratie richtig eingebombt durch Drohnen... aber nur solange Erdöl vorhanden ist.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  8. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: teenriot* 18.02.18 - 19:21

    Es geht nicht um Erdöl, es geht um Aluminium.

  9. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: SJ 18.02.18 - 19:21

    s/Erdöl/Ressource des Tages/

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  10. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Mingfu 18.02.18 - 19:39

    Du hast die Pointe nicht verstanden...

  11. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: SJ 18.02.18 - 19:49

    Sag bloss, das hat was mit Hüten zu tun

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  12. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: matok 19.02.18 - 07:39

    Eben. Im Grunde ist jede Art von Wahlkampf Trollerei. Und wenn sich Menschen durch tumbe Botschaften beeinflussen lassen, dann sollte man eher an der Demokratie zweifeln, aber nicht an Kommentaren in irgendwelchen sozialen Netzen.

  13. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: lear 19.02.18 - 09:29

    Nein.
    Trollerei ist politische Degeneration - es geht nicht mehr um Politik, sondern nur noch um Show. Das ist sicher kein akzeptabler Ist-Zustand und war auch beileibe nicht immer so (das letzte mal in D. ist 85 Jahre her)
    Auch sollte man ganz sicher nicht an der Demokratie zweifeln, sondern sich daran erinnern, daß ein reflektiver und gebildeter Verstand eine der Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Partizipation ist - das Problem liegt in der Bildung und in der Überlastung durch die Trolle (Trump lügt im Schnitt 5x am Tag der Öffentlichkeit dreist ins Gesicht - die Sektion aller Lügen ist für jeden Einzelnen aufwendig und er wird so zum "Glauben" verleitet. Sehr negative Entwicklung)
    Und zuguterletzt heilt das Problem nicht die Verfehlung. Der Wähler sollte nicht auf russische Trolle hereinfallen, aber die russische Trollerei ist trotzdem ein massiv aggressiver Akt, der eine entsprechende Antwort erfordert.
    Konflikte werden defensiv UND offensiv ausgetragen. Nicht "oder".

  14. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Mr Miyagi 19.02.18 - 11:53

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten und haben als einzige das Recht
    > sich dafür an dem "politischen Wettbewerb" im Inland beteiligen und nicht
    > Russen, Klingonen oder Krebsmenschen und schon gar nicht konspirativ . So
    > schwer ist das doch nicht zu verstehen.

    Es hat sich ja auch keiner Eingemischt, oder haben die mutmaßlichen Trolle gültige Stimmen abgegeben?

  15. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Mr Miyagi 19.02.18 - 12:05

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber die russische Trollerei ist
    > trotzdem ein massiv aggressiver Akt, der eine entsprechende Antwort
    > erfordert.

    Selten so einen Unfug gelesen. Trollen ist nicht illegal. Es ist nicht illegal zu lügen, oder sich wie ein Arschloch zu benehmen. Es ist lediglich gesellschaftlich verpönt. Falls Punkte wie der Bankbetrug stimmen ist das vielleicht ne Anklage wert, hat aber nichts mit der Wahl zu tun.

    Jemand der sich ein paar 1000 Alt-Accounts anlegt und seine Meinung oder irgendwelchen Unisinn postet hat *vielleicht* gegen die Facebook AGB verstoßen, das wars dann aber auch.

  16. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: lear 19.02.18 - 12:14

    Weil Du es insbesondere *nicht* gelesen hast.
    Wer hat bitte "illegal" gesagt und seit wann ist Rußland der US-Justiz unterworfen?
    Trollen mit dem Ziel politischer Destabilisation ist schlicht eine feindliche Offensive und begründet dementsprechende Gegenmaßnahmen.

  17. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: quakerIO 19.02.18 - 12:31

    "Für den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika. Das können sie ruhig so drucken." von wem ist dieses zitat
    Dieses Zitat Stamm nicht von einem troll aber einen sehr wichtigen deutschen Mann der mit Peter Scholl-Latour eine ähnliche Meinung teilt.
    Zeiten wiederholen sich, die Alten sterben und keiner ruft uns in errinerung welche Fehltritte wir gemacht haben.

  18. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: Vinnie 19.02.18 - 14:27

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten und haben als einzige das Recht
    > sich dafür an dem "politischen Wettbewerb" im Inland beteiligen und nicht
    > Russen, Klingonen oder Krebsmenschen und schon gar nicht konspirativ . So
    > schwer ist das doch nicht zu verstehen.

    korrekte Meinung der ich nichts mehr hinzuzufügen habe! Bravo!

  19. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: SJ 19.02.18 - 14:38

    Wieso?

    Da die Wahl des US Präsidenten auch Auswirkungen auf mich haben, habe ich ein Recht mich da ebenfalls zu äussern zu und Einfluss zu nehmen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  20. Re: Problem sitzt in den USA und nicht in Russland

    Autor: teenriot* 19.02.18 - 14:56

    Der Unterschied zwischen Meinung äußern und Identitäten klauen & co sollte auch dir klar sein.

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