1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Anti-Falschmeldung: Whatsapp schränkt…

Bevormundung!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Bevormundung!

    Autor: sttn 22.01.19 - 14:05

    Weil es Fake-News und Gerüchte gibt, meinen Facebook und wohl auch andere das man die Nutzer einschränken muss. Grund: Die Nutzer sind zu dumm zwischen Wahrheit und Fake zu unterscheiden. Gehts noch?

    PS: Bei Spiegel-Leser und -Redakteure mag das der Fall sein, die haben Relotius-Geschichten Jahrelang als korrekt angesehen, obwohl es offensichtlich war das es ein Fake ist.

  2. Re: Bevormundung!

    Autor: happymeal 22.01.19 - 14:56

    Schreib halt nen eigenen Messenger.

  3. Re: Bevormundung!

    Autor: cry88 22.01.19 - 15:10

    Ja, das ist Bevormundung, weil genügend Menschen diese benötigen! Indien war da ein gutes Beispiel. Da wurden Leute umgebracht, weil ein großer Haufen Deppen diesen verbreiteten bullshit geglaubt hat.

    Gleiches kann hier auch sehr leicht passieren. Zuletzt in Dresden, wo vorher ständig vom nem gefassten Täter gesprochen wurde, der es aber wohl gar nicht war. So wie überall immer wieder Stimmung gegen den gemacht wurde, hätte es mich nicht gewundert, wenn sie ihn aufgeknüpft hätten nach der Freilassung.

  4. Re: Bevormundung!

    Autor: NoLabel 22.01.19 - 16:47

    cry88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, das ist Bevormundung, weil genügend Menschen diese benötigen! Indien
    > war da ein gutes Beispiel. Da wurden Leute umgebracht, weil ein großer
    > Haufen Deppen diesen verbreiteten bullshit geglaubt hat.
    >
    > Gleiches kann hier auch sehr leicht passieren. Zuletzt in Dresden, wo
    > vorher ständig vom nem gefassten Täter gesprochen wurde, der es aber wohl
    > gar nicht war. So wie überall immer wieder Stimmung gegen den gemacht
    > wurde, hätte es mich nicht gewundert, wenn sie ihn aufgeknüpft hätten nach
    > der Freilassung.

    Das heißt, Du willst im gleichem Atemzug auch die Meinungsfreiheit verbieten und ein Versammlungsverbot aussprechen???
    Denn die Leute könnten auf die dumme Idee kommen und wieder ihren Mund dazu benutzen um Fakenews zu verbreiten.
    Also Redeverbot in der Öffentlichkeit ist da eine wirklich sinnvolle Idee.

  5. Re: Bevormundung!

    Autor: b.mey 23.01.19 - 09:37

    Man sollte schon unterscheiden zwischen Meinungsfreiheit und Volksverhetzung. Das "Lynchmob"-Verhalten ist menschlich und existiert seit Menschen existieren. Es gibt viele wissenschaftlich ermittlete Erkenntnisse der Psychologie, dass menschliches Verhalten in Gruppen und unter bestimmten Bedingungen wenig mit rationalen und besonnenen Überlegungen zu tun hat, sondern instinkt und Affekt gesteuert stattfindet.

    Dies kollidiert aber mit den Prinzipien eines Rechtsstaats, die eben genau deshalb geschaffen wurden, um diese bekannte typisch menschliche Schwäche im Griff zu behalten. Meinungsfreiheit ist daher auch nicht grenzenlos in Deutschland. Soziale Netzwerke haben mittlerweile eine so große Verbreitung, dass sie der neue Pranger sind und das bedrohliche Potential haben ein wichtiger mobilisierungsfaktor des neuzeitigen Lynchmobs zu werden. Dies wird auch von organisierten manipulativen Kräften immer häufiger erkannt und ausgenutzt. Und weil unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit auch in der Vergangenheit immer häufiger bewusst und unbewusst versucht wurde unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Schutzmechanismen gegen die menschlichen Schwächen auszuheblen, wurde an verschiedenen Stellen bedauerlichterweise über Gesetzte (welche klassisch eben nichts anderes als eine Bevormundung sind, das ist der tatsächliche Zweck von Gesetzen) nachgeschärft.

    Das ist mehr schlecht als recht gelungen, aber zumindest kann ich ganz ohne Schnappatmung nachvollziehen, warum die Regierung es als notwendig erachtet hat diese Auswüchse in sozialen Netzwerken irgendwie im Sinne des Rechtsstaats wieder einzudämmen.

    Und deshalb sind auch Maßnahmen von Sozialen Netzwerks Betreibern (und ein solches stellt WhatsApp mittlerweile dar) grundsätzlichzu begrüßen, die genau diesem Zweck dienen. Wie immer ist es die Aufgabe des Rechtsstaats zu bevormunden, denn nur so lässt sich Neutralität bestmöglich sicherstellen.

    Da wir nicht in einer Anarchie leben, leben wir konstant unter Bevormundung. Einige Bevormundungen finden wir gut, andere finden wir vielleicht weniger gut. Alle 4 Jahre dürfen wir uns daran beteiligen diejenigen mit zu bestimmen, welche die allgemein gültige Bevormundung für uns in den nächsten 4 Jahren wesentlich bestimmen sollen. Das nennt man repräsentative Demokratie. Die ist sicher nicht perfekt, aber sie stellt so ziehmlich den effektivsten und besten Kompromiss dar, den wir haben.

    Whats App ist ein Service eines privaten Unternehmens mit Gewinnziel. Wenn es entscheiden sollte, dass wir morgen nur noch ein Wort pro Nachricht verschicken dürfen, dann ist das eben so. Man hat die Wahl, bleiben oder einen anderen Dienst mit vergleichbarer Funktion suchen. Aber mit Bevormundung hat das nichts zu tun, sondern nur mit Bestimmung des Funkionsumfangs. Und den kann eben jedes private Unternehmen bestimmen wie es will. In Indien war es keine Unternehmerische Entscheidung, sondern eine von der Regierung eingeforderte. Da war es dann definitiv Bevormundung. Und zwar Bevormundung des Unternehmens durch die Regierung.

    Und ja, wir brauchen Gesetze und Regeln, damit unsere Gesellschaft stabil bleibt und funktioniert. Und ja, jeder hat Gesetze und Regeln die er begrüßt und welche die er falsch findet. So ist das eben in einer Domokratie.

  6. Re: Bevormundung!

    Autor: IT-Kommentator 23.01.19 - 22:13

    b.mey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man sollte schon unterscheiden zwischen Meinungsfreiheit und
    > Volksverhetzung. Das "Lynchmob"-Verhalten ist menschlich und existiert seit
    > Menschen existieren. Es gibt viele wissenschaftlich ermittlete Erkenntnisse
    > der Psychologie, dass menschliches Verhalten in Gruppen und unter
    > bestimmten Bedingungen wenig mit rationalen und besonnenen Überlegungen zu
    > tun hat, sondern instinkt und Affekt gesteuert stattfindet.
    >
    > Dies kollidiert aber mit den Prinzipien eines Rechtsstaats, die eben genau
    > deshalb geschaffen wurden, um diese bekannte typisch menschliche Schwäche
    > im Griff zu behalten. Meinungsfreiheit ist daher auch nicht grenzenlos in
    > Deutschland. Soziale Netzwerke haben mittlerweile eine so große
    > Verbreitung, dass sie der neue Pranger sind und das bedrohliche Potential
    > haben ein wichtiger mobilisierungsfaktor des neuzeitigen Lynchmobs zu
    > werden. Dies wird auch von organisierten manipulativen Kräften immer
    > häufiger erkannt und ausgenutzt. Und weil unter dem Deckmantel der
    > Meinungsfreiheit auch in der Vergangenheit immer häufiger bewusst und
    > unbewusst versucht wurde unsere demokratischen und rechtsstaatlichen
    > Schutzmechanismen gegen die menschlichen Schwächen auszuheblen, wurde an
    > verschiedenen Stellen bedauerlichterweise über Gesetzte (welche klassisch
    > eben nichts anderes als eine Bevormundung sind, das ist der tatsächliche
    > Zweck von Gesetzen) nachgeschärft.
    >
    > Das ist mehr schlecht als recht gelungen, aber zumindest kann ich ganz ohne
    > Schnappatmung nachvollziehen, warum die Regierung es als notwendig erachtet
    > hat diese Auswüchse in sozialen Netzwerken irgendwie im Sinne des
    > Rechtsstaats wieder einzudämmen.
    >
    > Und deshalb sind auch Maßnahmen von Sozialen Netzwerks Betreibern (und ein
    > solches stellt WhatsApp mittlerweile dar) grundsätzlichzu begrüßen, die
    > genau diesem Zweck dienen. Wie immer ist es die Aufgabe des Rechtsstaats zu
    > bevormunden, denn nur so lässt sich Neutralität bestmöglich sicherstellen.
    >
    > Da wir nicht in einer Anarchie leben, leben wir konstant unter
    > Bevormundung. Einige Bevormundungen finden wir gut, andere finden wir
    > vielleicht weniger gut. Alle 4 Jahre dürfen wir uns daran beteiligen
    > diejenigen mit zu bestimmen, welche die allgemein gültige Bevormundung für
    > uns in den nächsten 4 Jahren wesentlich bestimmen sollen. Das nennt man
    > repräsentative Demokratie. Die ist sicher nicht perfekt, aber sie stellt so
    > ziehmlich den effektivsten und besten Kompromiss dar, den wir haben.
    >
    > Whats App ist ein Service eines privaten Unternehmens mit Gewinnziel. Wenn
    > es entscheiden sollte, dass wir morgen nur noch ein Wort pro Nachricht
    > verschicken dürfen, dann ist das eben so. Man hat die Wahl, bleiben oder
    > einen anderen Dienst mit vergleichbarer Funktion suchen. Aber mit
    > Bevormundung hat das nichts zu tun, sondern nur mit Bestimmung des
    > Funkionsumfangs. Und den kann eben jedes private Unternehmen bestimmen wie
    > es will. In Indien war es keine Unternehmerische Entscheidung, sondern eine
    > von der Regierung eingeforderte. Da war es dann definitiv Bevormundung. Und
    > zwar Bevormundung des Unternehmens durch die Regierung.
    >
    > Und ja, wir brauchen Gesetze und Regeln, damit unsere Gesellschaft stabil
    > bleibt und funktioniert. Und ja, jeder hat Gesetze und Regeln die er
    > begrüßt und welche die er falsch findet. So ist das eben in einer
    > Domokratie.

    +1

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Deloitte, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf
  3. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  4. Elite Consulting Network Group über Elite Consulting Personal & Management Solutions GmbH, Essen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 315€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  2. 239€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. DeepCool RF120 3er-Pack für 24,99€ + Versand)
  4. 48,50€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

  1. I am Jesus Christ: Mit dem Jesus-Simulator die Wiederauferstehung schaffen
    I am Jesus Christ
    Mit dem Jesus-Simulator die Wiederauferstehung schaffen

    In I am Jesus Christ sollen PC-Spieler aus der Ich-Perspektive als Sohn Gottes antreten, Gutes tun und gegen Satan kämpfen können. Unklar ist derzeit unter anderem, ob das Programm rechtzeitig zu Weihnachten fertig wird.

  2. Dorothee Bär: Daten von Kindern sollen im Internet besser geschützt werden
    Dorothee Bär
    Daten von Kindern sollen im Internet besser geschützt werden

    Deutschlands Digital-Staatsministerin Dorothee Bär will Kinder im Internet besser schützen: Persönliche Daten sollen nicht mehr für die Erstellung von Nutzerprofilen oder zu Werbezwecken verwendet werden dürfen. Die FDP hält ein Verbot für kontraproduktiv.

  3. Mobilität: E-Scooter sollen gesondert in Unfallstatistik erscheinen
    Mobilität
    E-Scooter sollen gesondert in Unfallstatistik erscheinen

    Bislang gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Unfälle in Deutschland durch Fahrer von E-Scootern verursacht wurden. Das soll sich demnächst ändern; erste Zwischenbilanzen zeigen, dass bei Unfällen mit den Tretrollern die Verursacher meist deren Fahrer sind.


  1. 17:28

  2. 15:19

  3. 15:03

  4. 14:26

  5. 13:27

  6. 13:02

  7. 22:22

  8. 18:19