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als jemand der beide "welten" kennt

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  1. als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: gdh 09.08.19 - 22:08

    bin ich erschüttert über viele kommentare hier.

    Der Artikel ist wirklich gut, man muss lernen sich und seine ideen zu verkaufen. Das soll nicht heißen, dass man energisch und penetrant seinem vorgesetzten etwas aufzwingen soll, sondern eher kurz und knapp (wiki elevator pitch) auf einem hohen level, ohne viele details.

    Als führungskraft habe ich keine zeit mir einen vortrag mit ewig langen, verschachtelten sätzen anzuhören, der so wirkt, als ob der mitarbeiter bloß seine eigenen prozesse optimieren möchte.

    Als fachexperte war ich mit der "vermarktung" meiner ideen recht erfolgreich, wenn ich zuerst kurz und bündig darauf aufmerksam gemacht habe. Anschließend habe ich gefragt, ob ich eine kurze schriftliche analyse machen soll. daraufhin hat man etwas in der hand und kann abwägen, ob es sich lohnt oder nicht.

    Kommentare in diesem forum wie, wenn er es nicht versteht (der chef), ist seine eigene schuld, ist nicht mein job etc. ist ein völlig falsches mindset.
    Am ende gibt es jemanden, der es macht und dafür eine belohnung erhält (in welcher form auch immer, sei es geld oder einfach nur die motivation seine eigenen ideen in das unternehmen einzubringen). Diese leute werden am ende glücklicher nach hause gehen (und auch am nächsten tag wieder zur arbeit).


    Ich muss gestehen, als fachexperte habe ich in meiner "jugendlichen scharfsinnigkeit" ähnlich gedacht, weil mir nicht klar war, was mein chef eigentlich den tag über so macht.

    Mein tagesablauf heute, als führungskraft besteht aus ca. 60% firefighting, 15% management befriedinung, 15% emails lesen/ kundenkontakt, 5% interaktion mit meinem team (chit chat) und mit glück die restlichen 5% für langfristige planung/ prozess optimierung.

    ich habe keine zeit mich in etwas einzulesen, was mir fremd ist, dafür habe ich (hoffentlich) fachexperten, die mir sagen können, wie lange sie für etwas brauchen oder wie sie sich die umsetzung vorstellen.


    meine subjektive beobachtung ist leider, dass die richtigen cracks, die leute, die die wirklich guten lösungen finden, oftmals nicht in der lage sind sich oder die ideen so anzupreisen, sodass das management darauf aufmerksam wird.


    lasst euch nicht entmutigen und schlagt eine idee kurz und knapp vor (elevator pitch). Wenn es um eine präsentation geht, ROI (return of invest) zeigen, es muss klar sein, ab wann sich die entscheidung lohnt, was das kosten soll und wer oder was davon beeinflusst wird (negativ wie positiv). einen kleinen teil dann die technische umsetzbarkeit (physikalisch in form von hardware wie auch manpower).


    ich, 32, gelernter elektriker (handwerk), ingenieur, (kommerzieller) projektleiter, bilde mir ein zu wissen, was "unten" abgeht und was "oben" gewünscht ist, kann nur sagen, einsatz zahlt sich immer aus, so oder so!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.19 22:12 durch gdh.

  2. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: PerilOS 09.08.19 - 22:57

    Wie mein Chef immer sagt:
    - 33% Eigene Feuer löschen
    - 33% Bei anderen Feuer legen
    - 33% In Meetings die Zeit absitzen

    Alles was über 5 Minuten brauch um zu zünden hat schon verloren. Denke das merkt jeder selbst irgendwann...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.19 22:57 durch PerilOS.

  3. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: ThomasSV 09.08.19 - 23:43

    Wieso soll ich eig. als Fachkraft die Übersetzung in’s Managementchinesisch machen? Ich habe eig. die Erwartung, dass der Teamleiter/Abteilungsleiter das kann. Sonst wäre mir nicht klar, warum der mehr Geld bekäme als wir. (ok, tuen die meisten auch kaum) Aber üblich ist ja doch, den Manager höher zu bezahlen. Dann erwarte ich auch mehr, als Taskforces zu organisieren!

  4. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: PerilOS 09.08.19 - 23:54

    Es ist relativ üblich, dass wenn jemand ne gute Idee hat und dann Leute darauf aufmerksam werden, dass die Hierarchie da erstmal irrelevant ist. Ich hab als kleine Leuchte auch schon beim SVP gesessen und gepitcht. Weil mein Chef-Chef mich dabei brauchte um Details besser zu erläutern. Wir haben uns die Arbeit geteilt. Und ja der Autovergleich hat was gebracht.

    Wenn dein Vorschlag Wellen in andere Teams/Abteilungen schlägt, dann klettert die Idee automatisch ein paar Leitern hoch und an anderen Stellen runter. Und dann werden die Gesprächsgruppen größer.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.19 23:56 durch PerilOS.

  5. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: fanreisender 10.08.19 - 12:18

    Ich kenne Dich nicht, insofern nimmt bitte die folgenden Ausführungen keinesfalls persönlich.

    Ich hatte zu meinen aktiven Zeiten einen Chef, der sich regelmäßig selbst überforderte. Die von Dir genannte Zeiteinteilung könnte so schon stimmen.
    Aber das Resultat aus der genannten eigenen Überforderung war ein Lechzen nach Streicheleinheiten. Verständlich, führte aber dazu, dass jede Argumentation, die aufzeigte, wie man irgendeine Fragestellung husch, husch, wischi, waschi ohne Nachhaltigkeit lösen konnte Vorrang vor jeder langfristigen Strategie erhielt, die eben nicht stehenden Fußes zum Ziel führte.

  6. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: gdh 10.08.19 - 16:52

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne Dich nicht, insofern nimmt bitte die folgenden Ausführungen
    > keinesfalls persönlich.
    >
    > Ich hatte zu meinen aktiven Zeiten einen Chef, der sich regelmäßig selbst
    > überforderte. Die von Dir genannte Zeiteinteilung könnte so schon stimmen.
    > Aber das Resultat aus der genannten eigenen Überforderung war ein Lechzen
    > nach Streicheleinheiten. Verständlich, führte aber dazu, dass jede
    > Argumentation, die aufzeigte, wie man irgendeine Fragestellung husch,
    > husch, wischi, waschi ohne Nachhaltigkeit lösen konnte Vorrang vor jeder
    > langfristigen Strategie erhielt, die eben nicht stehenden Fußes zum Ziel
    > führte.


    guter einwand. Ich gebe zu, das zeitmanagement ist mit nüchterner betrachtung schlecht.
    hier ist mit sicherheit noch verbesserungspotential. ich werde da mal eine nacht drüber schlafen. Danke für deinen beitrag

  7. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: aquilaii 10.08.19 - 17:47

    in 5 Minuten kann man kein komplexes Thema rüber bringen.

    Als Chef hast du interessiert zu sein und dir auch selber solche themen zu suchen.

    Hast Du kein Fachwissen, bist du nicht geeignet und nur der Verwalter der Urlaubstage, was du aber auch nicht wirklich kannst!

  8. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: gdh 10.08.19 - 18:29

    ich bin koordinator.

    du kommst mit einer idee zu mir, ich höre sie mir an, wenn ich es für gut befinde, wird es umgesetzt oder weiter gereicht ans management/ verantwortliche person.

    ich brauche nicht das thema verstanden zu haben, es genügt, wenn ich weiß, um was es geht und was man damit macht/ was es bringt.

    für den rest, z.b. detail besprechungen etc. gibt es dann den fachexperten.

    es mag natürlich stark auf das unternehmen, bzw. dessen struktur abhängen, jedoch wird man solche hirarchien in größeren projekten/ unternehmen vorfinden.

  9. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: aquilaii 10.08.19 - 19:04

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > es mag natürlich stark auf das unternehmen, bzw. dessen struktur abhängen,
    > jedoch wird man solche hirarchien in größeren projekten/ unternehmen
    > vorfinden.


    und da funktionieren die auch nicht

  10. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: gdh 10.08.19 - 19:15

    schau dir toyota an. das beschriebene konzept, dass der process owner vorschläge einreicht und die basierend darauf entscheidungen getroffen werden, geht auf.

    toyota ist der größte automobilhersteller der welt. weit über 60 werke weltweit, wobei immernoch min 10 in Japan sind. Japan hat hörere stundenlöhne als in Deutschland und BIP ist höher. Folglich müssen die äußerst effizienter sein.
    Als Referenz, VW hat weniger werke im heimatland -> geringere Stundenlöhne, setzt aber dennoch weniger autos ab.

  11. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: adras 10.08.19 - 19:33

    Tja, ich sage nur selbst Schuld. Wer sich nicht die Mühe macht jemandem mal mehr als 5 Minuten zuzuhören (Stichwort: Elevator Pitch) der muss eben dann damit Leben einen Großteil seiner Zeit mit Feuerlöschen zu verbringen.

    Manche Dinge sind nicht so einfach als dass man sie auf 5 Minuten herunterbrechen könnte. Aber bis das in den Köpfen ankommt, wünsche ich viel Spaß beim Feuerlöschen.

    Wie war das Beispiel .... Wenn du willst dass der Brandschutz verbessert wird, zünde das Haus gegenüber an. - Es sollte offensichtlich sein, dass dies kein Mittel der Wahl ist, dennoch scheint es das einzige zu sein was funktioniert.

    Am Ende bleibt, je schlechter der Manager, desto mehr Brände muss er löschen.

  12. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: hansblafoo 11.08.19 - 01:24

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schau dir toyota an. das beschriebene konzept, dass der process owner
    > vorschläge einreicht und die basierend darauf entscheidungen getroffen
    > werden, geht auf.
    >
    > toyota ist der größte automobilhersteller der welt. weit über 60 werke
    > weltweit, wobei immernoch min 10 in Japan sind. Japan hat hörere
    > stundenlöhne als in Deutschland und BIP ist höher. Folglich müssen die
    > äußerst effizienter sein.
    > Als Referenz, VW hat weniger werke im heimatland -> geringere Stundenlöhne,
    > setzt aber dennoch weniger autos ab.

    Ist zwar offtopic, aber nicht dass hier sich das noch jemand falsch einprägt ;-)
    Der Volkswagen Konzern IST der größte Automobilhersteller der Welt wenn wir auf die Anzahl verkaufter Autos schauen. Im Übrigen hat allein die Marke VW 10 Werke in Deutschland und wenn wir noch die anderen Marken dazu zählen (die eben teilweise auch Dinge für die Marke VW produzieren) sind wir darüber. Weltweit hat der Konzern übrigens über 120 Fabriken.

  13. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: bplhkp 11.08.19 - 09:35

    aquilaii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > in 5 Minuten kann man kein komplexes Thema rüber bringen.
    >

    Das ist auch oft nicht notwendig. Aber in 5 Minuten solle man beliebig komplexe Themen rüberbringen können, warum sie wichtig sind. Und dann bekommt man i.d.R. auch mehr als 5 Minuten.

    Wenn man es nicht kann, ist das m.E. häufig die mangelnde Fähigkeit Wichtiges von Unwichtigem zu Trennen und ein Problem sauber zu strukturieren.

  14. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: sg-1 11.08.19 - 14:02

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie mein Chef immer sagt:
    > - 33% Eigene Feuer löschen
    > - 33% Bei anderen Feuer legen
    > - 33% In Meetings die Zeit absitzen
    >
    > Alles was über 5 Minuten brauch um zu zünden hat schon verloren. Denke das
    > merkt jeder selbst irgendwann...

    Wer in 5 Minuten komplexe Themen erklären kann wie Architektur, oder einem Plan, wie man zum Mond fliegt, oder das Klima rettet usw... Der ist viel wert. Wer es in 5minuten versteht. Der auch. Wer aber komplexen Themen länger als 5 Minuten zuhören kann, interessiert ist und nicht sauer wird, weil man technisch erklärt, der ist mMn noch viel mehr wert und sollte auch chef sein.

    Ich halte zwar nix von buzzwording und finde, es sollte Babysprache eingeführt werden (Mal extrem übertrieben jetzt). Aber es ist nunmal so, dass manche Dinge noch kompliziert sind,selbst wenn sie schon vereinfacht werden.

    Wenn es dem Chef zu anstrengend ist,weil er halt so gar nicht in der Materie steckt,dann gibt's 3 Möglichkeiten. Entweder Mitarbeiter dahin entwickeln,dass sie Babysprache sprechen, oder selbst in die Materie einlesen,oder jemanden unabhängigen beurteilen lassen (wenn die Entscheidung zu wichtig ist und vertrauen nicht reicht)

    Habe schon Situationen erlebt, in denen sich ein Team zerstritten hat, nur wegen kommunikationsproblemen (gut,zwei Choleriker waren auch dabei) . Das Zusammenspiel zwischen nerds, chefs/planer, bwl und externer kann schon schwierig sein, da schaden ein paar Stunden sozialles Training nicht (training über Meta Ebene,Deeskalation usw) ist manchmal schlimm,welche Auswirkungen ein kleines Problem in der Kommunikation verursachen kann. Da gebe ich keinen Chef die alleinige schuld. Zu einem Streit gehören immer zwei

  15. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: Kleba 11.08.19 - 15:55

    +1

  16. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: theonlyone 12.08.19 - 12:05

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aquilaii schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > in 5 Minuten kann man kein komplexes Thema rüber bringen.
    > >
    >
    > Das ist auch oft nicht notwendig. Aber in 5 Minuten solle man beliebig
    > komplexe Themen rüberbringen können, warum sie wichtig sind. Und dann
    > bekommt man i.d.R. auch mehr als 5 Minuten.
    >
    > Wenn man es nicht kann, ist das m.E. häufig die mangelnde Fähigkeit
    > Wichtiges von Unwichtigem zu Trennen und ein Problem sauber zu
    > strukturieren.

    Der IT Mensch wird letztlich bezahlt in DETAILS zu denken, nicht im größten Meta Gedanken und schon gar nicht in reinen ¤ Kosten und Personal-Aufwand.

    So eine Idee direkt an einen Chef in 5 Minuten zu vertickern macht schlichtweg keinen Sinn das von seiner IT zu verlangen.

    Da muss man schon mal mehr Zeit investieren.

    Sehr gute Ansätze sind dafür Barcamps und Tech-Talk TAGE.
    Da hat man dann mal 1 Tag Zeit von morgens bis abends das jeder seine Themen präsentieren kann in kleinen Talks, ohne große Präsentation, nur die Idee vorstellen und die Probleme vorbringen, mit Zuhörern aller Mitarbeiter die sich das anhören wollen, nicht nur der eine Chef oder hohe Tiere, jeder der will.

    Eine Liste mit Themen und jeder hört sich an was einen interessiert.

    Da hat man in 1 Tag viel mehr gewonnen als ständig über das Jahr verteilt immer 5 Minuten zu verbraten und nur per Zufall von Ideen zu erfahren ; den viele ITler sind auch so introvertiert die ärgern sich über Probleme, gehen damit aber ganz sicher nicht zum Chef und machen sich zum Affen ; da muss das Management eben für Strukturen sorgen die es überhaupt erst realistisch machen das Ideen sie überhaupt erreichen und wenn sie nicht das Fachwissen haben, dann müssen sie im Zweifel jemanden abstellen der das Fachwissen hat, der sich die Ideen anhört und dann an sie kommuniziert über seine Entscheidung ; was ein CTO eben sein sollte, der dann den anderen Chief Entscheidern sagt was TECHNISCH relevant ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.08.19 12:13 durch theonlyone.

  17. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: DY 14.08.19 - 10:40

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bin ich erschüttert über viele kommentare hier.
    >
    > Der Artikel ist wirklich gut, man muss lernen sich und seine ideen zu
    > verkaufen. Das soll nicht heißen, dass man energisch und penetrant seinem
    > vorgesetzten etwas aufzwingen soll, sondern eher kurz und knapp (wiki
    > elevator pitch) auf einem hohen level, ohne viele details.
    >
    > Als führungskraft habe ich keine zeit mir einen vortrag mit ewig langen,
    > verschachtelten sätzen anzuhören, der so wirkt, als ob der mitarbeiter bloß
    > seine eigenen prozesse optimieren möchte.
    >
    > Als fachexperte war ich mit der "vermarktung" meiner ideen recht
    > erfolgreich, wenn ich zuerst kurz und bündig darauf aufmerksam gemacht
    > habe. Anschließend habe ich gefragt, ob ich eine kurze schriftliche analyse
    > machen soll. daraufhin hat man etwas in der hand und kann abwägen, ob es
    > sich lohnt oder nicht.
    >
    > Kommentare in diesem forum wie, wenn er es nicht versteht (der chef), ist
    > seine eigene schuld, ist nicht mein job etc. ist ein völlig falsches
    > mindset.
    > Am ende gibt es jemanden, der es macht und dafür eine belohnung erhält (in
    > welcher form auch immer, sei es geld oder einfach nur die motivation seine
    > eigenen ideen in das unternehmen einzubringen). Diese leute werden am ende
    > glücklicher nach hause gehen (und auch am nächsten tag wieder zur arbeit).
    >
    > Ich muss gestehen, als fachexperte habe ich in meiner "jugendlichen
    > scharfsinnigkeit" ähnlich gedacht, weil mir nicht klar war, was mein chef
    > eigentlich den tag über so macht.
    >
    > Mein tagesablauf heute, als führungskraft besteht aus ca. 60% firefighting,
    > 15% management befriedinung, 15% emails lesen/ kundenkontakt, 5%
    > interaktion mit meinem team (chit chat) und mit glück die restlichen 5% für
    > langfristige planung/ prozess optimierung.
    >
    > ich habe keine zeit mich in etwas einzulesen, was mir fremd ist, dafür habe
    > ich (hoffentlich) fachexperten, die mir sagen können, wie lange sie für
    > etwas brauchen oder wie sie sich die umsetzung vorstellen.
    >
    > meine subjektive beobachtung ist leider, dass die richtigen cracks, die
    > leute, die die wirklich guten lösungen finden, oftmals nicht in der lage
    > sind sich oder die ideen so anzupreisen, sodass das management darauf
    > aufmerksam wird.
    >
    > lasst euch nicht entmutigen und schlagt eine idee kurz und knapp vor
    > (elevator pitch). Wenn es um eine präsentation geht, ROI (return of invest)
    > zeigen, es muss klar sein, ab wann sich die entscheidung lohnt, was das
    > kosten soll und wer oder was davon beeinflusst wird (negativ wie positiv).
    > einen kleinen teil dann die technische umsetzbarkeit (physikalisch in form
    > von hardware wie auch manpower).
    >
    > ich, 32, gelernter elektriker (handwerk), ingenieur, (kommerzieller)
    > projektleiter, bilde mir ein zu wissen, was "unten" abgeht und was "oben"
    > gewünscht ist, kann nur sagen, einsatz zahlt sich immer aus, so oder so!

    nicht speziell für Dich, einen inkompetenten Chef kann man nicht durch Tricks auf die Spur bringen. Ich kenne das aus meiner letzten Firma, die sind extrem misstrauisch und dazu immer auf der Hut, dass ihre "Eigenschaften" offensichtlich werden. Sie haben sich eine stilistisch gut rhetorik angewöhnt um zumindest die ersten Begegnungen mit Kunden/Firmen/... heil überstehen zu können.
    wenn man so einen vor sich hat, kann man das nur aussitzen oder abwinken.

  18. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: Serenity 14.08.19 - 12:15

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein tagesablauf heute, als führungskraft besteht aus ca. 60% firefighting,
    > 15% management befriedinung, 15% emails lesen/ kundenkontakt, 5%
    > interaktion mit meinem team (chit chat) und mit glück die restlichen 5% für
    > langfristige planung/ prozess optimierung.

    Solltest du eine Führungskraft mit Personalverantwortung sein, halte ich dich jetzt schon für keinen guten Chef, denn du solltest mind. 50% deiner Zeit ins Personal investieren.

    Als klassischer Projektleiter (ohne Personalverantwortung) ist 60% Firefighting nur dann nötig, wenn du dir selber die Feuer gelegt hast indem du deine Projekte andauernd verkalkuliert und schlecht planst. Deswegen musst du auch fast einen ganzen Tag in der Woche (15%) in Management Befriedigung stecken und die 5% für Planung reichen überhaupt nicht aus, um eines oder mehrere Projekte ordentlich aufzuplanen.
    Ich würde an deiner Stelle ein wenig an dir arbeiten.

  19. Re: als jemand der beide "welten" kennt

    Autor: CochainComplex 19.08.19 - 13:41

    Mhh...was soll ich sagen. Ein komplexes Thema in 5 Minuten zu erklären.

    Mann könnte das jetzt sicherlich über die Informationsentropiebeweisen ...

    oder mal anderes....:
    Fall 1:
    Wenn Person 1 und Person 2 den gleichen Informations und Wissenstand haben:

    Es wird von Problem A geredet und Lösung B vorgeschlagen und über Folge C diskutiert:

    Person 1 und 2 kennen das Problem A (muss nicht erläutert werden). Sie kenne auch beide Lösung B ist bekannt oder braucht nur wenig Erklärung. Die Folge durch C wird diskutiert weil beide Unterschiedlicher Meinung sind.

    Fall 2:
    Person 1 und 2 haben nicht den gleichen Informations und Wissenstand:

    Es wird von Problem A geredet und Lösung B vorgeschlagen und über Folge C diskutiert:

    Persion 1 und 2 erörtern das Problem A. Person 1 und 2 erörtern die Lösung B. Person 1 und 2 kommen kaum dazu die Folgen C zu erörtern weil. A und B noch nicht geklärt sind.

    Experten unter sich Fall 1. Experte und (durchschnittliche Entscheidungsträger) Fall 2.

    Es ist unmöglich für einen nicht Experten Entscheidungsträger in kurzer Zeit das volle Ausmaß eines Sachverhalts in kürze vorzustellen.

    Alles andere ist wie polemische Politik - Probleme werden übervereinfacht und es werden zu einfache (gar zu kurz gedachte) Lösungen vorgeschlagen ...weil man sich nicht die Zeit nimmt oder sich nicht die Zeit nehmen will

    Um den Bogen weiter zu spannen. Brexit -> UK geht es schlecht weil: EU ist daran Schuld ...schnellster zu erklärender Vorschlag..wir gehen einfach raus.

    Entscheidungsträger sind zufrieden und entscheiden im Sinne des einfachst zu verstenden Vorschlags.

    War das jetzt schon zu Lange?

    p.s.: Man sollte das Thema selbst verstanden haben und nicht nur auf den Rat eines Experten hören. Bzw. erst dann kann man einschätzen das ein vermeintlicher Experte auch ein Experte ist.

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