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„Das Hamsterrad lief mir zu langsam“

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  1. Re: „Das Hamsterrad lief mir zu langsam“

    Autor: aLpenbog 22.10.19 - 11:36

    GourmetZocker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So in etwa klingt dieser Artikel für mich.
    > Anstatt dankbar zu sein, dass er keine Arbeit im Akkord machen muss,
    > beschwert er sich, dass er zu wenig Aufgaben hat.

    Zwischen Akkord oder monotonen Aufgaben im Tempo und der IT gibt es i.d.R. große Unterschiede.

    > Ich verstehe Leute nicht, die Vollgas in Jobs geben wollen für Firmen, die
    > nicht ihre eigenen sind. Vor allem in Zeiten wo über BGE und
    > Arbeitszeitverkürzungen diskutiert wird,

    Leute ticken halt verschieden. Ich möchte in meinen Bereich besser werden. Nicht stehen bleiben, was dazu lernen. Ich brauch was zutun, sonst langweile ich mich und ich bin gefrustet, davon ab, dass die Zeit nicht vergeht. Bei spannenden Projekten, wo man richtig unter Strom steht vergeht ein 15 Stunden Tag wie im Flug, in anderem Fall kann sich ein 8 Stunden Tag wie eine Ewigkeit anfühlen.

    > Volle Power im Job und dann Freitag Abend flach liegen, weil keine Energie.
    > Slow clap...

    Mich persönlich laugt es deutlich mehr aus nix zutun zu haben und meine Zeit abzusitzen.

  2. Re: „Das Hamsterrad lief mir zu langsam“

    Autor: berritorre 22.10.19 - 14:53

    Ja, das stelle ich mir nicht lustig vor. Ist ja alles kein Problem, wenn sinnvolle Arbeit da ist, wäre ich der letzte der sich da sträubt.

    Also Zivi hatten wir ähnliche Situationen. Wir waren zur Unterstützung der Krankenschwester im sozialen mobilen Hilfsdienst da. Jeder hatte so seine Runde pro Woche. Da war meistens sehr früh was zu tun, dann um Mittag herum und dann meist spät nachmittag nochmal. Die Schwestern meinten schon immer: Wenn ihr nix zu tun habt, dann kommt bloss nicht zurück ins Büro. Also waren wir halt den ganzen Tag irgendwo unterwegs. Frühmorgens wurde es dann schon schwer in der Kleinstadt ein offenes Café zu finden.

    Wenn du doch mal im Büro warst, dann kam der Chef und erfand Aufgaben. Es gab nicht wirklich was zu tun, also erfand er die wirklich. Soll ja aber bei der Bundeswehr noch schlimmer gewesen sein, laut meinen Kumpels. Einmal mussten wir halt den Inhalt von Garage 1 in Garage 2 umschichten. Das wars. Nur damit er sagen konnte, er hat uns was zu Arbeiten gegeben.

    Wenn es einen Sinn gehabt hätte: gerne! Dafür war ich ja dort. Aber nur damit irgendwas gemacht wird?

  3. Re: „Das Hamsterrad lief mir zu langsam“

    Autor: PerilOS 22.10.19 - 15:23

    yoboo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Salzbretzel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber folgende Hypothese: Was ist wenn Arbeit nicht nur eine Qual ist und
    >
    > Genau da ist der Haken - wer sich in seinem Job quält, macht irgendwas
    > verkehrt...
    > ...wer glaubt, man müsse sich in der IT im ÖD oder in der PW quälen, hat
    > gewisse Grundprinzipien nicht verstanden...
    >
    > 1. Prüfe die Zuständigkeit: Bist du Zuständig?
    > 2. Sind die Anforderungen für dein Doing nicht erfüllt, lehne die
    > Bearbeitung ab.
    > 3. Dein Doing ist beendet, wenn du es an den nächsten Beteiligten übergeben
    > hast.
    >
    > Das sind die ersten Dinge die man in der IT im Rahmen von ITIL in der PW
    > lernt -
    > und es sind die gleichen im ÖD.
    > Wer einmal nachdenkt, woher ITIL eigentlich kommt, wird nun breit grinsen.
    >
    > Edit: Typo.


    ITILv0 vielleicht. ITILv2/3 und jetzt v4 sind sehr dynamisch. ITIL ist ein Generica. Es ist nicht dazu gedacht zu 100% umgesetzt zu werden. Es bietet einen Frame.

  4. Re: „Das Hamsterrad lief mir zu langsam“

    Autor: quineloe 22.10.19 - 16:41

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Chikatetsu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann den jungen Mann absolut nicht verstehen. Wie gern würde ich im
    > ÖD
    > > arbeiten, mit gutem Gehalt, mehr Urlaub, Sorglosigkeit bei
    > Krankschreibung
    > > etc., aber da führt in meinem Gewerk kein Weg rein.
    > > Leider bin ich in einem Zwei-Mann-Unternehmen angestellt, wo es mal was
    > zu
    > > tun gibt oder eben auch nicht. Ich bin Bestatter. Es gibt Zeiten, in
    > denen
    > > man wochenlang nur ins Geschäft kommt, um rumzusitzen, Handyspiele zu
    > > spielen, Bücher zu lesen oder Videos auf YouTube zu schauen. Dazu den
    > > Mindestlohn. Yeah.
    >
    > Ist im ÖD nicht anders :-) Die Stellenbeschreibung stimmt zu 100% überein.
    >
    > Hört sich eher nach einem Fall für Notebook kaufen + WLAN installieren an
    > und digitale Hobbies zulegen.
    > (Schreiben/Zeichnen/Fotografie etc.)

    Geld ausgeben, um den Mindestlohnjob zu überleben ist auch so ne Sache....

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