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Eines sollte man aber nicht vergessen

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  1. Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: HarryG 21.10.19 - 13:09

    Der Job in der freien Wirtschaft ist oft ein Schleudersitz. Schnelles Geld für einen eventuell kurzen Job. Dort lebt hired & fired.

    Der Öffentliche Dienst bietet nach wie vor einen sicheren Arbeitsplatz, wenn man es nicht übertreibt.
    Bei Krediten, Wohnungssuche oder Autokauf sind Mitarbeiter aus dem Öffentlichen Dienst bevorzugter, als die Leute aus der freien Wirtschaft, wo die Anbieterseite nie weiß, ob die Sucherseite in einem halben Jahr noch Geld hat.

    Selbst ein Managerjob bringt nicht mehr die Punkte, Manager können heute recht schnell gefeuert werden. Und dann?

    Natürlich ticken in Behörden die Uhren langsamer. Die Leute sind dort aber auch entspannter.
    Wer mal länger krank ist wird nicht gleich gefeuert sobald er wieder kommt, wie es in der freien Wirtschaft Mode ist.

    Ich kannte mal einen Programmierer in einer Behörde, Er war damals der Leiter der EDV-Abteilung. Beamtet, gute Besoldung.
    Er meinte auf einem Sommerbetriebsfest, er werde den Platz räumen und die nächsten acht Jahre weg sein.

    Die Behörde brauchte ein neues Datenverarbeitungsprogramm, welches er schreiben soll.
    Er sagte auch gleich wie der Ablauf war.
    Die ersten Jahre werde er die Welt bereisen, Ideen entwickeln, sich inspirieren lassen . in der Hälfte der Zeit etwa würde er dann anfangen das Grundgerüst zu programmieren.

    Zwei Jahre vor Ende der Zeit würden dann 70-80 Prozent des Projektes fertig sein.
    Wenn er wieder in der Behörde zurück ist, sind es 98 Prozent. Man will sich ja durch Systempflege und permanente Updates den Arbeitsplatz sichern.

    So was ginge in der freien Wirtschaft nicht.
    Da kommt der Chef rein und und brieft seine Truppe, dass die Arbeit binnen sechs Wochen fertigt ist.

    Alles freut sich wie verrückt, kloppt Überstunden und opfert die Wochenenden, schläft fast schon in der Firma und läuft den ganzen Tag wie ein Zombie mit der Kaffeetasse und Aufputschmitteln durch das Büro. Termindruck eben.

    Natürlich wird das Projekt fertig und der Support steht auch. Das sichert der Firma die Jobs und bringt Kohle für den Chef.

    Man kann es sich aussuchen was man haben will.

    Was man will muss man selbst entscheiden. Der Autor braucht mutmaßlich den Stress. Eine Behörde langweilt ihn, weil er dafür zu schnell ist. Solche Menschen gibt es. Die sind immer zu schnell, machen den Normalos den Arbeitstakt kaputt.

    Wer hell leuchtet ist auch schneller ausgebrannt. Die Kehrseite der Medaille.

  2. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: divStar 21.10.19 - 13:15

    Ich war insgesamt über 10 Jahre bei einem der größten IT-Häuser im ÖD angestellt und kann die Erfahrungen des Autors zu eine großen Anteil bestätigen. Deswegen wollte ich wechseln. Ich kann und will mehr zeigen, lernen, arbeiten (insbesondere qualitativ) und verdienen. Jetzt in der Privatwirtschaft verdiene ich ca. 30% mehr und habe spannendere Aufgaben.

  3. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: .02 Cents 21.10.19 - 13:21

    >Wer hell leuchtet ist auch schneller ausgebrannt. Die Kehrseite der Medaille.

    Die These wage ich zu bezweifeln. Es gibt einen gewissen Korridor, in dem ich mich wohl fühle. Ein wenig "kommst du heute nicht, kommst du halt morgen" ist ganz OK. Wenn der ganze Laden dauerhaft so läuft, ist das für mich nur schwer zu ertragen. Umgekehrt ists genauso: Ich habe nichts dagegen, für ein grösseres Release oder auch Produktionsprobleme auch mal Wochenend- / Nachtschichten u.ä. einzulegen. Das kann aber nicht Dauerzustand sein.

    Mir persönlich fällt es deutlich leichter über längere Zeit irgendwo zu arbeiten, wo ich auch mal "Nein" sagen muss, als irgendwo, wo ich eigentlich nur 50% ausgelastet bin. Aber das "Nein Sagen" ist wahrscheinlich auch etwas, was man lernen muss - auch mal Gespräche führen, die nicht nur angenehm sind. Meine Grunderfahrung: Macht man das nicht, wird man nicht etwa als Leistungsträger gesehen, der den Betrieb am Laufen hält - dann ist man vor allem der Typ, mit dem man das machen kann.

  4. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: 1st1 21.10.19 - 13:23

    Der Kommentar hätte von mir sein können.

  5. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: a user 21.10.19 - 13:29

    HarryG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Job in der freien Wirtschaft ist oft ein Schleudersitz. Schnelles Geld
    > für einen eventuell kurzen Job. Dort lebt hired & fired.
    Doch, den Unfug sollte man besser vergessen.

    Ja, so was kommt vor. Aber das ist weder die regel noch oft.

    Den Rest zu lesen hatte ich rigendwie keinen Bock mehr.

  6. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: a user 21.10.19 - 13:32

    Ich stimme dir da zu. Wenn man überfordert wird brennt man schnell aus, aber genau so auch wenn man unterfordert wird, auch wenn "ausbrennen" da das falsche metaphorische Verb ist.

    Ich würde mal behauptent, es gibt um Welten mehr IT'ler im öffentlich Dienst, die wegen dem was im Artikel beschrieben wird demotieviert und letargisch geworden sind, als solche, die in der Wirtschaft wegen Überfordergung ausgebrannt sind.

  7. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: bigmacjoe 21.10.19 - 13:39

    Bei mir ist es genau umgekehrt. War die letzten Jahre als Berater tätig und hatte dort entweder Projektfreie-Phasen (> 2-3 Wochen), die ich nur durch Bürostuhldrehen überbrücken konnte oder fünf Projekte gleichzeitig. Insofern tut ein Wechsel auf die andere Seite auch mal ganz gut.

    Außerdem sind mir freien Wirtschaft auch nur sehr wenige Unternehmen untergekommen, welche sich leicht mit Änderungen im IT-Bereich getan hätte. Die Erfahrung aus den letzten Jahren: Die IT ist gewachsen und in die Jahre gekommen, Software wird angeschafft und versucht einzuführen ohne vorher überhaupt Anforderungen zu erheben. Und Prozesse für irgendetwas (Beschaffung, Fortbildung, etc) habe ich bisher immer Vergebens gesucht.

  8. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: Hotohori 21.10.19 - 14:59

    Es ist gilt halt wie immer das gute Mittelmaß zu finden. Auf Dauer zu viel Stress ist die eine Extreme, viel zu wenig Arbeit die andere.

  9. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: elknipso 21.10.19 - 15:01

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich war insgesamt über 10 Jahre bei einem der größten IT-Häuser im ÖD
    > angestellt und kann die Erfahrungen des Autors zu eine großen Anteil
    > bestätigen. Deswegen wollte ich wechseln. Ich kann und will mehr zeigen,
    > lernen, arbeiten (insbesondere qualitativ) und verdienen. Jetzt in der
    > Privatwirtschaft verdiene ich ca. 30% mehr und habe spannendere Aufgaben.

    Das ist der große Knackpunkt. Wenn man nicht innerhalb den Tag im Halbschlaf verbringen will ist eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst halt so eine Sache. Wobei es auch da darauf ankommt wo man arbeitet.

    Aber selbst die stressigeren Jobs dort sind immer noch sehr entspannt im Vergleich zu dem was in der Privatwirtschaft gerade im Projektgeschäft so los ist.

  10. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: elknipso 21.10.19 - 15:03

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist gilt halt wie immer das gute Mittelmaß zu finden. Auf Dauer zu viel
    > Stress ist die eine Extreme, viel zu wenig Arbeit die andere.


    So sehe ich das auch. Die Balance sollte stimmen. Ich habe kein Problem mit Stress und sehr anspruchsvoller Arbeit. Aber über mehrere Wochen und Monate hinweg würde ich auch keine 12 Stunden plus Tage machen wollen :).

  11. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: Hotohori 21.10.19 - 15:08

    elknipso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist gilt halt wie immer das gute Mittelmaß zu finden. Auf Dauer zu
    > viel
    > > Stress ist die eine Extreme, viel zu wenig Arbeit die andere.
    >
    > So sehe ich das auch. Die Balance sollte stimmen. Ich habe kein Problem mit
    > Stress und sehr anspruchsvoller Arbeit. Aber über mehrere Wochen und Monate
    > hinweg würde ich auch keine 12 Stunden plus Tage machen wollen :).

    Auf Dauer definitiv nicht und es hängt auch stark von dem Unternehmen ab, wenn da sonst alles passt, also gutes Betriebsklima, nette Kollegen etc., dann kann man auch eher mal Stress ab. Ansonsten ist ja schon kein so gutes Betriebsklima quasi Dauerstress. Mit Spaß an der Arbeit verkraftet man einfach auch Stress viel länger. Wer das hat, kann sich glücklich schätzen.

  12. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: OmranShilunte 21.10.19 - 18:49

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HarryG schrieb:

    > Den Rest zu lesen hatte ich rigendwie keinen Bock mehr.

    schade, da haste was verpasst.

    er kennt nämlich angeblich einen beamten, der während seinem job mehrere jahre bezahlten urlaub gemacht hat um sich inspirien zu lassen.

    ...und mein papa ist austronaut! :)

  13. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: My2Cents 22.10.19 - 06:36

    OmranShilunte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > HarryG schrieb:
    >
    > > Den Rest zu lesen hatte ich rigendwie keinen Bock mehr.
    >
    > schade, da haste was verpasst.
    >
    > er kennt nämlich angeblich einen beamten, der während seinem job mehrere
    > jahre bezahlten urlaub gemacht hat um sich inspirien zu lassen.
    >
    > ...und mein papa ist austronaut! :)

    Noch besser fand ich aber dass der "Leiter der EDV-Abteilung" einfach so (nebenbei?) Programmierer ist und diesen Urlaub für letzteres bekommen haben soll.
    Die Tätigkeiten schließen sich in allen öffentlichen und privaten Strukturen die ich kenne zu nahezu 100% aus. Spätestens als Teamleiter hat man mit dem "doing" nur noch am Rande zu tun.

  14. Re: Eines sollte man aber nicht vergessen

    Autor: John2k 22.10.19 - 09:07

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist gilt halt wie immer das gute Mittelmaß zu finden. Auf Dauer zu viel
    > Stress ist die eine Extreme, viel zu wenig Arbeit die andere.


    Zu wenig Arbeit und Anwesenheitspflicht eher :-)
    Habe oft gedacht, 4-6 Stunden am Tag würden völlig reichen. Wenn es denn erlaubt wäre.
    ÖD und Home Office, das wäre perfekt denke ich, leider sperrt man sich ja größtenteils dagegen.

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