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Man arbeitet da, wo man glücklich ist...

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  1. Man arbeitet da, wo man glücklich ist...

    Autor: ganjawizard 22.10.19 - 07:46

    Ich arbeite momentan selbst im ÖD und bin sehr sehr unzufrieden. Es ist ein ähnliches Problem wie der Junge es schildert. Alles langsam, verstaubt, contra produktiv und mühselig. Ich verstehe gar nicht warum andere behaupten, im Support zu sein sei etwas orientierungsloses in der IT. Es kommt ganz auf das Unternehmen an. Im Support zu sein, heißt nicht zwangsweise auch nur für den Support zuständig zu sein. Ich bin auch schon seit 5 Jahren in der Branche und bin von Unternehmen zu Unternehmen gesprungen. Jedes Unternehmen sieht den Support, oder die IT Abteilung anders. Manche wollen auch nur, dass man ausschließlich für den Supprot da ist. Andere wiederum wollen, dass man flexibel ist. So dass man nicht nur neue System einführen, sondern auch diese und eben die Anwender betreuen soll. Das ergibt einen interessanten und abwechslungsreichen Mix. Idealerweise macht man sowas in einem Unternehmen, wo man keine Kunden hat, von denen das Unternehmen abhängig ist. Das wiederum wäre ein nerviger Job. Sobald man Kunden hat für die man auf zuruf springen muss, macht das ganze nur noch halb so viel spaß (Abhängig davon, ob einem das wirklich liegt). Der Kunde ist ja bekanntlich König und wünscht sich für sein Geld meistens 200% Leistung vom Support. Ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht und bin sehr unzufrieden gewesen. Klar, wenn mann den Stress mag und auch nach der Arbeit mit E-Mails belästigt werden will, um dann im Unternehmen gewisse Freiheiten zu haben und dementsprechendes Gehalt zu bekommen, ist hier genau richtig. Aber meistens ist es dann die eigene Familie die darunter leidet, weil weniger daheim und angespannter Partner/Freund...
    Aber für ein Unternehmen zu arbeiten, wo man primär für seine Arbeitskollegen Support leistet, ist wiederum wesentlich gediegener. Manche Menschen haben auch keine Möglichkeit ihre Karriereplanung so flexibel zu gestalten, ohne irgendwelche größere Hürden, wie einen Standort wechsel in Betracht zu ziehen. Wenn man noch Jung und single ist, sieht man das ganze ein bisschen anders. Da ist man froh ungebunden und Jung zu sein. Da steckt man noch voller Energie und will was bewegen und nicht so wie die alten Säcke vor dem Monitor vor sich hin vegetieren. Bevor ich in mein jetziges Unternehmen gewechselt bin, war ich echt glücklich. Ich hatte tolle Kollegen, coole Aufgaben, hatte viel mit Menschen zu tun und konnte Dinge auf eigene Faust voran treiben. Leider war das Gehalt unter Durchschnitt. Als frisch gewordener Vater, muss man sich dann doch überlegen, ob es sinn macht mehr zu arbeiten (Neben Hauptjob noch 450¤), oder wechseln und dafür in ein Familienorientiertes Unternehmen mit besseren Gehalt wechseln. Im Nachhinein bereue ich meine Entscheidung, denn ich habe lieber weniger Geld und bin zufriedener, als mehr Geld zu haben und unglücklich mit der Arbeit zu sein. Klar hat der ÖD gewisse Vorteile, die man in der freien Wirtschaft nicht hat. Dafür hat man auf dem Markt zwischen 60 und 90% nur bescheidene kleine IT klitschen, die versuchen wollen ihr Geld als IT-Dienstleister zu verdienen. IdR sind das scheiss Unternehmen, wo der Chef ne 0 Nummer ist und entweder gut in der IT ist, aber 0 mit Menschen umgehen kann, oder vice versa. Ein Unternehmen mit einer guten Mischung aus beidem zu finden, gleicht einem Glücksspiel. Ich habe einige Kommentare gelesen und denke, dass viele hier etwas blauäugig sind. Nicht an jedem Standort hat man so viel Auswahl und Unternehmen, in denen man sich seine Zukunft vorstellen kann. An meinem Standort gibt es mehr IT'ler als gute Stellen. Wenn ich mir den Stellenmarkt für meinen Standort so ansehe, sind 95% davon unterdurschnittliche und junge IT Dienstleistungsunternehmen mit schlechten bis mittelmäßigen Bewertungen. IMO heutzutage kannst du in der IT keine Karriereplanung machen, ohne irgendwelche Einbußen zu machen. Entweder leidest du, deine Familie, oder dein Gehalt. Alles im positiven zu haben, ist nicht möglich bei der momentanen Stellenlage es sei denn du bist durch Vitamin B in ein sicheres Unternehmen gekommen mit einem sehr sicheren Arbeitsplatz mit tollen Aufgaben mit familienorientierter Gleitzeit.

  2. Re: Man arbeitet da, wo man glücklich ist...

    Autor: divStar 22.10.19 - 07:51

    @ganjawizard: dem kann ich nur zustimmen!

  3. Re: Man arbeitet da, wo man glücklich ist...

    Autor: ViktorVincent 22.10.19 - 08:25

    Ich kann dem auch nur zustimmen. Die Gehälter sind in der Privatwirtschaft mittlerweile lächerlich und die Anforderung immer neue und mehr Technologien bedienen zu wollen utopisch. Ich bin mal auch in den OD geflohen und kann diese Eindrücke alle bestätigen. Leider sind im OD die Gehälter auch nicht so toll, aber wenigstens hat man dort das Tarifmodell und muss nicht um das Gehalt kämpfen. Zusatz:
    Von Recruiter würde ich auch die Finger lassen. Hab diese nun von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite kennengelernt. Die sind sich für nichts zu Schade, Menschen in irgendwelche widrigen Arbeitsverhältnisse reinzuziehen, damit diese Provision kassieren.

  4. Re: Man arbeitet da, wo man glücklich ist...

    Autor: ganjawizard 22.10.19 - 08:46

    ViktorVincent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann dem auch nur zustimmen. Die Gehälter sind in der Privatwirtschaft
    > mittlerweile lächerlich und die Anforderung immer neue und mehr
    > Technologien bedienen zu wollen utopisch. Ich bin mal auch in den OD
    > geflohen und kann diese Eindrücke alle bestätigen. Leider sind im OD die
    > Gehälter auch nicht so toll, aber wenigstens hat man dort das Tarifmodell
    > und muss nicht um das Gehalt kämpfen. Zusatz:
    > Von Recruiter würde ich auch die Finger lassen. Hab diese nun von
    > Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite kennengelernt. Die sind sich für nichts
    > zu Schade, Menschen in irgendwelche widrigen Arbeitsverhältnisse
    > reinzuziehen, damit diese Provision kassieren.

    Als ich die Zusage vom ÖD erhielt, wollten die mir auch nur E9 auftischen, was Netto nur unwesentlich mehr gewesen wäre, als das was ich vorher verdient hab. Mit Gegenargumenten konnte ich die zum E10 überreden, was eigentlich akzeptabel ist. Aber ich stimme dir auch zu. Viele Unternehmen haben immer völlig utopische Vorstellungen von der IT. Sie wollen x viele Produkte, am besten gestern schon und dokumentiert. Wehe du brauchst zu lange, oder dir passiert nach der Einführung ein Missgeschick... dann bist du schneller raus, als du rein gekommen bist.

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