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Schlechtes Beispiel

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  1. Schlechtes Beispiel

    Autor: TexasAlaska 24.10.19 - 09:44

    Bin selbst Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, allerdings nicht auf dem Land sondern in einer Großstadt und vor allem: Nicht in der IT, sondern im sozialen Bereich. Und ich muss sagen, ich kann alles nachvollziehen, was der Autor beschreibt, aber es ist ganz sicher nicht stellvertretend für alle Jobs bei Ämtern, wie es die Überschrift suggeriert.

    Die IT ist auch bei uns eine Katastrophe, in jeglicher Hinsicht - dieser Bereich ist schlichtweg das schlechteste Beispiel. Was auch daran liegt, dass keine Fachleute an den entsprechenden Positionen sitzen, sondern Verwaltungsbeamte die sich "für Computer interessieren" (ernsthaft!) Das führt so weit, dass die Abteilungsleitung IT sich bei uns z.B. DAGEGEN ausspricht, dass zusätzliche oder neue Software-Lizenzen für Mitarbeiter gekauft werden (die das u.a. zu Statistikzwecken dringend bräuchten, wir machen z.B. immer noch alle statistischen Auswertungen mit Excel...) und das mit der Begründung: Brauchen wir nicht, weil dann müssen wir ja auch Mitarbeiter in der Software schulen und wir haben eh schon zu viel zu tun. Ja, klar.

    Aber wie gesagt: Das ist die IT. In anderen Bereichen sieht es deutlich anders aus. Und vor allem öffentlicher Dienst auf dem Land lässt sich mit öffentlichem Dienst in der Stadt in etwa so gut vergleichen wie ein Job in einem 2-Mann-Hinterhof-Autoschrauber-Betrieb mit einer Karriere bei BMW...

    Ich arbeite jedenfalls gerne im Amt und Zeit totschlagen muss ich nicht.

  2. Re: Schlechtes Beispiel

    Autor: CarlosSantana 24.10.19 - 10:57

    Generell wird in Ämtern mit weniger Zeitdruck und Leistungsbewusstsein gearbeitet, als in der freien Wirtschaft und vor allem in der Rolle als Selbstständiger. Es fehlen die Anreizsysteme. Der Glaube, dass Menschen ohne Motivation etwas unternehmen, ist falsch. Natürlich gibt es Menschen, die es gelernt haben sich selbst zu motivieren. Sie sind aber die "Nichtnormalen", denn der Mensch ist (wie Katzen) auf "Energiesparen" geeicht. Deshalb sind in Ämtern die (Entscheidungs-)Strukturen auch viel schwächer ausgeprägt und nach außen hin entsteht der Eindruck vom "Beamtenschlaf" und "Zeittotschlagen", auch wenn in eher seltenen Fällen die Motivationsfaktoren vorhanden sind.

    Das Problem ist, dass das Beamtensystem selbstkonservatorisch ist - und deshalb praktisch nicht zu ändern ist - schon gar nicht von innen heraus. Es kostet uns aber Jahr für Jahr Milliarden. Eine Änderung wird immer dringlicher, da es auch ein Wirtschaftsfaktor ist. Es sind nicht nur die spektakulären Beamten-Fails, wie vermurkste oder in die Länge gezogene Bauvorhaben, sondern auch die alltäglichen Verschwendungen an Sach- und Personalressourcen, die ein Umdenken nötig machen. Solche ineffizienten Strukturen werden ja auch gerne exportiert, z.B. in den Politikbereich, zur Bahn oder zu öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

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