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So oft gewechselt und immer noch nur Support?

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  1. Re: Ach, und übrigens...

    Autor: elknipso 22.10.19 - 10:03

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > elknipso schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -
    > > > Ich habe heute auch ein Tätigkeitsfeld von dem ich früher nicht
    > gedacht
    > > > hätte, dass ich mal so weit aufsteige
    >
    > Das ist doch exakt ein weiterer Beleg für meine ursprüngliche Aussage, dass
    > Karriere nicht planbar ist.

    Du legst "planbar" zu eng aus.
    Unter "einen Plan haben" verstehe ich ganz generell eine grobe Richtung und Vorstellung sowie Ambitionen zu haben.

  2. Re: Ach, und übrigens...

    Autor: demon driver 22.10.19 - 10:55

    elknipso schrieb:
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    > demon driver schrieb:
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    > > demon driver schrieb:
    > >
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    > > > elknipso schrieb:
    > > >
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    > > > > Ich habe heute auch ein Tätigkeitsfeld von dem ich früher nicht
    > > gedacht
    > > > > hätte, dass ich mal so weit aufsteige
    > >
    > > Das ist doch exakt ein weiterer Beleg für meine ursprüngliche Aussage,
    > dass
    > > Karriere nicht planbar ist.
    >
    > Du legst "planbar" zu eng aus.

    Nein, du legst es abweichend von der allgemein anerkannten Bedeutung aus.

    > Unter "einen Plan haben" verstehe ich ganz generell eine grobe Richtung und
    > Vorstellung sowie Ambitionen zu haben.

    "Einen Plan haben" ist etwas völlig anderes als "planbar sein".

  3. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: ibsi 22.10.19 - 12:57

    Die Frage sagt mir jedenfalls, das es eine Firma ist wo der Chef dumme Fragen stellt ;)

  4. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: interlingueX 22.10.19 - 17:17

    larisha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > "Wo sehen sie sich in 20 Jahren". Haha. Diese Fragen sind immer total
    > bescheuert.
    > Als Gegenfrage (nachdem man erläuert hat, dass man diese Fragen nicht
    > zielführend findet, und als Begründung für diese Behauptung) funktioniert
    > ganz gut: "Wo haben Sie sich vor 20 Jahren gesehen, wo immer Sie da waren?"
    > und: "Und deckt sich das, oder haben sie das vielleicht sogar
    > übertroffen?".
    > Und selbst bei Letzterem wäre ja auch das nur der Beweis, dass eine solche
    > Frage total sinnbefreit ist und die Antwort zu nichts führt.
    >
    > Wer's gerne etwas offensiver angehen möchte, kann auch sagen "Na mindestens
    > mal Ihren Job haben wäre ein Anfang, vielleicht sogar der ihres Chefs oder
    > der dessen Chefs". Sowas kann beim falschen Chef aber auch schnell nach
    > hinten losgehen.

    Diese Frage finde ich gar nicht bescheuert. Sie bedeutet ja schließlich nicht "Wo stehen Sie in 20 Jahren, sprich in welcher beruflichen Situation werden Sie sich dann mit absoluter Sicherheit befinden, wobei wir einmal annehmen wollen, dass Ihre Kristallkugel derzeit in funktionsfähigem Zustand ist?", sondern die Frage bedeutet "Wo sehen Sie sich in 20 Jahren, d. h. welche Ideen und Vorstellungen haben Sie sich denn für Ihre berufliche Zukunft, speziell im Hinblick auf die Stelle für die sich hier vorstellen, so überlegt?" Und da ist es doch durchaus interessant, als Gefragter einmal anzunehmen, dass das Ding zwischen seinen Ohren derzeit in funktionsfähigem Zustand ist und sich bei der Vorbereitung des Bewerbungsgesprächs eine Antwort zu überlegen. Deine (hypothetische) Gegenfrage, so interessant sie auch ist, wird höchstwahrscheinlich mit einer kurzen Vorstellung der damaligen Zukunftspläne des Gegenübers und der Aufforderung "So, und jetzt sind Sie dran." beantwortet. Würde ich eiskalt so durchziehen, zumal es das Gespräch am Laufen erhält und ich den Bewerber so sehr schön aus der Reserve locken kann :D

    Auch wenn's nicht unbedingt leicht ist, gibt's doch so viele Möglichkeiten, die Frage sinnvoll zu beantworten:

    » Kommt man gerade aus dem Studium und kennt sich in Unternehmen generell noch gar nicht aus, (z. B. weil man, aus welchen Gründen auch immer, kein Praktikum gemacht hat), ist es meiner Meinung nach kein Fehler zu sagen, dass man sich erstmal an den Unternehmenstrott und die Arbeitsmethoden gewöhnen möchte. Das kann je nach Ambitionen nicht die beste Antwort sein, ist aber objektiv völlig schlüssig und ehrlich, außerdem besser als "Öh, des woaß i jetz' a ned a-so genau...", und sie kann noch durch die die folgenden Antworten ergänzt werden (vielleicht fällt einem anderen Foristen sogar noch eine bessere Alternative ein)
    » Kann man sich vorstellen, auch die nächsten 10, 20 Jahre das Gleiche zu machen wie die Stellenbeschreibung darlegt? Ist ok
    » Könnte es interessant sein, mehr Verantwortung zu übernehmen und z. B. ein Team zu leiten? Ist auch ok
    » Wäre man offen dafür, nach einer gewissen Zeit noch in einem anderen Bereich des Unternehmens zu arbeiten? Ebenfalls ok
    » Möchte man nebenher eigene Projekte entwickeln und ist offen dafür, deren Ergebnisse auch in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen? Auch das ist ok
    » Schonmal versucht, ganz einfach gegenzufragen, welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten es denn gibt (eleganterweise nachdem man eine erste Antwort gegeben hat)? Wenn man das Unternehmen noch nicht kennt, ist das auch legitim, vor allem dann, wenn nix dazu auf der Website steht ;)

    Man muss natürlich diese etwas amorphe Angst davor ablegen, etwas Falsches zu sagen. Da rate ich dazu, einfach mal so ein Bewerbungsgespräch zu üben und mit ein paar Leuten zu diskutieren. Wichtig ist, dass man immer belastbare und objektiv richtige Aussagen macht, die auf unverbrüchlichen Fakten, z. B. "Im Studium arbeitet man anders als in einer Firma", basieren. Und das kommt gut an, denn dann merken die Interviewer, dass man kein Roboter ist und nicht nur einfach die berühmten 50 häufigsten Fragen (oder wieviele auch immer) durchgearbeitet, sondern sich zusätzlich auch Gedanken zur Stelle gemacht hat.

    Wichtig ist, dass etwas Belastbares, Überlegtes hinter der Antwort steckt; ich würde solche Aussagen auch jeweils mit Beispielen unterfüttern. Hat man bereits in der Vergangenheit mal Verantwortung für etwas übernommen (z. B. in einem Verein) oder konnte man private Projekte z. B. im Studium verwenden? Es ist auch kein Fehler, das jeweils in den Lebenslauf zu setzen. Ich sag' mir immer, wenn die Stellenbeschreibung und das Unternehmen einigermaßen verheißungsvoll aussehen, macht man sich auch konstruktive Gedanken über die Stelle und die Zusammenarbeit generell, und zumindest sollte man mit Leuten in seinem Umfeld darüber sprechen.

    Seien wir ehrlich: Wenn man auf diese Frage tatsächlich mit "Ich sehe mich... auf Ihrem Stuhl! MUAHAHAHAHAAAAA!!" zurückflapst, signalisiert man bloß, dass man eigentlich nur am Gespräch teilnimmt, um die Agentur für Arbeit zufriedenzustellen, oder man hat halt keinen Bock und keine Ahnung vom Zwischenmenschlichen. Und der Witz hat, weil er seit ca. 100 Jahren durch Leserbriefspalten und – in neuerer Zeit – Internetforen geistert, einen derartig langen Bart, dass er ständig drauftritt und auf die Nase fällt... (mir ist natürlich klar, dass du dir nur im Forum ein paar müde Lacher abholen wolltest und nicht ernsthaft so antworten würdest. Komm, das kannst du aber besser!). Ich glaube kaum, dass jemand, der sich aus einer bestehenden Stelle heraus bewirbt, so eine Chance vertut, einen positiven Aspekt seiner Persönlichkeit darzulegen. Es sei denn, er ist nicht vorbereitet oder hat Zeit zu verschwenden.

    ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
    I don't judge people based on race, creed, color or gender. I judge people based on spelling, grammar, punctuation and sentence structure. But not very harshly ;)

  5. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: uschatko 23.10.19 - 11:30

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber gut, so Fragen wie "wo sehen sie sich in 20 Jahren"

    Hatte ich diese Woche auch, Telefoninterview über 20 Jahre Selbstständig, 52 Jahre. Fragt mich doch der Trottel am anderen Ende wo ich mich in 10 Jahren sehe. In dem Moment war das Gespräch für mich beendet, ich will doch keine Festanstellung oder sowas.

  6. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: interlingueX 23.10.19 - 17:57

    uschatko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Aber gut, so Fragen wie "wo sehen sie sich in 20 Jahren"
    >
    > Hatte ich diese Woche auch, Telefoninterview über 20 Jahre Selbstständig,
    > 52 Jahre. Fragt mich doch der Trottel am anderen Ende wo ich mich in 10
    > Jahren sehe. In dem Moment war das Gespräch für mich beendet, ich will doch
    > keine Festanstellung oder sowas.

    Moment... Bist du 52 und seit 20 Jahren selbstständig oder ist es der Gesprächspartner? Das geht nicht klar aus dem Text hervor und Kontext hat's zuwenig. Aber ich nehme an, es bezieht sich auf dich. Mit wem hast du telefoniert, mit einem Headhunter? Die Möglichkeiten anal-retentiver (Business-)Kunde, übermüdeter Personaler, vorwitziger Bewerber und Presse schließe ich als Möglichkeit aus.
    Wenn's ein Headhunter war: Da hat der Anrufer wohl nicht mitgedacht ;) Aber warum lässt du dich dann überhaupt auf das Gespräch ein, wenn du keine Festanstellung willst? Wolltest du deinen Marktwert testen? Dann ist ein Gesprächsabbruch aber nicht unbedingt zielführend ^^

    Sach' ich jetz' einfach mal so ganz dreist.

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  7. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: Vash 24.10.19 - 08:33

    Das Thema ist Jobs in Behörden, aber es muss jemand das Thema zu Karriereplanung wechseln und behaupten der Autor habe keine Ambitionen.

    Dabei ist diese Frage für das Thema völlig irrelevant und zudem werden Menschen ohne Karriere Fortschritt herabgewürdigt. Das ist empfinde ich gelinde gesagt als unanständig, so dass es mir schwer fälllt dem TE gleiches zu unterstellen. Etwa dass er mit seiner Karriere wohl überfordert sein könnte, wenn er den Berufsverlauf von Insiderberichten derart bewerten muss, um sich besser zu fühlen.

  8. Re: So oft gewechselt und immer noch nur Support?

    Autor: S.Simon89 24.10.19 - 12:01

    allegoric schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Karriere hat nichts mit Glück zu tun.

    Das sehe ich aus eigener Erfahrung etwas anders. Ich hatte am Anfang meiner Karriere sehr viel Glück. Ich war in einer kleinen Beratungsbude und hatte kein Projekt. War schon eigentlich kurz davor zu wechseln, weil auch das Geld ohne die Umsatzbeteiligung der Projekte bescheiden war. Dann rief ein ehemaliger Mitarbeiter bei meinem damaligen Chef an, der inwzischen Projektleiter in einer großen Deutschen IT Beratungsbude war, dass er für sein Kundenprojekt noch jemanden braucht. Mein Chef hat mich hingeschickt, habe den Posten direkt bekommen (war natürlich auch als günstiger Junior Consultant ausgeschrieben. Die haben mich eingearbeitet und ich habe mich da echt krumm gebuckelt und mir da einen extrem guten Ruf erarbeitet. Ich war nachher, weil das Projekt so speziell war, der Guru der ganzen Projekt Governance und habe jedem noch so guten Senior Consultant erstmal Schulungen gegeben wie das Projekt läuft. Die standen vor mir 24 jährigen Jungspund wie die Schuljungen. War ne schöne Zeit. Das hat mir dann auch nen anständigen Posten in der nächsten Firma eingebracht. Und so wird es auch weiter gehen.

    Jetzt die Pointe: Den Posten habe ich nur bekommen, weil mein Vorgänger ein älterer Herr war und im Teammeating, neben dem Abteilungsleiter des Kunden sitzennd, eingepennt ist. Darauf basiert meine gesamte Karriere.
    Habe dann also hinterher erfahren, dass die einzige Anforderung an mich war nicht einzupennen. Das habe ich dann mehr als grandios übererfüllt :-)

    Also Fleiß, Lernbereitschaft usw. bringen einem auf Arbeit auf jeden Fall weiter. Manchmal aber auch der pure Zufall.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.19 12:04 durch S.Simon89.

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