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Richtungsladungen

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  1. Richtungsladungen

    Autor: sovereign 23.07.13 - 15:34

    Eine Explosion sucht sich bei der Ausdehnung doch immer den geringsten Wiederstand. Beim Sprengen von Gebäuden gibt es sogenannte Schneidladungen, die sind so konstruiert daß sie in eine bestimmte Richtung detonieren, und so z,B. centimeterdicke Stahlträger einfach zerschneiden...

    Wieso kann man sowas nicht an einer Nuklearrakete anwenden? ALso nicht zerschneiden halt "wegstoßen"

    Oder man baut eine Rakete die sich vorn in den Asteroid bohrt und dann hinten einen direkten nuklearantrieb zündet... also mehrere kleine kontrollierte reaktionen. Das müsste technisch recht einfach umzusetzen sein... ich meine es gibt ja schon Bunkerbuster die vom Prinzip das gleiche tun.

    Wieso muss denn alles so kompliziert gemacht werden?

  2. Re: Richtungsladungen

    Autor: r3bel 23.07.13 - 15:37

    sovereign schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Explosion sucht sich bei der Ausdehnung doch immer den geringsten
    > Wiederstand. Beim Sprengen von Gebäuden gibt es sogenannte Schneidladungen,
    > die sind so konstruiert daß sie in eine bestimmte Richtung detonieren, und
    > so z,B. centimeterdicke Stahlträger einfach zerschneiden...
    >
    > Wieso kann man sowas nicht an einer Nuklearrakete anwenden? ALso nicht
    > zerschneiden halt "wegstoßen"
    >
    > Oder man baut eine Rakete die sich vorn in den Asteroid bohrt und dann
    > hinten einen direkten nuklearantrieb zündet... also mehrere kleine
    > kontrollierte reaktionen. Das müsste technisch recht einfach umzusetzen
    > sein... ich meine es gibt ja schon Bunkerbuster die vom Prinzip das gleiche
    > tun.
    >
    > Wieso muss denn alles so kompliziert gemacht werden?

    Technisch einfach? Ich weiß nicht was du für Vorstellungen hast. Du willst ein Objekt, sagen wir mal 10.000m groß, das sich mit 40.000 km/h bewegt, in einer entfernung von mehreren Millionen Kilometern, mit einer Rakete, die sich auch relativ dazu bewegt mit 35.000 km/h "einfach" treffen und kontrolliert in den Asteroid bohren? Dir wird klar, das es wohl alles andere als Trivial ist.

  3. Re: Richtungsladungen

    Autor: wmayer 23.07.13 - 17:04

    Ändert das Objekt ständig vollkommen unvorhersehbar seinen Kurs?
    Wenn nicht, kann man den Abfangpunkt berechnen.
    Prinzipiell sollte es ja auch in unsere Richtung fliegen.
    Objekte die mit 28.000km/h reisen werden ja auch "sanft getroffen".

  4. Re: Richtungsladungen

    Autor: Wander 23.07.13 - 17:15

    Ich bezweifle sehr stark, dass dieser Ansatz funktioniert. Wie willst du mit einer kontrollierten Kernspaltung denn für den nötigen Impuls sorgen um einen derart großen Körper signifikant vom Kurs abzubrigen? Und eine kontrollierte Kernspaltung dieser Größenordnung in einer Rakete soll trivial sein?

  5. Re: Richtungsladungen

    Autor: SoniX 23.07.13 - 17:19

    Immer noch einfacher als Sonnensegel daran anzubringen :-D

  6. Re: Richtungsladungen

    Autor: teenriot 23.07.13 - 17:40

    r3bel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sovereign schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eine Explosion sucht sich bei der Ausdehnung doch immer den geringsten
    > > Wiederstand. Beim Sprengen von Gebäuden gibt es sogenannte
    > Schneidladungen,
    > > die sind so konstruiert daß sie in eine bestimmte Richtung detonieren,
    > und
    > > so z,B. centimeterdicke Stahlträger einfach zerschneiden...
    > >
    > > Wieso kann man sowas nicht an einer Nuklearrakete anwenden? ALso nicht
    > > zerschneiden halt "wegstoßen"
    > >
    > > Oder man baut eine Rakete die sich vorn in den Asteroid bohrt und dann
    > > hinten einen direkten nuklearantrieb zündet... also mehrere kleine
    > > kontrollierte reaktionen. Das müsste technisch recht einfach umzusetzen
    > > sein... ich meine es gibt ja schon Bunkerbuster die vom Prinzip das
    > gleiche
    > > tun.
    > >
    > > Wieso muss denn alles so kompliziert gemacht werden?
    >
    > Technisch einfach? Ich weiß nicht was du für Vorstellungen hast. Du willst
    > ein Objekt, sagen wir mal 10.000m groß, das sich mit 40.000 km/h bewegt, in
    > einer entfernung von mehreren Millionen Kilometern, mit einer Rakete, die
    > sich auch relativ dazu bewegt mit 35.000 km/h "einfach" treffen und
    > kontrolliert in den Asteroid bohren? Dir wird klar, das es wohl alles
    > andere als Trivial ist.

    Also das mit den Geschwindigkeiten relativiert sich ja.
    Es ist ja auch kein Problem an der ISS anzudocken obwohl diese mit fast 30000 km/h unterwegs ist. Problem ist eher das man nicht fernsteuern kann und unsere Fähigkeit vollautomatische System zu erstellen noch recht fehlerbehaftet ist.

  7. Re: Richtungsladungen

    Autor: teenriot 23.07.13 - 17:43

    Mal wieder ganz blöd gedacht:
    Stell dir eine mit Gas gefüllte Röhre vor.
    An einem Ende hast du die Atombombe, am anderen hast du ein Projektil.
    Das ganze dann noch richtig groß und mehrstufig..... :)
    jaja, ich hör ja schon auf

  8. Re: Richtungsladungen

    Autor: modd 23.07.13 - 18:44

    Ihr kapiert immer noch nicht über welche Massen wir hier reden oder? Den Impuls den eine A-Bombe auslöst juckt ein Asteroid mit 10km Durchmesser garnicht das ist wie wenn du versuchst ein Auto mit einem Chinaböller auf dem Kofferraum wegzuschieben

  9. Re: Richtungsladungen

    Autor: teenriot 23.07.13 - 19:13

    Warum immer gleich 10km Brocken?
    Gehen wir mal von einem 1 Mio Tonnen Brocken aus.
    Gehen wir von einem 10 Tonnen Projektil aus.
    Gehen wir davon aus das die relative Geschwindigkeit zwischen den Objekten bei 100000 km/h liegt.

    Jetzt erklär mir mal was passiert wenn ein 1 Gramm schweres Projektil auf einen 100kg Körper mit 100000 km/h fliegt.
    Jetzt erklär mir mal wie groß die relative Geschwindigkeitsveränderung eines Asteroiden sein muss der noch z.B. Ein Jahr unterwegs zur Erde ist.
    Statt erklären kannst du es auch gerne vorrechnen.

    Ich glaube du spielst uns hier ein Selbstbewusstsein vor was die Fakten angeht.

  10. Re: Richtungsladungen

    Autor: sovereign 23.07.13 - 19:41

    Gewicht oder Masse ist doch im ALL völlig unerheblich. Tatsächlich ist es sogar so daß im Weltraum explosionen weitaus stärker auf Objekte wirken wie in einer Atmosphäre. In der Schwerelosigkeit (ACHTUNG NAME BEACHTEN) kann sogar ich einen Tonnenschweren Felsbrocken rumkicken als obs n Fußball wäre.

    Bei unseren Raketen brauchen wir nur so riesen Triebwerke weil sie die Erdanziehung überwinden müssen... im Raum selbst reicht auch ein Mückenspray als Antrieb...

    Und der Schub eines Nuklearimpulsantriebs ist gewaltig.... gemessen am Gewichts-Leistungsverhältnis weitaus besser als riesige Feststoffraketen oder ähnliches..

  11. Re: Richtungsladungen

    Autor: Phonehoppy 23.07.13 - 19:59

    Natürlich spielt auch im All die Masse eine Rolle. Ein entsprechend massiver Gegenstand ist in der Schwerelosigkeit genauso schwer zu beschleunigen, wie auf der Erde, solange man ihn auf der Erde nicht "hochheben" will.
    Die ganze Diskussion mit Sprengladungen usw. ist genauso Quatsch.
    Eine Sprengladung hat im Vakuum eine stark verminderte Wirkung, der erreichbare Impuls geht lediglich von der Masse des in Wirkungsrichtung ausgeworfenen Materials aus, also Masse der Sprengabgase plus Masse des aus dem Asteroiden gesprengten Gesteins. Das ist gegenüber einem Einschlag eines massiven Objekts verschwindend gering. Kraft ist Masse mal Beschleunigung, also spielt die Beschleunigung, d.h. die Geschwindigkeit, mit der der Impuls wirkt, eine entscheidende Rolle. Die Einschlaggeschwindigkeit eines massiven Körpers kann im vorliegenden Szenario wesentlich höher sein, als die Verbrennungsgeschwindigkeit eines Sprengstoffes. Alles Gerede von atomaren Sprengungen usw. ist also völliger Unsinn. Die einfachste und effektivste Methode ist, einen Gegenstand auf Kollisionskurs mit dem Asteroiden zu bringen, und im richtigen Moment einen Einschlag zu verursachen. Bei den kosmischen Dimensionen, über die wir reden, bewirken schon minimale Bahnändeungen, dass ein Asteroid, anstatt die Erde zu treffen, mehrere
    zig Tausend km daran vorbeisaust, korrekte Berechnungen natürlich vorausgesetzt.

  12. Re: Richtungsladungen

    Autor: SoniX 23.07.13 - 21:22

    Verstehe wer will.

    Wieso sollten bei einer Explosion blos die Abgase und Menge des gesprengten Materials wichtig sein? Ich würde einfach mal behaupten die Explosion ansich ist der ausschlaggebende Punkt.

  13. Re: Richtungsladungen

    Autor: SoniX 23.07.13 - 21:26

    Es muss ja nur jucken. Es reicht ja eine kleine Bahnänderung aus.

    Selbst wenn dir nur ne Feder draufwerfen würde das den Kurs ändern. Nicht viel, aber doch. Das ist da nicht wie auf der Erde. Klar bewegt sich ein Auto mit einem Böller nicht. Aber das haftet ja auch auf dem Untergrund. Im All fliegt der aber frei und lässt sich ablenken.

  14. Re: Richtungsladungen

    Autor: teenriot 23.07.13 - 21:50

    Geschwindigkeit das ist es!
    Wie schnell lässt sich ein Projektil mittels Fly-By-Manöver an diversen Himmelskörpern beschleunigen? Kommt man da nicht auf enorme Geschwindigkeiten in einem Zeitfenster von sagen wir mal 5 Jahren?

  15. Re: Richtungsladungen

    Autor: Phonehoppy 23.07.13 - 22:53

    Was verstehst Du denn unter einer "Explosion an sich"? Eine Explosion ist eine thermische Reaktion - entweder chemisch, es wird Masse in Gas umgewandelt - oder physikalisch, z.B. bei einer Atomexplosion. Alles, was dabei auf ein anderes massives Objekt einwirken könnte ist entweder der Gasdruck oder die Strahlungsenergie. Die Strahlung wird wohl kaum einen Asteroiden ablenken können, jedenfalls nicht nennenswert in diesem kurzen Zeitraum. Bleibt als nur noch der Gasdruck. Der kann bei einer Atomexplosion im Vakuum nur dadurch entstehen, dass während der Reaktion Teile des Asteroidenmaterials aufgrund der Strahlungsenergie verdampft werden. Aber auch der dabei entstehende Druck ist nicht ausreichend, um einen Asteroiden messbar abzulenken.
    Bringt man allerdings eine massive Raumsonde auf Kollisionskurs mit so einem Objekt, kann man durch verschiedene Verfahren (z.B. swing-by) eine sehr hohe Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Impaktor und Asteroid erreichen. Die wird sogar höher sein, als die Verbrennungsgeschwindigkeit der meisten chemischen Explosionen. Warum also mit explosivem Material hantieren?

  16. Re: Richtungsladungen

    Autor: SoniX 23.07.13 - 23:20

    Darunter verstehe ich eine Menge freigesetzter Photonen, Elektronen, Neutronen und Atomkerne die mit einem Affenzahn freigesetzt werden.

    Ich denke ja nicht daran den Sprengkopf dort sanft abzulegen. Der soll schon mit Wucht dort einschlagen. Da hätte man dann beides in einem.

  17. Re: Richtungsladungen

    Autor: rick.c 24.07.13 - 00:01

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darunter verstehe ich eine Menge freigesetzter Photonen, Elektronen,
    > Neutronen und Atomkerne die mit einem Affenzahn freigesetzt werden.
    >
    > Ich denke ja nicht daran den Sprengkopf dort sanft abzulegen. Der soll
    > schon mit Wucht dort einschlagen. Da hätte man dann beides in einem.


    Und wie soll der zerfetzte Sprengkopf nach dem Einschlag dann noch explodieren?
    Das ist ja kein TNT was man einfach mal anzündet und dann machts bumm.


    Allerdings: Wenn wir darüber diskutieren ob das anmalen des Asteroiden oder ein Sonnensegel etwas bringt... nunja dann denke ich mal haben mehrere größere gut platzierte Nuklearexplosionen doch schon eine messbare Wirkung... das simuliert dann etwas stärkeren Sonnenwind ;-)
    Wir können uns ja darauf einigen das wir den Asteroiden anmalen und mit A-Bomben bearbeiten ;-)

  18. Re: Richtungsladungen

    Autor: sovereign 24.07.13 - 06:12

    Phonehoppy schrieb:
    . Die Strahlung wird wohl kaum einen
    > Asteroiden ablenken können, jedenfalls nicht nennenswert in diesem kurzen
    > Zeitraum. Bleibt als nur noch der Gasdruck. Der kann bei einer
    > Atomexplosion im Vakuum nur dadurch entstehen, dass während der Reaktion
    > Teile des Asteroidenmaterials aufgrund der Strahlungsenergie verdampft
    > werden. Aber auch der dabei entstehende Druck ist nicht ausreichend, um
    > einen Asteroiden messbar abzulenken.

    schau mal:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Orion-Projekt

  19. Re: Richtungsladungen

    Autor: Phonehoppy 25.07.13 - 10:51

    Ja, krasses projekt, aber wenn einmal pro Sekunde eine atomare Sprengladung gezündet werden soll, wie viele Atombomben müsste man da mitnehmen, damit man ein kilometergroßes Objekt (nicht nur eine Raumkapsel für 3 Mann) nennenswert beschleunigen kann?

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