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(...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

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  1. (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: babautz 03.05.21 - 18:37

    Golem spricht viele richtige Dinge an, nur um dann letzten Endes in die gleiche Falle zu tappen. Wenn uns ein eine Weltkatastrophe in Form eines großen Brockens droht, dann erwarte ich, dass unsere Führungspersönlichkeit alle (!) Möglichkeiten in Betracht ziehen, um die Menschheit oder auch nur den Kontinent zu retten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Atomsprengköpfe in Relation zur Masse da das opportunste Mittel darstellen. Und wer jetzt mit "aber die Strahlung" kommt: Ja es ist möglich, dass davon was zurück auf die Erde fällt. Die Folgen von Strahlung werden aber regelmäßig komplett überdramatisiert. "Fallout" und "Stalker" sind nette Geschichten, aber nicht Realität. Wer mir nicht glaubt: Einfach mal in Hiroshima und Nagasaki vorbeischauen. Etwaige Risiken würden in diesem Fall dann doch gegenüber einer totalen Vernichtung zu preferieren sein.

  2. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: smonkey 03.05.21 - 20:15

    Da muss man wohl hoffen, dass die Reaktionen auf diese (noch) fiktive Katastrophe angemessener und schneller erfolgen, als auf die gegenwärtig ganz reale Katastrophe, der Klimakatastrophe.

  3. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Muhaha 04.05.21 - 10:07

    smonkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da muss man wohl hoffen, dass die Reaktionen auf diese (noch) fiktive
    > Katastrophe angemessener und schneller erfolgen, als auf die gegenwärtig
    > ganz reale Katastrophe, der Klimakatastrophe.

    Um einen Asteroiden abzuwehren musst Du nicht fundamentale Änderungen am Wirtschaftsystem und Denken der Menschen vornehmen.

    Asteroiden abzuwehren ist lächerlicher Kinderkram gegenüber der Aufgabe, genug Menschen klar zu machen, dass hemmungsloser Konsum und ungezügelter Kapitalismus genau die Grundlagen zerstören, die wir als Spezies für ein lebenswertes Leben benötigen. Umweltschutz ist nämlich Menschenschutz.

  4. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Eheran 04.05.21 - 11:30

    >Um einen Asteroiden abzuwehren musst Du nicht fundamentale Änderungen am Wirtschaftsystem und Denken der Menschen vornehmen.
    +1

  5. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Michael H. 04.05.21 - 11:37

    babautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Golem spricht viele richtige Dinge an, nur um dann letzten Endes in die
    > gleiche Falle zu tappen. Wenn uns ein eine Weltkatastrophe in Form eines
    > großen Brockens droht, dann erwarte ich, dass unsere Führungspersönlichkeit
    > alle (!) Möglichkeiten in Betracht ziehen, um die Menschheit oder auch nur
    > den Kontinent zu retten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Atomsprengköpfe
    > in Relation zur Masse da das opportunste Mittel darstellen. Und wer jetzt
    > mit "aber die Strahlung" kommt: Ja es ist möglich, dass davon was zurück
    > auf die Erde fällt. Die Folgen von Strahlung werden aber regelmäßig
    > komplett überdramatisiert. "Fallout" und "Stalker" sind nette Geschichten,
    > aber nicht Realität. Wer mir nicht glaubt: Einfach mal in Hiroshima und
    > Nagasaki vorbeischauen. Etwaige Risiken würden in diesem Fall dann doch
    > gegenüber einer totalen Vernichtung zu preferieren sein.


    .. da kommen ja noch andere Faktoren zusammen.

    1. ihn im All abschießen -> wird kaum Effekt haben, da im All keine Luft ist in der sich eine Explosion ausbreiten kann. Auch wenn ich gespannt wäre, wie so ne Atomare Explosion im All aussieht :D aber mehr als Material in Ihrer nähe schmelzen wird se nicht und die Explosion wird auch bei etwas größeren Himmelkörpern maximal den Effekt haben wie wenn man Puffreis gegen ne fliegende Bowlingkugel wirft um sie abzulenken.

    2. ihn tiefer im All mit vielen Atomraketen beschießen, damit das verdampfende Gestein und ggf. Eis, welches durch die Hitzeentwicklung der Kernspaltung hoffentlich schmilzt, den Kurs des Teils minimal verändert -> viel Erfolg Atomraketen auf die zweite kosmische Geschwindigkeit hoch zu beschleunigen, damit sie das Gravitationsfeld der Erde überwinden :D

    3. Strahlung in Nagasaki schön und gut... nur reden wir hier von Bomben (Fat Man) mit 21 kT (Kilotonnen) Sprengkraft. Auf Internkontinentalraketen haste Warheads hocken, die zwischen 9 bis 20 MT (Megatonnen), also 20.000 Kilotonnen Sprengkraft haben.

    Sprengkraft in Kilogramm TNT
    Little Boy = 13 Kilotonnen
    Fat Man = 21 Kilotonnen
    Moderner Warhead = 20.000 Kilotonnen

    Macht ein wenig Unterschied... um den Faktor 1000.
    Kaum bemerkbar... aber da isser der Unterschied.

    Und das geile ist ja, dass eine Atomrakete auf einen Fleck nicht sooo dramatisch ist. Es ist mehr die direkt darauf folgende Wirkung der Strahlung, als auch die Verbreitung.
    Bei einem gezielten Angriff auf eine Fläche, bleibt immer nur die Frage, wohin der Wind weht.
    Beim Tontaubenschießen in Erdnähe, verteilt sich Radioaktiver Staub überall auf der Welt..
    Heisst, selbst wenn die Leute das überleben sollten, kannst dir mal denken, wie viele Lungenkrebspatienten und Strahlenkranke du überall auf der Welt haben wirst.

  6. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: wurstdings 04.05.21 - 11:43

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. ihn im All abschießen -> wird kaum Effekt haben, da im All keine Luft
    > ist in der sich eine Explosion ausbreiten kann.
    Genau, deshalb können Raketen auch nicht fliegen, weil die Explosion aus ihren Düsen im Vakum verpufft und sie einfach auf der Stelle stehen bleiben.

  7. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Eheran 04.05.21 - 11:50

    >1. ihn im All abschießen -> wird kaum Effekt haben, da im All keine Luft ist in der sich eine Explosion ausbreiten kann.
    Warum kommt das hier immer wieder? Erzeugt eine Kernwaffe keinen dutzende bis hunderte m großen Krater bei einer Detonation auf der Erdoberfläche? Warum interessiert euch die Druckwelle, die klassisch irgendwelche Oberflächen-Objekte auf große Entfernungen schädigen soll?
    >Auch wenn ich gespannt wäre, wie so ne Atomare Explosion im All aussieht :D
    Such dir ein Video aus.

    >viel Erfolg Atomraketen auf die zweite kosmische Geschwindigkeit hoch zu beschleunigen, damit sie das Gravitationsfeld der Erde überwinden :D
    Wo soll das Problem sein? Die Dinger wiegen nicht viel. Es ist nicht mehr 1950.

    >3. Strahlung
    Ohne Detonation (im Kernwaffen-sinn) wird diese gar nicht erst frei. Ein paar Brocken Uran oder Plutonium die irgendwo rumliegen sind irrelevant.

    >Und das geile ist ja, dass eine Atomrakete auf einen Fleck nicht sooo dramatisch ist. Es ist mehr die direkt darauf folgende Wirkung der Strahlung, als auch die Verbreitung.
    Der "Fleck" wo die Kernwaffe zündet ist danach weg. Verdampft. Sämtliche Atome werden voneinander getrennt, liegen vereinzelnt vor. Die Elektronen um die Atome werden von diesen getrennt. Die Elektronen und Atomkerne liegen im Plasma vereinzelnt vor. Dramatischer geht kaum noch.

  8. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Allandor 04.05.21 - 12:05

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... geile ist ja, dass eine Atomrakete auf einen Fleck nicht sooo
    > dramatisch ist. Es ist mehr die direkt darauf folgende Wirkung der
    > Strahlung, als auch die Verbreitung.
    > Der "Fleck" wo die Kernwaffe zündet ist danach weg. Verdampft. Sämtliche
    > Atome werden voneinander getrennt, liegen vereinzelnt vor. Die Elektronen
    > um die Atome werden von diesen getrennt. Die Elektronen und Atomkerne
    > liegen im Plasma vereinzelnt vor. Dramatischer geht kaum noch.

    Das kann natürlich auch noch zu einer Art "Antriebskraft" führen, wenn die Oberfläche an "einer" Stelle verbrennt/verdampft und vom Asteroiden weg "geht". Das wäre quasi so etwas wie eine relativ starke Antriebszündung in eine Richtung. Würde aber nur was bringen, wenn sich das Ding nicht dreht.

    Aber Atombomben können das Problem auch schlimmer machen. Wenn sie es nicht schaffen das Ding genügend abzulenken (oder auszubremsen) kommt das Bröckchen halt noch zusätzlich stark strahlend runter.

    Die größte Chance hätte man vermutlich noch mit dem "Entgegenwerfen" einer schnellen Masse. Optimal wäre dafür so eine "Rail-Gun" aber auf die Entfernung den Richtigen Winkel zu erwischen + noch beachten, das die Gravitation der Sonne und Erde etc sich verändern je weiter es weg ist, Sonnenwinde beachtet werden müssten, ..., wäre schon eine Wissenschaft für sich. Wenn das nicht Nanometer genau justiert ist, wird das nichts. Da bleibt dann nur noch ein eigener Antrieb, mit dem man auch noch ein wenig den Kurs korrigieren kann. Eine Kombination aus beiden wäre wohl das Optimum. Einmal um etwas schnell mit hoher Geschwindigkeit losschicken zu können und dann ein Antrieb an dem Objekt um es auf Kurs zu halten.

  9. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Eheran 04.05.21 - 12:23

    >Würde aber nur was bringen, wenn sich das Ding nicht dreht.
    Warum soll das sonst nichts bringen...?

    >Aber Atombomben können das Problem auch schlimmer machen. [weil Radioaktiv]
    Nein, das ist schlicht irrelevant. Das mindeste an Effekt sind viele tausend Tonnen Material entfernt die dann eben nicht einschlagen können und damit entsprechend weniger kinetische Energie.

    >Die größte Chance hätte man vermutlich noch mit dem "Entgegenwerfen" einer schnellen Masse.
    Ich habe bei einigen das Gefühl, das physikalische Grundlagen fehlen. Daher bohre ich mal nach:
    Wie wirkt diese Masse auf die Bahn des Körpers?
    Was ist der Unterschied zum Druck einer Kernwaffe, die am Detonationspunkt wirkt?
    Was ist der Unterschied zum Rückstoß von ausgeworfenem Material durch eine Kernwaffe?

  10. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Michael H. 04.05.21 - 12:26

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael H. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. ihn im All abschießen -> wird kaum Effekt haben, da im All keine Luft
    > > ist in der sich eine Explosion ausbreiten kann.
    > Genau, deshalb können Raketen auch nicht fliegen, weil die Explosion aus
    > ihren Düsen im Vakum verpufft und sie einfach auf der Stelle stehen
    > bleiben.

    Dann würd ich mir nochmal anschauen wie "Triebwerke im Weltall" funktionieren.
    Letztendlich wird nur Schub durch das Ausstoßen von Masse aus dem Triebwerk erzeugt.
    Dieser Ausstoß geschieht durch eine chemische Reaktion.

    Im Endeffekt passiert also nix anderes, als würdest du nen Gymnastikball nehmen und mit beiden Händen von dir wegstoßen. Während sich der Ball in die eine Richtung bewegt, bewegst du dich leicht in die andere.

    Auf der Erde mag das noch viel Wind erzeugen... den gibt es aber im Vakuum nicht. Dort zählt nur die Massedifferenz und die "Flammen" sind auf einmal auch ganz klein, weil tatsächlich nur noch der Sauerstoff aus den Treibstofftanks am reagieren hält. Ohne Sauerstoff würde nämlich gar nichts passieren.

    Eine Atomexplosion würde daher schön spektakulär damit Enden, dass es einen grellen Lichtball zu sehen gibt, der durch die Kernspaltung enorm viel Hitze abgibt und damit unglaublich heiss ist.

    Was passiert bei ner Atom"explosion" eigentlich.
    Aufgrund der enormen Energiedichte steigen die Temperaturen im Innern der Bombe rapide auf 60 bis 100 Millionen Grad Celsius an. Das entspricht ungefähr dem 10.000 bis 20.000fachen der Oberflächentemperatur unserer Sonne (etwa 5500 Grad Celsius).

    Dadurch wird die Umgebungsluft auf ca. 30.000° C erhitzt, womit die Luft ionisiert wird und breitet sich ultraschnell aus. Hierdurch kühlt diese aber auch wieder ab und zieht sich auch wieder zusammen.
    Was wir als "Explosion" wahrnehmen, ist nur der Druckunterschied zwischen der heissen und der kalten Luft die sich gegenseitig verdrängen.

    Das hast du im All alles nicht.
    Du hast zwar nicht ganz nichts nichts... weil es fliegt immer irgendwo ein teilchen rum. Aber die konzentration ist so gering, dass man von "nichts" sprechen kann.

    Heisst im Endeffekt wird bei ner Atomexplosion im Weltall nur ne Miniatursonne gezündet die ein paar Sekunden lang überlebt und die tolle Ionisierende Strahlung abgibt.
    Von der Erde sieht das sicherlich schön aus... so ne Lichtkugel und danach ne Aurora Atomrealis zu sehen, bevor das Ding, am besten noch zusammengeschmolzen zu nem Massiven Stahlklumpen :D readioaktiven Staub mit sich ziehend auf die Erde fallen lässt :D

  11. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Eheran 04.05.21 - 12:44

    >Dann würd ich mir nochmal anschauen wie "Triebwerke im Weltall" funktionieren.
    Ich bitte darum.

    >Auf der Erde mag das noch viel Wind erzeugen...
    Wind/Luft/Atmosphäre ist für den Antrieb einer Rakete irrelevant.

    >Dort zählt nur die Massedifferenz und die "Flammen" sind auf einmal auch ganz klein
    Die werden immer größer, nicht kleiner, weil sie ins Vakuum expandieren können statt auf eine Atmosphäre beschränkt zu sein.

    >weil tatsächlich nur noch der Sauerstoff aus den Treibstofftanks am reagieren hält.
    Es ist bei einer Rakete IMMER der Sauerstoff (bzw. anderes Oxidationsmittel) aus den Treibstofftanks. Ob Treibstoff später noch mit Luftsauerstoff verbrennt ist für die Rakete irrelevant. Die Energie kommt bei der Rakete nicht an, sondern verpufft in Form von Wärme in die Umwelt. Die Energie muss in der Brennkammer bzw. vor verlassen der Expansionsdüse freigesetzt werden, sonst ist sie für die Rakete verloren.

    >Eine Atomexplosion würde daher schön spektakulär damit Enden, dass es einen grellen Lichtball zu sehen gibt, der durch die Kernspaltung enorm viel Hitze abgibt und damit unglaublich heiss ist.
    Nicht "damit Enden", sondern beginnen. Ansonsten stimmt es.

    >Das hast du im All alles nicht.
    Da hat man die Materie der Bombe selbst und die Materie aus der der Asteroid ist. Der Effekt auf den Asteroiden würde mit oder ohne Luft fast exakt gleich sein. Irgendwelche Druckwellen, die senkrecht zum Asteroiden verlaufen, helfen uns nicht gegen diesen.


    Bitte: Wenn man von einem Thema nicht viel Ahnung hat einfach die Meinung nicht kund tun.
    Und ganz besonders bitte bitte bitte: Wenn man doch irgendwas sagt und jemand macht einen Logikfehler darin deutlich noch weiter reinbuttern.

  12. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Michael H. 04.05.21 - 13:47

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum kommt das hier immer wieder? Erzeugt eine Kernwaffe keinen dutzende
    > bis hunderte m großen Krater bei einer Detonation auf der Erdoberfläche?

    Auf der Erde, ja... weil eine "Explosion" nur dort stattfinden kann, wo auch Luft ist. Der hunderte Meter große Krater entsteht nur durch den Druck der erhitzten Luft, die sich EXPLOSIONSartig in einer Kugelform vom Zentrum der Energie wegbewegt. Ergo, auch nach unten. Das einzige dass im Moment der Kernspaltung passiert, ist das wüste Mengen an energie frei werden und das einzige Material, dass an dieser Stelle in Form von Plasma ausdehnen würde, ist die Masse des Sprengkopfs an sich.

    Bei der Luft auf der Erde ist es ja so

    Volumenausdehnungskoeffizient für Luft beträgt 0,00367 1/K

    Den von Plutonium kann ich zwar nicht finden. Aber fast alle Metalle und andere Feststoffe bewegen sich in der Skala von 10 hoch minus 6... also 0.000001
    Stahl hat z.B. einen Wert von 0,000011 1/K

    Somit hat Luft eine Ausdehung von
    0,003670 vs.
    0,000011
    gegenüber Feststoffen (hier jetzt nur mal als Beispiel) pro Kelvin

    Bei also 1000K Temperaturdifferenz, vergrößert sich das Volumen von Luft um den Faktor 30 im Volumen.
    Bei Stahl hingegen um 0,11x
    (Wie es beim Übergang von Stahl in Flüssigstahl bzw. in verdampfter/Plasma Form aussieht kann ich gerad nicht sagen).. aber du merkst schon... dass den meisten schaden auf der Erde, die LUFT macht.

    > Warum interessiert euch die Druckwelle, die klassisch irgendwelche
    > Oberflächen-Objekte auf große Entfernungen schädigen soll?
    > >Auch wenn ich gespannt wäre, wie so ne Atomare Explosion im All aussieht
    > :D
    > Such dir ein Video aus.

    > >viel Erfolg Atomraketen auf die zweite kosmische Geschwindigkeit hoch zu
    > beschleunigen, damit sie das Gravitationsfeld der Erde überwinden :D
    > Wo soll das Problem sein? Die Dinger wiegen nicht viel. Es ist nicht mehr
    > 1950.

    Wo das Problem ist? Na wenn's nach dir geht, wären tausende Ingenieure in der Raumfahrt arbeitslos.

    Das Problem ist folgendes:
    Damit du die Geschwindigkeit erreichst, musst du lange genug Schub geben.
    Damit du lange genug Schub geben kannst, brauchst du mehr Treibstoff.
    Da du mehr Treibstoff benötigst, wiegst du mehr, benötigst mehr Stabilität womit du auch wieder mehr wiegst, womit du länger Schub geben musst um die Geschwindigkeit zu erreichen.

    Die zweite kosmische Geschwindigkeit, also die Geschwindigkeit um das Gravitationsfeld der Erde hinter sich lassen zu können ohne wieder angezogen zu werden... liegt bei 11,19km/s.. das wären mindestens. 40.284km/h die das Ding drauf haben müsste um überhaupt dort anzukommen...

    Die ganzen Interkontinentalraketen kommen aktuell jedoch nur auf die erste kosmische Geschwindigkeit von ca. 7km/s (25.200km/h)
    Diese Geschwindigkeit ist nötig um im Orbit der Erde auf 400km höhe zu bleiben ohne wieder runter zu fallen. Da fehlt noch ne ganze Menge um die nötige Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen, was es wesentlich schwerer macht hier Masse, Treibstoff und Geschwindigkeit in Einklang zu bringen.

    >3. Strahlung
    > Ohne Detonation (im Kernwaffen-sinn) wird diese gar nicht erst frei. Ein paar Brocken Uran oder
    > Plutonium die irgendwo rumliegen sind irrelevant.
    Ist das nicht genau das was passiert bei einer Atomrakete?

    > Der "Fleck" wo die Kernwaffe zündet ist danach weg. Verdampft. Sämtliche Atome werden voneinander
    > getrennt, liegen vereinzelnt vor. Die Elektronen um die Atome werden von diesen getrennt. Die
    > Elektronen und Atomkerne liegen im Plasma vereinzelnt vor. Dramatischer geht kaum noch.

    Wie weit willst du noch dran vorbei reden.
    Wenn ich eine Atombombe auf der Erde zünde, habe ich mit Glück Windstille und das Radioaktive Material bleibt dort wo es gezündet wurde. Damit ist die Gegend drum herum strahlentechnisch schwer belastet, aber es ist immer noch sehr punktuell. Der Fleck ist zwar weg, die Strahlung bleibt aber noch ne weile... vor allem die Strahlung die während der Explosion freigesetzt wurde.

    Wenn man im All einen Asteroiden mit Internkontinentalraketen beschießt und das Teil kommt mit 60.000 stundenkilometern angeschossen... dann geht das innerhalb der technischen Möglichkeiten nur in einer Distanz von um die 4-600km, sofern man wie bereits gesagt, keine Möglichkeit findet auf die schnelle mal ne Rakete auf die zweite kosmische Geschwindigkeit zu bringen, was hauchdünn entfernt ist im astronomischen Sinne. Und die Scheisse, also das radioaktive Material sowie ein Asterioden 3D Puzzle regnet dann weit verteilt herunter, selbst wenn man das kaputt verdampft, stürzt der mist ab, weil er nicht mit 25.200kmh um die erde in ner Flugbahn flitzt, sondern immer noch ne relative Geschwindigkeit Richtung erde hat. Und lass es ein paar Tage sein. Danach haste schön radioaktives Material in jedem Regenschauer und in der Luft.

  13. Re: (...) "ohne jeden Atomsprengkopf" (...)

    Autor: Eheran 04.05.21 - 16:30

    >Auf der Erde, ja... weil eine "Explosion" nur dort stattfinden kann, wo auch Luft ist.
    Was soll ich denn da noch sagen? Das ist so ein Unsinn, ich weiß nicht mal wo ich anfangen soll.

    Wenn ich eine Käseglocke um mein Haus baue, Vakuum ziehe und dann darin 1 t TNT zünde passiert deiner Meinung nach nichts?
    Wenn ich an die ISS eine Atombombe hänge passiert nichts?
    Wenn ich auf dem Mond eine Atombome zünde passiert nichts?

    >und das einzige Material, dass an dieser Stelle in Form von Plasma ausdehnen würde, ist die Masse des Sprengkopfs an sich.
    Der Sprengkopf wiegt vielleicht 100 kg. Welches Volumen haben 100 kg Luft, dass die in der Nähe des Sprengkopf eine Rolle spielen?

    Wie kann eine Bombe, die man eingräbt, einen Krater erzeugen? Da ist keine Luft, sondern Sand/Erde?

    >Den von Plutonium kann ich zwar nicht finden. Aber fast alle Metalle und andere Feststoffe bewegen sich in der Skala von 10 hoch minus 6... also 0.000001 [usw. usf.]
    >(Wie es beim Übergang von Stahl in Flüssigstahl bzw. in verdampfter/Plasma Form aussieht kann ich gerad nicht sagen).. aber du merkst schon... dass den meisten schaden auf der Erde, die LUFT macht.

    Was machst du denn da nur? Du vergleichst grad die Ausdehnung von Plasma mit der von Feststoffen. Dem Plasma (quasi ideales Gas) ist es völlig wurscht woraus es ist, der Volumenausdehnungskoeffizient ist 1/T. Völlig egal woraus es ist.
    Nur um das extra klar zu machen: Mit deiner Argumentation ist 100°C Wasserdampf nur infinitisimal weniger Dicht als kochendes Wasser bei 100°C, statt ca. 1000x mehr Volumen zu haben, nachdem das Wasser nunmehr ein Gas ist. So absurd ist das, was du da erzählst. Es hat schlicht nichts mit dem Thema zu tun.

    >Die ganzen Interkontinentalraketen kommen aktuell jedoch nur auf die erste kosmische Geschwindigkeit
    Sie erreichen "aktuell jedoch nur" diese Geschwindigkeit, weil sie exakt darauf ausgelegt sind und nicht mehr und nicht weniger "brauchen".

    >Da fehlt noch ne ganze Menge um die nötige Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen, was es wesentlich schwerer macht hier Masse, Treibstoff und Geschwindigkeit in Einklang zu bringen.
    Voyager 1 und 2 wurden in den 1970er Jahren gestartet, mit ~800 kg Masse. Die entkommen der Erde und auch der Sonne. Womit wurden die gestartet? Auf Basis von ICBMs (Titan III aus ICBM Titan II und Atlas-Centaur aus ICBM SM-65D Atlas). Wir haben 2021 und nicht mehr nur zusammengeschusterte ICBMs.

    >Wenn man im All einen Asteroiden mit Internkontinentalraketen beschießt und das Teil kommt mit 60.000 stundenkilometern angeschossen... dann geht das innerhalb der technischen Möglichkeiten nur in einer Distanz von um die 4-600km,
    Du meinst allen ernstes, dass man den Asteroiden in einem Abstand von maximal 600 km "treffen" kann? Weil.... warum sollte es nicht weiter weg möglich sein...?
    Startrampe bis auf 600 km Höhe dauert grob 10 min. Wie lange haben wir vor Detektion des Asteroiden bis Abschuss? Weniger als 10min? Im Beispiel waren es Monate. Bei nur einer Woche Flugzeit erreicht man schon völlig problemlos den Mond, also ca. 400'000 km. Und das auch noch ohne zweite kosmische Geschwindigkeit. Hör auf dir irgendwelche Zahlen aus den Fingern zu saugen.

    >Danach haste schön radioaktives Material in jedem Regenschauer und in der Luft.
    Die Mengen sind irrelevant. Es gab hunderte Kernwaffentests auf dem Planeten. Auch innerhalb der USA gab es sehr viele. Was ist passiert? Hintergrundstrahlung ist ein klein wenig erhöht. Das ist nicht die Ebene von Gefahr, die von einem Asteroiden ausgeht. Das ist als ob man sich über die Abgase des Autos sorgen macht, dass einen gerade mit 200 km/h überfährt.

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