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Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

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  1. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: Epaminaidos 12.09.19 - 16:45

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft.

    Viele neue Theorien liefern auch neue Forschungsansätze. Wenn man der Simulationstheorie folgt, sollten wir uns auf die Suche nach Sicherheitslücken konzentrieren. Damit könnten wir dann eventuell Zugang erlangen zur Webcam des Notebooks, auf dem die Simulation läuft :-)

    Irgendwo in der Implementierung der Quantentheorie wird sich doch wohl ein ausnutzbarer Bug finden lassen!

  2. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: theuserbl 12.09.19 - 17:19

    Naja, es gibt schon Personen die sagen, daß man dafür Hinweise finden könnte. Und diese Personen sagen aber auch, daß sie diese Hinweise gefunden haben und wir in einer Simulation leben.

    Einige dieser Hinweise:
    - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht einem Pixel.
    - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen springt.
    - die Drehgeschwindigkeit eines Elektrons wird nicht langsamer und nicht schneller und es bleibt nicht stehen. Es kann sich nur in zwei Richtungen drehen, bei gleicher Drehgeschwinigkeit: Up-Spin und Down-Spin. Eine binäre Information.
    - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet, spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.

    U.a. einfach mal im Internet nach Tom Campbell und auch nach Jim Elvidge suchen, die beide der Meinung sind, daß wir in einer Simulation leben.
    So meinen sie auch, daß durch verschränkte Teilchen Speicherplatz eingespart werden könnte. Damit wären verschänkte Teilchen Pointer auf die selbe Speicheradresse.

    Der Rechner muß auch nicht in einem auf 3-Dimensionen beschränkten Raum stehen, noch muß er in einem Raum stehen, der unseren physikalischen Gesetzen unterliegt. Dadurch wäre die Simulation dann einfacher.

    Grüße
    theuserbl

  3. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: notuf 12.09.19 - 17:21

    Epaminaidos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft.
    >
    > Viele neue Theorien liefern auch neue Forschungsansätze. Wenn man der
    > Simulationstheorie folgt, sollten wir uns auf die Suche nach
    > Sicherheitslücken konzentrieren. Damit könnten wir dann eventuell Zugang
    > erlangen zur Webcam des Notebooks, auf dem die Simulation läuft :-)
    >
    > Irgendwo in der Implementierung der Quantentheorie wird sich doch wohl ein
    > ausnutzbarer Bug finden lassen!

    Oder durch das ausnutzen der Lücke das System zum Absturz bringen und damit die Welt beenden/zerstören ;)

  4. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: GPUPower 12.09.19 - 18:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man von der Prämisse ausgeht, dann beantwortet das, exakt wie ein
    > Gott, null Fragen. Erlaubt null Vorhersagen für die Zukunft. Man ist vorher
    > so schlau wie hinterher.
    >
    > Daher braucht man schon rein praktisch überhaupt nicht damit anfangen, an
    > (einen) Gott oder eine Simulation oder ein fliegendes Spaghettimonster zu
    > denken. Es führt einfach absolut nirgendwo hin.

    Pastafarismus nicht verstanden. nice

  5. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: notuf 12.09.19 - 19:30

    Ja und dann? Welche Fragen werden damit beantwortet?

  6. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: ms 16.09.19 - 16:42

    theuserbl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einige dieser Hinweise:
    > - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht
    > einem Pixel.
    > - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft
    > gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen
    > springt.
    > - die Drehgeschwindigkeit eines Elektrons wird nicht langsamer und nicht
    > schneller und es bleibt nicht stehen. Es kann sich nur in zwei Richtungen
    > drehen, bei gleicher Drehgeschwinigkeit: Up-Spin und Down-Spin. Eine binäre
    > Information.
    > - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus
    > einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch
    > beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet,
    > spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.

    Das ist fast allerdings alles falsch:
    1. und 2.) Die Planck-Länge ist keine kleinste Längeneinheit in dem Sinne dass Bewegungen nur durch kleine Sprünge von der Größe einer oder mehrerer Planck-Längen möglich sind. Letztendlich weiß man schlichtweg nicht wie die Physik auf solch kleinen Längen aussieht. Was man weiß ist, dass spätestens bei Effekten in der Größenordnung der Planck-Länge unser momentanes Verständnis der Physik zusammenbricht.
    3.) Der Drehimpuls eines Elektrons ist kein Bit sondern, im Prinzip per Definition, ein QBit: Der Witz ist gerade dass der Zustand eines Elektrons nicht nur durch Spin-Up oder -Down, sondern überlagerungen der beiden beschrieben wird. Generell ist die Komplexität von Quantensystemen viel höher als die von ähnlichen klassischen Systemen. Daher sind quantenmechanische Systeme denkbar schlecht dafür geeignet, mit klassischen Computern simuliert zu werden. Quantencomputer würden dieses Problem entschärfen, aber eben auf die offensichtliche Art: Wie simuliere ich am besten ein Elektron? Ich nehme ein Elektron dafür...
    4.) Ist meines Wissens richtig, OK. Aber "spricht nicht gerade gegen einen Computer" stimmt vor allem deshalb weil die Hypothese "unser Universum ist eine Simulation" grundsätzlich nicht falsifizierbar ist (wie andere Religionen eben auch...). Auf die Frage "warum dehnt sich das Universum beschleunigt aus?" ist "weil wir in einer Simulation leben und das die Simulation einfacher macht" aber keine Antwort die mich zufriedenstellt. Das ist ähnlich wie "warum ist Eis leichter als Wasser?" - "weil dadurch Seen von oben her zufrieren und die entstehende isolierende Eisschicht die Wasserlebewesen im See schützt".

  7. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: Truster 17.09.19 - 10:53

  8. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: mfeldt 18.09.19 - 09:55

    theuserbl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, es gibt schon Personen die sagen, daß man dafür Hinweise finden
    > könnte. Und diese Personen sagen aber auch, daß sie diese Hinweise gefunden
    > haben und wir in einer Simulation leben.
    >
    > Einige dieser Hinweise:
    > - es gibt eine kleinste Längeneinheit (die Planck-Länge). Sie entspricht
    > einem Pixel.

    Nö. Nur die Beobachtung ist ungenau im Bereich der Planck-Länge. Wie Wellenfunktion des betroffenen Partikels ist genauso determiniert wie in der klassischen Mechanik.

    > - im kleinsten Bereich gibt es keine flüssigen Bewegungen alles läuft
    > gequantelt ab. Als wenn eine Information von einem Piuxel zum anderen
    > springt.

    tut sie nicht.

    > - daß sich das unendliche Universum so schnell ausdehnt, daß wir nur aus
    > einem endlichen Bereich Licht und andere Informationen erhalten und durch
    > beschleunigte Expansion immer mehr aus diesem Bereich für uns verschwindet,
    > spricht auch nicht gerade gegen einen Computer.
    >
    Wir erhalten Information aus dem gesamten Universum bis hin zu wenigen Millisekunden vor dem Urknall.

    Solche Tricks würden auch nur dann helfen, wenn genau die Wir und unsere nähere Umgebung der Fokus der Simulation sind, der Rest nur als Kulisse aufgestellt wird. Ein nahezu ur-christlicher Ansatz. Noch einfacher wird es allerdings, wenn die Simulation nur für *mich* alleine läuft, und ihr alle nur ein Teil davon seid! So muß es sein!

  9. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: Bouncy 19.09.19 - 14:36

    Urbautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, finde ich nicht. Was die Kirche gemacht hat, führte zum Denkverbot.
    > Und warum sollte die Wissenschaft eine Grenze bei der Simulation finden?
    > Warum sollte man nicht aus der Simulation ausbrechen können?
    Steht doch im Artikel, weil Unschärfen und Grenzen künstlich wären, ergo im Kern unlogisch. Da kann man noch soviel wissenschaften, unlogische Barrieren ließen alle Versuche, den elementaren Aufbau zu verstehen, im Keim ersticken...

  10. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: Framehunter 22.09.19 - 19:57

    Danke Urbautz !

  11. Gott benötigt eine Seele ↔ Simuliertes Ich

    Autor: adjust-IT 25.09.19 - 03:38

    Viel einfacher als die Frage "wo dockt (meine) Seele an der Realität an" ist die Frage "wieso fällt es mir nicht auf, dass ich nicht existiere" zu beantworten.
    Ersteres endet bestenfalls in Philosophie, schlechtestensfalls in religiösem Fanatismus - letzteres in der Neurobiologie.

    Aber es ist wohl wirklich schwer aus der Simulation auszubrechen und einzusehen, dass das Hirn einen sehr effizienten Weg der Selbsterhaltung gefunden hat - mit einem Phänomen, das wir Bewusstsein nennen. Denn nicht das Universum ist simuliert, sondern das Ich.
    Und dieser Selbsterhaltungstrieb ist unheimlich stark, wie uns der religiöse oder wirtschaftliche Fanatismus in seinen vielen Inkarnationen immer wieder vor Augen führt.

    Es ist traurig, aber wohl scheinbar unausweichlich - wir sind einfach zu selbstverliebt um uns nicht selbst zu vernichten... (bevor wir zu den Sternen greifen können)

  12. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: jum 30.06.20 - 12:27

    Wenn unsere Realität eine Simulation ist, könnten wir versuchen, Fehler darin auszunutzen und die Realtiät zu unseren Gunsten zu verändern. Livehack.

  13. Re: Simulations"modell" so sinnvoll wie ein Gott

    Autor: adjust-IT 30.06.20 - 23:58

    Wie geschrieben - Du kannst die Fehler in Dir suchen und wirst sie schnell finden. Auch haben das bereits viele vor Dir gemacht - in der Biologie, bis hin zur Philosophie. Und zu hacken gibt’s da auch einiges...
    Aber selbst in unserer Vorstellung der Umwelt gibt es bei strengster Beobachtung noch Lücken - und die werden sukzessive gefunden und geschlossen - aber am Ende ist die Physik auch noch lange nicht.

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