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Wem soll diese Innovation helfen?

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  1. Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: /mecki78 28.10.10 - 14:06

    400 Meter... In Großstädten, wo die Vermittlungsstelle oder ein Outdoor DSLAM nur 400 Meter (oder weniger) entfernt ist, braucht man das kaum. Da kann man heute schon VDSL haben, was deutlich über dem Durchschnitt liegt, was die meisten deutschen haben können und bis VDSL zu langsam wird, gibt es dann FTTH. Netcologne in Köln, Wilhelm.tel in Hamburg und Mnet in München und Augsburg sind bereits fleißig dabei alle Haushalte mit FTTH zu verbinden (LWL bis in den Keller!). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das andere deutsche Großstädte dauerhaft so auf sich sitzen lassen werden. Klar, diese ganze FTTH Verkabelung geht nicht über Nacht, aber wie gesagt, bis dahin kann VDSL das locker überbrücken. In Hamburg und München ist das FTTH Netz für die ersten Stadtviertel bereits im Betrieb AFAIK und Mnet hat z.B. angekündigt bis Ende des Jahres viele weitere Viertel in Betrieb zu nehmen.

    Die Leute, die auch die nächsten 10 Jahre mit Kupfer leben müssen sind die außerhalb der Großstädte. Bis die FTTH bekommen, wenn überhaupt jemals, werden wohl noch ewige Zeiten verstreichen. Und diese Leute können heute oft nicht mal 16 MBit/s haben (auf dem Papier schon, aber das Modem synced nicht im Ansatz mit 16 MBit/s). Warum? Weil die Vermittlungsstellen zu weit weg sind. Wenn das schon für ADSL2+ gilt, was wollen diese Leute dann bitte mit diesem DSL Phantom Mode?

    Eine echte Innovation wäre es mal, statt DSL immer schneller zu machen, es zu schaffen mehr als 16 MBit/s über eine Strecke von deutlich mehr als 2 km zu übertragen über herkömmliches Kupfer. *DAS* wäre doch mal eine Innovation! Eine von der auch Mio von Haushalten profitieren würden.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.10.10 14:08 durch /mecki78.

  2. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Jon 28.10.10 - 15:04

    Ich vermute mal ganz stark, dass mit dem Verfahren auch bei längeren Entfernungen zur Vermittlungsstelle mehr Geschwindigkeit rausgeholt werden kann, nur dann eben nicht 400 MBit/s. Wenn dem so ist, wird es gerade denen etwas bringen, die bisher unter langsamen Leitungen leiden.

  3. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: DocPepper 28.10.10 - 15:44

    Jon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermute mal ganz stark, dass mit dem Verfahren auch bei längeren
    > Entfernungen zur Vermittlungsstelle mehr Geschwindigkeit rausgeholt werden
    > kann, nur dann eben nicht 400 MBit/s. Wenn dem so ist, wird es gerade denen
    > etwas bringen, die bisher unter langsamen Leitungen leiden.


    Genau das ist auch meine Hoffnung.

  4. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Tellerrand 28.10.10 - 16:10

    Alles richtig,
    aber schonmal ein wenig an andere Länder gedacht? Ist ja recht nett, dass wir un Deutschland bald alle HighSuperSuperSpeed Internet haben, aber für andere Länder ist dieses Konzept nun wirklich eine sehr gute Nachricht...

  5. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Widdl 28.10.10 - 17:37

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 400 Meter... In Großstädten, wo die Vermittlungsstelle oder ein Outdoor
    > DSLAM nur 400 Meter (oder weniger) entfernt ist, braucht man das kaum. Da
    > kann man heute schon VDSL haben, was deutlich über dem Durchschnitt liegt,
    > was die meisten deutschen haben können und bis VDSL zu langsam wird, gibt
    > es dann FTTH. Netcologne in Köln, Wilhelm.tel in Hamburg und Mnet in
    > München und Augsburg sind bereits fleißig dabei alle Haushalte mit FTTH zu
    > verbinden (LWL bis in den Keller!). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das
    > andere deutsche Großstädte dauerhaft so auf sich sitzen lassen werden.
    > Klar, diese ganze FTTH Verkabelung geht nicht über Nacht, aber wie gesagt,
    > bis dahin kann VDSL das locker überbrücken. In Hamburg und München ist das
    > FTTH Netz für die ersten Stadtviertel bereits im Betrieb AFAIK und Mnet hat
    > z.B. angekündigt bis Ende des Jahres viele weitere Viertel in Betrieb zu
    > nehmen.

    Immer solche Halb-Wahrheiten. Lies dir mal bitte den Unterschied von FTTB zu FTTH durch. Die meisten Anbieter machen nur FTTB, was natürlich auch schon ganz nett ist.
    FTTH, also Glasfaser bis in die Wohnung, gibts derzeit nur als Pilotprojekte. Ich glaube in München wird das versuchsweise gebaut.
    In Dresden hat die Telekom im Frühjahr diesen Jahres FTTH als Pilotprojekt als GPON gebaut. Verkauft wird es den Kunden als normaler VDSL-Anschluss, heißt bei 50 MBit ist erstmal Schluss, machbar wäre natürlich viel mehr. Das läuft ganz gut und wird nun auch weiter ausgebaut, allerdings wird stark auf die Relation zu den Bereitstellungskosten geschaut, verständlicherweise.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.10.10 17:40 durch Widdl.

  6. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: /mecki78 28.10.10 - 18:44

    Du meinst die Länder, wo die Vermittlungsstelle nicht wie in Dtl. oft 3-6 km weit weg ist, sondern 15 km mit analogen Verstärken dazwischen? Bin mir nicht sicher, ob das diesen Ländern wirklich helfen wird. Andere Länder haben noch viel größere Distanzen zu überbrücken als Dtl. Da sind unsere Distanzen winzig, denn andere Länder haben oft deutlich mehr Fläche (so groß ist Dtl. nicht) bzw. haben eine noch weit zerstreutere Bevölkerung. Gerade die Länder wo extrem viele Leute auf kleinen Raum leben, wie z.B. in Japan ist Kupfer schon lange tot. Kupfer muss da am leben bleiben, wo die Entfernungen so groß sind, dass man einfach keine LWL Leitungen verlegen kann, nicht in 80 Jahren. Aber da ist die Vermittlungsstelle auch niemals nur im Ansatz in der Reichweite von einem km zu suchen, sonst wäre ja LWL nicht so teuer.

    /Mecki

  7. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: /mecki78 28.10.10 - 18:48

    Widdl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer solche Halb-Wahrheiten. Lies dir mal bitte den Unterschied von FTTB
    > zu FTTH durch.

    Wo soll der bei einem Einfamilienhaus genau sein? Da bin ich aber jetzt mal auf deine Erklärung gespannt.

    Und in einem Mietshaus braucht man weiß Gott kein DSL; denn auf dieser kleinen Entfernungen kann man genauso gut normales Ethernet verlegen. Die Entfernung beträgt da selten über 100 Meter und wenn doch, kann man irgendwo einen Switch zwischen schalten und hat nochmal 100 Meter.

    Kabel in einem Haus zu verlegen ist nicht das Problem. Bei uns im Haus werden Jählich irgendwelche neuen Kabel verlegt und es gibt auch zig unbenutzte Kamine, durch die schon Heizungsrohre verlegt wurden und die bieten noch Platz für hunderte von Kabeln.

    /Mecki

  8. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Rama Lama 28.10.10 - 18:51

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 400 Meter... In Großstädten, wo die Vermittlungsstelle oder ein Outdoor
    > DSLAM nur 400 Meter (oder weniger) entfernt ist, braucht man das kaum. Da
    > kann man heute schon VDSL haben

    Dein Denkfehler: VDSL und Vollbeschaltung sind nicht vereinbar. Je höher die Bitrate, desto geringer ist die Anzahl der Adern die Du dafür verwenden kannst.

    Nun stell Dir ein älteres Wohnhaus mit zweistelliger Anzahl von Mietwohnungen vor. Nach und nach steigt die Anzahl der Mieter die einen schnellen Internetanschluß buchen wollen. Die Grenze, ab der Du als Telko nein sagen oder buddeln mußt verschiebt sich ein Stückchen weit. Telko hat mehr Gewinn, Mieter hat seine Bitrate für vergleichsweise wenig Geld, alle sind glücklich.
    :-)

  9. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Widdl 28.10.10 - 18:57

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Widdl schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Immer solche Halb-Wahrheiten. Lies dir mal bitte den Unterschied von
    > FTTB
    > > zu FTTH durch.
    >
    > Wo soll der bei einem Einfamilienhaus genau sein? Da bin ich aber jetzt mal
    > auf deine Erklärung gespannt.
    >
    > Und in einem Mietshaus braucht man weiß Gott kein DSL; denn auf dieser
    > kleinen Entfernungen kann man genauso gut normales Ethernet verlegen. Die
    > Entfernung beträgt da selten über 100 Meter und wenn doch, kann man
    > irgendwo einen Switch zwischen schalten und hat nochmal 100 Meter.
    >
    > Kabel in einem Haus zu verlegen ist nicht das Problem. Bei uns im Haus
    > werden Jählich irgendwelche neuen Kabel verlegt und es gibt auch zig
    > unbenutzte Kamine, durch die schon Heizungsrohre verlegt wurden und die
    > bieten noch Platz für hunderte von Kabeln.

    Na ganz einfach: bei FTTB geht die Glasfaser bis zum APL und geht dann via Kupfer auf ne ganz normale TAE in die Wohnungen weiter.
    Bei FTTH geht die Glaser bis in die Wohnung und wird dann mit einer Glasfaser-TAE abgeschlossen. Ob das nun ein EFH oder MFH ist, spielt doch erstmal keine Rolle. Entweder ist es nur eine Leitung zur TAE oder halt mehrere.
    Wenn in einem Mietshaus mehrere Parteien wohnen, sind seperate Anschlusse schon sinnvoll. So geschieht es ja auch in den allermeisten Fällen.

  10. Re: Wem soll diese Innovation helfen?

    Autor: Man könnte 29.10.10 - 02:29

    Sicher geht das. Man könnte sich ja auch heute schon über beide Aderpaare Daten schicken lassen. Und mit der neuen Methode hätte man dann die dreifache Datenmenge. Aber..., der Preis wird dann auch dreimal so hoch sein.

    Weiterhin müssen die Daten auch gleichmäßig aufgeteilt werden, was spezielle Hardware bei der Telekom und zuhause bedeutet.

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