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Begreift es denn keiner?

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  1. Re: Begreift es denn keiner?

    Autor: theonlyone 19.05.14 - 16:05

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > currock63 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Natürlich nehmen uns Roboter und Automatisierung
    > > Arbeitsplätze weg.
    >
    > Das ist ein wenig so, als ob sich ein Sklave beschwert, dass neue Sklaven
    > ihm die Arbeit wegnehmen, statt darin eine Chance zu sehen, kein (Lohn-)
    > Sklave mehr zu sein.
    >
    > Der Systemwechsel kommt ganz automatisch. Grob vereinfacht:
    > Wenn Maschinen die Arbeit machen, haben Menschen kein Einkommen.
    > Ohne Einkommen können sie auch die Produkte nicht kaufen, die nun von den
    > Maschinen hergestellt werden.
    > Also haben auch die Besitzer der Maschinen kein Einkommen.
    > Ohne Einkommen können sie die Maschinen nicht betreiben.
    > Damit sind die Maschinen herrenlos und können von jedem betreiben werden,
    > der eine sinnvolle Verwendung für sie findet.

    Als wenn von heute auf morgen ALLE durch maschinen ersetzt werden würden.

    Natürlich NICHT.

    Es wird eben nur ein TEIL ersetzt, der TEIL ist arbeitslos und bekommt halt keinen Job mehr.

    Der Andere Teil, vor allem der dem die Roboter gehören, der wird immer reicher und reicher, bis es zu allen Löchern rauskommt, so reich wird man dann, weil man ja praktisch 24/7 arbeitende Super Arbeiter hat, die keine Gewerkschaft haben, keine Krankheiten und schon garnicht rum zicken von wegen Mutterschaftsurlaub oder irgendso einen Mist, die arbeiten einfach die ganze Zeit durch.

    Das so etwas nicht zum "wohle" der Menschen kommt ist ja wohl klar, den erst einmal gehören die Fabriken irgendwelchen Personen, genau da fokussiert sich auch der Gewinn, die paar Fabrik Arbeiter werden ganz sicher NICHT reich, die paar Mechaniker die man "erstmal" einstellt (bis auch die durch maschinen ersetzt werden) , werden sich auch nicht komplett dumm verdienen, dafür gibt es dann doch ein paar mehr Mechaniker (gerade wenn das eine der wenigen denkbren berufe ist, wird der Zulauf dahin gigantisch).

    Was will man dann den noch tun ? Die paar Berufe die nicht aufgefressen werden, die verdienen Geld, immer mehr, der Rest schaut dumm aus der Wäsche und muss "irgendwie" um die Runden kommen.

    Dabei haben die Menschen ja nicht einfach 0 Geld, sie bekommen ja durchaus Geld vom Staat, Arbeitslos etc. pp. , das Geld fließt dann in die Hände der wenigen welche die Industrie beherrschen, weil sie eben die Fabriken besitzen, in denen rund um die Uhr die Maschinen laufen und produzieren für die MASSE die sich irgendwie am Leben halten will.

    Das einzige was das verhindern kann ist eine knallhartes Einschreiten durch Regulierung, verhindern das Menschen zu wenig Geld bekommen und letztlich arbeitsplätze schaffen und nicht vernichten, WENN man den am System "geld" festhalten will.

    Schaffen wir das Geld einfach ab, verstaatlichen die "Roboter-Fabriken", dann bekommt jeder alles ohne notwendige ohne Geld.

    Eine gewisse Währung kann man sich dann für anderweitige Dinge noch offen halten, aber für die "notwendigen" Dinge braucht es kein Geld, wenn das alles durch Roboter und Maschinen erledigt wird, dann ist das "Allgemein Gut".

    > Was sich schematisch so einfach liest ist natürlich ein mehr oder weniger
    > langwieriger und sicherlich schmerzhafter Prozess, aber mal ehrlich: Wer
    > sich darüber freut, für den überwiegenden Nutzen Anderer arbeiten zu
    > dürfen, sollte kein Problem damit haben, zu überwiegend eigenem Nutzen
    > etwas zu leiden. Es wird immer erst schlimmer, bevor es besser wird.

    Das ist eben die Frage, den wer einmal wirkliche macht hat, der lässt sie nicht freiwillig los.

    Und bei den alten Königen hatten die menschen zumindest noch die "Chance" sich aufzulehnen, das sieht in einer Welt mit Robotern schon ganz anders aus, erst recht wenn dazu eine Welt mit Spionen und Vollüberwachung kommt, den dann kann niemand einen Aufstand plannen, der wird sofort und tödlich niedergestreckt.

    Die "Herrschenden" einfach zu überfallen ist auch nicht, am Ende leben die auf einer ganz anderen Insel, oder sonstiges, von daher kann man sich darauf nicht verlassen, man muss ganz genau hinschauen wann es losgeht mit der Machtverteilung und sofort eingreifen sobald die Balance zu sehr kippt.

    Wachsam bleiben, nicht einfach Augen zu und durch.

  2. Re: Begreift es denn keiner?

    Autor: currock63 23.05.14 - 21:43

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:

    > > Natürlich nehmen uns Roboter und Automatisierung
    > > Arbeitsplätze weg.
    >
    > Das ist ein wenig so, als ob sich ein Sklave beschwert, dass neue Sklaven
    > ihm die Arbeit wegnehmen, statt darin eine Chance zu sehen, kein (Lohn-)
    > Sklave mehr zu sein.
    Vergleiche sind unzulässig.

    > Der Systemwechsel kommt ganz automatisch. Grob vereinfacht:
    > Wenn Maschinen die Arbeit machen, haben Menschen kein Einkommen.
    > Ohne Einkommen können sie auch die Produkte nicht kaufen, die nun von den
    > Maschinen hergestellt werden.
    Und? Wir exportieren ja wie die Weltmeister. Das geht so lange gut, so lange einige Länder auf dem Level sind, auf dem sie unsere Produkte brauchen. Ist ziemlich kurzsichtig, wie man am Beispiel China sieht.

    > Also haben auch die Besitzer der Maschinen kein Einkommen.
    > Ohne Einkommen können sie die Maschinen nicht betreiben.
    > Damit sind die Maschinen herrenlos und können von jedem betreiben werden,
    > der eine sinnvolle Verwendung für sie findet.
    Und woher sollen die Mittellosen das Einkommen nehmen, um eine Maschine betreiben zu können, die sie finden. Sorry, es wird jetzt wirklich merkwürdig.

    > Es wird immer erst schlimmer, bevor es besser wird.
    Da denkst Du aber in Zeiträumen von ca. 100 bis 200 Jahren. Aber die Leute, die das Sagen haben denken in Quartalszahlen oder Legislaturperioden. Was danach ist, ist denen egal.

  3. Re: Begreift es denn keiner?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 24.05.14 - 08:54

    currock63 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das ist ein wenig so, als ob sich ein Sklave beschwert,
    > > dass neue Sklaven ihm die Arbeit wegnehmen, statt
    > > darin eine Chance zu sehen, kein (Lohn-) Sklave mehr
    > > zu sein.
    > Vergleiche sind unzulässig.

    Nicht, wenn sie zutreffend sind.

    > Und? Wir exportieren ja wie die Weltmeister. Das geht
    > so lange gut, so lange einige Länder auf dem Level sind,
    > auf dem sie unsere Produkte brauchen. Ist ziemlich
    > kurzsichtig, wie man am Beispiel China sieht.

    Die Zielgruppe ist kleiner, als man meinen sollte. Entwicklungsländer haben gar nicht die Kaufkraft und in Schwellenländern ist menschliche Arbeitskraft dermaßen billig und massenhaft verfügbar, dass dagegen selbst eine vollkommen autonome maschinelle Produktion nur anstinken kann,wenn die Chance ebsteht, dass deren Entwicklungs- und Einrichtungskosten sich amortisieren, wozu wiederum tüchtige Gewinne erforderlich sind.
    Sprich, die "Maschinenindustrienationen" müssten überwiegend unter sich handeln, was nicht lange funktioniert, weil deren Bevölkerungen ja wegen der Automatisierung kein Einkommen, also auch keine Kaufkraft haben.

    Ohne die Kaufkraft derer, die die Produkte herstellen, funktioniert auch keine globale Marktwirtschaft. Das gilt übrigens auch für Niedriglöhner in Schwellen- und Entwicklungsländern, denn die kaufen aus zweiter oder dritter Hand auch die Produkte, die sie selbst hergestellt haben, bzw. deren Funktionsäquivalent.

    > Und woher sollen die Mittellosen das Einkommen
    > nehmen, um eine Maschine betreiben zu können,
    > die sie finden. Sorry, es wird jetzt wirklich merkwürdig.

    Nach dem Zusammenbruch einer Ökonomie ist das einzig erforderliche Kapital eigene Arbeitskraft und Wissen, die man natürlich dafür einsetzen wird, sich selbst aus dem Sumpf zu ziehen. Es wäre nur logisch, wenn man einen Teil dieser Arbeitskraft verwendet, verwaiste robotische Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen, um den Prozess zu erleichtern. Ganz einfach deshalb, weil man in so einer Situation alles verwendet, was noch verwendbar ist.

    > Da denkst Du aber in Zeiträumen von ca. 100 bis 200
    > Jahren. Aber die Leute, die das Sagen haben denken in
    > Quartalszahlen oder Legislaturperioden. Was danach
    > ist, ist denen egal.

    Das ist nur fair, denn für das Ablaufen des von mir geschilderten Automatismus' sind die Leute auch nicht relevant. Es sei denn natürlich, sie regulieren, bevor sich das Ganze selbst reguliert, worüber ich dann auch niemand beschweren wird.

    Kurz gesagt, das Problem wird sich lösen. Entweder langsam und sehr schmerzhaft oder schneller und etwas weniger schmerzhaft. Ich bevorzuge die zweite Variante, aber die Geschichte lehrt uns, dass vermutlich eher die erste Variante eintreten wird.

  4. Re: Begreift es denn keiner?

    Autor: Palerider 26.05.14 - 18:40

    "Die Bevölkerungen und die Deutschen im Speziellen sind dermaßen mit Verdrängung, Ignoranz und Blödheit geschlagen, man glaubt es nicht."

    "Du auch. Nur gehörst Du zu denen, die diese Entwicklung gut finden.
    Brauchst nicht mehr zu antworten, Deine Sorte kenne ich."

    Sorry, wer Leute, die politisch anderer Meinung sind, als blöd oder bösartig betrachtet, ist m.E. kein Stück besser als lobbyistenhörige Politiker.

  5. Re: Begreift es denn keiner?

    Autor: ledonz 27.05.14 - 12:33

    https://www.youtube.com/watch?v=0Q699FBAsgE

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