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Konsequenz: Grundeinkommen

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  1. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: tecsmex 19.05.14 - 16:21

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und es ermöglicht auch nur ein Überleben und kein Leben...

    Jedem seine eigene Interpretation. Leben heißt aber vor allem ESSEN TRINKEN WOHNEN. Wir müssten doch heute so weit sein, dass diese Bedürfnisse ohne Arbeit oder Anstrengung gegeben sein sollten. Alles andere wichtige könnte nach Bedarf geklärt werden. Die wenigen die sich dann darum kümmern sollten dann natürlich einen extra Verdienst erhalten.

  2. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: wasabi 19.05.14 - 18:07

    > Und dennoch ist die Gesamtarbeit, die Menschen weltweit erledigen müssen
    > deswegen nicht weniger geworden, sie hat sogar alleine in den letzten 100
    > Jahren noch zugenommen.

    Hast du da mal Quellen zu konkreten Zahlen? Und bitte auch die Nicht-Erwerbsarbeit berücksichtigen. Wenn die Menschen früher für den ansonsten gleichen Lebenstandard 40 Stunden pro Woche arbeiten mussten, und außerdem noch zuhause stundenlang mit Wäsche verbracht haben (weil per Hand gewaschen wurde), während sie heute ebenfalls 40 Stunden Lohnarbeit leisten, aber dank Waschmaschinen in seiner Freizeit weniger arbeiten müssen, dann ist die Gesamtarbeit für weniger geworden. Es ist absurd, wenn "Weniger Arbeit dank technischer Entwicklung" einmal gut, ein anderes mal schlecht sein soll.

    Wobei ich jetzt auch kein lauter BGE-Anpreiser (mehr) bin, vor allem weiß ich nicht, wann der Zeitpunkt kommt, ab dem man sagt "Wir brauchen ein BGE". Als im Jahre 2005 Götz Werner große Anzeigen dafür geschaltet hat, bin ich darauf aufmerksam geworden, hab mich viel damit beschäftigt. Und war davon begeistert. Intereresanterweise bin ich dann aber darüber eher auf der libertären Schiene gelandet, wo dann ein BGE nicht mehr geht :) Ich sehe das "Problem" der Automatisierung im jetzigen System aber auch, und wundere mich übere Sätze von libertärer Seite wie "Es gibt nicht weniger Arbeit, sondern mehr Wohlstand". Ist das nicht eher eine Sache der persönlichen Entscheidung? Eigentlich habe ich doch die Wahl, ob ich durch Automatisierung/Effizienssteigerung/... entweder mit der gleichen Arbeit mehr produziere, oder ob ich für das gleiche Ergebnis weniger arbeite. Und wenn ich mir mal die Lebensmittelindustrie ansehe frage ich mich frei nach Herbert Knebel: wer soll die ganze Sch***e den fressen? "Mehr Wohlstand" ist auf dem Sektor wohl kaum möglich, irgendwann sind alle satt. In Deutschland werden ja sogar schon wahnsinnig viele Lebensmittel weggeworfen (schon beim Erzeuger, dann nochmal beim Händler, und beim Endverbraucher). Da ist also das Limit längst erreicht. Früher haben die Menschen noch ein Großteil Ihres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben , heute in den westlichen Industrienationen nur noch einen geringen Teil. In der Tat arbeiten die MEnschen aber nicht weniger, sondern steigern stattdessen Ihren Wohlstand in anderen Bereichen als der Ernährung. Aber ist nicht auch da irgendwann zumindest für einige Leute das sinnvolle Ende der Fahnenstange erreicht? Und ist das nicht jetzt schon teilweise so? Drückt sich steigender Wohlstand wirklich dadurch aus, dass man sich immer öfter neue Konsumgüter zu kaufen, anstatt Sie länger zu benutzen?

    Ich weiß nicht, ob man jetzt schon sagen muss, "die Arbeit wird immer weniger, also brauchen wir das Grundeinkommen", aber muss man sich denn nicht früh die Zukunft solche Gedanken machen? Vielleicht haben wir irgendwann Replikatoren. Und zwar solche, die sich jeder zuhause hinstellen kann, und die wirklich alles erzeugen können (inklusive sich selbst). Ob dann ein System, was ausschließlich auf Erwerbsarbeit baut, Sinn macht?

  3. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: tingelchen 19.05.14 - 22:47

    Ob 800, 1000 oder 2000 Euro ist unerheblich. Ich komme auf 2000 Euro weil man diese brauch um davon leben zu können, Vor den ganzen Abzügen. Bleiben am Ende derzeit grob 1300¤ übrig. Inkl. KV, PV, RV und den ganzen anderen Müll. Zumindest KV, PV und RV müssen wieder doppelt drauf gerechnet werden. Denn das BGE hat keinen Arbeitgeberanteil. Folglich landet man am Ende wieder bei grob 2000¤.

    Von 800¤ kann man nicht existieren. Eben so wenig wie von 1000¤. Ein BGE das jedoch den Lebensunterhalt nicht finanziert bekommt, ist vollkommen Sinnlos und würde das Problem, bei einer evtl. Arbeitslosenrate von nahezu 100% nicht im geringsten beseitigen.

    Wie auch immer. Es spielt keine Rolle wie hoch das BGE am Ende ist. Es bleibt dabei das eine MwSt. (Ist ja Konsumsteuer) nicht genug Kapital Aufbringt um über 40 Millionen Menschen ein BGE auszahlen zu können. Das geht rein rechnerisch schon nicht.

  4. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: tingelchen 19.05.14 - 22:55

    Diese Bedürfnisse ohne Arbeit und Anstrengungen? Öhm... wir leben nicht im Zeitalter von Star Trek wo man seine Nahrung mit einem Replikator replizieren kann. Nein, wir sind noch lange nicht soweit. Für die Nahrungsmittel müssen viele Menschen hart Arbeiten, damit du sie im Supermarkt schnell und einfach kaufen kannst.

    Da gibt es kein "müssten soweit sein". Das was du meinst, geht nur in kleinen Gemeinden, wo sich die Menschen gegenseitig unter die Arme greifen. In einer Gesellschaft mit über 80 Millionen Menschen ist ein solches Vorgehen unmöglich. Das wäre wirklich erst umsetzbar, wenn Roboter die Lebensmittelindustrie vollständig besetzt und selbst dann kann man die Nahrung nicht kostenfrei verteilen. Denn die Roboter kaufen sich nicht von selbst und die Teile für Wartung und Reparatur wachsen auch nicht auf den Bäumen. Ganz zu schweigen von den immer teurer werdenden Grundbesitzabgaben mit ihrer Grundsteuer, Niederschlagswasser, Müllentsorgung, Straßenreinigung, etc.

  5. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: DrWatson 19.05.14 - 23:19

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich komme auf 2000 Euro weil man diese brauch um davon leben zu können.

    Netto?

    Dann lebst du aber auf großem Fuß.

    Ein Student muss mit etwa 500¤ zurechtkommen, ein ALG II Empfänger kommt mit Miete und Nebenkosten je nach Region auf etwa 700 - 1000 ¤

    Wenn du von 700¤ ausgehst, kommen da noch 2*200¤ Sozialversicherung drauf, also bist du am Ende bei 1100¤


    > ist vollkommen Sinnlos und würde das Problem, bei einer evtl. Arbeitslosenrate von nahezu 100% nicht im geringsten beseitigen.

    Naja 100%. Da sind wir mit 6,8% noch etwas entfernt.

    > Wie auch immer. Es spielt keine Rolle wie hoch das BGE am Ende ist. Es
    > bleibt dabei das eine MwSt. (Ist ja Konsumsteuer) nicht genug Kapital
    > Aufbringt um über 40 Millionen Menschen ein BGE auszahlen zu können. Das
    > geht rein rechnerisch schon nicht.

    Vielleicht hast du Recht, mit dem was du schreibst, aber es spricht in meinen Augen nichts dagegen, das aktuelle Sozialsystem aufkommensneutral in eine negative Einkommenssteuer umzuwandeln. Das wäre meiner Meinung nach nicht nur gerechter, weil es Menschen als Menschen sieht und nicht als Arbeitslose oder Rentner oder Kinder oder Studenten und weil es außerdem deutlich unbürokratischer wäre.
    Man könnte sich die ganzen Arbeitsämter sparen, denn eine Flattax mit negativer Einkommenssteuer kann jeder Uraltrechner im Fiananzamt in Millisekundenbruchteilen berechnen.

  6. Re: Konsequenz: Grundeinkommen

    Autor: testtester 21.05.14 - 13:58

    Wo wir schon bei den steuerlichen Zahlungen sind.

    Viele Bürger bezahlen ihren Arbeitsplatz heute schon durch staatliche Subventionen von Großkonzernen, sei es direkt oder indirekt w.bspw. die Energiesteuer, selbst.

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