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Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

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  1. Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: ernii 18.05.14 - 19:03

    Ich sehe keine Anzeichen dafuer das Unternehmen nicht immer die billigsten Loesung nehmen wuerden die moeglich ist... hemmungslos werden Loehne weit unter dem existensminimum gezahlt solange es die wirtschaftliche Markmacht zu laesst...
    Und der Massstab soll laut Kritikern des Mindestlohns sein, das Menschen nur eingestellt werden wenn Sie billiger sind als Maschinen?
    In manchen ScienceFiction Utopien hat man sich Welten vorgestellt in denen durch Roboter niemand mehr arbeiten muss und alle in Wohlstand leben. Aber in der Realitaet scheint sich eher das Bild durch zu setzen, dass die Leute an der Macht, den Rest eher verhungern lassen wollen als an der Produktivitaet teil haben zu lassen...

  2. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: DrWatson 18.05.14 - 19:09

    Komisch. Die Weltweite Armut hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert.
    [www.worldbank.org]

  3. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: Danse Macabre 18.05.14 - 19:34

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Komisch. Die Weltweite Armut hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert.
    > www.worldbank.org

    Der interessante Punkt ist, dass die Armut in entwickelten Industrienationen stark zunimmt. Weil immer weniger Wohlhabende immer mehr Geld anhäufen.

  4. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: DrWatson 18.05.14 - 19:43

    Danse Macabre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Komisch. Die Weltweite Armut hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert.
    > > www.worldbank.org
    >
    > Der interessante Punkt ist, dass die Armut in entwickelten
    > Industrienationen stark zunimmt.

    Hast du dazu auch Zahlen? In China zum Beispiel gab es 1981 800 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, heute sind es 170 Millionen. Welche Entwicklungen gab es zB in den Industrieländern?

    > Weil immer weniger Wohlhabende immer mehr Geld anhäufen.

    Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel und Vermögen ist nicht das gleiche wie Geld.

  5. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.05.14 - 23:39

    Kommt halt immer drauf an wie man die armutsgrenze definiert.

    Und die weltbank ist nicht gerade eine objektive quelle.

  6. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: DrWatson 19.05.14 - 00:19

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt halt immer drauf an wie man die armutsgrenze definiert.

    Natürlich kommt es darauf an. Es gibt ja auch Leute, die die Armutsgrenze als 4000 CHF definieren wollen.

    > Und die weltbank ist nicht gerade eine objektive quelle.

    Nein, Prinzeumel ist natürlich die einzige objektive Quelle. -.-

  7. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: Technikfreak 19.05.14 - 02:22

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kommt halt immer drauf an wie man die armutsgrenze definiert.
    >
    > Natürlich kommt es darauf an. Es gibt ja auch Leute, die die Armutsgrenze
    > als 4000 CHF definieren wollen.
    Nein, das wollen sie nicht, sondern sie wollen 4000 CHF als Mindestlohn festlegen, ungeschaut welche Region und welche Wirtschaftsbedingungen dort vorherschen.
    Andernfalls müssten sie nämlich die IV- und AHV-Renten auch auf 4000 CHF anheben....

  8. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: DrWatson 19.05.14 - 03:18

    Technikfreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das wollen sie nicht, sondern sie wollen 4000 CHF als Mindestlohn
    > festlegen, ungeschaut welche Region und welche Wirtschaftsbedingungen dort
    > vorherschen.

    Das war mit Absicht übertrieben. Natürlich ist es reine Willkür zu sagen, ab Betrag X ist man Arm, genau so, wie die 4000 reine Willkür sind.

    Wenn man aber überlegt, dass in einem Land wie China, in dem vor wenigen Jahrzehnten noch 30 Millionen verhungert sind, inzwischen mehr Autos und Smartphones gekauft werden, als in irgendeinem anderen Land, dann ist der Unterschied nicht von der Hand zu weisen.

  9. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: Danse Macabre 19.05.14 - 06:24

    Als kleiner Denkanstoß mag dieser Artikel gelten:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-12/armutsbericht-paritaetischer-wohlfahrtsverband

    Die Kinderarmut hat sich seit rot-grün bzw. der Einführung von Hartz4 mehr als verdoppelt, der Niedriglohnsektor mit Löhnen unterhalb oder knapp am Existenzminimum ist gigantisch gewachsen. Ich mag das alles gar nicht aufzählen, man muss schon sehr faktenresistent sein, um das nicht zu sehen. Deshalb ist es mir auch der Mühe nicht wert.

    Ich möchte auch nicht in Statistiken wühlen, aber die würden diese Tatsachen auch untermauern. Das Länder wie Griechenland, Spanien und Portugal eine enorm gestiegene Armutsquote haben, muss ich kaum erwähnen, oder leugnest du das auch?. In Frankreich ist es zwar nicht so schlimm, aber auch dort geht die viel zitierte Schere immer weiter auseinander. In allen genannten Ländern sind vor allem auch Jugendliche betroffen, denen ein Leben ohne Perspektiven bevorsteht. In Großbritannien und den USA, beides sehr neoliberal geprägte Länder, sieht es ebenfalls übel aus. In den USA sind 47 Mio. Menschen auf Lebensmittelmarken angewiesen. Auf der anderen Seite ist in vielen dieser Länder eine enorme Zunahme an Vermögen festzustellen. Und zwar in dem Maße, wie die Armen ärmer wurden und werden. Na, klingelt jetzt was? Ich fürchte, nein.

    Was China angeht, das ist keine gewachsene Industrienation, China ist ein aufstrebendes Schwellenland. Die werden mit ihrem Wirtschaftswachstum allerdings ganz andere Probleme bekommen. Die Armut dort hatte auch ganz andere Dimensionen. Wenn die Zahl der Armen dort abgenommen hat, bedeutet das nicht, dass eben diese Zahl an Menschen nun in Wohlstand lebt.

  10. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: Danse Macabre 19.05.14 - 06:27

    DrWatson schrieb:

    > Wenn man aber überlegt, dass in einem Land wie China, in dem vor wenigen
    > Jahrzehnten noch 30 Millionen verhungert sind, inzwischen mehr Autos und
    > Smartphones gekauft werden, als in irgendeinem anderen Land, dann ist der
    > Unterschied nicht von der Hand zu weisen.

    Auch dies ist eine typische Nebelkerze. Arm sein oder nicht definiert sich nämlich sicher auch nicht an der Zahl der Smartphones, die gekauft werden. Und wenn ich nichts zu fressen habe, mein Nachbar sich aber nach dem Zweit- nun auch den Drittwagen gönnt, bin ich dann reicher?

  11. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: wasabi 19.05.14 - 07:29

    > Kommt halt immer drauf an wie man die armutsgrenze definiert.

    Wenn man so etwas wie "relative Armut" konstruiert bedeutet das letztlich, dass man eigentlich anstrebt, dass alle genau gleich viel haben.

  12. Re: Wie niedrig sollen die Loehne den werden?

    Autor: DrWatson 19.05.14 - 12:00

    Danse Macabre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als kleiner Denkanstoß mag dieser Artikel gelten:
    >
    > www.zeit.de
    >
    > Die Kinderarmut hat sich seit rot-grün bzw. der Einführung von Hartz4 mehr
    > als verdoppelt, der Niedriglohnsektor mit Löhnen unterhalb oder knapp am
    > Existenzminimum ist gigantisch gewachsen.

    Du vergleichst Äpfel und Birnen.

    Wenn sich in Asien 600 Millionen Menschen aus der absoluten Armut befreien konnten und nicht mehr mit dem Hunger kämpfen müssen, ist das etwas komplett anderes, als wenn der Niedriglohnsektor in Deutschland von 20 auf 25 Prozent steigt. (und inzwischen übrigens wieder zurückgeht)

    Vor 30 Jahren sah es in China nicht anders aus, als heute in Nordkorea.
    Das zu ignorieren und dann den paritätische Wohlfahrtsverband herauszuzaubern, zeugt von wirklicher Faktenresistenz.

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