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Warum werden die immer wieder gewählt..?

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  1. Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: deutscher_michel 29.06.17 - 09:08

    Wie kann man so eine Gurkentruppe von Regierung nur immer und immer wieder wählen.. Ampel, Schwampel, Groko - es ist immer wieder das Gleiche..wir drehen uns im Kreis und wöchentlich gibt es neue schwachsinns-Gesetzesänderungen, Torpedierung von Aufklärung und Kungelei mit der Looby ..
    Und trotzdem wird genau das Gleiche wieder nach den nächsten Wahlen raus kommen, nichts wird sich ändern.. :/

  2. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: Palerider 29.06.17 - 09:24

    Das mag uns in diesem Fall stören aber insgesamt ist es ein Vorteil der Demokratie, dass jeder für sich entscheiden kann, was er an der Arbeit der Parteien gut, schlecht oder egal findet.

  3. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: McCiel 29.06.17 - 09:35

    Naja von einem "Vorteil" der Demokratie sollte man meines Erachtens nur dann sprechen, wenn man davon ausgehen könnte, dass sich jeder einzelne auch Gedanken darüber macht was er wählt.

    Mein persönliches Gefühl ist aber nun mal, dass sich gefühlt 80% der Bevölkerung entweder von den immer in gleichem Maß unrealistischen Wahlversprechen (, die dann nicht eingehalten werden) ködern lassen,
    alte Menschen sind, die schon immer CDU gewählt haben, und sich daran deswegen nichts ändern wird (Deutschland wird ja schließlich älter),
    oder die Kinder dieser Menschen sind, die gerade 18 geworden sind und wählen dürfen. Die finden Politik eh doof und wählen das, was ihre Eltern auch wählen.

    ... und dann gibt's noch die vielen Nicht-Wähler, denen Politik auch zu doof ist und meinen, ihre Stimme würde ja eh nichts ändern. Und damit sorgen sie erst recht dafür, dass sich nichts ändert, weil damit der Anteil der CDU nur größer wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.17 09:38 durch McCiel.

  4. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: bombinho 29.06.17 - 09:37

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag uns in diesem Fall stören aber insgesamt ist es ein Vorteil der
    > Demokratie, dass jeder für sich entscheiden kann, was er an der Arbeit der
    > Parteien gut, schlecht oder egal findet.

    Und einer der Vorteile einer Demokratie ist auch, dass man seine Meinung darueber mit Anderen teilen kann, auch oeffentlich, ob sie nun richtig oder falsch ist.
    Und sollte eine Meinung moeglicherweise gesetzeswidrig, sein, dann gibt es dank Gewaltenteilung ein weitgehend unabhaengiges Organ, was dies bewertet und entsprechende Reaktionen ausloest.

  5. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: ubuntu_user 29.06.17 - 09:42

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und sollte eine Meinung moeglicherweise gesetzeswidrig, sein,

    wie das?

  6. Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: Sascha Klandestin 29.06.17 - 10:06

    In mehreren Ländern wurden in den letzten Jahren Aussenseiter und Populisten gewählt. Großbritannien hat der EU einen Denkzettel verpasst. Die Türkei probiert jetzt noch mal eine Diktatur. Bessert sich die Gesamtsituation dort? Nein. Es erhalten nur Leute die Macht, die die zentralen Probleme (Ungerechtigkeit, Macht- und Geldgier, Wirtschafts- und Naturkatastrophen) genauso wenig lösen können. Dafür missachten sie die üblichen Regeln der Politik und sorgen für viel Chaos.

    Die Linkspartei weiß schon, warum sie in der Opposition bleiben möchte. Sobald man regieren möchte, muss man die gleichen Fehler und schmutzigen Kompromisse machen, wie alle anderen auch.

    Demokratie scheint das bemitleidenswerte Optimum einer menschlichen Gesellschaft zu sein.

  7. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: smirg0l 29.06.17 - 10:12

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kann man so eine Gurkentruppe von Regierung nur immer und immer wieder
    > wählen.. Ampel, Schwampel, Groko - es ist immer wieder das Gleiche..wir
    > drehen uns im Kreis und wöchentlich gibt es neue
    > schwachsinns-Gesetzesänderungen, Torpedierung von Aufklärung und Kungelei
    > mit der Looby ..
    > Und trotzdem wird genau das Gleiche wieder nach den nächsten Wahlen raus
    > kommen, nichts wird sich ändern.. :/

    Weil, und das ist der Grundtenor quasi überall, die anderen Parteien gefühlt ja ALLE noch viel böser sind.

    Was natürlich kompletter Blödsinn ist, aber so begründen diese verwirrten Menschen das halt und wählen diese Vereine wieder und wieder und wieder...

    Ich hab echt keine Ahnung, was passieren müsste, damit das mal ein Ende findet.
    Es gab mehr als genug gute Gründe in den letzten Jahren, wenn die schon nicht gefruchtet haben, ich bin ratlos...

  8. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: staples 29.06.17 - 10:24

    Sascha Klandestin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Linkspartei weiß schon, warum sie in der Opposition bleiben möchte.
    > Sobald man regieren möchte, muss man die gleichen Fehler und schmutzigen
    > Kompromisse machen, wie alle anderen auch.

    Da hast du recht. Man sieht es an Ländern, wo die Linke in der Landesregierung sitzt. Es passiert das gleiche wie wenn die anderen an der Macht sind. Ist schon irre.

    > Demokratie scheint das bemitleidenswerte Optimum einer menschlichen
    > Gesellschaft zu sein.

    Ich finde das Problem an der Demokratie ist, dass die Menschen nicht wahrhaben wollen, dass eigentlich _sie_ der Staat sind. Das sieht man schon an der Pressearbeit und der Wortwahl. "Die da oben", oder "der Staat" machen dies oder das. Der Staat sind aber wir. Die Freiheiten, die mit der Demokratie erkämpft wurden, verleiten leider auch zu Passivität, weil man seine Komfortzone hat. Dass die Demokratie nicht selbstverständlich ist, man sie weiter verteidigen muss auch gegen Politiker und dass "der Staat sind wir" gilt, vergessen die Leute allzu schnell. Dabei wurde das in der Schule gelehrt.

  9. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: staples 29.06.17 - 10:27

    Hinzu kommt, dass in der Politik Menschen mit bestimmten Persönichkeitsmerkmalen und Machtmotiven arbeiten, so dass es im Grunde egal ist, wen man wählt. Es gibt nur wenige Politiker (einige leider schon tot), die mir einfallen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie nicht machtgetrieben und einzig an den eigenen/persönlichen Vorteil denkend agieren.

  10. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: Slurpee 29.06.17 - 11:16

    McCiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... und dann gibt's noch die vielen Nicht-Wähler, denen Politik auch zu
    > doof ist und meinen, ihre Stimme würde ja eh nichts ändern. Und damit
    > sorgen sie erst recht dafür, dass sich nichts ändert, weil damit der Anteil
    > der CDU nur größer wird.

    Ist ja auch so. Der TE hat es ja schon gesagt, Groko, Rot-Grün, oder früher Schwarz-Gelb, es ist alles das selbe. In allen relevanten Punkten haben alle die selben Antworten auf die selben Problemstellungen. Und wer anders denkt, wird nicht gewählt, ganz einfach.

    staples schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Staat sind aber wir. Die Freiheiten, die mit der
    > Demokratie erkämpft wurden, verleiten leider auch zu Passivität, weil man
    > seine Komfortzone hat. Dass die Demokratie nicht selbstverständlich ist,
    > man sie weiter verteidigen muss auch gegen Politiker und dass "der Staat
    > sind wir" gilt, vergessen die Leute allzu schnell. Dabei wurde das in der
    > Schule gelehrt.

    So, so, dann lös mal die aktuellen Probleme, Herr Staat. Wie? Kannst du nicht? Ich dachte du hast die Macht?

    Die Macht des gemeinem Bürgers beschränkt sich darauf, alle 4 Jahre auf Basis von Lügen, die selben 4 - 5 Parteien in die immer selben Konstellationen zu wählen. Ist das erledigt, hat die Politik weder an den Bürgern, noch an ihren Versprechungen Interesse.

    Demonstrieren kannst du noch gehen, ganz toll. Frag mal in deinem Bekanntenkreis, was die Leute so mit Demonstration assozieren und zähl mit, wie oft "Gewalt", "Wasserwerfer", "Pfefferspray" oder "Vermummte" dabei ist. Darauf hat halt einfach keiner Bock.

    Davon abgesehen, dass das eh nur Tropfen auf dem heißen Stein sind. Versuch mal genug Leute zu mobilisieren, um eine Demo zu veranstalten, die so viel Lärm macht, dass man dich hören muss. Da verpuffen deine romantischen Vorstellungen von Demokratie sehr schnell.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.17 11:18 durch Slurpee.

  11. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: staples 29.06.17 - 11:34

    Slurpee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So, so, dann lös mal die aktuellen Probleme, Herr Staat. Wie? Kannst du
    > nicht? Ich dachte du hast die Macht?

    ich sagte nicht, dass ich der Staat bin, sondern wir.
    >
    > Die Macht des gemeinem Bürgers beschränkt sich darauf, alle 4 Jahre auf
    > Basis von Lügen, die selben 4 - 5 Parteien in die immer selben
    > Konstellationen zu wählen. Ist das erledigt, hat die Politik weder an den
    > Bürgern, noch an ihren Versprechungen Interesse.

    Diese Regel wurde aufgestellt. Sie ist nicht naturgegeben und es gibt viele Initiativen, die die direkte Demokratie mit Bürgerentscheiden wollen - nur fehlt ihnen die Masse. Also "wir".

    > Demonstrieren kannst du noch gehen, ganz toll. Frag mal in deinem
    > Bekanntenkreis, was die Leute so mit Demonstration assozieren und zähl mit,
    > wie oft "Gewalt", "Wasserwerfer", "Pfefferspray" oder "Vermummte" dabei
    > ist. Darauf hat halt einfach keiner Bock.

    Jo, das mag bei einigen Demos der Fall sein. aber grundsätzlich gibt es auch viele friedliche Demos. Dass die Medien natürlich nur die tollen Wasser-Spiele abdrucken ist klar.

    > Davon abgesehen, dass das eh nur Tropfen auf dem heißen Stein sind. Versuch

    Wie lange gab es das feudale System? Wann wurde wie die Demokratie hier eingeführt? Wie hat sie sich seither entwickelt? Klar dauert das. Aber, um in deiner Bildsprache zu bleiben: der stete tropfen höhlt den stein.

    > mal genug Leute zu mobilisieren, um eine Demo zu veranstalten, die so viel
    > Lärm macht, dass man dich hören muss. Da verpuffen deine romantischen
    > Vorstellungen von Demokratie sehr schnell.

    Siehe Komfortzone und die Annahme (auch bei dir), die Demokratie sei selbstverständlich und man müsse nicht dafür tun, weil man ja selber nur ein kleiner mann ist und "die da oben machen eh was sie wollen". Auf eine Bedrohung gibt es drei Reaktionen: Angriff, Flucht oder eben Erstarrung wie bei dir und den 30-55% der Nichtwähler.

  12. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: cry88 29.06.17 - 13:57

    Slurpee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Macht des gemeinem Bürgers beschränkt sich darauf, alle 4 Jahre auf
    > Basis von Lügen, die selben 4 - 5 Parteien in die immer selben
    > Konstellationen zu wählen.
    Das ist ziemlicher Schmarn. USA, England, Frankreich und AFD haben das Gegenteil bewiesen. Wer wählt, der entscheidet mit.

    > Demonstrieren kannst du noch gehen, ganz toll. Frag mal in deinem
    > Bekanntenkreis, was die Leute so mit Demonstration assozieren und zähl mit,
    > wie oft "Gewalt", "Wasserwerfer", "Pfefferspray" oder "Vermummte" dabei
    > ist. Darauf hat halt einfach keiner Bock.
    Die meisten Demos sind vollkommen friedlich. Kenne einige, die regelmäßig auf welche gehen. Noch nie gab es Chaos oder Verletzte. Problem hier ist, dass sich immer irgendwelche Deppen einmischen um Mist zu veranstalten.

    > Davon abgesehen, dass das eh nur Tropfen auf dem heißen Stein sind. Versuch
    > mal genug Leute zu mobilisieren, um eine Demo zu veranstalten, die so viel
    > Lärm macht, dass man dich hören muss. Da verpuffen deine romantischen
    > Vorstellungen von Demokratie sehr schnell.
    Also so lange ist Pegidia noch nicht her, dass man sich daran nicht mehr erinnern kann, oder?

  13. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: Palerider 29.06.17 - 14:58

    McCiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja von einem "Vorteil" der Demokratie sollte man meines Erachtens nur
    > dann sprechen, wenn man davon ausgehen könnte, dass sich jeder einzelne
    > auch Gedanken darüber macht was er wählt.
    >
    > Mein persönliches Gefühl ist aber nun mal, dass sich gefühlt 80% der
    > Bevölkerung entweder von den immer in gleichem Maß unrealistischen
    > Wahlversprechen (, die dann nicht eingehalten werden) ködern lassen,
    > alte Menschen sind, die schon immer CDU gewählt haben, und sich daran
    > deswegen nichts ändern wird (Deutschland wird ja schließlich älter),
    > oder die Kinder dieser Menschen sind, die gerade 18 geworden sind und
    > wählen dürfen. Die finden Politik eh doof und wählen das, was ihre Eltern
    > auch wählen.
    >
    Tja nur 'leider' ist es ebenfalls gut, dass keiner bestimmen kann, ob Du Dich nun 'richtig' oder ausreichend politisch gebildet hast bevor Du zur Wahl gehst.

    > ... und dann gibt's noch die vielen Nicht-Wähler, denen Politik auch zu
    > doof ist und meinen, ihre Stimme würde ja eh nichts ändern. Und damit
    > sorgen sie erst recht dafür, dass sich nichts ändert, weil damit der Anteil
    > der CDU nur größer wird.

    Das wiederum unterschreibe ich zu 100%. Nicht wählen heißt quasi GroKo wählen. Man verteilt seine Stimme auf alle die über 5 % kommen, dabei lehnen die meisten Nichtwähler genau diese Parteien ab - paradox.

  14. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: McCiel 29.06.17 - 15:22

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McCiel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja von einem "Vorteil" der Demokratie sollte man meines Erachtens nur
    > > dann sprechen, wenn man davon ausgehen könnte, dass sich jeder einzelne
    > > auch Gedanken darüber macht was er wählt.
    > >
    > > Mein persönliches Gefühl ist aber nun mal, dass sich gefühlt 80% der
    > > Bevölkerung entweder von den immer in gleichem Maß unrealistischen
    > > Wahlversprechen (, die dann nicht eingehalten werden) ködern lassen,
    > > alte Menschen sind, die schon immer CDU gewählt haben, und sich daran
    > > deswegen nichts ändern wird (Deutschland wird ja schließlich älter),
    > > oder die Kinder dieser Menschen sind, die gerade 18 geworden sind und
    > > wählen dürfen. Die finden Politik eh doof und wählen das, was ihre
    > Eltern
    > > auch wählen.
    > >
    > Tja nur 'leider' ist es ebenfalls gut, dass keiner bestimmen kann, ob Du
    > Dich nun 'richtig' oder ausreichend politisch gebildet hast bevor Du zur
    > Wahl gehst.

    Ohne jetzt angegriffen oder so zu wirken. Ich sag nur dass ich darin ein Problem sehe... ich hab dafür weder ne Lösung, noch halt ich eine Prüfung ob sich jemand vorher erkundigt hat für sinnvoll :D

    Aber Fakt ist nunmal... ich kenn genügend Menschen die offen und ehrlich zugeben, die CDU zu wählen, weil ihre Eltern das machen. Verdammt, ich kenn sogar Leute, die wählen CDU, weil sie selbst Physik studieren und es cool finden, dass Angela Merkel einen Doktor in der Physik hat! ...

    Es war lediglich eine Feststellung. Und ist in meinen Augen ne Schwäche in diesem System. Nicht dass ich ne Lösung für was besseres hätte :D
    Weiß nur nicht, was ich besser / schlechter finde... Nicht den eigenen Kopf benutzen oder garnicht erst wählen ^^

  15. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: Palerider 29.06.17 - 15:49

    > Aber Fakt ist nunmal... ich kenn genügend Menschen die offen und ehrlich
    > zugeben, die CDU zu wählen, weil ihre Eltern das machen. Verdammt, ich kenn
    > sogar Leute, die wählen CDU, weil sie selbst Physik studieren und es cool
    > finden, dass Angela Merkel einen Doktor in der Physik hat! ...
    >
    Halten wir fest: Du kennst sehr merkwürdige Menschen :-) ich habe sowas noch nicht kennenlernen 'dürfen'.

  16. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: Trockenobst 29.06.17 - 16:06

    Slurpee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schwarz-Gelb, es ist alles das selbe. In allen relevanten Punkten haben
    > alle die selben Antworten auf die selben Problemstellungen. Und wer anders
    > denkt, wird nicht gewählt, ganz einfach.

    Wir der Mensch, ist das Problem. Vor 1 Jahr hat man noch Pickel bekommen wenn sich jemand als AfD Freund, als Trump-Sympathisant oder als Pro-Front National bekennt.

    Heute sagt man "Papa findet die AfD toll", schüttelt den Kopf, geht dann nicht zur Wahl "weil es ja nicht zu wählen gibt", und wundert sich bei 18% bei der AfD.

    Würden nur 20% der Nichtwähler-"Anständigen" die SPD/Grüne einfach mal in die Verantwortung zwingen(!!), sehe die Welt schon ganz anders aus. Was wollen sie machen, Wiederwahlen bis sie abgewählt werden?

    Irgendwer würde sich dann schon durchsetzen und andere Stichpunkte setzen.
    Man kann nicht immer auf einen Psychopathen wie Macron oder einen wirrkopf wie Corbyn hoffen. Die gibt es bestennfalls nur alle 10 Jahre einen.

    Die Menschen sehen langsam ein, was für ein Monster der reguläre Mensch ist. Und in der Selberkenntnis wählen sie Monster, die für sie sprechen sollen, damit sie selbst davon befreit sind ein Monster sein zu müssen.

    Jemand der kein Monster ist hat in dieser Konstellation höchstens opportunistische Chancen, nach dem Motto "Ich wähle dich weil die Alternative scheiße ist". Das ist kein sattes Dafür, dass ist ein gegen "den Anderen".

    Es muss weiter deutlich gemacht werden, dass man zu Wahl gehen MUSS und wenn man den Ökoisten, Marxisten und der Pogopartei einen verdammten Platz im Parlament schenkt und damit Unruhe erzeugt.

  17. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: staples 29.06.17 - 16:13

    McCiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber Fakt ist nunmal... ich kenn genügend Menschen die offen und ehrlich
    > zugeben, die CDU zu wählen, weil ihre Eltern das machen. Verdammt, ich kenn
    > sogar Leute, die wählen CDU, weil sie selbst Physik studieren und es cool
    > finden, dass Angela Merkel einen Doktor in der Physik hat! ...

    Vielleicht sagen sie das aber auch nur, um dich zu ärgern oder weil sie nicht zugeben wollen, dass sie eigentlich die FDP,SPD,Linke was auch immer wählen. Im Grunde ist das auch ihr gutes recht. Jeder wählt was er will und muss dafür auch nicht mit Leuten debattieren, wenn er nicht will. Wenn jemand CDU wählt, so ist das sein gutes recht. Recht ist, solange es eine demokratische Partei ist. Und erklären muss sich keiner darüber.

    >
    > Es war lediglich eine Feststellung. Und ist in meinen Augen ne Schwäche in
    > diesem System. Nicht dass ich ne Lösung für was besseres hätte :D
    > Weiß nur nicht, was ich besser / schlechter finde... Nicht den eigenen Kopf
    > benutzen oder garnicht erst wählen ^^

    Was ist die Schwäche genau?

  18. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: staples 29.06.17 - 16:18

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Würden nur 20% der Nichtwähler-"Anständigen" die SPD/Grüne einfach mal in
    > die Verantwortung zwingen(!!), sehe die Welt schon ganz anders aus. Was
    > wollen sie machen, Wiederwahlen bis sie abgewählt werden?

    Bitte nicht! Das letzte mal an der Macht wurde von der SPD/Grünen die soziale Sicherung demontiert und die Zwangsarmut aka Hartz4 eingeführt. 1 Jahr beschnittenes ALG1 (wird von Jahr zu Jahr auch immer weniger durch die Anpassung der Bemessungsgrenzen bei nicht gleich steigenden Löhnen).

    Nein, SPD und Grüne sind genau so eine Amigo-Partei wie jede andere. Also bitte nicht.

    > Es muss weiter deutlich gemacht werden, dass man zu Wahl gehen MUSS und
    > wenn man den Ökoisten, Marxisten und der Pogopartei einen verdammten Platz
    > im Parlament schenkt und damit Unruhe erzeugt.

    Die 5% Hürde wurde ja eingebaut, damit die großen Parteien fest im Sattel bleiben können. Hat vor und Nachteile.

  19. Re: Mangels qualifizierter Alternativen

    Autor: Slurpee 29.06.17 - 16:35

    staples schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich sagte nicht, dass ich der Staat bin, sondern wir.

    Ich weiß, ich wollte auch auf etwas bestimmtes hinaus. Es gibt faktisch kein "wir", es gibt eine Menge an Individuen, die alle eigene Interessen und Motivationen haben.

    Deine Meinung oder Stimme zählt nichts, da hilft auch kein "Wenn alle so denken würden", die Realität sieht nun mal so aus. Du kannst Menschen bewegen durch Angst oder durch Bestechung, dann kannst du was bewegen, bist aber dann schon selbst Politiker.

    > Diese Regel wurde aufgestellt. Sie ist nicht naturgegeben und es gibt viele
    > Initiativen, die die direkte Demokratie mit Bürgerentscheiden wollen - nur
    > fehlt ihnen die Masse. Also "wir".

    Als ob die Politik das jemals zulassen würde. Was man gerade heutzutage dank Internet für geile, direkte Demokratie machen könnte...

    Will nur keiner, weil man Macht nicht gerne abgibt.

    > Jo, das mag bei einigen Demos der Fall sein. aber grundsätzlich gibt es
    > auch viele friedliche Demos. Dass die Medien natürlich nur die tollen
    > Wasser-Spiele abdrucken ist klar.

    Das ist es aber, was den Leuten im Gedächtnis bleibt. Und es kann auch nicht sein, dass du wegen jedem Pups demonstrieren gehen musst. Eigentlich müsste es direkt entschieden werden, aber dazu siehe oben.

    > Wie lange gab es das feudale System? Wann wurde wie die Demokratie hier
    > eingeführt? Wie hat sie sich seither entwickelt? Klar dauert das. Aber, um
    > in deiner Bildsprache zu bleiben: der stete tropfen höhlt den stein.

    Ich bezweifle sehr stark, dass die Machtverhältnisse sich Stück für Stück zugunsten der Masse wandeln werden. Da braucht es schon einen ganz großen Knall.

    > Siehe Komfortzone und die Annahme (auch bei dir), die Demokratie sei
    > selbstverständlich und man müsse nicht dafür tun, weil man ja selber nur
    > ein kleiner mann ist und "die da oben machen eh was sie wollen". Auf eine
    > Bedrohung gibt es drei Reaktionen: Angriff, Flucht oder eben Erstarrung wie
    > bei dir und den 30-55% der Nichtwähler.

    Du verstehst mich völlig falsch. Ich halte Demokratie nicht für selbstverständlich, sondern für nicht vorhanden. Wenn du das Kasperltheater, dass wir hier alle 4 Jahre spielen, als Demokratie bezeichnest, belügst du dich einfach nur selbst. Und ja, "die da oben" machen tatsächlich nur das, was sie wollen.

    cry88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ziemlicher Schmarn. USA, England, Frankreich und AFD haben das
    > Gegenteil bewiesen. Wer wählt, der entscheidet mit.

    Haha, ja die USA beweisen grade sehr gut, wie es funktioniert. Man wählt einen professionellen Lügner, der der Arbeiterklasse die Utopie verspricht und jetzt nichts anderes macht, als seine eigene Wählerschaft in den A**** zu f*****. Hat super funktioniert.

    Es ist genau das selbe Schema, völlig egal, wen du wählst, wie viele Parteien es gibt, oder wie die sich schimpfen, am Ende wird Politik für die reichsten Prozent gemacht.

    > Die meisten Demos sind vollkommen friedlich. Kenne einige, die regelmäßig
    > auf welche gehen. Noch nie gab es Chaos oder Verletzte. Problem hier ist,
    > dass sich immer irgendwelche Deppen einmischen um Mist zu veranstalten.

    Wie bereits gesagt, dass sind die, die sich einprägen. Demonstrationen sind schlicht nicht das gesellschaftsfähige Mittel der Wahl, die Macht des Volkes durchzusetzen, das es eigentlich sein sollte.

    > Also so lange ist Pegidia noch nicht her, dass man sich daran nicht mehr
    > erinnern kann, oder?

    Ja, wenn mal die Hütte richtig brennt und du mit den Urängsten der Leute spielen kannst, dann kannst du natürlich mobilisieren. Das taugt nur nicht für ein generelles Instrument der Demokratie...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.06.17 16:40 durch Slurpee.

  20. Re: Warum werden die immer wieder gewählt..?

    Autor: Trockenobst 29.06.17 - 16:35

    smirg0l schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gab mehr als genug gute Gründe in den letzten Jahren, wenn die schon
    > nicht gefruchtet haben, ich bin ratlos...

    Dieses Demokratieupdate einführen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ersatzstimme_(Wahlrecht)
    Damit werden Zweit- und Drittstimmen gezählt und nicht verworfen.

    Das gibt es auch in einer Verschärfung, in dem man die 1. Stimme davon abhängig macht nicht mit einer bestimmten Partei eine Koalition einzugehen, sonst die Zweistimme gültig ist. Eine "Koalitionssperre" würde die Parteienlandschaft massiv umkrempeln und BULLSHIT wie gerade in England, oder Spanien und Israel verhindern. Wo man immer wieder die absolute Mehrheit verfehlt und dann mit Radikalen als Steigbügelhalter regiert. Mit einer solche Sperre würden die Extremisten extrem geschwächt, weil die Regierungswilligen dann ihr Programm anpassen müssten und somit wieder in die Mitte wandern.

    Änderung des Wahlrechts. 0.1% des Jahresgehalts werden als Dummensteuer einbehalten, außer man legt seine Wahlbestätigungen bei. Wer dahintigert kann ja gerne alles ankreuzen und die Stimme unnutzbar machen - oder das Geld dem Staat schenken. Es wird vermutet dass man damit alleine 10% der Nichtwähler mobilisieren könnte, ein nicht unerheblicher Anteil wären junge Leute.

    Das System wie es jetzt ist, bevorzugt durch seine Konstruktion (ja, das ist künstlich alles) die großen Parteien, weil die Menschen dann taktisch handeln, statt nach eigener Anschauung um ihre Stimme nicht zu verlieren. Durch die hohe Anzahl der NIchtwähler regieren ~26% den Rest der Bevölkerung. Möglicherweise muss man sie für eine Zeit daran zwingen am demokratischen Prozess teilzunehmen.

    Es gäbe dann noch andere Probleme, etwa die Finanzierung einer gültigen Partei.
    Wenn die AfD schon Gold verkaufen muss, weil sie nicht genug Spenden hat, werden die mit Seilschaften, Geldkoffern und Machtpositionen bestärkt, wärend die anderen ständig Betteln müssen um die Partei zu finanzieren. Die haben keine Verlage, keine Beratungshäuser, keine Lobbyessen, keine vollbezahlten Parteimitglieder die komischerweise im Hauptberuf vom Bänkerjob freigestellt sind.

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