-
Freier Zugang zu Bildung ist wichtig!
Autor: Anonymer Nutzer 09.08.13 - 13:07
Aber...:
Prinzipiell finde ich den freien Zugang zu Bildung zwar äußerst erstrebenswert, wenn ich aber hungere bzw. dringlichere Bedürfnisse zu befriedigen habe, dann werde ich keine Zeit dafür haben mich mit einem merkwürdigen Kasten auseinander zu setzen.
Ab davon gibt es in Afrika nicht überall Strom bzw. muss erst einmal das Geld auf den Tisch kommen, dass solcher Luxus abgezweigt werden kann. -
Re: Freier Zugang zu Bildung ist wichtig!
Autor: ruamzuzler 09.08.13 - 13:25
Ich sehe das nicht so krass, weil die Taktik "erst liefern wir Brot an alle, wenn dann alle aufgegessen haben, kümmern wir uns um die Bildung" nicht zielführend ist.
Vielmehr müssen die Bemühungen parallel ablaufen, denn Bildung führt bekanntermaßen aus der Armut.
Die Menschen werden künstlich dumm gehalten von ihren "Regierungen", wenn die neutral aufgeklärt werden, wird auch die politische Situation besser.
Ein Großteil der UNO-Lebensmittellieferungen wird von den lokalen NGOs um teures Geld verschachert, statt an die Hungernden verteilt zu werden.
Die meisten Entwicklungsländer sind sehr fruchtbar, Lebensmittel sind genug da, die Leute haben nur keine Mittel, um sie zu erwerben oder die Chinesen, Amis oder Europäer nehmen sie ihnen weg.
natürlich hast du recht, das Problem der Infrastruktur am Boden lösen die Ballons nicht. -
Re: Freier Zugang zu Bildung ist wichtig!
Autor: nicoledos 09.08.13 - 13:37
Es ist eine alte Taktik des Westens, das Brot zu liefern damit die vor Ort nicht selber mit backen anfangen. Gates ist wohl eher neidisch nicht selbst auf die Idee gekommen zu sein, sonst hat er keinen Grund derartig zu äußern. Da gibt es ganz andere Konzerne, deren dreckige Geschäfte in Entwicklungsländern kritisiert gehört.
-
Re: Freier Zugang zu Bildung ist wichtig!
Autor: commander1975 09.08.13 - 14:09
Der Selberdenker schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Aber...:
>
> Prinzipiell finde ich den freien Zugang zu Bildung zwar äußerst
> erstrebenswert, wenn ich aber hungere bzw. dringlichere Bedürfnisse zu
> befriedigen habe, dann werde ich keine Zeit dafür haben mich mit einem
> merkwürdigen Kasten auseinander zu setzen.
>
> Ab davon gibt es in Afrika nicht überall Strom bzw. muss erst einmal das
> Geld auf den Tisch kommen, dass solcher Luxus abgezweigt werden kann.
++
Sehe ich auch so, wir sollten uns hier im "Westen" stehts vor Augen halten das Internetzugang, bzw die Geräte die diesen erst ermöglichen, Luxusgüter sind.
Ausserdem ist Internetzugang nicht perse gleichzusetzen mit Bildung, denn dazu braucht es immer noch klassische Schulen und Lehrer. -
Hoppla, da hast du mich falsch verstanden!
Autor: Anonymer Nutzer 09.08.13 - 14:46
ruamzuzler schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich sehe das nicht so krass, weil die Taktik "erst liefern wir Brot an
> alle, wenn dann alle aufgegessen haben, kümmern wir uns um die Bildung"
> nicht zielführend ist.
> Vielmehr müssen die Bemühungen parallel ablaufen, denn Bildung führt
> bekanntermaßen aus der Armut.
> Die Menschen werden künstlich dumm gehalten von ihren "Regierungen", wenn
> die neutral aufgeklärt werden, wird auch die politische Situation besser.
> Ein Großteil der UNO-Lebensmittellieferungen wird von den lokalen NGOs um
> teures Geld verschachert, statt an die Hungernden verteilt zu werden.
>
> Die meisten Entwicklungsländer sind sehr fruchtbar, Lebensmittel sind genug
> da, die Leute haben nur keine Mittel, um sie zu erwerben oder die Chinesen,
> Amis oder Europäer nehmen sie ihnen weg.
> natürlich hast du recht, das Problem der Infrastruktur am Boden lösen die
> Ballons nicht.
Nein, nein und nochmals nein! Da legst du mir Worte in den Mund, die ich so nicht gesagt habe(n will)!
Natürlich sollte man parallel arbeiten, ich wollte nur zu bedenken geben, dass die Leute von sich aus kein so großes Interesse an Bildung haben werden, solange der Magen knurrt.
Eben deshalb MUSS man PARALLEL ansetzen.
Seriell ist natürlich Blödsinn, wie die letzten Jahrzehnte zeigen. -
Eben, deshalb parallel dran arbeiten...
Autor: Anonymer Nutzer 09.08.13 - 14:46
commander1975 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Der Selberdenker schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Aber...:
> >
> > Prinzipiell finde ich den freien Zugang zu Bildung zwar äußerst
> > erstrebenswert, wenn ich aber hungere bzw. dringlichere Bedürfnisse zu
> > befriedigen habe, dann werde ich keine Zeit dafür haben mich mit einem
> > merkwürdigen Kasten auseinander zu setzen.
> >
> > Ab davon gibt es in Afrika nicht überall Strom bzw. muss erst einmal das
> > Geld auf den Tisch kommen, dass solcher Luxus abgezweigt werden kann.
>
> ++
> Sehe ich auch so, wir sollten uns hier im "Westen" stehts vor Augen halten
> das Internetzugang, bzw die Geräte die diesen erst ermöglichen, Luxusgüter
> sind.
> Ausserdem ist Internetzugang nicht perse gleichzusetzen mit Bildung, denn
> dazu braucht es immer noch klassische Schulen und Lehrer.
Eben, deshalb sollte man das Internet anbieten und zusätzlich andere Dinge unternehmen, damit die Leute überhaupt Zugang dazu und den Kopf frei genug haben um es zu nutzen! -
Re: Hoppla, da hast du mich falsch verstanden!
Autor: wmayer 10.08.13 - 08:16
Doch genau das hast du gesagt: Erstmal muss man was zu futtern haben. Also erst die Nahrungsprobleme lösen, dann kann man Bilden. Ist auch mMn richtig. Wobei es natürlich bessere und schlechtere Wege gibt das Nahrungsproblem zu lösen. Wenn ich es so löse, dass ich nicht weiter nachhelfen muss, weil man sich selbst mir Nahrung versorgen kann, kann ich natürlich eher Ressourcen in die Bildung investieren, als wenn ich mich weiter um das Nahrungsproblem kümmern muss und zusätzlich die Bildung fördern will.
Denn auch diese Förderprogramme haben nur begrenzte Mittel und deshalbe muss man sich eben entscheiden was man zuerst macht und was man als dringlicher ansieht.
Einen gewissen Bildungsstand soll man angeblich auch ohne Internet erreichen können. -
Re: Hoppla, da hast du mich falsch verstanden!
Autor: Anonymer Nutzer 10.08.13 - 16:58
wmayer schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Doch genau das hast du gesagt: Erstmal muss man was zu futtern haben.
Ja, natürlich. Diese Aussage war auch so gewollt.
Was ich allerdings nicht gesagt habe, ist, dass man erst einmal NUR dort ansetzen soll.
Natürlich soll man den Leuten zu Essen geben, aber überdies auch die Möglichkeiten selbst für sich zu Sorgen und Zugang zu Bildung und und und ... alles parallel.
Nur die Leute von sich aus, werden kein großes Interesse haben sich zu bilden, während sie hungern.
Selbst ich, als Leseratte, kann von Büchern alleine nicht leben ;)
> Also
> erst die Nahrungsprobleme lösen, dann kann man Bilden. Ist auch mMn
> richtig. Wobei es natürlich bessere und schlechtere Wege gibt das
> Nahrungsproblem zu lösen. Wenn ich es so löse, dass ich nicht weiter
> nachhelfen muss, weil man sich selbst mir Nahrung versorgen kann, kann ich
> natürlich eher Ressourcen in die Bildung investieren, als wenn ich mich
> weiter um das Nahrungsproblem kümmern muss und zusätzlich die Bildung
> fördern will.
> Denn auch diese Förderprogramme haben nur begrenzte Mittel und deshalbe
> muss man sich eben entscheiden was man zuerst macht und was man als
> dringlicher ansieht.
> Einen gewissen Bildungsstand soll man angeblich auch ohne Internet
> erreichen können.
Klar, die Frage ist halt inwiefern dort die Infrastruktur dafür gegeben ist. Ist eben nicht jeder Autodidakt. -
Re: Freier Zugang zu Bildung ist wichtig!
Autor: bernd71 12.08.13 - 11:14
commander1975 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Der Selberdenker schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Aber...:
> >
> > Prinzipiell finde ich den freien Zugang zu Bildung zwar äußerst
> > erstrebenswert, wenn ich aber hungere bzw. dringlichere Bedürfnisse zu
> > befriedigen habe, dann werde ich keine Zeit dafür haben mich mit einem
> > merkwürdigen Kasten auseinander zu setzen.
> >
> > Ab davon gibt es in Afrika nicht überall Strom bzw. muss erst einmal das
> > Geld auf den Tisch kommen, dass solcher Luxus abgezweigt werden kann.
>
> ++
> Sehe ich auch so, wir sollten uns hier im "Westen" stehts vor Augen halten
> das Internetzugang, bzw die Geräte die diesen erst ermöglichen, Luxusgüter
> sind.
> Ausserdem ist Internetzugang nicht perse gleichzusetzen mit Bildung, denn
> dazu braucht es immer noch klassische Schulen und Lehrer.
Das mag ja alles stimmen, aber muss Google alle dies Probleme angehen? Internet ist ihr Geschäft. Besser als alles impfen zu wollen aber keine Gedanken daran zu verschwenden welche weitere Konsequenzen dies hätte.



