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Steuern beim Staking

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  1. Steuern beim Staking

    Autor: ryazor 17.01.22 - 17:10

    Ich habe verstanden, dass beim Staking die Haltefrist fürs steuerfreie veräußern direkt auf 10 Jahre steigt (explodiert).

    Mir sind allerdings die genauen Rahmenbedingungen nicht ganz klar.

    Angenommen ich stake 1000 Einheiten. Ich lasse sie ein Jahr gestaked und erziele daraus 10 weitere Einheiten, sodass ich nach einem Jahr 1010 Einheiten habe. Nun beende ich das Staking, sodass keine weiteren Einheiten dazu kommen.

    Muss ich direkt für dieses eine Jahr die 10 Einheiten in der Steuererklärung angeben?

    Oder ist es so, dass ich sie erst versteuern muss, wenn ich sie bspw. nach 8 Jahren verkaufe? Umgekehrt sie aber steuerfrei sind, wenn ich sie 10 jahrelang nicht anfasse.

    Und darüber hinaus, wie sieht es mit den vorigen 1000 Einheiten aus? Kann ich die bereits nach einem Jahr steuerfrei veräußern, oder sind sie durch das Staking bereits für 10 Jahre "verbrannt"?

    Danke im Voraus :)

  2. Re: Steuern beim Staking

    Autor: meinname123 17.01.22 - 18:22

    Haltefrist für 1000 Einheiten 10 Jahre.
    10 Einheite = zu aktuellem Kurs des Erhalts also sonstiges Einkommen versteuern,
    Packst du es nicht in den Stake dazu = nach 1 Jahr keine Steuer auf Kursgewinn bei verkauf.
    Packst du es in einen Stake (bzw. geschieht es automatisch) 10 Jahre Frist. Für diese 10 Einheiten

    Oder mit anderen Worten:
    Sobald du irgendwie über Kursgewinne hinaus Geld mit einem - nennen wir es "Grundkapital" - bekommst, steigt die Haltefrist auf 10 Jahre, dass Kursgewinne steuerfrei werden.
    Auf die Erträge zahlst du bei Erhalt dieser erstmal Steuern zum aktuellen Kurs als sonstiges Einkommen.
    Wenn du mit den Erträgen Kursgewinn machst, gelten die üblichen Regeln dafür,
    Also Steuern auf eventuelle Kusgewinne, wenn verkauf innerhalb 1 Jahr.
    Es sei Denn, es ist auch wieder "Grundkapital"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.22 18:29 durch meinname123.

  3. Re: Steuern beim Staking

    Autor: Magdalis 17.01.22 - 18:46

    ryazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe verstanden, dass beim Staking die Haltefrist fürs steuerfreie
    > veräußern direkt auf 10 Jahre steigt (explodiert).
    >
    > Mir sind allerdings die genauen Rahmenbedingungen nicht ganz klar.
    >
    > Angenommen ich stake 1000 Einheiten. Ich lasse sie ein Jahr gestaked und
    > erziele daraus 10 weitere Einheiten, sodass ich nach einem Jahr 1010
    > Einheiten habe. Nun beende ich das Staking, sodass keine weiteren Einheiten
    > dazu kommen.
    >
    > Muss ich direkt für dieses eine Jahr die 10 Einheiten in der
    > Steuererklärung angeben?
    >
    > Oder ist es so, dass ich sie erst versteuern muss, wenn ich sie bspw. nach
    > 8 Jahren verkaufe? Umgekehrt sie aber steuerfrei sind, wenn ich sie 10
    > jahrelang nicht anfasse.
    >
    > Und darüber hinaus, wie sieht es mit den vorigen 1000 Einheiten aus? Kann
    > ich die bereits nach einem Jahr steuerfrei veräußern, oder sind sie durch
    > das Staking bereits für 10 Jahre "verbrannt"?
    >
    > Danke im Voraus :)

    Die Staking-Rewards müssen zum Zeitpunkt der Gutschrift versteuert werden (sofern unter Berücksichtigung weiterer entsprechender Einnahmen mindestens 256 ¤ an Einkommen erzielt werden).
    Die 10 Jahre beziehen sich auf den gestakten Betrag selbst. In Deinem Beispiel zunächst die 1000 Einheiten.

    Soweit mein laienhaftes Verständnis von dem wie es das Finanzministerium sieht.
    Allerdings gibt es lauf Steuerexperten ernsthafte Zweifel, ob die Kriterien für gewerbliches Handeln hinreichend erfüllt sind, um die 10-Jahresfrist zu begründen.

  4. Re: Steuern beim Staking

    Autor: ryazor 17.01.22 - 19:29

    Dankeschön!

  5. Re: Steuern beim Staking

    Autor: ryazor 17.01.22 - 19:30

    Dankeschön, das hilft weiter.

  6. Re: Steuern beim Staking

    Autor: FerdiGro 17.01.22 - 21:22

    Woher kommen eigentlich die staking gewinne?

  7. Re: Steuern beim Staking

    Autor: ryazor 17.01.22 - 21:36

    Dadurch, dass der Node, dem du deine Einheiten gestaked hast, genug Stake insgesamt hat, sodass dieser valide Blöcke für die Chain erzeugen durfte.

    Als Belohnung für die Erzeugung neuer, valider Blöcke hat dieser Node eben Einheiten gutgeschrieben bekommen, die er wiederum zum Großteil auf dessen Stake aufteilt.

  8. Re: Steuern beim Staking

    Autor: FerdiGro 17.01.22 - 21:55

    Also jemand anderes zahlt mir den Gewinn?

  9. Re: Steuern beim Staking

    Autor: melody 17.01.22 - 22:16

    kurz gesagt ja.

    durchs staken geht man aber auch ein risiko ein, da der coin ja auch fallen kann.
    das staken selber kostet auch geld (server kosten), die meisten werden aber deligieren und daher teilgewinne an den service ( der der den server hat) abgibt.

    du zahlst ja auch der sparkasse (und visa/mastercard) den gewinn, anders ist es beim staken auch nicht

  10. Re: Steuern beim Staking

    Autor: GilBates 17.01.22 - 22:40

    nur bei relativ viel Gewinn. und bei einem Jahr staken 600 bzw. 1200 Euro Gewinn zu machen.

    na gut, manche coins gewähren 20 % Zinsen, das würde bei 50000 Euro Einsatz schon 10000 in der theorie machen. Allerdings.. kann man auch Verluste machen.

    das auszurechnen ist nicht ganz einfach.
    weil der eigentliche Staking-Gewinn ja wöchentlich, teilweise 2x kommt, da müsste man über jeden Zugang genau Buch führen und könnte dann nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen.
    Das ist kaum zu beherrschen.

    man könnte input/output rechnen und dann darauf die Steuern zahlen.
    die Börsen bieten alle APIs an, vielleicht kann man da was machen.
    Wahrscheinlich gibt es auch schon Lösungen. Aber eine allumfängliche.. die die Steuern exakt berechnet zum Vorteil des Kunden.. das ist bestimmt ne Marktlücke.

  11. Re: Steuern beim Staking

    Autor: Til23 18.01.22 - 05:01

    Magdalis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ryazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich habe verstanden, dass beim Staking die Haltefrist fürs steuerfreie
    > > veräußern direkt auf 10 Jahre steigt (explodiert).
    > >
    > > Mir sind allerdings die genauen Rahmenbedingungen nicht ganz klar.
    > >
    > > Angenommen ich stake 1000 Einheiten. Ich lasse sie ein Jahr gestaked und
    > > erziele daraus 10 weitere Einheiten, sodass ich nach einem Jahr 1010
    > > Einheiten habe. Nun beende ich das Staking, sodass keine weiteren
    > Einheiten
    > > dazu kommen.
    > >
    > > Muss ich direkt für dieses eine Jahr die 10 Einheiten in der
    > > Steuererklärung angeben?
    > >
    > > Oder ist es so, dass ich sie erst versteuern muss, wenn ich sie bspw.
    > nach
    > > 8 Jahren verkaufe? Umgekehrt sie aber steuerfrei sind, wenn ich sie 10
    > > jahrelang nicht anfasse.
    > >
    > > Und darüber hinaus, wie sieht es mit den vorigen 1000 Einheiten aus?
    > Kann
    > > ich die bereits nach einem Jahr steuerfrei veräußern, oder sind sie
    > durch
    > > das Staking bereits für 10 Jahre "verbrannt"?
    > >
    > > Danke im Voraus :)
    >
    > Die Staking-Rewards müssen zum Zeitpunkt der Gutschrift versteuert werden
    > (sofern unter Berücksichtigung weiterer entsprechender Einnahmen mindestens
    > 256 ¤ an Einkommen erzielt werden).
    > Die 10 Jahre beziehen sich auf den gestakten Betrag selbst. In Deinem
    > Beispiel zunächst die 1000 Einheiten.
    >
    > Soweit mein laienhaftes Verständnis von dem wie es das Finanzministerium
    > sieht.
    > Allerdings gibt es lauf Steuerexperten ernsthafte Zweifel, ob die Kriterien
    > für gewerbliches Handeln hinreichend erfüllt sind, um die 10-Jahresfrist zu
    > begründen.

    Das Bundesministerium für Finanz sieht, dass die Erhöhung der 10 Jahre über (EStG) § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 4 EStG gegeben ist. So schreiben sie es in einem Entwurf: Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung von virtuellen Währungen und von Token.


    Private Veräußerungsgeschäfte
    § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 4 EStG
    "Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre;"

    Interessant wäre was nicht 100% aus dem Entwurf vorgeht, wie genau mit den Einahmen vom Staking umgegangen werden muss. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen.

    Link zum Entwurf: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2021-06-17-est-kryptowaehrungen.html

  12. Re: Steuern beim Staking

    Autor: gema_k@cken 18.01.22 - 10:32

    Es gibt durchaus Steuerberater, die diese 10-Jährige Haltefrist für anfechtbar halten, da diese Ursprünglich den Kurzzeithandel mit (Schiffs-)Containern unterbinden sollte. Das ist nach Auffassung von Manchen nicht direkt auf Kryptos übertragbar.

    https://www.winheller.com/bankrecht-finanzrecht/bitcointrading/bitcoinundsteuer/besteuerung-von-staking.html

    Am besten mal beim Finanzamt nachfragen wie die das sehen und zur Not zum Fachanwalt.

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