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Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

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  1. Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Carl Ranseier 15.04.21 - 09:27

    Denn mit der ehemaligen Friedenspartei und Ökopartei haben die heutigen Grünen doch so ziemlich gar nichts mehr gemein, oder übersehe ich da was?

    Die Grünen sind damals mit der SPD in den Krieg marschiert. Siehe dazu "Parteitag der Grünen: Grüne akzeptieren Afghanistan-Einsatz" im Tagesspiegel vom 24. November 2001.

    Die Grünen haben zusammen mit der SPD den Sozialstaat rasiert, Stichwort Hartz IV. Das wird wohl jedem bekannt sein, dass diese beiden angeblich linken Parteien genau das umgesetzt haben, was sich die CDU unter Kohl viele Jahre lang nicht getraut hat.

    Die Wähler der Grünen fahren Auto und fliegen gern. Das wurde vom Spiegel bereits am 30. April 2004 im Artikel "Letzte Ausfahrt Lebenslüge" von Stephan Zimprich beschrieben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jetzt ist es aber hierbei nur so, dass der Die Grünen Wähler das nachlebt, was die Grünen im Bundestag vorleben. Denn es sind die Grünen, welche die meisten Flugreisen aller Bundestagsabgeordeten antreten. Zu finden ist das unter anderem beim Tagesspiegel unter dem Artikel "Bündnis 90/Grüne sind "Spitzenflieger"

    Zusammengefasst sind die Grünen jetzt eigentlich was genau? Eine Art ökologisch angestrichene FDP? Braucht man das?

  2. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Psy2063 15.04.21 - 09:35

    Greenwashig. Anders kann ich es mir nicht erklären. Grün muss man sich leisten können, das kann also nur der gut betuchte Mittelstand sein dem die grüne Verbotspolitik egal sein kann weil sie alles was die grünen verbieten wollen schon sicher haben.

    Und die Idealisten aus dem FFF Umfeld werden sich in ein paar Jahren hoffentlich schämen was sie angerichtet haben, wenn das Land wirtschaftlich am Boden liegt.

  3. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: flopalistik 15.04.21 - 09:35

    Ich hab keine Zweifen an den Grünen. Mit dem Jugoslawienkrieg und den Hartz4-Reformen haben sie bereits bewiesen, dass sie politisch auf hohem Niveau spielen können. Das Fahrrad wurde auch schnell durch einen dicken Benz ersetzt, stimmt.

  4. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Carl Ranseier 15.04.21 - 09:46

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Greenwashig. Anders kann ich es mir nicht erklären. Grün muss man sich
    > leisten können, das kann also nur der gut betuchte Mittelstand sein dem die
    > grüne Verbotspolitik egal sein kann weil sie alles was die grünen verbieten
    > wollen schon sicher haben.
    >
    > Und die Idealisten aus dem FFF Umfeld werden sich in ein paar Jahren
    > hoffentlich schämen was sie angerichtet haben, wenn das Land wirtschaftlich
    > am Boden liegt.

    Ja, das kann ich nachvollziehen. Aber verstehen weshalb man das möchte, kann ich weiterhin nicht.

  5. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Carl Ranseier 15.04.21 - 09:47

    flopalistik schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab keine Zweifen an den Grünen. Mit dem Jugoslawienkrieg und den
    > Hartz4-Reformen haben sie bereits bewiesen, dass sie politisch auf hohem
    > Niveau spielen können. Das Fahrrad wurde auch schnell durch einen dicken
    > Benz ersetzt, stimmt.

    Ich finde es schade, was aus der Partei geworden ist.

  6. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: misfit 15.04.21 - 09:54

    Unabhängig von den Grünen werden wir nicht voran kommen, wenn wir alle immer nur nett bitten. Daher sehe ich es schon als Erforderlich an das man viele Lebensbereiche mehr regulieren und auch einschränken muss, wenn wir diese Erde halbwegs nachhaltig bewohnen wollen. Werdet euch das mal bewusst.
    Technologischer Fortschritt wird uns nicht helfen, oder bringt nur einen Tropfen auf dem heißen Stein, oder verlagert die Probleme bloß in die Zukunft. Da fällt mir z.B. das Thema mit den Windkraftanlagen ein. Die Flügel lassen sich schlecht recyceln. Daher werden die geschreddert und dann zum Straßenbau benutzt. Aber was passiert dann in 20 Jahren mit den Straßen, wenn die saniert werden sollen?

    Viele Sachen die wir jetzt haben, die wir jetzt frei genießen können, gibt es, weil man sich über die Zukunft keine Gedanken macht. Hauptsache erst mal haben. Ich nehme mich da bewusst nicht aus. Das kann eigentlich fast keiner.

  7. Weil es nichts "besseres" gibt mit Zukunftsaussichten?

    Autor: yumiko 15.04.21 - 09:55

    Carl Ranseier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn mit der ehemaligen Friedenspartei und Ökopartei haben die heutigen
    > Grünen doch so ziemlich gar nichts mehr gemein, oder übersehe ich da was?
    > Zusammengefasst sind die Grünen jetzt eigentlich was genau? Eine Art ökologisch
    > angestrichene FDP? Braucht man das?

    Ja, du siehst das durch die CDU-Brille: es kann nur eine Meinung geben in der Partei.

    Das ist bei den Grünen nicht so und im Gegensatz zu anderen Parteien gehört das zu ihrer Kultur und die zerreißen sich dabei nicht.
    Es kommen immer mal andere Strömungen hoch und die Schwerpunkte sind somit etwas anders.
    Die Kernpunkte ändern sich aber kaum. Ok, die Einführung des Kommunismus wurde inzwischen gesrichen aus dem Parteiprogramm, aber das hat irgendwann keiner mehr gewollt ^^
    Da momentan die Realos (etwas fies als FDPler mit grünem Gewissen umschrieben) den Ton angeben, wirken die Grünen nicht mehr als die "radikale" Partei. Beispielsweise steht Anton Hofreiter als "höchster der Strömung" für den "klassisch kompromisslosen" Kurs der Rettung der Umwelt und damit der Menschheit - aber das merkt man glaube ich auch schnell wenn der redet ^^

  8. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: yumiko 15.04.21 - 09:59

    Der Anton Hofreiter ist jemand der genau dafür steht.
    Diese Strömung ist aber nicht "oben auf" bei den Grünen im Moment.

  9. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: krangerich 15.04.21 - 10:02

    SPD und FDP schließt du bereits aus. CDU ist in allen Kritierien nochmal hinter den drei vortigen Parteien, die Linke ist eben starklinks und die AfD steht für aggressiven Egoismus und ist die Gegenteil-von-Logik-Partei.

    Du musst also eine Partei nennen, die eine bessere Klimapolitik hat und für die es nicht möglich ist, Kritikpunkte (ob zutreffend oder nicht) zu nennen.

  10. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Antischwurbler 15.04.21 - 10:07

    krangerich schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SPD und FDP schließt du bereits aus. CDU ist in allen Kritierien nochmal
    > hinter den drei vortigen Parteien, die Linke ist eben starklinks und die
    > AfD steht für aggressiven Egoismus und ist die Gegenteil-von-Logik-Partei.
    >
    > Du musst also eine Partei nennen, die eine bessere Klimapolitik hat und für
    > die es nicht möglich ist, Kritikpunkte (ob zutreffend oder nicht) zu
    > nennen.

    Gut zusammengefasst. Die Grünen sind nunmal das so ziemlich geringste Übel - und die anderen (Piraten etc.) werden die 5% Hürde nicht knacken.

  11. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Trollversteher 15.04.21 - 10:22

    >Greenwashig. Anders kann ich es mir nicht erklären. Grün muss man sich leisten können, das kann also nur der gut betuchte Mittelstand sein dem die grüne Verbotspolitik egal sein kann weil sie alles was die grünen verbieten wollen schon sicher haben.

    Das ist kompletter Schwachsinn und typische Polemik aus der neurechten Ecke.
    Tatsächlich muss man sich zunehmend Umweltschäden und deren Folgekosten leisten können, was dem Ottonormalbürger natürlich nicht unmittelbar auffällt, weil es aus dem allgemeinen "anonymen" Steuertopf bezahlt wird. Man kann übrigens auch Umweltpolitik sozial gestalten, in dem man die Lasten so verteilt, dass sozial Schwache nicht anteilig größer belastet werden als Besserverdiener und Reiche. Wer von "Grün muss man sich leisten können" schwardronniert, möchte damit in der Regle nur die eigene Bequemlichkeit rechtfertigen.

    Übrigens witzig, dass Du den Grünen genau das Gegenteil von dem vorwirfst, was Dein Vorredner kritisiert: Er beklagt quasi, das die Grünen inkonsequent sind und aus Angst vor dem "Volkszorn" und der Bequemlichkeit der eigenen Wähler vor richtigen Konsequenzen zurückschrecken, Du hingegen plapperst den üblichen "Verbotspartei" Unsinn nach, der ja *exakt* in die Gegenteilige Kerbe schlägt. Solange also den Grünen sowohl Inkonsequenz als auch übereifriger "Verbots-Aktionismus" vorgeworfen wird, *kann* ja nichts daraus werden.

    >Und die Idealisten aus dem FFF Umfeld werden sich in ein paar Jahren hoffentlich schämen was sie angerichtet haben, wenn das Land wirtschaftlich am Boden liegt.

    Au Backe, das ist ja noch unqualifizierter und noch mehr auf polemischen Stammtischniveau. Genau so gut könnte man sagen, die Anti-FFF-Hetzer werden sich in ein paar Jahrzenten hoffentlich schämen, wenn hier *gar nichts mehr* geht, weil die zunehmenden Umweltschäden finanziell alles auffressen und zukünftige Generationen dank unseres Verhaltens auf Dune dem Wüstenplaneten leben dürfen.

  12. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Trollversteher 15.04.21 - 10:24

    +1 sehe ich auch so.

  13. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Psy2063 15.04.21 - 10:29

    misfit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unabhängig von den Grünen werden wir nicht voran kommen, wenn wir alle
    > immer nur nett bitten. Daher sehe ich es schon als Erforderlich an das man
    > viele Lebensbereiche mehr regulieren und auch einschränken muss, wenn wir
    > diese Erde halbwegs nachhaltig bewohnen wollen. Werdet euch das mal
    > bewusst.

    Das regulierungsbedürftige Umweltproblem verursacht aber nicht die "westliche" Welt, sondern der asiatische Raum. Und komm nicht mir "aber das tun die nur weil wir dort billigen Kram bestellen" das ist nämlich nur die halbe Warheit. Niemand zwingt die, ihren Plastikmüll in Flüsse zu schmeißen und alles zu verbrennen was im Weg liegt.

    Auch wenn das niemand hören will, wir haben kein Nachhaltigkeitsproblem, sondern einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten. Bzw genauer genommen zu viele, bei denen der westliche Umweltstandard noch nicht angekommen ist.

    > Technologischer Fortschritt wird uns nicht helfen...
    > Viele Sachen die wir jetzt haben, die wir jetzt frei genießen können, gibt
    > es, weil man sich über die Zukunft keine Gedanken macht.

    Oder man akzeptiert die Rolle des Menschen als Lebensform, die sich weitestgehend von der Evolution abgekoppelt hat. Wir sind nichts weiter als ein Parasit, der den Planeten ausbeutet. Die Schwierigkeit die es zu überwinden gilt ist es, rechtzeitig einen neuen Planeten zu finden und zu besiedeln den man ausbeuten kann.

  14. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Psy2063 15.04.21 - 10:40

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist kompletter Schwachsinn und typische Polemik aus der neurechten
    > Ecke.

    ich würde mich tatsächlich eher in der linken ecke ansiedeln

    > Tatsächlich muss man sich zunehmend Umweltschäden und deren Folgekosten
    > leisten können...Wer von "Grün muss man sich leisten
    > können" schwardronniert, möchte damit in der Regle nur die eigene
    > Bequemlichkeit rechtfertigen.

    Bequemlichkeit? Ich lasse mir schon genug gefallen. Ich habe eine Photovoltaik und muss lächerlich wenig Strom aus dem Netz beziehen, trotzdem bekommt an die Einspeisung nicht ansatzweise gerecht vergütet. Wir trennen den Müll, fahren möglichst wenig Auto, filtern alle möglichen Schadstoffe in der Industrie, zwingen die Landwirtschaft so nachhaltig wie möglich zu sein und auf allem was man im Supermarkt findet sollte möglichst Bio oder Öko stehen. Und während sich ein paar Leute in Europa mühe geben, kann man in weniger entwickelten Ländern Flüsse via Plastikmüll überqueren. Nicht wir müssen uns ändern, wir geben uns schon bei weitem genug mühe. Es müssen auch mal andere Länder dran sein die sich weit umweltschädlicher verhalten als wir.

    > Du hingegen
    > plapperst den üblichen "Verbotspartei" Unsinn nach

    wieso unsinn? gibt es irgendwas, das die grünen nicht verbieten wollen?

    > Au Backe, das ist ja noch unqualifizierter und noch mehr auf polemischen
    > Stammtischniveau. Genau so gut könnte man sagen, die Anti-FFF-Hetzer werden
    > sich in ein paar Jahrzenten hoffentlich schämen, wenn hier *gar nichts
    > mehr* geht, weil die zunehmenden Umweltschäden finanziell alles auffressen
    > und zukünftige Generationen dank unseres Verhaltens auf Dune dem
    > Wüstenplaneten leben dürfen.

    wie bereits gesagt: wir sind umweltfreundlich genug. die Sauerei findet in anderen Ländern statt. Und nein, das liegt nicht daran, dass wir uns an der Globalisierung laben, denn wir zwingen die dort nicht, ihren Müll in Flüsse zu schmeißen.

  15. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Psy2063 15.04.21 - 10:42

    Antischwurbler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > die anderen (Piraten etc.) werden die 5% Hürde nicht knacken.

    mit der Einstellung werden sie das natürlich nicht.

  16. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Trollversteher 15.04.21 - 11:15

    >ich würde mich tatsächlich eher in der linken ecke ansiedeln

    Etwas anderes wollte ich auch nicht unterstellen - aber auch als jemand, der eher in der linken Ecke verordnet ist, kann man Vorurteile aus der neurechten Ecke übernehmene - und dieses "Grüne=Verbotspartei" Vorurteil stammt nun mal aus dieser Ecke, bzw. wird von dort am lautesten propagiert.

    >Bequemlichkeit? Ich lasse mir schon genug gefallen. Ich habe eine Photovoltaik und muss lächerlich wenig Strom aus dem Netz beziehen, trotzdem bekommt an die Einspeisung nicht ansatzweise gerecht vergütet.

    Und daran sind die Grünen schuld? Die haben seit 17 Jahren auf Bundesebene nichts mehr melden, und kritisieren afaik ständig die Vernachlässigung des Ausbaus von Erneuerbaren gerade durch private Einspeiser (siehe zB hier: https://www.pv-magazine.de/2020/12/10/gruene-kritisieren-regierung-wegen-fehlender-nachbesserungen-in-eeg-novelle/).

    >Wir trennen den Müll, fahren möglichst wenig Auto, filtern alle möglichen Schadstoffe in der Industrie, zwingen die Landwirtschaft so nachhaltig wie möglich zu sein und auf allem was man im Supermarkt findet sollte möglichst Bio oder Öko stehen. Und während sich ein paar Leute in Europa mühe geben, kann man in weniger entwickelten Ländern Flüsse via Plastikmüll überqueren. Nicht wir müssen uns ändern, wir geben uns schon bei weitem genug mühe. Es müssen auch mal andere Länder dran sein die sich weit umweltschädlicher verhalten als wir.

    Tja, das mag mal zu Zeiten der rot-grünen Bundesregierung und dem Start der "Energiewende" durch die aktuelle große Koalition so gewesen sein, seit dem wird aber stetig abgebaut und gesägt, und wir sind längts vom ehemaligen Vorreiter zum Mittelmaß abgesunken. Unserer CO2 pro-Kopf Ausstoß ist höher als selbst der der Chinesen, wenn sich also "der Chinese" das gleiche herausnehmen wpürde wie wir, sähe es *richtig* finster aus. Und auch das Konststoff-Problem ist kein lokales, denn dazu tragen unzählige Grauexporte aus dem "reichen Westen" bei, der seinen Müll kostensparend in Schwellenländern verklappt.

    >wieso unsinn? gibt es irgendwas, das die grünen nicht verbieten wollen?

    Umgekehrt gefragt: Was genau wollen die Grünen denn verbieten? Was wurde denn in Baden-Würtemberg, dem einzigen Land in dem die Grünen derzeit die Mehrheit in der Regierung stellen alles verboten, was bundesweit erlaubt ist?

    >wie bereits gesagt: wir sind umweltfreundlich genug. die Sauerei findet in anderen Ländern statt. Und nein, das liegt nicht daran, dass wir uns an der Globalisierung laben, denn wir zwingen die dort nicht, ihren Müll in Flüsse zu schmeißen.

    Nein, das sind wir eben lange nicht mehr. Und "finger pointing" auf andere um selbst bequem die Hände in den Schoß legen zu können, hat noch *nie* fuktioniert. Wenn nicht mal, wir, die megareichen westlichen Industrienationen eine halbwegs effiziente Umweltpolitik hinbekommen, was meinst Du wohl wie das in den Schwellenländern aufgenommen wird? Die werden uns zurecht den Stinkefinger zeigen und sagen: Kommt selbst erst mal klar, bevor ihr mit dem Finger auf uns zeigt.

  17. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: allegoric 15.04.21 - 11:35

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Umgekehrt gefragt: Was genau wollen die Grünen denn verbieten? Was wurde
    > denn in Baden-Würtemberg, dem einzigen Land in dem die Grünen derzeit die
    > Mehrheit in der Regierung stellen alles verboten, was bundesweit erlaubt
    > ist?

    Ein Beispiel von vielen: "Nachtangelverbot in Baden Württemberg" (kannst mal googeln)

    Das gibt es nur dort und nirgendwo sonst außer vielleicht an einzelnen Gewässern, wo der jeweilige Pächter das vorsieht.

    Das ist jetzt zwar nur ein Beispiel, aber gerade in der naturnahen Szene gibt es unglaublich viele Eingriffe der Grünen, um die Naturnutzung von Menschen zu verbieten. Ich bin übers Paddeln, Angeln, Boot fahren (elektrisch) sehr oft dort, wo viele Stadtmenschen nicht einmal daran denken würden, hinzufahren. Hier gibt es seit Jahrzehnten Eingriffe der Grünen, um weitere Verbote, durchzudrücken. Manchmal gegen den Menschen, manchmal gegen die Fischfauna zum Vorteil der Vogelfauna (Komoranproblematik) uvm.

    Ich beginne jetzt nicht alles aufzuzählen, weil mir das zu mühselig ist. Ein Beispiel hast du ja schon. Als Vertreter derjenigen, der oft in der "Natur" (wenn man das als Einwohner eines Kulturlandes überhaupt so bezeichnen kann) unterwegs und beführworte auch den generellen Naturschutz. Ich bin andererseits aber auch der Meinung, dass Natur immer auch zugänglich sein sollte. Wenn wir anfangen, den Menschen auszusperren, weiß er irgendwann gar nicht mehr, warum man überhaupt Natur schützen sollte. Genau die Naturerfahrung, die Angler, Paddler, Jäger machen, damit helfen sie gewissermaßen auch, Ihre Erfahrungen zu schützen. Es geht eben nicht nur um Zerstören, Töten und Plattmachen. Hier sind Pflege und Hegemaßnahmen, die sonst niemand anderes durchführen würde, an der Tagesordnung. Ohne Angler wären unsere Gewässer in und um Leipzig völlig vermüllt und nicht in der Qualität, in der wir sie jetzt vorfinden.
    Es würde sich aber keiner mehr engagieren, wenn man jetzt zum Beispiel das Angeln komplett für Gewässer x und Y verbieten würde. Die Bader, Partygänger usw. sind trotzdem da und Verbote kümmert da auch keinen. Ich habe auch noch nie in den letzten 15 Jahren erlebt, dass sich nur 1 erklärter "grüner" Naturschützer bei unseren Pflegemaßnahmen ehrenamtlich anschließt und hier gibt es mehr als genug zu tun. Wir holen Tonnenweise Müll aus den städtischen Gewässern und den Uferregionen, wo keine Stadtpflege oder wer anderes zuständig ist oder unterstützt.

    Das nur mal als ein Beispiel, wo mir grüne Politik immer wieder aufstößt.

    Ein anderes Beispiel sind zum Beispiel die Natura2000 Gebiete: Im Fehmarnbelt darf jetzt nicht mehr geangelt werden...gut gemacht, aber Schleppfischer dürfen mit Ihren Netzen, trotzdem noch drüber heizen. Das hat dann viel gebracht....

    Aber genug zum ganzen Geätze, ich will auch Vorschläge unterbreiten, wie man den zukünftigen Herausforderungen entgegenstehen kann:

    1) als erstes sehe ich den wachsenden Menschenbestand als sehr kritisch für unsere Erde, ganz besonders auch für Deutschland. Aus meiner Sicht sind wir viel zu viele Leute und haben eine zu lasche Einwanderungspolitik bzw. rufen wir ja immernoch nach Leuten, die unser Land weiter zum Platzen bringen werden. Jeder einzelne Mensch verbraucht unheimlich viele Resourcen. Jeder Mensch weniger, würde das gewissermaßen begrenzen und man müsste langsam daran arbeiten, eine Art "weiche Obergrenze" für die Anzahl von Menschen erstellen. Bisschen ähnlich wie die Inzidenzschwelle bei Corona. Wenn die Obergrenze erreicht ist, sollte eben Zuwanderung ausgesetzt werden oder die Attraktivität von Familienzuwachs senken. Klingt jetzt drastisch, ist aber meiner Meinung nach ein effektiver Weg, um ein halbwegs verträgliches Maß von "Mensch pro Quadratkilometer" zu halten. Irgendwann fliegt der Welt, der Wachstum der Menschheit um die Ohren und das kann nicht gut werden. Und wir reden immernur von Nachhaltigkeit von Ressourcen aber nicht die Belastung, die jeder Mensch "zu viel" für die Erde bedeutet.

    2) Mehr in Nachhaltigkeit investieren. Ich verstehe nicht, warum es nötig ist, Plaste Beutel in Supermärkten anzubieten anstatt Kartonbeutelchen für z.B. Obst und Gemüse. Und da gibt es etliche Beispiele. Das wäre für die Politik kein Problem eben jene Sachen umzusetzen. Für mich ist Norwegen in Sachen Nachhaltigkeit ein Vorbildland. Muss man mal dort gewesen sein, dann wird man das schnell verstehen.

    3) Warum werden Photovoltaikanlagen von Privaten begrenzt, aber überall stellt man Felder voll oder installiert Windkraftanlagen. Die ganzen ungenutzten Flächen auf Dächern bieten noch mehr als genug Platz, um unser Energieproblem anzugreifen und nachhaltig zu bekämpfen. Ich erkläre mir das mit Unwilligkeit und der Angst vor Lobbymenschen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.21 11:53 durch allegoric.

  18. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Jolla 15.04.21 - 11:56

    Antischwurbler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > [...] - und die anderen (Piraten etc.) werden die 5% Hürde nicht knacken.

    Ich bin der Meinung, dass genau diese Denkweise der Grund dafür ist, dass wir seit Jahren (Jahrzehnten?) die gleiche Gülle in den Regierungen haben. Nichtwählen ist keine Option, die anderen schaffen eh keine 5%, also wähle ich wieder CxU,SPD,Grüne,Linke oder noch schlimmer AfD.

    Wählt etwas anderes. Selbst wenn nachher 10 Parteien 10% haben...was soll da schon passieren? Stillstand? Haben wir heute auch schon. Also so what. Dann haben sie wenigstens nen Grund irgendetwas anders zu machen.

  19. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Psy2063 15.04.21 - 12:46

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dieses "Grüne=Verbotspartei" Vorurteil
    > stammt nun mal aus dieser Ecke, bzw. wird von dort am lautesten
    > propagiert.

    Nur weil es aus der falschen Ecke kommt ist das Argument der Verbotspatei dennoch nicht falsch. Es ist schlich und einfach Fakt, dass die grüne Politik alles mögliche, ob sinnvoll oder nicht sei mal dahingestellt, verbieten will.

    > Und daran sind die Grünen schuld? Die haben seit 17 Jahren auf Bundesebene
    > nichts mehr melden, und kritisieren afaik ständig die Vernachlässigung des
    > Ausbaus von Erneuerbaren gerade durch private Einspeiser

    genau, die Privatperson soll es mal wieder zahlen. Was initiativen der grünen bzw deren nahestehender Organisationen mit sich überschneidender mitgliedshaft auch gleichzeitig tun: Windkraft verhindern, Wasserkraft verhindern, größere Solarparks verhindern. Die Energie soll grün sein, aber nicht vor der eigenen Haustür erzeugt werden? Wie stellen die sich das vor?

    > Unserer CO2 pro-Kopf Ausstoß ist höher
    > als selbst der der Chinesen, wenn sich also "der Chinese" das gleiche
    > herausnehmen wpürde wie wir, sähe es *richtig* finster aus.

    pro Kopf, klar. Es gibt vielleicht einfach zu viele Menschen. Wären es weniger könnten die sich auch mehr erlauben. Unabhängig vom Land in dem sie leben.

    > Umgekehrt gefragt: Was genau wollen die Grünen denn verbieten? Was wurde
    > denn in Baden-Würtemberg, dem einzigen Land in dem die Grünen derzeit die
    > Mehrheit in der Regierung stellen alles verboten, was bundesweit erlaubt
    > ist?

    Ich lebe nicht in BW, daher kann ich dazu nichts sagen. Aber man muss sich einfach mal die Beschlüsse auf Bundesebene anschauen: Osterfeuer, Nachtangeln, Einfamilienhäuser, Autos, Tempolimit, Sportwaffen, Flugreisen, Paintball, Motorroller, Limonade... die Liste ist schier endlos.

    > Nein, das sind wir eben lange nicht mehr. Und "finger pointing" auf andere
    > um selbst bequem die Hände in den Schoß legen zu können, hat noch *nie*
    > fuktioniert...

    Beispielhaft: Ich trenne meinen Müll. Wenn der dann wieder zusammen geschüttet und verbrannt statt recyceld wird ist das nicht mein Problem, sondern das der für die Müllbeseitigung verantwortlichen. Ich könnte meinen Müll auch so wie in anderen Ländern in den nächsten Bach schmeißen. Mach ich aber nicht.

  20. Re: Hmm. Kann mir mal jemand erklären, weshalb man Die Grünen wählt?

    Autor: Hallonator 15.04.21 - 12:59

    Dein Ansatz klingt so nach Aufgabe.

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