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  5. › Breko: Tiefbaubörse soll Glasfaser in…

Das wird wohl gar nichts ändern.

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  1. Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Sharra 25.03.19 - 12:08

    Die Kabeltiefbaubranche hat absolut keine Probleme Kunden zu finden.
    Die Notwendigkeit sich in so einer Börse zu engagieren ist also schon mal nicht wirklich gegeben.

    Es mangelt einfach an den Kapazitäten, und niemand wird diese ausbauen, weil das Ende des Ausbauwahns bereits abzusehen ist. Leute kann man einstellen, und dann wieder entlassen, aber Leute buddeln nicht, das machen die Maschinen. Und neue Maschinen kosten Geld, das über 10 Jahre und mehr abgeschrieben wird. Der Mangel an Ausbaukapazitäten wird aber nicht so lange anhalten. Firmen würden sich durch Expansion selbst ruinieren.

  2. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Prokopfverbrauch 25.03.19 - 12:33

    Nunja, ich glaube bei den aktuell möglichen Margen kann man sich hier wesentlich schneller refinanzieren als normal. Ich glaube einfach auch, dass dieser Markt aufgrund relativer Komplexität noch nicht so stark angegangen wird. Und dass grundsätzlich es Kapazitätsengpässe gibt, aber jeder Tiefbauer bitte X Jahre Erfahrung vorweisen soll.

    Aber ansonsten wundert mich die Entwicklung tatsächlich. Weil das war jetzt schon seit über 5 Jahren vorhersehbar, wenn vielleicht auch nicht in der Größenordnung. Hätte ich genug Kapital würde ich selbst jetzt noch investieren in diesem Bereich.

    Ich bin mir nicht sicher wie das sich über die nächsten Jahre entwickeln wird. Wenn man davon ausgeht, bis 2025 soll möglichst viel FTTB haben, dann gehen die Preise, kombiniert mit weiteren Förderverfahren, noch weiter nach oben. Wenn jedoch nur die Gebiete ohne Kabelnetz betrachtet werden, und 5G immer weiter in den Fokus für FWA kommt kann das ganze sich wiederum natürlich stark reduzieren.

  3. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: pumok 25.03.19 - 12:34

    Klingt auf den 1. Blick schlüssig, doch ich frage mich, ob die teilweise stark gestiegenen Preise nicht investitionen in Maschinen ermöglichen könnten.
    Weiter Frage ich mich, ob man nicht auch Maschinen für andere Tiefbauarbeiten verwenden könnte um Kabel zu verlegen. Ich bin nicht vom Fach, daher sehe ich keinen grossen Unterschied eine Wasserleitung oder ein Leerrohr für Glasfaser zu verbuddeln.

  4. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: pumok 25.03.19 - 12:36

    Prokopfverbrauch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätte ich genug Kapital würde ich selbst jetzt noch investieren in diesem Bereich.

    Geht mir ähnlich. Komm, lass uns über Kickstarter so eine Kabelbuddelmaschine kaufen :-P

  5. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Sharra 25.03.19 - 12:42

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt auf den 1. Blick schlüssig, doch ich frage mich, ob die teilweise
    > stark gestiegenen Preise nicht investitionen in Maschinen ermöglichen
    > könnten.
    > Weiter Frage ich mich, ob man nicht auch Maschinen für andere
    > Tiefbauarbeiten verwenden könnte um Kabel zu verlegen. Ich bin nicht vom
    > Fach, daher sehe ich keinen grossen Unterschied eine Wasserleitung oder ein
    > Leerrohr für Glasfaser zu verbuddeln.

    Der Unterschied ist marginal. Aber die Firmen haben ja bereits die benötigten Maschinen. Die reichen völlig aus für den normalen Geschäftsbetrieb. Und sie werden auch später völlig ausreichen. Zusätzliche Maschinen für den Kabelboom würden also einfach verrotten.

  6. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Prokopfverbrauch 25.03.19 - 13:16

    Naja, also wenn man klassischen Kabelbau betrachtet unterscheidet sich da nichts. Kleiner Bagger um die Oberfläche abzutragen und den Graben herzustellen, die Rohrsystem werden von der Trommel auf der Ladefläche eins Pickups/Lasters in den Graben eingebracht. Da unterscheidet sich dann nur die Schaufelgröße und teilweise ob man einen größeren Bagger brauch, z.B. bei Fernwärme oder Abwasser brauch man schon gewisse Breite und Tiefe.

    Für Micro-Nano etc. Trenching, oder Spülbohren sind die Maschinen schon spezifischer.

    Aber wirklich für die klassische Methode kann man auch existierende, gebrauchte Geräte irgendwo sich einkaufen.

  7. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Prokopfverbrauch 25.03.19 - 13:18

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prokopfverbrauch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hätte ich genug Kapital würde ich selbst jetzt noch investieren in diesem
    > Bereich.
    >
    > Geht mir ähnlich. Komm, lass uns über Kickstarter so eine
    > Kabelbuddelmaschine kaufen :-P

    Ja also ich denke ich hätte vor ein paar Jahren das starten müssen. Vielleicht klappt es aber immer noch :D. Ich sehe halt das Problem, dass man ohne explizit nachweisebare Tiefbauerfahrung bei den meisten Verfahren abgelehnt wird. Man müsste sich dann irgendwie eine Firma suchen, unter deren Namen man anbieten kann.

  8. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Sharra 25.03.19 - 14:14

    Wer verkauft gebrauchte Geräte? Richtig, die Firmen, die sie nicht brauchen, weil sie keine Aufträge haben. Gibt es derzeit Tiefbaufirmen, die keine Aufträge haben? Nein, gibt es nicht. Woher sollen also gebrauchte Maschinen kommen?

  9. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Sharra 25.03.19 - 14:16

    Dann informier dich mal über die Auflagen, den Bürokratiewahnsinn und so weiter. Ohne Erfahrung gehst du da unter. Und keine Firma, die derzeit auf dem Markt ist, wird einen Anfänger unter ihrem guten Namen auf öffentlichem Grund Pfusch machen lassen.

  10. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Prokopfverbrauch 25.03.19 - 16:56

    Ja ich gib dir ja Recht, letztlich gibt es da genug Gründe wieso das nicht funktioniert bzw. keinen Sinn macht. Es war ja auch eher ein Gedankenspiel.

    Bezüglich der Maschinen.

    Man kann Maschinen europaweit kaufen, es ist ja auch so dass Tiefbauunternehmen aus anderen Länden schon teilweise auf den deutschen Markt drängen, da sie bei sich zuhause nicht mehr die Auslastung haben. In diesen Gebieten kann man ggf. auch die Maschinen billiger erstehen.

    Außerdem sind eben viele Maschinen universal verwendbar. Kleine Bagger gibt es in riesigen Mengen, die werden bei jedem Hausbau für die Aushebung des Fundaments benutzt. Also ich kenne hier den Markt im Detail nicht wie das generell von der Auslastung her aussieht, ob man tatsächlich die Dinger gebraucht kaufen kann. Aber ich meine nur dass die Maschinen nicht nur für den Leitungsbau gebrauchbar sind sonder eben vielfältig einsetzbar sind. Klar ist man dann auch nicht so effizient wie die Etablierten. Aber bei den Margen die die teilweise einfahren wegen fehlender Konkurrenz kann man das ausgleichen.

  11. Re: Das wird wohl gar nichts ändern.

    Autor: Sharra 26.03.19 - 05:24

    Du übersiehst aber noch eine Kleinigkeit. Gebrauchte Maschinen kann man nicht mehr so wie Neue von der Steuer abschreiben. Das Finanzamt geht hier davon aus, dass diese bereits schon mal abgeschrieben wurden. Soweit ich weiss, gilt hier ein verminderter Satz. Das macht gebrauchte Maschinen nicht mehr ganz so viel günstiger, als neu gekaufte.

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